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Zirp




Drehvolution von Zirp
Virtuoses Drehleierspiel zwischen Tradition und Gegenwart
Daniela Mühlbauer
15.11.2012 22:42

Mit "Drehvolution" liefern die jungen Herren von Zirp ihr Debütalbum ab. Zirp ist die Band des Dresdners Stephan Groth, der seit einigen Monaten Mitglied bei Faun ist. Und "Drehvolution" bezeichnet ziemlich genau, was Stephan Groth macht: Er spielt die Drehleier wie ein junger Gott und verbindet auf unkonventionelle Weise traditionelles Liedgut mit modernen Eigenkompositionen.

Mehrere dieser selbst ersonnenen Stücke für Drehleier haben es neben einigen Traditionals auf das Debütalbum von Zirp geschafft. Zum Beispiel der Song "Sevensk", ein temperamentvolles Lied im Stil der schwedischen Slängpolska, bei der ein Teil der Tanzenden schreitet und um die Schreitenden herum drehen sich sehr schnell andere Paare. Florian Kolditz ist bei diesem Song am Kontrabass zu hören. Zu den weiteren Bandmitgliedern gehören Florian Fügemann (Schlagzeug, Percussions) und Olaf Peters (Gitarre); Matthias Branschke (Schäferpfeife) hat als Gastmusiker an "Drehvolution" mitgewirkt.

Beim Song "La Toupie" (Der Kreisel), im Original vom französischen Dudelsackspieler Julien Barbances, gibt Stephan Groth an der Drehleier alles: Hört man nur mit einem halben Ohr hin, so könnte man meinen, es handle sich um einen ganz und gar synthetischen Song, denn so ein rasantes Tempo ist auf der Drehleier kaum vorstellbar.

Groth beweist jedoch das Gegenteil. Und die Band selbst bezeichnet ihre Version von "La Toupie" als epische Rockversion, die ihr verkapptes Rockerdasein endgültig enttarne. Bei den Aufnahmen dieses Stückes sei den Herren übrigens aufgefallen, dass die wiederkehrenden Melodiemuster zu tranceartigen Zuständen führen könnten. Einer Flamencotänzerin sei an der emotionalsten Stelle des Songs ein orgiastischer Schrei entfahren, der im Hintergrund latent zu hören sei.   Na, wenn das mal kein guter Grund ist, in das Album hineinzuhören!


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