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Wissenschaft / Archäologie / Museen

ARCHIVANZEIGE: Alle Artikel des Jahres 2010

Kurznachrichten

Weitere hoch dotierte "research grants" für Mittelalterforschung
22.12.2010 10:26
(c) ERC
Wie berichtet, erhielt vor kurzem der österreichische Mittelalterforscher Pohl mehrere hoch dotierte "grants", mit denen in den kommenden Jahren Forschungsprojekte im Bereich des Frühmittelalters gefördert werden. Dem Europäischen Research Council ist Geschichtswissenschaft offensichtlich ein Anliegen, und so wurden weitere Förderungen im Bereich des Mittelalters beschlossen. Die einzelnen Projekte der grants des Jahres 2010 werden unten in englischer Sprache gelistet:
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externer Link ERC - Europa fördert Kultur
externer Link DerStandard: Hoher Förderpreis für Mittelalterforscherin


Korrektur einer Legende? Neue Biographie über den Stauferkaiser Friedrich II
22.12.2010 09:42
(c) Historische Abbildung
Olaf B. Rader ist der Autor einer neuen Biographie über das Leben des Stauferkaisers Friedrich II (Stupor Mundi). Von vielen Historikern als glänzende Lichtgestalt beschrieben, gibt es auch eine Reihe von Schattenseiten seiner Regentschaft, die in dem Werk zur Sprache kommen. Schon zu Lebzeiten polarisierte der Herrscher, den man einerseits als nahezu messianischen Heilsbringer verehrte, andererseits als den Antichristen selbst denunzierte.
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externer Link Frankfurter Rundschau online


Läufer für experimentalarchäologische Expedition gesucht [5]
13.12.2010 19:13
(c) Quelle: IDW / Deutsche Sporthochschule Köln
Mit dem Mountainbike den höchsten Vulkan der Erde erklimmen … Zu Fuß durch die trockenste Wüste der Welt ... Ohne Geld 2.500 km durch Deutschland radeln und nur von Flaschenpfand leben ... Das und mehr hat Frank Hülsemann von der Deutschen Sporthochschule Köln bereits erfolgreich erprobt. Jetzt hat er ein neues Experiment vor Augen: eine mittelalterliche Expedition auf den Spuren der Fußboten.
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externer Link Pressemitteilung des IDW
externer Link Deutsche Sporthochschule


Sonderthema: Wikingerschiffe
13.12.2010 18:46
(c) Der Spiegel
Das Deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat Mitte des Jahres 2010 das Sonderheft "Die Wikinger" herausgebracht. Nun ist der ausführliche Artikel über die Schiffe der Wikinger auch online verfügbar. Vom 11. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert spannt sich der Erzählbogen. Dann übernahmen die rundum "befestigten" Koggen durch die damit einhergehende Änderung der Kriegsführung die Seeherrschaft. Neben diesem Thema werden noch weitere Artikel zum Schwerpunkt Wikinger angeboten.
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externer Link Artikel in DerSpiegel
externer Link DerSpiegel: Mythos und Legende Wikinger


Wissenschaftspreis zur Erforschung der Stauferzeit ausgelobt
13.12.2010 18:36
(c) Historische Abbildung
Arbeiten zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit können als Bewerbung auf den Preis von jungen Wissenschaftlern, die promoviert oder habilitiert sind, eingereicht werden. Die in Göppingen im Jahr 1994 gegründete Stauferstiftung will an die Zeit der mittelalterlichen Stauferkönige und -kaiser erinnern. Dotiert ist der Preis mit 5.000 Euro. Die Ausschreibung der Preisverleihung 2012 erfolgt zu Beginn des Jahres 2011.
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externer Link Stauferstiftung Göppingen
externer Link Artikel in Damals.de


Bayerische Staatsbibliothek meldet Digitalisierung von 1.000.000 Inkunabelseiten
06.12.2010 12:39
(c) Rechteinhaber: Bayerische Staatsbibliothek
Im DFG-geförderten Projekt zur Digitalisierung der Inkunabeln der Bayerischen Staatsbibliothek wurde soeben die Schallmauer von einer Million Images = digitalisierte Seiten durchbrochen wurde. Insgesamt wurden im Projekt bisher knapp 4.200 Inkunabeln digitalisiert. Das Projekt wird noch bis Mitte 2012 fortgesetzt. Die Digitalisate sind über den Bayerischen Verbundkatalog sowie die Digitalen Sammlungen, den elektronischen Inkunabelkatalog und den OPAC der BSB erreichbar und auch im Incunabula Short Title Catalogue der British Library und im Gesamtkatalog der Wiegendrucke der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz zugänglich.
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externer Link Inkunabelkatalog der Bayerischen StaatsBibliothek


Millionen Euro für Mittelalterforschung
04.12.2010 12:42
(c) Cornelia Kaufmann
Mit dem ihm 2004 verliehenen Wittgenstein-Preis finanzierte der Direktor des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW, Walter Pohl, das Projekt "Ethnische Identitäten im frühmittelalterlichen Europa". In Folge konnte er gleich zwei hochdotierte Förderungen für die Mittelalterforschung lukrieren: Zum einen ist da ein Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates in Höhe von 2 Mio Euro. Das Projekt "SCIRE - Social Cohesion, Identity and Religion in Europe (400-1200)" wird sich mit dem Frühmittelalter als Grundlage gegenwärtiger sozialer, ethnischer und religiöser Konflikte beschäftigen. Zum anderen fördert der Wissenschaftsfonds FWF maximal acht Jahre lang den Forschungsbereich "Visions of Community: Comparative Approaches to Ethnicity, Region and Empire in Christianity, Islam and Buddhism (400-1600)" mit jährlich bis zu 900.000 Euro.
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externer Link Artikel in DerStandard
externer Link Insitut für Mittelalterforschung


Wien: Vortragsreihe Unser kulturelles Erbe - Vermächtnis und Auftrag [4]
30.11.2010 10:18
(c) Volkshochschulen Wien
Für die ersten beiden Termine ereilte uns die Nachricht über die Vortragsreihe Unser kulturelles Erbe - Vermächtnis und Auftrag der Wiener Volkshochschulen etwas zu spät. Doch der kommende, dritte Termin soll hier entsprechende Erwähnung finden: Am 06.12.2010 spricht Friedrich Schipper um 19.00 im Klubsaal der VHS Urania im 2.Stock über "Kulturgüterschutz bei bewaffneten Konflikten".
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externer Link Wiener Volkshochschulen


Geldnot: Österreichisches Stift will historische Kunstschätze in London versteigern
11.11.2010 11:04
(c) ORF online
Wie der ORF meldet, will das Stift St. Paul im Lavanttal (Kärnten) aufgrund von Geldsorgen historische Handschriften im Wert von 3 Mio Euro in London versteigern lassen. Das Alter der Schriften wird mit bis zu 1600 Jahre angegeben (5. Jahrhundert). Das Landesdenkmalamt verhängte umgehend ein Ausfuhrverbot. Dagegen wurde inzwischen Einspruch erhoben.
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externer Link ORF Kärnten online
externer Link Kleine Zeitung


Artikel zu Schwertfund erweitert
28.10.2010 11:14
(c) Florian Machl
Am 28. Oktober konnten wir den international viel beachteten Artikel über den Schwertfund in der Donau bei Linz um zwei interessante Texte erweitern. Der bekannte Experte Alfred Geibig gestattete uns die Veröffentlichung seines ausführlichen Kommentars. Zusätzlich ist eine erste Anmerkung vom Oakeshott Institute eingetroffen.
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externer Link Huscarl: Schwertfund bei Linz


Bibliotheca Palatina vollständig online
27.10.2010 10:00
(c) Universitätsbibliothek Heidelberg / Historische Abbildung
Bereits Mitte 2009 wurde ein für Wissenschaftler und am Mittelalter interessierte Laien zentral wichtiges Projekt fertiggestellt: Die Universitätsbibliothek Heidelberg gab bekannt, dass die Bestände der Bibliotheca Palatina, einer der wertvollsten deutschen Handschriftensammlungen weltweit, vollständig digitalisiert wurden. 848 Bände mit insgesamt 270.000 Seiten und 7.000 Miniaturen sind seither auch online verfügbar. Finanziert wurde das Großvorhaben mit Hilfe der Manfred-Lautenschläger-Stiftung.
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externer Link Bibliotheca Palatina online


Qumran Schriftrollen werden über Internet zugänglich gemacht [4]
20.10.2010 11:06
(c) Berthold Werner, Gnu 1.2
Die israelische Altertumsbehörde wird in einer Zusammenarbeit mit Google die berühmten Schriftrollen von Qumran im Internet zugänglich machen. Die Schriftrollen vom toten Meer sind über 2.000 Jahre alt. Für die Veröffentlichung sind nicht nur normale Fotografien geplant, eine spezielle Kamera nimmt Bilder in elf unterschiedlichen Lichtwellenlängen auf. Somit sollen auch verblasste Stellen wieder sichtbar gemacht werden. Als Veröffentlichungsdatum nennt DerStandard "die kommenden Monate".
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externer Link DerStandard Online


Gut erhaltenes Schwert aus dem Hochmittelalter gefunden [25]
18.10.2010 20:29
(c) Foto: Stadt Linz
Mit dem Fund eines Schwertes aus der Kreuzritterzeit um 1200 sind der Linzer Stadtarchäologe Univ.Prof.Dr.Erwin M. Ruprechtsberger und sein Team kürzlich völlig überrascht worden. Das fast gänzlich erhaltene, zirka 90 Zentimeter lange Schwert wurde im Donauschotter bei Linz zufällig entdeckt. Es besitzt eine stark federnde Klinge, die auf höchste Stahlqualität schließen lässt.
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externer Link Stadt Linz


Untersuchungen an mittelalterlichen Skeletten führen zu Entdeckung unbekannter Pest-Varianten
11.10.2010 13:19
(c) Arnold Böcklin
Anthropologen der Universität Mainz führten Untersuchungen an den Skeletten mittelalterlicher Pestopfer durch. Dabei stieß man auf zwei bislang unbekannte Varianten von Yersinia pestis, dem Bakterium, das die Pesterkrankung hervorruft. Der ersten Pandemie fielen im 14. Jahrhundert etwa 25 Millionen Menschen zum Opfer.
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externer Link Artikel in DerStandard


Spurensucher der Geschichte - ORF Bericht über Archäologie in der Steiermark
10.10.2010 23:13
(c) ORF
Gleich 26 Minuten widmete der ORF Steiermark am 10. Oktober den Grabungsarbeiten im südsteirischen Retznei aber auch die Grabungen im Bereich der Grazer Burg sowie anderen Schauplätzen. Ein ungewöhnlich detailliert und aufwändig produzierter Beitrag, der glücklicherweise in der ORF TVThek auch nachträglich betrachtet werden kann.
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externer Link ORF: Österreich Bild


Mittelalterlicher Friedhof in Mautern entdeckt
07.10.2010 11:14
(c) ORF online
Der ORF meldete am 7. Oktober den Fund eines mittelalterlichen Friedhofs in Mautern. Aus dem 9. und 10. Jahrhundert sollen die dutzenden Skelettfunde stammen, die dabei freigelegt wurden. Zudem wurden Funde bei der Grabung am St. Pöltener Domplatz gemeldet, die dem 11. Jahrhundert zugeordnet werden. Die interessantesten Einzelstücke seien eine Teufelsfigur und eine ägyptische Scherbe.
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externer Link ORF Niederösterreich
externer Link Kurzbericht in DerStandard


Wandmalereien in Ephesos - 1.200 Jahre Kunstgeschichte
21.09.2010 09:51
(c) Phoibos Verlag
Die Archäologen Norbert Zimmermann und Sabine Ladstätter zeigen in ihrem mit 422 Fotografien reichhaltig bebilderten Buch die Ergebnisse von über 100 Jahren Grabungsarbeiten in Ephesos. Die Funde umfassen einen Zeitraum von 1.200 Jahren von hellenistischer bis zur byzantinischen Zeit. Besonders viele Funde verdankt man einem Erdrutsch im 3. Jahrhundert nach der Zeitrechnung. Dieser verschüttete eine große Anzahl römischer Luxusbauten, auf deren Wänden oft übereinander bis zu sieben Schichten mit Malereien entdeckt wurden.
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externer Link Artikel in DerStandard
externer Link Amazon: Wandmalereien in Ephesos


Älteste metallene Drucklettern aus dem 13. Jahrhundert?
14.09.2010 07:11
(c) Kyungpook Universität
Der Wissenschaftler Nam Kwon-heui von der südkoreanischen Kyungpook Universität spricht von den ältesten metallenen Drucklettern der Welt. Die entdeckten 12 Metallwürfel mit asiatischen Schriftzeichen sollen bereits im 13. Jahrhundert für den Buchdruck verwendet worden sein. Bislang wurde die Erfindung der beweglichen Lettern aus Metall in die Zeit um 1377 datiert. Zuvor kamen in Asien aber bereits hölzerne Lettern zum Einsatz.
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externer Link DerStandard Online Kurzartikel
externer Link Korea Herald


Fischer findet frühmittelalterlichen Gold-Armreif
09.09.2010 08:59
(c) Vordingborg Museum
Jacob Schomann, ein Hobby-Fischer aus Dänemark, gelang in der Meerenge der Storstrømmen ein sehr schöner Zufallsfund: Ein Armreif aus Gold, datiert auf das 9. Jahrhundert. Im zweiten Link unter diesem Artikel findet sich davon eine relativ große Abbildung. Eine Replik des Prunkstückes würde sicher so manche Wikingerdarstellung bereichern.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Abbildung: Vordingborg Museum


Funde erweitern das Wissen über Welthandel im Frühmittelalter
07.09.2010 12:01
(c) Fred Ruchhöft, Universität Greifswald
In Acklam, Mecklenburg-Vorpommern gelang Archäologen ein großer Fund. 82 Münzen und Münzfragmente, ein Silberreif und Silberbarren kamen zum Vorschein. Besondere Bedeutung wird der Herkunft der Fundstücke beigemessen: Die aus der Zeit von 610 bis 820 stammenden Münzen dürften sassanidischer, omajadischer und abassidischer Herkunft sein und tragen entsprechende arabische Inschriften. Archäologe Michael Schirren grenzt die Herkunft auf die heutigen Länder Iran, Irak und Afghanistan ein. Der gefundene Armreif stammt aus der Wolgaregion.
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externer Link DerStandard.at
externer Link Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern


Sensation in der Frühmittelalter-Archäologie: Tor durch das Danewerk gefunden
28.08.2010 11:57
(c) Spiegel Online / Ben Behnke
Der Spiegel bezeichnet es als archäologische Sensation und hat damit vermutlich mehr als recht. Nahe Schleswig entdeckten Forscher eine befestigte Öffnung im Danewerk, dem berühmten Grenzwall der Wikinger. Es soll die einzige Öffnung sein, die es in der 30 km langen Wallanlage gab. Es handelt sich um das Wiglesdor, das einst 5m breite maß und den Durchgang regelte. Ausgegraben wurden Reste von dem, was Chroniken gemäß eine Zollstation, eine Schänke und ein Bordell gewesen sein sollen.
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externer Link Artikel in DerSpiegel
externer Link Bilder in DerSpiegel


ORF meldet antiken Sensationsfund in Tirol
18.08.2010 09:41
(c) ORF / ORF online
In der früheren Römerstadt Aguntum, gelegen in der Nähe von Dölsach in Osttirol, gelang bei Grabungsarbeiten ein besonders schöner Fund. Auf einer umgestürzten Mauer befindet sich eine besonders farbenfrohe Malerei. Der Fund soll in Innsbruck restauriert werden. Ziel der aktuellen Grabungen ist es vor allem, das ehemalige Stadtzentrum freizulegen.
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externer Link Artikel auf ORF Online
externer Link Erweiterter Artikel in derStandard online


Archäologie am Berg
17.08.2010 16:20
(c) Naturhistorisches Museum
Das Naturhistorische Museum Wien bietet am 21. und 22. August an seiner Aussenstelle am Salzberg Hallstatt Forschung zum Anfassen. An beiden Tagen wird dem Publikum breites Programm geboten. Weiters findet am Samstag die Buchpräsentation des Fotobandes "Hallstatt 7000" statt.
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externer Link Archäologie am Berg


Gladiatoren in Carnuntum - noch bis zum 15. August [1]
11.08.2010 09:10
(c) Spiegel.de
Wie bereits berichtet, führt der ehrgeizige Experimentalarchäologe Josef Löffl mit regensburger Studenten das ganze Jahr über ein Experiment durch. Mit Hilfe des Kampfsporttrainers Christian Eckert werden die Jungen Männer auf Basis des Wissensstandes über die Antike zu Gladiatoren ausgebildet. Bis zum 15. August absolviert die Gruppe im österreichischen Carnuntum zwei Wochen lang ein Intensivtraining. Dabei wird am Vormittag geübt, am Nachmittag finden Trainingskämpfe in der Arena statt. Gewohnt wird in originalgetreuen Zelten, die Ernährung entspricht den historischen Vorbildern. Im Amphitheater Deutsch-Altenberg können Besucher diesen Versuchen beiwohnen. Das Projekt selbst läuft bis Jahresende und soll bis dahin wissenschaftlich ausgewertet werden.
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externer Link Artikel bei DerSpiegel


Grabungen in St. Pölten bringen Mauerreste und Gräber zutage
11.08.2010 08:44
(c) Diözese St. Pölten
Seit Anfang August wird am St. Pöltner Domplatz gegraben. Erste Funde beweisen, dass das im 9. Jahrhundert gegründete Kloster bis ins 16. Jahrhundert bis in den Domplatz hinein gereicht hat. Die Funde sind gegenständlicher Beleg für die Richtigkeit einer Zeichnung aus dem 15. Jahrhundert. Im Boden unter dem Platz werden zudem bis zu 30.000 Gräber vermutet. Der ehemalige Friedhof soll seit dem 11. Jahrhundert genutzt worden sein. Übrigens: Für Interessierte werden jeden Freitag um 13:00 Führungen durch das Grabungsareal angeboten.
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externer Link DerStandard.at


Graz: Weitere Skelette gefunden - möglicherweise aus dem Hochmittelalter [1]
09.08.2010 18:49
(c) Landespressedienst Steiermark
Bei den Grabungsarbeiten nahe der Grazer Stadtmauer (Huscarl berichtete) wurden weitere Skelette entdeckt. Grabungsleiterin Steinegger geht davon aus, dass die Gräber schon vor Errichtung der Stadtmauer angelegt wurden und datiert sie vorerst in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es wird angenommen, dass die Knochen zu männlichen Personen zwischen 30 und 50 Jahre gehörten, die kein christliches Begräbnis erhielten. Möglicherweise handelt es sich um Hingerichtete. Ein Schädel weist einen Metallbolzen auf, der durch das Auge ins Gehirn eingedrungen sein dürfte. Die genauen Todesursachen sollen hinzugezogene Anthropologen klären.
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externer Link ORF Steiermark
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Grabung in Hallstatt bringt wertvolle Funde zutage [3]
06.08.2010 19:19
(c) Naturhistorisches Museum
In Hallstatt feiert das Team des Naturhistorischen Museums heuer ihr 50jähriges Grabungsjubiläum. Nicht ohne ein paar besonders schöne Funde aus der laufenden Grabungssaison: Seit 158 Jahren sollen in Hallstatt keine Bronzegefäße mehr gefunden sein. Ein besondes schönes Stück ist ein eineinhalb Meter großes Gefäß aus Bronze, dazu entdeckte man ein Schöpfgefäß mit einem Henkel in Form einer Rinderfigur und eines Kalbes. Die Gegenstände werden der jüngeren Hallstattkultur zugerechnet (800 bis 475 vor der Zeitrechnung). Ebenso interessant sind Dolchmesser, Klappmesser und eine Begräbnisstätte eines älteren Mannes, der in ein Bärenfell gehüllt war.
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externer Link ORF online


Das Frühmittelalter war eine schöpferische Zeit
03.08.2010 10:57
(c) Matthew Bowden / Wikipedia
Wittgenstein-Preisträger Walter Pohl erklärt in einem Interview mit der Presse, dass das Bild vom "finsteren Mittelalter" nicht haltbar ist. Im Rahmen einer EU-Initiative wird er in den kommenden Jahren Originalmanuskripte aus der Zeit zwischen 400 und 1000 erforschen. Eine kulturelle Stagnation im Mittelalter sieht Pohl nicht: Vielmehr sind Brillen, Uhren und das Bankwesen schon im Mittelalter entstanden. Es geht in dem Projekt um das kulturelle Gedächtnis. So sei die christliche Ehe, wie sie bis heute bekannt ist, im Frühmittelalter eingerichtet worden, ebenso der Sonntag als Ruhetag oder das Verbot von Inzest.
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externer Link Artikel in DiePresse


Fund in Sigleß: Awarischer Hüne mit Schwert [1]
03.08.2010 10:39
(c) ORF
Ins 9. Jahrhundert wird der Fund datiert, der bei der diesjährigen archäologischen Grabung in Sigleß gemacht wurde. Ein zwei Meter großer Mann wurde dort mit seinem Schwert, einer Spatha, bestattet. Dies gibt der leitenden Archäologin Dorohea Talaa auch Rätsel auf. Karolingische Waffen dieser Zeit sollen ihren Angaben nach mit einem Ausfuhrverbot belegt gewesen sein. Sie überlegt, ob es sich um einen ausgewanderten bayrischen Adeligen handeln könnte.
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externer Link ORF Burgenland
externer Link Erweiterter Artikel in derStandard online


Tauchexpedition auf den Spuren von Zheng He
29.07.2010 12:39
(c) hassan saeed / Wikipedia
Eine gemeinsame Expedition von China und Kenia ist auf der Suche nach einem Schiffswrack der fünften Weltreise von Admiral Zheng He, das in Kenianischen Gewässern vermutet wird. Der Chinesische Admiral führte zwischen 1405 und 1433 sieben Weltreisen durch, die ihn nach Afrika und Indien führten. Seine Schatzflotten umfassten bis zu 100 Schiffe und 30.000 Mann Besatzung. Die neunmastigen Dschunken der Flotte zählen zu den größten Holzschiffen aller Zeiten. Mit seinem Tod endeten die Entdeckungsfahrten Chinas, während diese in Europa gerade einen großen Aufschwung erlebten.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Wikipedia: Zheng He


Seltenes Fresko aus dem 12. Jahrhundert enthüllt
28.07.2010 09:29
(c) DerStandard online
Die Reste einer wohl bis zu 9 Meter hohen Wandmalerei wurden in Jerusalem enthüllt. Das Fresko soll aus dem 12. Jahrhundert stammen und hat Seltenheitscharakter, weil die meisten derartigen Bilder bei der Eroberung Jerusalems durch Sultan Saladin zerstört worden sein sollen. Nur zwei weitere Fresken dieser Art sind in Jerusalem bekannt.
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externer Link DerStandard Online


Mittelalterlicher Knochenfund in Graz
28.07.2010 07:39
(c) Landespressedienst Stmk.
Bei einem Bauvorhaben entdeckte man außerhalb der Grazer Stadtmauern im Bereich der Grazer Burg eine spätmittelalterliche Begräbnisstätte. Die erste Zuordnung erfolgte aufgrund der speziellen Ausrichtung der sterblichen Überreste. In den nächsten Tagen soll rund um die Fundstelle eine so genannte Notgrabung stattfinden.
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externer Link ORF online


Irrer wütet in Kirche aus dem 13. Jahrhundert
20.07.2010 12:46
(c) Stadt Bruck an der Mur
Ein mutmaßlich geistig abnormer Rechtsbrecher wütete am Montagabend in der Minoritenkirche in Bruck an der Mur. Er richtete unter Verwendung eines Steins und einer Holzlatte Verwüstungen an. In dem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert wurden Bilder, Statuen und weitere Einrichtungsgegenstände zerstört, deren Alter "nur" mit 400 Jahren angegeben wird. Der Täter wurde vor Ort festgenommen und in eine Klinik überstellt.
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externer Link ORF Online
externer Link BDA: Minoritenkirche Bruck


Grundlagen mittelalterlicher Ernährung
12.07.2010 14:04
(c) Uni Klagenfurt
Die 1. CrossCulTour Summer School findet vom 14. bis 17. September 2010 in der Mittelalterstadt Friesach (Kärnten) statt und beschäftigt sich mit Kulinarik und Ernährung im Wandel der Zeit bzw. deren (kultur-)touristischen Vermarktungsmöglichkeiten. Im Rahmen der Vorträge werden u. a. die Grundlagen mittelalterlicher Ernährung oder Unterschiede zwischen mittelalterlicher und moderner Kulinarik thematisiert, weiters werden in einem praktischen Teil mittelalterliche Speisen nach authentischen Rezepten zubereitet. Teilnahmegebühr: keine Vortragssprache: englisch Zertifikat für erfolgreiche Absolvierung (für Studierende können 2 ECTS-Punkte angerechnet werden)
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externer Link Programm
externer Link Homepage


Geschichtswissenschaftler über Wikipedia
06.07.2010 21:28
(c) Wikipedia
Über Risiken im Umgang mit Wikipedia interviewte die Zeitung derStandard den Basler Geschichtswissenschaftler Peter Haber. Insbesondere aus der Perspektive seiner Fachrichtung berichtet der Historiker über seine Erfahrungen.
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externer Link DerStandard.at


Gotische Fassade der Hofburg-Kapelle "entdeckt" [2]
02.07.2010 09:53
(c) DerStandard.at
Zumindest der Öffentlichkeit noch unbekannt, dürfte die ursprünglich gotische Fassade der Hofburg-Kapelle sein. Die Anfänge der Wiener Hofburg gehen ins 13. Jahrhundert zurück. Als Errichtungszeit der Kapelle wird das 15. Jahrhundert angegeben. Vor rund 250 Jahren erfuhr die Vorderseite des Bauwerks eine Verbauung in barockem Stil. Die Rückseite ist hingegen nach wie vor mit ihren gotischen Bauelementen zu besichtigen. Jetzt "entdeckte" man die Fassade hinter dem vorgesetzten Dachboden - inclusive aller Ritzungen und Graffitis, die bisherige "Entdecker" dort hinterlassen haben. Fotoreporter Cremer berichtete für den Standard.
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externer Link DerStandard Fotoblog
externer Link DerStandard Bericht


ORF thematisiert private Schatzsuche
30.06.2010 11:33
(c) ORF Online
Einen inhaltlich etwas wirren Sommerloch-Artikel durfte am 30.6. wohl ein Praktikant zum Angebot von ORF Online beisteuern. Thematisiert werden darin moderne Schatzsucher, die mit Metallsuchgeräten ab 200 Euro durch die Lande ziehen würden. Siebzig Prozent dieser Schatzsucher wären geschichtsinteressiert, behauptet der Artikel, ohne dafür Quellen zu nennen. Dass Funde nicht gemeldet oder abgegeben würden, daran sei die aktuelle Gesetzeslage schuld. Dieser letzten Aussage kann man beipflichten. Informativer sind zum Teil die Benutzerkommentare unter dem Text.
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externer Link ORF Online


400.000 Bücher der Nationalbibliothek werden digitalisiert
16.06.2010 08:27
(c) Google
Das amerikanische Unternehmen Google investiert 30 Millionen Euro in die Digitalisierung des Bücherschatzes der Österreichischen Nationalbibliothek. Innerhalb von sechs Jahren werden somit 400.000 Bücher legal digitalisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Über Vor- und Nachteile dieser Entwicklung hat Norbert Mayer für die Tageszeitung "Die Presse" einen ausführlichen Artikel verfasst.
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externer Link Artikel in DiePresse


Burgenbauprojekt Friesach mit neuer Homepage
15.06.2010 11:42
(c) Burg Friesach Errichtungs-GmbH
Nach langem Warten ging heute die neu überarbeitete Homepage zum Burgenbau in Friesach online! Die neue Homepage bietet neben aktuellen und aussagekräftigen Bildern des Bauareals auch eine kleine Rückschau auf bereits stattgefundene Veranstaltungen und bereits durchgeführte Kleinprojekte wie die Errichtung des ersten Stalls oder die Wasserversorgung.
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externer Link Burgenbau Projekt Friesach


5. Tag der Experimentalarchäologie in Wien / Unterlaa
14.06.2010 11:15
(c) Stadtarchäologie Wien
Beim 5. "Tag der Experimentalarchäologie" am 17. Juni 2010 wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heuer zum fünften Mal von der Theorie in die Praxis wechseln und ihre Erfahrungen und Ergebnisse aus den wissenschaftlichen Forschungen umsetzen. Aller Anfang ist oft schwer: Daher sind alle Interessierten eingeladen, bei diesen archäologischen Experimenten mitzuarbeiten. Selbst Hand anlegen oder einfach nur zuschauen, beides ist möglich.
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externer Link Stadtarchäologie Wien


5500 Jahre alter Schuh in Höhle entdeckt  [2]
10.06.2010 16:24
(c) Boris Gasparian/National Academy of Sciences/Armenia
Er ist 5500 Jahre alt und zäh wie Leder: In einer Höhle in Armenien haben Wissenschaftler den bis jetzt ältesten geschlossenen Lederschuh der Welt gefunden - in perfektem Zustand. Die Geschichte der menschlichen Fußbekleidung ist damit um ein Kapitel reicher.
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externer Link Bericht auf Stern.de


Ergebnislose Suche nach dem Kaisergrab
25.05.2010 19:13
(c) Historische Abbildung
Bei Renovierungsarbeiten am Aachener Dom wurde wieder einmal gesucht - doch leider erfolglos. Der Ort des ursprünglichen Grabes von Kaiser Karl dem Großen bleibt nach wie vor ein Rätsel. Fünf von acht gängigen Theorien zum Standort wurden durch die aktuellen archäologischen Arbeiten ausgeschlossen - die Vorhalle des Doms scheidet nun ebenfalls aus.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Nürnberger Zeitung


Testamente der Kreuzfahrer
25.05.2010 19:00
(c) Historische Abbildung
Im Wissenschaftsmagazin Rubin der Ruhr-Universität Bochum wurde ein Artikel über die Motive mittelalterlicher Kreuzfahrer veröffentlicht. Professor Dr. Nikolas Jaspert hat dafür zeitgenössische katalonische Testamente analysiert, von denen rund 200 erhalten sind. Jaspert geht davon aus, dass Menschen in dem Glauben lebten, nur kurze Zeit auf der Erde zu leben und durch ihr irdisches Wirken das Dasein in der Ewigkeit zu bestimmen. Deshalb war die Vergebung der irdischen Sünden ein zentrales Motiv. Jedenfalls soll die Wunschvorstellung von dem, was man in der Heiligen Stadt Jerusalem vorfinden würde, stark von der Realität abgewichen sein.
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externer Link Artikel in Rubin


Neues Standard-Werk zum Thema Gewandung [5]
09.05.2010 09:46
(c) Böhlau Verlag
Endlich ist es da und es wird wohl das neue Standard-Werk in deutscher Sprache für alle, die sich für Kleidung im Mittelalter interessieren. "Kleidung im Mittelalter" von Katrin Kania ist ein wissenschaftliches Werk, das mit mehr als 500 Seiten für unsere Leserschaft von Huscarl einiges zu bieten hat, da es nicht in der Theorie verhaftet ist, sondern auch etliches zur praktischen Anwendung bietet.
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Der Brauch des Einmauerns von Schuhen
13.04.2010 08:20
(c) ORF Online
Bei der Renovierung einer zum Schloss umgebauten Burg aus dem 14. Jahrhundert stießen die Bauarbeiter auf Schuhwerk, das in uralte Balkenlöcher eingemauert war. Dies ist nicht der erste Fund dieser Art, aber eine Erklärung für den Brauch, benutzte Schuhe einzumauern, gibt es bisher nicht. Während der aktuelle Fund aus der Gegend von Mönchengladbach auf ein Alter von 300 Jahren datiert wird, ist der älteste Vergleichsfund aus der Kathedrale von Winchester 600 Jahre alt.
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externer Link ORF Science
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Neugestaltung des Soproner Hauptplatzes
06.04.2010 07:38
(c) Stadt Sopron
Der Hauptplatz der ungarischen Stadt Sopron wird neu gestaltet. Im Zuge dessen werden auch archäologische Grabungen durchgeführt. Scarbantia (Sopron) war ein wichtiger Knotenpunkt an der Bernsteinstraße.
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externer Link Artikel auf ORF.at
externer Link Sopron


Begräbnis in Bleilaken - Sarg aus dem 4. Jahrhundert gibt Rätsel auf
01.04.2010 09:46
(c) Jeffrey Becker, Gabii Projekt, McMaster University, Hamilton (Kanada)
Das deutsche Wissenschaftsmagazin EPOC meldet den Fund eines merkwürdigen Bleisarges bei einer Grabung nach Überresten der antiken Stadt Gabii bei Rom. Gabii soll bereits vor Rom existiert haben und versank im 5. Jahrhundert nach der Zeitrechnung in die Bedeutungslosigkeit. Ein Begräbnis in dieser Form muß jedenfalls gegen geltende römische Regeln verstoßen haben. Ebenso ist diese Art eines Sarges ungewöhnlich: Der Tote wurde in ein Bleilaken eingewickelt, anstelle in einem massiven Sarkophag beerdigt worden zu sein. Nähere Untersuchungen sollen weitere Detailinformationen über den Fund, der ins 4. Jahrhundert n.d.Z. datiert wird, ans Licht bringen - diese werden allerdings dadurch erschwert, dass Röntgen bei einer Bleiummantelung nicht möglich ist.
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externer Link EPOC Magazin


Norwegische Archäologen bestätigen Funde gut erhaltener Lederrüstungen [Aprilscherz Nr. 1] [9]
01.04.2010 08:29
(c) NTNU
Im Zuge von kleinräumigen Ausgrabungen am Rande des Aapamoors am westlichen Nivelsufer stießen Studenten der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) unter der Leitung von Prof. Håkon Lykke am 20. 3. 2010 auf mehrere gut erhaltene Langschwerter. Dies wäre an sich schon ein interessanter und für die Studenten – Stipendiaten der Ivar-Løken-Stiftung) mehr als aufregender Fund gewesen, doch sensationell wurde die Entdeckung erst, als wenige Meter von dieser Fundstelle bestens erhaltene Teile von Lederrüstungen gefunden wurden.
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externer Link NTNU


Christen lernten den Sklavenhandel von Muslimen
31.03.2010 20:35
(c) Historische Abbildung
Das weit verbreitete Bild, nach dem nur Europäer am Elend Afrikas schuld wäre, ist historisch nicht haltbar. Das im 17. Jahrhundert übernommene System des Sklavenhandels hatte sich zu dieser Zeit schon über 1000 Jahre lang etabliert. Rund 17 Millionen Todesopfer werden dieser Praxis zugeschrieben, deren Anfänge auf einen arabischen Vertrag zurückgeführt werden, nach dem den Muslimen jährlich 360 Sklaven auszuliefern waren. Einblicke in diese wenig ruhmreichen Taten der Menschheitsgeschichte gibt ein aktueller Artikel in der Online-Ausgabe der Zeitung Welt. Anlaß dafür ist das am 12. März erschienene Buch "Der verschleierte Völkermord" von Tidiane N'Diaye.
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externer Link Welt Online
externer Link Buch: Der verschleierte Völkermord.


Kaiser Karl war wirklich groß
31.03.2010 18:42
(c) Lokilech / Wikipedia
Wissenschaftler des Swiss Mummy Project an der Universität Zürich untersuchten mit aktuellen Mitteln der Wissenschaft den linken Schienbeinknochen von Kaiser Karl dem Großen. Dessen Gebeine ruhen unter Verschluß im Aachener Dom. Basierend auf dem Knochen schätzen sie die Größe des Kaisers auf etwa 1.84 Meter - was für die Verhältnisse des 9. Jahrhunderts in den oberen 2% der Körpergröße der Bevölkerung anzusiedeln wäre. Der Knochen des bedeutenden Herrschers, der fast 70 Jahre alt geworden sein soll, weist keinerlei Anzeichen auf Erkrankungen auf.
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externer Link NZZ
externer Link ORF Science online


Gladiatorenschule Regensburg
29.03.2010 15:08
(c) DerSpiegel Online
Christian Eckert unterrichtet in Regensburg altrömischen Gladiatorenkampf. Dies ist Teil eines experimentalarchäologischen Versuchs, die Trainingsbedingungen für Gladiatoren im antiken Rom nachzuempfinden. Der leitende Wissenschaftler Josef Löffl war übrigens auch Initiator des Gewaltmarsches in einer 35 Kilo schweren römischen Rüstung (Huscarl berichtete), zuvor erforschte er experimentell die Bedingungen auf einer spätrömischen Galeere. Die Studenten werden schlußendlich die Gelegenheit erhalten, ihre erlernten Kampfkünste im österreichischen Petronell-Carnuntum in einem Amphitheater vor Publikum vorzuführen.
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externer Link DerSpiegel.de


Geschichten rund um ein historisches Duell
29.03.2010 14:53
(c) Verlag für Regionalgeschichte
Der bislang älteste bekannte Plan der Stadt Münster kehrt zurück an seinen Entstehungsort. Allerdings nicht im Original, sondern als Faksimile in Originalgröße von 38 x 84 cm. Die lavierte Federzeichnung mit dem Domplatz im Zentrum zeigt den Prinzipalmarkt und die angrenzenden Straßen in überraschendem Detailreichtum. Zentral ist die Darstellung eines Kampfgeschehens auf dem Domplatz: Am 17. Juli 1607 erstach dort Dietrich von Galen den Erbmarschall Gerhard Morrien. Der wissenschaftlich fundierte Kommentarband erschließt neben der Geschichte um das tödliche Duell die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des Morrien-Plans und stellt ihn in die Reihe der historischen Planansichten Münsters. Das reich bebilderte Buch lädt dazu ein, die Stadtgeschichte und Stadtgestalt Münsters um 1600 neu zu entdecken.
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externer Link Damals.de
externer Link Amazon: Tatort Domplatz


Auf den Spuren der Tempeldirnen
27.03.2010 19:37
(c) Ricardo André Frantz / Wikipedia
Eine Reihe von antiken Autoren beschreiben Tempelhuren, die im Namen ihrer Gottheiten dem horizontalen Gewerbe nachgegangen sein sollen. Natürlich wissen Gender-Forscherinnen dies besser: Die zahlreichen antiken Quellen seien erlogen und aufgebauscht. Die amerikanische Wissenschaftlerin Julia Assante spricht untergriffig-aggressiv von "Männerphantasien". Absurd wird die Argumentation, wenn sie behauptet, seit 150 Jahren als "Hure" übersetzte Begriffe würden in Wahrheit "Single-Frau" bedeuten und für "kultische Funktionärinnen" stehen. Weniger feministisch indoktrinierte Historiker halten fest: es gab Heiligtümer, die nebenbei Bordelle betrieben, sowie Prostituierte, die Kultorte finanzierten. Eine Gegenüberstellung der Positionen findet sich in einem aktuellen Artikel des Spiegels.
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externer Link DerSpiegel.de


Vatikanische Bibliothek digitalisiert 80.000 Handschriften
25.03.2010 10:01
(c) Maus-Trauden / Wikipedia
In einem auf 10 Jahre angesetzten Projekt wird die Vatikanische Apostolische Bibliothek 80.000 Handschriften aus ihren Beständen digitalisieren und entsprechend verfügbar machen. Wer zu den Dokumenten Zugang erhalten wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Wikipedia: Vatikanische Bibliothek


Archäologen freuen sich über Nacktscanner
25.03.2010 09:52
(c) Spiegel.de
Während sich der Sinn des Einsatzes von Nacktscannern am Flughafen hauptsächlich den Herstellerfirmen dieser Geräte und Lobbyisten erschließt, könnte ein weitaus vernünftigeres Einsatzgebiet bei der Archäologie liegen. In einem Pilotprojekt am Materialforschungszentrum Freiburg wurden Jahrtausende alte Mumienteile mittels Teraherz Technologie durchleuchtet. Der Vorteil der Methode: sie ist für die zu untersuchenden Mumienteile besonders schonend. Röntgen oder ein Computertomograph können dadurch zwar qualitativ nicht ersetzt werden, Knochen und Beigaben lassen sich aber gut abbilden.
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externer Link Spiegel.de


Neue Möglichkeiten durch zerstörungsfreie Radiocarbondatierung
24.03.2010 10:13
(c) epoc.de
Mit der Methode der sogenannten Radiocarbondatierung (auch als C-14-Datierung bekannt), wird anhand des in organischen Stoffen natürlich vorkommenden radioaktiven C-14 eine Altersbestimmung durchgeführt. Dazu war bislang die Entnahme von Proben notwendig, die während des Bestimmungsprozesses zerstört werden. Manche Gegenstände erscheinen der Wissenschaft aber zu wertvoll, um eine solche Beschädigung zu rechtfertigen. Mit der revolutionären neuen Methode, die ohne wahrnehmbare Beschädigung auskommt, könnten nun auch solche Gegenstände zuverlässig datiert werden.
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externer Link Epoc.de


Wie aus Wunschdenken eine Ökoreligion entsteht - altgermanischer Glauben
22.03.2010 09:05
(c) Malene Thyssen / Wikimedia
Nachdem früher alles besser gewesen sein soll, die Menschen näher an der Natur gelebt und über unzählige Geheimnisse derselbigen Bescheid gewusst hätten, sind Sekten, Esoteriker und obskure Glaubenskulte am Vormarsch. Dies macht auch vor germanischem oder nordischen Kulturgut nicht halt. Im Gegenteil, gerade in diesen Bereichen gehen derzeit diverse selbsternannte Propheten auf Menschenfang - natürlich völlig ohne jegliche haltbare Quellenlage. In einem Interview mit Welt Online nimmt der Historiker Klaus Böldl Stellung zu diesen Tendenzen, fordert aber auch ganz klar, dass die germanische und nordische Kulturgeschichte einen größeren Stellenwert am Lehrplan haben sollte.
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externer Link Welt Online
externer Link Wikipedia: Nordgermanische Religion


Paulusgrab schon seit 1900 Jahren Ziel von Pilgerfahrten
22.03.2010 09:01
(c) Berthold Werner
Ein großer Münzfund in der nähe des Grabes des Apostels Paulus in Rom legt nahe, daß bereits ab dem 2. Jahrhundert Pilger an diese Stätte gereist sein dürften. 3.600 Münzen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert wurden geborgen. Das bedeutendste Fundstück ist eine goldene Medaille, die Karl der Große im 8. Jahrhundert hinterlassen haben soll.
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externer Link DerStandard.at
externer Link Kathpress


Frühgeschichtliche Funde in Zürich
22.03.2010 08:55
(c) NZZ Online
Bei einer Großbaustelle in Zürich wurden sogenannte Kulturschichten von bis zu 5.000 Jahren Alter entdeckt. Pfahlbaudörfer aus der Stein- und Bronzezeit sollen es sein, auf die man dort gestoßen ist. Vorläufig wurde ein einjähriger Baustopp verfügt, um die Funde zu sichern. Ein Notfallbudget wurde zur Verfügung gestellt, das Grabungen mit 40 Fachkräften sichern soll. Die Verantwortlichen sprechen von internationaler Bedeutung dieses Fundortes.
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externer Link NZZ Online


Feuchteres Klima im Europa des 14. Jahrunderts
18.03.2010 10:16
(c) Northern Sun T-Shirts
Das spätere Mittelalter sei in klimatischer Hinsicht einzigartig, erklärte Dr. Ulf Büntgen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Die Sommer sollen deutlich feuchter ausgefallen sein als heute. Anhand von Untersuchungen an Jahresringen kann die "Feuchtigkeit" eines Jahres gut bestimmt werden. 953 Holzproben wurden für die Studie untersucht, um möglichst genaue Aussagen treffen zu können. Besonders im späten 14. Jahrhundert, der Zeit in der die Pest wütete, ist ein besonders feuchtes Wetter nachzuweisen. Die Erkenntnisse über die Wetterlage sind auch wichtig für die Analyse von Zusammenhängen mit Ereignissen wie Hungersnöten oder Völkerwanderungen.
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externer Link IDW-Online


Intakte Nervenzellen einer mittelalterlichen Mumie extrahiert
18.03.2010 09:43
(c) Schweizerische Ärztezeitung
Schweizer Wissenschaftler melden die Entdeckung intakter Nervenzellen aus dem Gehirn einer Kindermumie des 13. Jahrhunderts. Es sei sehr selten, dass Archäologen so gut erhaltenes Hirngewebe finden. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse man sich daraus erhofft, ließ die Presseaussendung offen.
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externer Link derStandard.at
externer Link PDF: Der Mumiendoktor


Historische Buch-Kostbarkeiten frei im Internet zugänglich
17.03.2010 15:58
(c) e-rara.ch / e-lib.ch / ETH
Mit digitalen Versionen von 800 Büchern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert startet schweizer Universitäten und Bibliotheken das Internetprojekt e-rara. Als Ziel hat man sich gesetzt, einen neuen Zugang zu historischem Kulturerbe zu schaffen und bibliophile Kostbarkeiten für jedermann zugänglich zu machen. Ein erster Schwerpunkt wird von Drucken des 16. Jahrhunderts gebildet. Bis 2011 sollen bis zu 10.000 Titel digital zur Verfügung stehen.
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externer Link DerStandard.at
externer Link E-Rara.ch


Kältewellen im mittelalterlichen Grönland und Island
17.03.2010 15:41
(c) Marianocecowski / Wikipedia
Vor 1000 Jahren sollen die skandinavischen Siedler in Grönland zuerst ein gemäßigtes Klima vorgefunden haben. Gemäß einer aktuellen Untersuchung der University of Saskatchewan, die an den Schalen und Gehäusen von Weichtieren durchgeführt wurde, kam es in den Jahren von 990 bis 1080 sowie 1320 bis 1420 zu massiven Kälteeinbrüchen, die das damalige Leben massiv beeinflusst haben mussten. In Grönland führte dies dazu, dass das Siedlungsgebiet im frühen 15. Jahrhundert aufgegeben wurde.
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externer Link Epoc.de


Merowinger-Gürtenschnalle entdeckt
15.03.2010 18:41
(c) Stern.de
Ein Gürtelschnalle aus dem 7. Jahrhundert entdeckte man in Altbeständen des deutschen Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle an der Saale. Sie wird der gehobenen Ausstattung eines germanischen Waffenträgers zur Zeit der Merowinger zugeschrieben. Im Grundmaterial Eisen sind Verzierungen aus Silberdraht eingearbeitet. Der Fund wurde bereits 1931 gemacht. Bei einer aktuellen Röntgen-Untersuchung der Altbestände entdeckte man die aufwändigen Muster.
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externer Link Stern.de
externer Link Landesmuseum für Vorgeschichte Halle


Meister Eckharts Philosophie des Christentums
14.03.2010 11:05
(c) Historische Abbildung
Im Verlag C.H.Beck erschien vor Kurzem der Titel "Meister Eckhart. Philosoph des Christentums." Der Autor, Kurt Flasch, hat sich knapp sechzig Jahre lang mit dem deutschen Theologen des 13. / 14. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Darin behandelt er Philosophie und Theologie des Meisters, der versucht habe, die christlichen Glaubensinhalte im Licht der bloßen Vernunft methodisch streng zu erörtern und zu begründen. Die NZZ beschreibt das Buch als ein schönes Geschenk an die Leserschaft.
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externer Link Neue Züricher Zeitung
externer Link Das Buch bei Amazon


Wikinger-Massengrab in England entdeckt [9]
12.03.2010 19:34
(c) Oxford Archaeology
In der britischen Grafschaft Dorset stießen Archäologen auf ein Wikinger Massengrab, das vorerst in den Zeitraum des 10. oder 11. Jahrhunderts datiert wird. Die sterblichen Überreste von mehr als fünfzig Menschen wurden gefunden, die aus verschiedenen Gegenden Skandinaviens stammen sollen. Sie wurden offenbar allesamt enthauptet. Die Wissenschaftler erhoffen sich aus dem Fund eine Reihe von Erkenntnissen.
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externer Link ORF Science
externer Link BBC News


Deutsche Forschungsprojekte durchleuchten den Koran bis in seine Anfänge
11.03.2010 21:41
(c) Atif Gulzar / Wikipedia
Das heilige Buch des Islam, der Koran, verfasst im 7. Jahrhundert, wird derzeit in zwei deutschen Forschungsprojekten intensiv untersucht. Im Gegensatz zur Bibel gibt es beim Koran noch viel Neuland zu beschreiten. So ist der arabische Originaltext bislang textlich nicht gesichert. Mindestens 14 Versionen geistern durch die arabische Welt. Mit einem dieser Projekte, dem Corpus Coranicum, soll eine quellenkritische Gesamtausgabe geschaffen werden, laut Verlag C.H.Beck die erste philologisch und sprachlich überzeugende Übersetzung seit Jahrzehnten. Der unten verlinkte Artikel berichtet ausführlich über den Stand der Wissenschaft, die bestehenden Probleme, die Formulierung neuer Fragen an den Forschungsgegenstand und viele dabei zu berücksichtigende Hindernisse wie beispielsweise religiösen Extremismus.
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externer Link Welt.de


Mehrere Schiffsfunde in der Ostsee - bis zu 800 Jahre alt.
11.03.2010 18:46
(c) DerStandard online / Statens Maritima Museer
Bei Arbeiten an einer Pipeline wurden gleich ein dutzend historischer Schiffswracks entdeckt. Das älteste davon wird derzeit auf etwa 800 Jahre geschätzt und würde demnach aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die Funde stellen somit eine potentielle Offenbarung für jeden Geschichtsforscher dar, denn Schiffswracks erlauben detaillierten Einblick in das zeitgenössische Alltagsleben. Einige andere Schiffe datieren ins 16. Jahrhundert, der Großteil ist neueren Datums. Derzeit prüft man die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Auswertung.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Radio Sweden


Fragment einer Meister Eckhart-Predigt zugeordnet [1]
08.03.2010 18:11
(c) Universität Göttingen
Der um 1260 geborene Meister Eckhart war ein bedeutender Theologe und Philosoph des Mittelalters. Von vielen wird der Bruder des Dominikanerordens als Mystiker angesehen. In einer Lehrsammlung der Universität Göttingen wurde nun ein Fragment eines historischen Schriftstückes seiner Urheberschaft zugeordnet. Ein praktischer Zufall, feiert man doch im heurigen Jahr 2010 den 750ten Geburtstag des Predigers.
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externer Link DerStandard.at
externer Link Wikipedia: Meister Eckhart


Neue Untersuchungsergebnisse zur Dame mit dem Elfenbein-Armreif
08.03.2010 17:28
(c) Epoc.de
Bereits vor über 100 Jahren entdeckten Archäologen in York eine außerordentliche Grabstätte. Im 4. Jahrhundert war dort in einem Steinsarkophag eine junge, besonders wohlhabende Frau bestattet worden. Die Grabbeigaben bestanden aus Elfenbeinschmuck und weiteren Kostbarkeiten. Modernste Analysen ergaben, dass die reiche Dame viele Jahre in Afrika verbracht hat und entweder Afrikanerin war oder aus einer Mischehe stammte. Aufgrund einer weiteren Grabbeigabe wird vermutet, dass sie Christin gewesen sein könnte.
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externer Link EPOC Magazin


Die Bibliothek des Amplonius Rating de Berka und ihre verborgenen Schätze
05.03.2010 07:05
(c) echter verlag
Unter diesem Titel erschien beim Echter Verlag eine wissenschaftliche Abhandlung zu einer Entdeckung, die 2008 bei Religionswissenschaftlern wie Historikern gleichermaßen für Freude sorgte. Isabella Schiller stieß im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Österreichische Akademie der Wissenschaften auf Predigten des Kirchenvaters Augustinus (4. Jahrhundert). Der jetzt erschienene Band bietet den bibliothekarischen Hintergrund und die zeitgeschichtliche Einordnung der Sammlung, in der die Schriften gesichtet wurden. Ebenso wird der Prozess geschildert, der zur Feststellung der Echtheit anwendung fand.
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externer Link Echter Verlag


Grab von Erzbischof des 12. Jahrhunderts im Magdeburger Dom geöffnet
03.03.2010 07:35
(c) derStandard.at
Im Magdeburger Dom wurde das Grab des Erzbischofs Wichmann von Seeburg geöffnet, der 1192 im Dom beigesetzt wurde. Der politisch wichtige Mann war enger Vertrauter von Friedrich Barbarossa und spielte beim Frieden von Venedig 1177 eine wichtige Rolle. Zu den Grabbeigaben zählen neben Bischofsstab und Bischofsring goldverzierte Schuhe, ein Kussmedaillon, Handschuhe und ein feuervergoldeter Silberkelch. Auch Textilien wie die Mitra sind ausgezeichnet erhalten. Auf Stern.de wurde eine ausführliche Bilderstrecke zur Öffnung des Grabes publiziert.
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externer Link Stern.de
externer Link DerStandard.at


Einsturz des Kölner Stadtarchives hat auch positive Folgen [1]
02.03.2010 15:48
(c) Welt Online
In einer interessanten Analyse hält der Journalist Till-Reimer Stoldt für Welt Online fest, dass der tragische Einsturz des Kölner Stadtarchives auch positive Nebenwirkungen zeigt. So sind viele Wissenschaftler erst dadurch auf viele papierene Schätze gestoßen, die zwar seit hunderten Jahren dort lagerten, aber nie sinnvoll wissenschaftlich ausgewertet worden waren. Beispielsweise setzt man sich nun mit den Schreinsbüchern näher auseinander, in welchen Kölner Grundstücksgeschäfte seit dem 12. Jahrhundert penibel dokumentiert wurden. Insgesamt brachte der Einsturz auch eine weitreichendes Interesse der Öffentlichkeit an den dort gelagerten Materialien, sowohl im In- als auch im Ausland - was für Wissenschaft und Forschung nur positiv sein kann.
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externer Link Welt Online


Theologischer Streit um die unbefleckte Empfängnis
02.03.2010 15:27
(c) Damals.de
Anfang des 16. Jahrhunderts erschütterte ein Skandal das Dominikanerkloster Bern. Wurde die katholische Heilige Maria in Erbsünde empfangen oder nicht? Ein Klosterbruder hätte diesbezüglich eindeutige Visionen gehabt, beschuldigte aber die vier Klostervorsteher des Betruges, die schlussendlich von der Inquisition am Scheiterhaufen verbrannt wurden. Ein Buch von Romy Günthart widmet sich diesen Ereignissen und macht wichtige Prosaschriften zum sogenannten Jetzerhandel zugänglich.
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externer Link Damals.de
externer Link Buch: Von den Vier Ketzern


Eldorado-Goldmythen aus Südamerika
01.03.2010 08:44
(c) Flickr Nutzer sophs74 / Wikipedia
Mittelalter anderswo: Von faszinierenden Entdeckungen auf den Spuren südamerikanischer Hochkulturen aus der Zeit, die man hierzulande Mittelalter nannte, berichtet ein Artikel in der Online-Ausgabe der Sueddeutschen Zeitung. Dabei erfährt man von faszinierenden Entdeckungen - beispielsweise von Kreisgrabenanlagen mit bis zu 300m Durchmesser, die zusätzlich mit Wällen befestigt waren. Über 200 dieser Strukturen wurden durch Luftbilder identifiziert. Bei der Interpretation steht man aber nach wie vor weitgehend am Anfang.
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externer Link Sueddeutsche online


Ö1 - Dimensionen: Mathematik im Mittelalter
25.02.2010 16:59
(c) ORF Online
Rechnen und Mathematik im Mittelalter - damit beschäftigt sich heute, am 25. Februar, die Wissenschaftssendung "Dimensionen" im Radio Ö1. In der Sendung soll ab 19:06 analysiert werden, wie Handel und der breite Erwerb mathematischer Fähigkeiten zusammenhängen. Somit hielten Fähigkeiten aus der Antike wieder Einzug in die Alltagskultur.
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externer Link Informationen bei Radio Ö1


Wer Wucher trieb, war des Teufels [3]
23.02.2010 12:35
(c) Zeit Online
Gero von Randow führte für das Magazin Zeit ein kurzes Interview mit dem französischen Mediävisten Jacques Le Goff. Darin wird die Zeit vor dem Kapitalismus besprochen, wo Handelstreibende, die Wucher betrieben, noch zur Hölle verdammt waren. Interessant ist sein Ansatz, dass das Mittelalter nicht als Beginn der Moderne zu verstehen ist, sondern als eigenständige Zeit im Sinne einer historischen Anthropologie zu betrachten wäre. Für LeGoff und seine Betrachtungsweise historischer Wirtschaftssysteme dauert die Periode des Mittelalters übrigens bis in die Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.
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externer Link Zeit Online


Ausstellung: Der Barbarenschatz
21.02.2010 21:58
(c) Historisches Museum der Pfalz Speyer
Der sogenannte Hortfund von Neupotz wird vom 20. März bis zum 30. November 2010 im Museum Lebenswelt Weinviertel gezeigt. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Urgeschichtemuseum Niederösterreich Asparn/Zaya stattfindet, zeigt Fundstücke aus dem dritten Jahrhundert. Es handelt sich um Beutestücke, welche den Römern von den Germanen entwendet wurden. Der Hortfund ist der weltweit größte römerzeitliche Metallfund und besteht aus über 1000 Objekten aus Silber, Bronze, Messing, Eisen und auch Holz. Er dokumentiert das Leben der römischen Provinzbevölkerung an der Wende zur Spätantike.
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externer Link Barbarenschatz.at


Sensationsfund an namibischer Diamantküste
21.02.2010 21:32
(c) Spiegel Online / National Geographic / Amy Toensing
22 Kilogramm spanischer (Gold-)Münzen sind nur die kleinste Freude der Archäologen. An der Diamantküste Namibias fand man durch Zufall ein Schiffswrack, das dem Ostindienfrachter "Bom Jesus" zugeordnet wurde. Das portugiesische Schiff sank 1533 am Hinweg nach Indien, beladen mit wertvollen Handelsgütern: Zwanzig Tonnen Kupfer, Kanonen, Schwerter, Elfenbein und Blei. Mehrere tausend Objekte fanden sich im Sand, der sonst im wortwörtlichen Sinne nach Diamanten durchsiebt wird.
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externer Link Spiegel Online


Schlachtfeld von Bosworth entdeckt?
21.02.2010 21:08
(c) BBC Online
Britische Archäologen sind davon überzeugt, das Schlachtfeld von Bosworth gefunden zu haben. Dies war Schauplatz der Schlacht, die Richard III. im Jahr 1485 gegen Heinrich Tudor verlor und dabei zu Tode kam. Fundstücke auf einem Acker lassen darauf schließen, dass der Austragungsort der Auseinandersetzung nun exakt bestimmt werden konnte. Das wichtigste Indiz ist eine Anstecknadel in Form eines Ebers, die an das Gefolge von Richard III. ausgegeben worden war. Weiters wurden Kanonenkugeln und Rüstungsteile geborgen. Der Fund wurde bereits im Oktober gemacht aber erst jetzt bekanntgegeben, um die Fundstelle vor Schatzsuchern zu schützen.
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externer Link BBC Online (englisch)
externer Link Wikipedia: Schlacht von Bosworth


Färberpflanzen - zu bewahrendes Naturwissen [2]
18.02.2010 09:15
(c) Verlag Schweizerbart'Sche
Der Autor Eberhard Prinz beschreibt in seinem Buch Färberpflanzen - Anleitung zum Färben, Verwendung in Kultur und Medizin - gleich 117 dieser Gewächse. Er geht darin beispielsweise auf die mittelalterliche Quelle "Innsbrucker Handschrift" aus der Zeit um 1330 ein, in der die ältesten Färberezepte in deutscher Sprache erhalten sind. Pflanzenfarben wurden ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert durch synthetische Farben ersetzt, weshalb dieses wertvolle Naturwissen mehr und mehr verlorengeht.
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externer Link Buchbesprechung der FAZ


"Das Weltgeheimnis" ist bestes Wissenschaftsbuch des Jahres
16.02.2010 14:03
(c) Verlag Piper
Im Sachbuch "Das Weltgeheimnis" befasst sich Thomas de Padova mit den beiden großen Wissenschaftlern des 17. Jahrhunderts, Kepler und Galilei. In einem Wettbewerb namens "Das beste Wissenschaftsbuch 2010", der vom Wissenschaftsministerium und dem Magazin Buchkultur initiiert wurde, ging der Preis in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik an das Buch aus der Fachrichtung Geschichte.
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externer Link DerStandard.at


Heimatforscher vermutet Zusammenhang zwischen Römerstein und Hl. Martin
16.02.2010 10:15
(c) ORF Online
Der zufällig in Neumarkt im Tauchental (Bgld) gefundene römische Grabstein aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus zeigt laut Hobbyarchäologen und Heimatforscher Otto Osztovits die älteste Darstellung des heiligen Martin, die es gibt. Der Archäologe des Landesmuseums, Hannes Herdits, teilt Osztovits Meinung nicht, räumt jedoch ein, dass "das Besondere an diesem Römerstein seine Qualität ist. Er ist aus Marmor und wurde von einem ausgezeichneten Künstler angefertigt und zeigt ein gewisses Vermögen der Bevölkerung in Neumarkt zur römischen Zeit".
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externer Link Gesamter Artikel auf orf.at
externer Link http://www.burgenland.at/landesmuseum


Buch: Wahre Geschichten aus dem Mittelalter
15.02.2010 10:55
(c) Verlag C.H. Beck
Eine Schatzkammer zeitgenössischer Erzählungen öffnete der deutsche Historiker Arnold Esch mit seinem Buch "Wahre Geschichten aus dem Mittelalter". Es sind Niederschriften aus den Archiven des Vatikans, die als seine Quellen dienen. 33.000 Berichte lagen dort verborgen, Briefe von Geistlichen in denen sie über vergangene Sünden berichtet haben, für die sie zur Ausübung ihres Amtes Absolution brauchten. Dazu hatte man seine Verfehlungen an die Sacra Poenitentiaria Apostolica zu melden, wo sie die Jahrhunderte überdauerten. Naturgemäß geht es in den Berichten hauptsächlich um Mord und Totschlag, um Einblicke in die Motive, die vor allem die kleinen Menschen des Mittelalters antrieben. Und auch der übertriebene Alkoholgenuss und dessen Folgen kommen nicht zu kurz, für dessen Definition es gleich acht Abstufungen gab.
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externer Link Welt.de
externer Link Amazon: Wahre Geschichten aus dem Mittelalter


Kommissar Zufall löst wieder einen Fall: Schatz aus dem 13. Jahrhundert sichergestellt
12.02.2010 19:18
(c) Polizei Bayern
Die Amtshandlung hatte eigentlich mit dem Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zu tun. Doch die Hausdurchsuchung brachte mittelalterliche Schätze zu Tage. Der Verdächtige entpuppte sich als illegaler Sondengeher, der eine Vielzahl an Fundstücken aus den Donau-Rieser Fluren bei sich hortete. Vorgeschichtliche und römische Artefakte sowie ein Brakeatenschatzfund aus dem 13. Jahrhundert gehören zu den sichergestellten Gegenständen, die mittlerweile vom Landesamt für Denkmalpflege ausgewertet und dokumentiert werden.
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externer Link Polizei Bayern
externer Link DerStandard.at


Eingestürztes Kölner Stadtarchiv: Staatsanwaltschaft ermittelt
11.02.2010 22:26
(c) Bildquelle: Raimond Spekking / Wikipedia | GFDL GNU Lizenz
Bereits im frühen 12. Jahrhundert war es gegründet worden. War primitive Habgier von Bauarbeitern mit Schuld an der Tragödie von 2009, die zwei Menschen das Leben gekostet hat und wobei zahllose wertvolle historische Unterlagen zerstört und verschüttetet wurden? Ein Polier wird beschuldigt, eiserne Stützbügel an einen Altmetallhändler verkauft zu haben. An der Stelle der U-Bahn-Baustelle, wo diese Stützen fehlten, stürzte das Archiv ein.
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externer Link Spiegel Online


Jerusalem: Hauptstraße aus dem 5./6. Jahrhundert freigelegt
11.02.2010 20:21
(c) historische Abbildung
Die auf das 5. oder 6. Jahrhundert datierte Hauptstraße Jerusalems wurde vor kurzem von israelischen Archäologen freigelegt. Der Fund soll mit einer historischen Mosaikkarte übereinstimmen, die in der byzantinischen Kirche von Madaba (6. Jahrhundert) in Jordanien entdeckt wurde. Die Straße stammt aus der Zeit, in der Jerusalem unter byzantinischer Herrschaft stand und von Christen besiedelt wurde.
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externer Link DerStandard.at
externer Link Mosaikkarte von Madaba


Fundamente der Georgskirche in Göttweig entdeckt
08.02.2010 19:53
(c) Bundesdenkmalamt
Bei Grabungsarbeiten, die vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und einem ansässigen Verein in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt wurden, stieß man auf die Fundamente der in vielen Quellen erwähnten Georgskirche. Funde aus dem Spätmittelalter stützen die Zuordnung des Bauwerkes. Die mittelalterliche Kirche fiel der ersten Türkenbelagerung zum Opfer.
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externer Link ORF Online


Christliches Kloster aus dem 4. Jahrhundert restauriert
07.02.2010 16:07
(c) DerStandard online
Das Antoniuskloster liegt am Fuße des Al-Qualzam Berges nahe Al Zaafarana am roten Meer in Ägypten. Mit einem überlieferten Gründungsjahr von 356 n.d.Z. gilt es als das älteste noch genutzte christliche Kloster der Welt. Es ist unter anderem für seine farbintensiven Wandmalereien bekannt, die Gründer, Heilige und Ritter zeigen. Acht Jahre lang restaurierte die ägyptische Altertümerverwaltung unter Zahi Hawass die Anlage und soll dafür einen Betrag von 10,5 Millionen Euro investiert haben.
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externer Link DerStandard Online (mit Video)
externer Link Wikipedia: Antonius der Große


Inschriften aus dem Mittelalter
02.02.2010 08:10
(c) Institut für Mittelalter-Forschung
Der österreichische Forscher Andreas Zajic arbeitet am Institut für Mittelalterforschung der Akademie der Wissenschaften seit 2002 daran, Inschriften bis zum Jahr 1650 zu erfassen. Unter anderem gelang ihm die Entschlüsselung eines Indexsystems, das sich in Wandmalereien des frühen 13. Jahrhunderts über Bücherregalen im Kremser Dominikanerkloster verbarg. Dem Träger des Wissenschaftspreises des Landes Niederösterreich wurde im Online Standard eine Vorstellung gewidmet.
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externer Link DerStandard Online
externer Link Institut für Mittelalter-Forschung


Die Gebeine der Königin Editha
28.01.2010 22:11
(c) DerStandard online
Ein Team englischer Forscher ist dabei, die mutmaßlichen Gebeine der Königin Editha (910-946) näher zu untersuchen. Die sterblichen Überreste werden im Magdeburger Dom beherbergt. Die Untersuchung soll klären, ob es sich tatsächlich um die sterblichen Überreste der ersten Frau von König Otto dem Großen handelt.
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externer Link DerStandard Online


Sexy Bauern - Wenn Forschungsegebnisse populärwissenschaftlich formuliert werden
20.01.2010 12:15
(c) aboutpixel.de / svair
Patricia Balaresque veröffentlichte eine auf Genanalysen basierende Studie in der Public Library of Sciences Biology. Darin glaubt sie Belege dafür gefunden zu haben, dass die meisten Menschen in Europa von Bauern abstammen, die vor 10.000 Jahren aus dem Nahen Osten gekommen sind. Die weibliche Linie soll hingegen genetisch auf ansässige Jäger und Sammler zurückgehen. Ihr Schluß (laut ORF): technologisch fortschrittlichere Immigranten erschienen der urgeschichtlichen Damenpopulation als attraktiver und setzten sich genetisch durch.
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externer Link science.orf.at


Fragment einer historischen Koranübersetzung aufgetaucht
20.01.2010 10:30
(c) Universität Bochum
Die Fachwelt spricht von einer Sensation. Im ausgehenden Mittelalter hatte Johannes von Segovia (ca. 1393-1458) einen dreisprachigen Koran angefertigt, der dem besseren Verständnis des Islams dienen sollte. Nach seinem Tod verschwand dieses Dokument spurlos. Sein spektakuläres christlich-muslimisches Gemeinschaftsunternehmen hatte zum Inhalt, eine ältere Koranübersetzung zu ersetzen. Der dreisprachige Koran wäre schlussendlich in arabisch, spanisch und lateinisch vorgelegen. Das jetzt entdeckte Fragment ist ein langes Zitat, das Johannes von Segovia an den Rand seiner Abhandlung über den geistigen Kreuzzug gegen den Islam angefügt hatte und das bislang unbeachtet blieb.
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externer Link derStandard.at
externer Link Wikipedia: Juan de Segovia


Wissenschaftliche Untersuchungen in Schwedens Königsgrüften
18.01.2010 20:00
(c) historisches Wappen
Zurückreichend bis ins 13. Jahrhundert zu König Magnus Ladulas werden Gräber geöffnet, um Verwandtschaftsbeziehungen zu klären und den Wahrheitsgehalt von Mythen zu überprüfen. So soll der Kriegerkönig Karl XII während einer Belagerung mit einem abgefeuerten Uniformknopf tödlich getroffen worden sein.
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externer Link DerStandard online


Forscher behauptet: Ackerbau ist Resultat von Alkoholbedürfnis
11.01.2010 20:30
(c) Symbolbild
Der amerikanische Archäologe Patrick E. McGovern, Nachfahre trinkfester Iren, ist weltweit anerkannter Experte für molekular-archäologische Untersuchungen an Tonscherben. An diesen finden sich 9.000 Jahre alte Belege für den Konsum von alkoholhältigen Getränken. Beispielsweise konnten aus dieser Zeit Spuren von Honigmet nachgewiesen werden - an Gebinden aus China. Die These des Wissenschaftlers: der Drang nach Trunk und Rausch habe die Menschheit dazu gebracht, Ackerbau zu betreiben. Spuren dafür fänden sich rund um den Globus. Die ersten Beweise für Herstellung und Konsum von Bier fanden sich übrigens in Behältnissen aus dem Gebiet des heutigen Iran, rund 3.500 Jahre vor der Zeitrechnung. Seine Entdeckungen und Ideen sind in seinem neuen Buch mit dem vielsagenden Titel "Uncorking the Past" nachzulesen.
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Fund eines gut erhaltenen Merowinger-Sax
08.01.2010 08:30
(c) Focus.de
Auf rund 1300 Jahre wird das Alter des Sax geschätzt, das in Thür (Kreis Mayen-Koblenz) entdeckt wurde. Archäologen freuen sich über den verhältnismäßig guten Erhaltungszustand. So sind sowohl große Teile des Griffstückes als auch der Lederscheide erhalten.
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externer Link Focus.de


Türkei fordert
02.01.2010 11:00
(c) historisches Kunstwerk
Der türkische Kulturminister Ertugrul Günay soll vergangenen Freitag angekündigt haben, von Rom die "Rückgabe" der Gebeine des Heiligen Nikolaus, dem Bischof von Myra, zu fordern. Die Gebeine befinden sich seit dem 11. Jahrundert in der Basilica St. Nicola in Bari. Das Ansinnen stößt bei Historikern auf Unverständnis, da es zur Zeit des Wirkens des Bischofs im 4. Jahrhundert noch nicht einmal das Osmanische Reich als Vorgänger der Türkei in Zentralasien gab.
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externer Link DerStandard online


TV-Dokumentation über die deutsche Hanse im Mittelalter
01.01.2010 12:45
(c) ZDF
Nicht lange ist es her, dass wir das geniale Buch des deutschen Archäologen Thomas Förster über mittelalterliche Schiffsfunde rezensieren durften - schon ist das nächste Medienereignis zum Thema verfügbar. Am 1.1.2010 strahlt das ZDF (übrigens auch in HD) die Dokumentation "Vorstoß der Deutschen Hanse" aus, in der in beeindruckenden Bildern das Wirken der Händler ab dem 12. Jahrhundert beleuchtet wird. Die gesamte Dokumentation, die aufwändig produzierte Reenactment-Szenen enthält, ist auch online verfügbar (siehe Link).
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externer Link ZDF Online
externer Link Nordsee Zeitung



Artikel und Berichte


Jubiläumsausstellung und mehr: 40. Jahre Keltenmuseum Hallein
08.11.2010 22:00
(C) Keltenmuseum Hallein
Am 4. November feiert das Keltenmuseum Hallein seinen 40. Geburtstag mit einer Jubiläumsausstellung. Einen aktuellen Überblick über den Stand der Keltenforschung am Halleiner Dürrnberg gibt das neue Buch von Stefan Moser. Der detailreiche Bildband bringt interessierten Laien die eisenzeitliche Welt anschaulich, aber mit seriöser Zurückhaltung nahe.

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Donau bei Linz gibt hochmittelalterliches Schwert frei [11]
24.10.2010 10:15
(C) Florian Machl
Der Schwertfund von Linz ist nicht nur für die Mittelalterforschung, sondern auch für die heimische Reenactor-Szene, die sich der Darstellung des Hochmittelalters verschrieben hat, von großer Bedeutung. Am 18. Oktober meldete die Presseabteilung der Stadt Linz den Fund eines "Kreuzritterschwertes" in der Donau. Der Erhaltungszustand war aufgrund einer Ummantelung aus Bitumen den Umständen entsprechend sehr gut. Das Team des Linzer Stadtarchäologen Univ.-Prov. Dr. Erwin M. Ruprechtsberger wurde von dem Fund, der zur Zeit ausgewertet wird, überrascht. Huscarl erhielt die Gelgenenheit, das Fundstück zu fotografieren und zu einem kurzen Gespräch.

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Ausstellung Michelstetten: Resultate von fünf Jahren Grabungsarbeit
08.09.2010 20:15
(C) Museum für Urgeschichte
Asparn/Zaya – Fünf Jahre lang wurden 10.000 m² Baufläche von Archäologen des Landes Niederösterreich in Michelstetten ergraben. Die Auswertungen liefern sensationelle Ergebnisse für die Wissenschaft. In der Ausstellung "Archäologie einer Landschaft – Michelstetten" sind diese zu sehen. Die größte Sensation der Grabung war das erstmalige Auffinden eines Versammlungshauses in Österreich, das nun im Urgeschichtemuseum nachgebaut wurde.

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Buch: Liber Lacteus - Mirakel- und Exempelsammlung des 13. Jahrhunderts
29.07.2010 10:40
(C) Verlag Bachmann
Das 2009 erschienene literaturwissenschaftliche Werk von Daniela E. Mairhofer widmet sich, wie der Titel bereits sagt, dem sogenannten "Liber Lacteus", einer von einem unbekannten Autor gegen Ende des 13. Jh. verfassten Exempel- und Mirakelsammlung, dessen Entstehungsort im süddeutschen bzw. Tiroler Raum vermutet wird. Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um Band 1 einer Serie des Bachmanns-Verlags unter dem Titel "Codicologia".

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Buch: Atheismus und Skeptizismus im Mittelalter
21.07.2010 10:15
(C) Verlag Bachmann
Das Mittelalter als Zeit tiefster Frömmigkeit und unabdingbaren Kirchengehorsams ist ein Vorurteil, dem sich Peter Dinzelbacher, Professor für Mentalitäts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien mit Forschungsschwerpunkten u.a. im Bereich der Mystik, Religiosität sowie Kulturgeschichte des Mittelalters, in seinem Buch "Unglaube im Zeitalter des Glaubens - Atheismus und Skeptizismus im Mittelalter" stellt.

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Buch: Das geheime Netz der Templer
30.06.2010 21:15
(C) Pichler Verlag
Der Templerorden, einer der geheimnisvollsten und mächtigsten Ritterorden des Mittelalters, errichtete Niederlassungen in ganz Europa. Von Jerusalem bis an den Atlantik erstreckte sich das unsichtbare Netz der Templer. Auch die Komtureien in Mähren, Niederösterreich und dem Burgenland waren Teil dieses europaweiten Netzwerks. Niederösterreichs Burgen und Wehrkirchen mit unterirdischen Labyrinthen sind bis heute lebendige, steinerne Zeugen des Wirkens des mysteriösen Ritterordens. Seit dem Auftauchen neuer Dokumente über die Templer in den Archiven des Vatikans ist das Interesse an diesem Ritterorden wieder erwacht. Dieses Buch verspricht Klarheit in die rätselhafte Mythenansammlung rund um die armen Ritter vom Salomonischen Tempel zu schaffen. Doch hält es sein Versprechen?

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Tagungsband: Fasching im Mittelalter
31.05.2010 16:15
Bildquelle: Akademie Friesach
Vom Marktgeschehen her ist die Faschingszeit noch eine tote Zeit, daher mag sich mancher noch nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Für jeden, der dies dennoch tun will ist nun mit dem im Vorjahr erschienenen Tagungsband der 13. Akademie Friesach, die Ende 2007 stattfand, die Gelegenheit gegeben, einige Wissenslücken umfassend zu füllen.

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Neu: Keltisches Versammlungshaus in Asparn
28.05.2010 10:30
(C) Erec Lingam
Von urgeschichtlichen Wallanlagen bis zur romanischen St.Veitskirche mit ihren romanischen Fresken reichten die Ausgrabungen des Niederösterreichischen Landesmuseums, die von 1995 bis 1999 unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Ernst Lauermann erfolgten. Die Auswertung der Funde dauerte bis ins Vorjahr - heuer werden die Ergebnisse im benachbarten Asparn an der Zaya gezeigt.

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Bronzegießerei - ein neues Bauprojekt in Elsarn [1]
04.05.2010 09:45
Bildquelle: Dorina Tuschel
Trotz Winterpause war man im Freilichtmuseum Elsarn nicht untätig. Nach fast zwei Jahren erfolgreichen Betriebes des neu erbauten Glasofens wurde ein weiteres Projekt von Gerhard Putzgruber ins Leben gerufen. Neben der Glashütte soll nun eine Bronzegießerei entstehen. Gemeinsam mit der Glesum Sippe wurde der Bau Anfang Jänner gestartet. Dieser Bericht schildert die Herausforderungen, denen man sich bis zum Bauzustand im April zu stellen hatte.

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Das Stundenbuch der Maria von Burgund
09.04.2010 15:15
(C) Verlagshaus ADEVA
Dieses Buch ist auch als "Codex Vindobonensis 1857" der Österreichischen Nationalbibliothek bzw. unter der Bezeichnung "Gebetbuch Karls des Kühnen" bekannt. Es handelt sich bei dem vorliegenden Band um eine Reproduktion der Grazer Akademischen Druck- und Verlagsanstalt aus der Reihe "Glanzlichter der Buchkunst".

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Das Gebetbuch für Herzog Albrecht V.
26.03.2010 07:15
Verlag ADEVA
Die auf die Herstellung von Faksimiles spezialisierte ADEVA (Huscarl berichtete) hat es sich zum Ziel gesetzt, in ihrer Reihe "Codices Illuminati" ausgewählte Handschriften einem breiten Publikum zugänglich zu machen und einen - wie es im Klappentext heißt - "repräsentativen Überblick über die Vielfalt und Schönheit unseres Handschriftenerbes zu geben". Bei den in dieser Reihe erscheinenden Werken handelt es sich um solche Handschriften, welche aufgrund verschiedener Eigenheiten (z.B. Größe, Umfang oder Ausstattung) die Fertigung eines Faksimiles nicht erlauben, allerdings dennoch einen genaueren Blick verdienen und auf gerechtfertigtes Interesse stoßen. In der hier vorliegenden Rezension handelt es sich um Band 3 dieser Serie, das Gebetbuch des Herzogs Albrecht V.

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Stundenbücher - Gebetsbücher des Mittelalters
15.03.2010 15:45
Historische Abbildung
Aufgrund der kurz- bis mittelfristig anstehenden Rezensionen einiger wundervoller Stundenbücher, welche Huscarl von der ADEVA zur Verfügung gestellt wurden, erschien es dem Autor sinnvoll, dem geneigten Leser eine Einführung in diese Ordnung dieser historischen Schriftstücke zu liefern. Es handelt sich um Gebetsbücher, die seit dem 13. Jahrhundert für begüterte Laien angefertigt wurden.

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20.3. - 30.11.: Der Barbarenschatz - den Römern geraubt
08.03.2010 19:45
Bildquelle: Urgeschichte Museum
Das MZM Museum Lebenswelt Weinviertel präsentiert in einem Gemeinschaftprojekt mit dem Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn/Zaya im Jahr 2010 eine internationale Spitzenausstellung: "Der Barbarenschatz – Den Römern geraubt" zeigt den größten römerzeitlichen Metallfund weltweit. Der Schatz ist in Fachkreisen besser bekannt als der "Hortfund von Neupotz". Die Ausstellung ist vom 20. März bis 30. November 2010 im MZM Museum Lebenswelt Weinviertel zu sehen. Ergänzt wird das Programm durch ein reichhaltiges Angebot an Begleitveranstaltungen.

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Archäologen untersuchen Schutzwirkung antiker Leinenpanzer [5]
04.02.2010 19:30
historische Abbildung
Alexander der Große herrschte im vierten Jahrhundert vor der Zeitrechnung über Makedonien und den Korinthischen Bund. Als solcher hatte er eine Vielzahl von Schlachten zu schlagen. Interessant ist die Rüstungstechnik seiner Zeit, über die viele schriftliche Quellen erhalten sind. Nicht Metall oder gar Leder schützte die Kämpfer, ein Leinenhemd namens Linothorax übernahm diese Aufgabe. Deutsche Archäologen haben nun nicht nur versucht, mit einer Rekonstruktion möglichst nahe an die Originalrüstsung heranzukommen, sie setzten ihre Werkstoffe auch verschiedenen Beschusstests aus. Das Ergebnis: die Schutzwirkung ist beeindruckend.

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