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Karl Schwarz
Wovon man mancherorts in der Szene träumt: internationale Dach-Verbände, Sicherheitsstandards, Sponsoren und Nachwuchsarbeit wie beim Sportfechten.

Florian Seidl
Ove Aberg, mehrfacher "Europameister" der SCA, wiederholt den geläufigen Satz: "We are toys to each other, and you won't break your toys."

Florian Seidl
Ganz links: Heinrich vom Hohen Ufer, aktueller "Queen´s Champion" der SCA in Europa. Ein augenfreundlicher Sehschlitz genügt dann, wenn die Waffe groß genug ist. So weit, so banal.

Bildquelle: Bildzitat von Facebook-Publikation / privat / Regina Susanne Warholek
Eine lächerlich ungenügende Sicherheitsausstattung gefährdet Publikum, Ausübende und den Sport als Ganzes.

Florian Seidl
Damit trachtete der Autor seine wertvolle Schreibhand zu schützen. In Zukunft wirds wohl eher dem Hamster als Versteck dienen. Das ist für alle Beteiligten, inklusive den Hamster, besser.


Sport ohne Reue
Vollkontakt-Schwertkampf nach Bochum
Florian Seidl
02.07.2012 21:30

Drei Monate nach dem schweren Fechtunfall in Bochum laufen immer noch die Vorerhebungen der Staatsanwaltschaft. Ein kleiner Blick in die Szene zeigt, dass nach kurzen Beileidsbekundungen keinerlei weitere Reaktion erfolgte. Regelwerk und Sicherheit werden nicht diskutiert.

Auch drei Monate nach dem verhängnisvollen Unfall eines Schwertkämpfers in Bochum gibt es keine Aussage der Staatsanwaltschaft zum weiteren Verfahrensverlauf.

Nach wie vor offen ist, ob die Staatsanwaltschaft Bochum gegen den Verursacher der schweren Verletzung im Gesichtsbereich eines Mittelalter-Fechters Anklage erheben oder das Verfahren endlich einstellen wird. Hauptgrund für den schleppenden Gang des Verfahrens ist, dass das Unfallopfer bisher noch nicht einvernommen werden konnte. Das soll in den nächsten Wochen nachgeholt werden, versichert die Staatsanwaltschaft Bochum. Zweiter Grund ist, dass es sich bei "Schwertkampf" im Allgemeinen nicht um einen anerkannten Sport handelt und darum die Behörde Neuland betreten muss (im Gegensatz zu z.B. einer Fußball-Verletzung). Zwar gehen Beobachter von einer Einstellung des Verfahrens aus, aber bis zu einer endgültigen Entscheidung dürfte ein halbes Jahr vergehen. Alle Beteiligten sind aufgrund des laufenden Verfahrens äußerst zögerlich, Details zum Grad der Verletzung zu machen. Zu groß ist die Sorge vor zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen einer unbedachten Äußerung. Unbestritten ist, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Bochum denen sämtlicher bekannter "Vollkontakt"-Varianten genüge getan hätten.

Fecht-Sport: Verbände, Tradition, Regeln

Erst ein halbes Jahr alt ist die jüngste Sicherheitsdebatte im Fechtsport, als in den USA einem Fechter die Hand durchstochen wurde. Als 2009 bei der Junioren-Europameisterschaft eine neue Sichtfenster-Fechtmaske durch eine Klinge durchbohrt wurde, zog der Welt-Fechtverband die Konsequenzen und schloss den neuen Fechtmaskentyp aus. Der Vernunft ging ein tragischer Unfall voraus: 1982 kam der russische Fechter Wladimir Smirnov in Rom bei einem Fecht-Unfall ums Leben - eine abgebrochene Florett-Klinge durchbohrte seine Maske. Dem folgte eine Reihe von Verbesserungen, von der Maske bis zum Stahl der Sportwaffen. Beispiele aus dem Motorsport zu den Lehren aus schweren Unfällen (z.B. Formel 1 nach dem tödlichen Unfall von Ayrton Senna) gibt es genug. Sie alle beweisen: Verbände diskutieren intensiv jedes Ereignis und so gut wie immer kommt es zu einer Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen. Die Gefahr einer schweren Verletzung ist kein Risiko, das in Kauf genommen wird, sondern ein Bestandteil des Kampfsports, der so weit wie möglich unter Kontrolle gebracht wird.

SCA-Heavy Fighting: Kampf zwischen Sport, Sicherheit und Reenactment

Am Wochenende vor dem tragischen Fecht-Unfall in Bochum fand in Düdelsheim das bereits fünfte jährliche "Boot Camp" der SCA-Gruppe "Meadowmarsh" (Hessen) statt. Intensiv wurde die ganz besondere Art des "Mittelalterlichen Schwertkampfes" gepflegt.

Kampfpraxis und Wissensaustausch waren das Thema des zweitägigen Workshops der Society for Creative Anachronism (SCA). Unter den kanpp 30 aktiven Kämpfern fanden sich mehrere vereinsinterne "Europameister", die ihr Wissen in Theorie und Praxis weitergaben.

Ove Aberg, einer der dienstältesten Kämpfer in der europäischen SCA, bringt es auf den Punkt: Es gehe darum, mit seinem Partner vorsichtig zu trainieren, denn schließlich ist es ein Spiel. "We are toys to each other, and you won't break your toys." Dieser Gedanke zieht sich durch das über 30 Seiten starke internationale Regelwerk der Reenacment-Gesellschaft. Als Kämpfer wird nur zugelassen, wer eine theoretische und praktische Prüfung besteht. "Barobrand Hissgant" genießt in Mitteleuropa den Ruf eines der strengsten Prüfer. Seine Prüfungsgespräche dauern mitunter eine Stunde.

Neben detaillierter Vorschrift über die Beschaffenheit von Helm und Waffen-Simulator hat das SCA-Regelwerk eine weitere Einzigartigkeit: der Getroffene entscheidet über die Güte eines Treffers. Ein Wirkungstreffer am Kopf bedeutet Sieg. Entsprechend fair ist der Umgang. Es spricht sich herum, wer wie hart im Nehmen ist bzw. wird darüber durchaus diskutiert - außerhalb des Gefechtes. In den Regeln ist explizit vermerkt, dass es niemandem gestattet ist, die Heftigkeit eines Treffers und die Entscheidung des Getroffenen zu hinterfragen.

Bemerkenswert ist, dass der höchste Repräsentant des Vereins, der "König", tatsächlich jedes halbe Jahr europaweit in einem Turnier bestimmt wird. Angetreten wird paarweise, denn ein Königspaar besteht aus zwei Personen (von denen nur eine(r) kämpfen muss). Die gesellschaftlichen Verpflichtungen eines Königspaares schränken allerdings den Kreis der Antretenden meistens ein.

Verstärkt wird die Fairness-Regel durch die Pflege romantische Ritterbräuche. "Heinrich vom Hohen Walde" ist der derzeitige Ritter der Königin (Queen's Champion) und fordert alleine deswegen alle Anwesenden zum Einzelkampf. Nicht, um zu beweisen, dass er der Beste sei (ist er nicht), sondern um der Ehre der Königin Willen. Er trägt übrigens einen Helm Typ "Bochum", was aber in dem hochspezifizierten Regelwerk gänzlich ungefährlich ist: die Rattan-Waffensimulatoren sind zwar geeignet, ordentlichen Bums zu machen, aber zu groß, um in ein vorschriftsmäßiges Visier einzudringen.

Vollkontakt: Zwei Kämpfer, drei Meinungen

Von Strukturen und Normen dieser Art träumen Vollkontaktkämpfer derzeit aller Orten. Durch die Großveranstaltung der "Battle of the Nations" wird auch in Österreich darum gerungen, hier Kämpfer zu interessieren. So lange man aber, wie die halböffentlichen Diskussionen zeigen, nicht einmal in der Lage ist, sich auf die grundlegende Dinge zu einigen, ist ein geschlossenes Auftreten ebenso Wunschdenken wie die Hoffnung über eine vernünftige Debatte von Unfällen wie in Bochum. Verletzungen werden aus Scham verschwiegen oder in Gerüchten aufgebauscht. Transparenz darüber gibt es nicht. Die Fülle von Interpretationen, vermeintlichen Sicherheitsstandards und Beliebigkeiten lässt auch weiterhin keine Verbesserung erhoffen. Beispiel dafür ist das Freikampfturnier von Kaprun, bei dem selbst vier Wochen vor der Veranstaltung kein Regelwerk aufzutreiben war - diverse Bestimmungen finden sich verstreut über Homepages und Social Media-Beiträge und zeichnen ein aufschlussreiches Bild von der Selbstorganisation der zersplitterten Szene.


Kommentar von Florian Seidl

Die deutsche Zeitschrift „Brand Eins“ widmet dem Thema Risiko eine ganze Nummer. Dabei wird unter anderem die Frage gestellt, warum Entscheidungen des täglichen Lebens immer risikoaverser werden, andererseits Hochrisikosportarten wie Bungee-Jumping, Paragleiten usw. einen Boom erleben.

Beim "Vollkontakt-Schwertkampf", der behauptet, sich an historischen Vorbildern zu orientieren, ist Ähnliches zu beobachten. Der Kick besteht weniger an der Anstrengung und am Leistungsvergleich, sondern in dem Gefühl, einer mutigen Elite anzugehören, die einen hohen Einsatz wagen. Darum gibt es auch keine Sanktionen für Unsportlichkeit, wie sie in jeder anderen Sportart selbstverständlich sind ("Brauch ma ned"). Die Fülle der Individualisten tut hat Probleme damit, sich auf die Farbe von Scheisse zu einigen, scheint es.

Sicherheit ist auf Eigenverantwortlichkeit reduziert, womit bewährte gesellschaftliche Normen auf den Kopf gestellt werden. Fakten werden ignoriert oder anders gesagt: Der Treffer von Bochum ist der Szene beim einen Aug hinein und beim anderen herausgefahren. Auf eine kurze Schweigeminute folgte - nichts. Da schwere Verletzungen bei der internationalen VK-Veranstaltung "Battle of Nations" ausblieben (ein paar ausgeschlagene Zähne zählen nicht), war die Debatte beendet, bevor sie begonnen hatte.

Niemand aus der Szene nimmt den ernsten Zwischenfall zum Anlass, die Sicherheitsbestimmungen zu überdenken. "Da kann man gleich computerspielen", ist eine typische Reaktion. Dieser Zynismus ist dazu geeignet, sich über die geistige Verfassung mancher Ausübenden ein Bild zu machen. "Ja, wir sind stolz darauf, dass tödliche Unfälle bei uns passieren können" - damit grenzt man sich ab und verleiht dem eigenen Tun die Aura einer Elite. Darin unterscheidet sich der Mainstream der Vollkontaktler kaum von hochschlagenden Burschenschaften (wenngleich die VK-Szene vollkommen ideologiefrei ist). Veranstalter, die darin gute Unterhaltung zu günstigen Konditionen wittern, sind die Katalysatoren dieser Gemengelage.

Jeder, der ab dem 20.3.2012 noch einen Unfall erleidet, dem wird man endgültig vorhalten können: Trottel. Jedem, der einen solchen Unfall verursacht, muss man fahrlässige Körperverletzung vorhalten. Vermutlich werden noch einige Staatsanwälte abwägen müssen, ob sie es mit einem Sportunfall zu tun haben oder von Amts wegen Menschen vor sich selbst und ihrem Übermut schützen müssen.

In dem Bewusstsein, für dergleichen Kicks zu alt zu sein, wird der Autor daraus die Konsequenzen ziehen, seine Feigheit eingestehen und solchen Veranstaltungen als Teilnehmer fern bleiben.

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1. Kommentar von Norbert am 03.07.2012 um 07:46

Wovon die historische Fechter-Szene träumt?
Bitte nicht die historische Fechterszene mit dem sogenannten Vollkontakt Schwertkampf zusammenmischen. Das ist überhaupt nicht zu vergleichen und etwas völlig Anderes.

Beim historischen Fechten sind diese Dinge - nicht zuletzt dank der Hilfe der modernen Fechter - bereits teilweise realisiert!
Verbände, Sicherheitsstandards, Nachwuchsarbeit gibt es in Ansätzen und an in der Öffentlichkeit anerkannten und akzeptierten(!) sportlichen Wettkämpfen wird gerade gearbeitet. Ernsthafte Sponsoren gibts erst, wenn man Staatsmeisterschaften oder Europameisterschaften ausrichtet oder (erfolgleich) daran teil nimmt.

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2. Kommentar von Huscarl-Redaktion am 03.07.2012 um 09:07

Das ist korrekt
und wurde soeben ausgebessert. Die Formulierung (ehemals Bildtext unter dem ersten Bild) stammte nicht vom Autor sondern wurde im Zuge des Korrekturlesens verschlimmbessert.

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3. Kommentar von jboerner am 03.07.2012 um 10:58

Noch mehr Begriffsverschwurbeln
Bitte ebenfalls nicht "Reenactment", "SCA" etc. durcheinanderwerfen. SCA hat mit "Reenactment" nur am Rande bis nichts zu tun. Die SCA ist keine "Reenacment-Gesellschaft".

http://de.wikipedia.org/wiki/Reenactment
http://de.wikipedia.org/wiki/Society_for_Creative_Anachronism
und auch gleich vorweg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Living_History

Ausserdem wird das Wort "Fechter" imho auch zu inflationär verwendet. Das impliziert eine Professionalität, die oft nicht gegeben ist. Nicht jeder, der mit nem Schwert rumwedelt, ist ein "Fechter". Was wer genau macht, inklusive des Unfallopfers, wird viel zu undifferenziert betrachtet, das schon das Grundproblem bei allem Diskussionen rund um das Thema ist.

Es gibt u.a.:
- historisches Fechten, klar auf Basis der Quelllage, mit starken Kontakten zu anderen Kampfkünsten, Kampfsportarten und moderneren Fechtsportarten, und daher, wie von Norbert erwähnt, mit bereits sehr etablierten Standards und Schutzausrüstung
- SCA-Kampf: gibts nur innerhalb dieser und ist klar ein Sport ohne Metallwaffen. Mit allerdings auch sehr klarem Regelwerk
- modernes Fechten, mit Verbänden etc.
- "Vollkontakt" - trotz vielleicht aktueller Beliebtheit in Österreich und in Osteuropa undefinierter Sport einer kleinen Minderheit
- "Freikampf" - teils in recht etablierten Regelwerken gegossener Sport, aber ebenfalls auf die "Mittelalter-Szene" beschränkt
- "Schaukampf" - Show. Teils abgesprochen. Je nachdem.

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4. Kommentar von Awatron am 03.07.2012 um 13:16

Unprofessionelle Panikmacherei
Da hat wohl jemand im reisserischen Wahn so einiges durcheinander gebracht. Ich frage mich, was der Unfall im Bochum, so tragisch und unnötig er auch ist, mit Vollkontaktkampf nach BotN Regeln zu tun hat. In Bochum drang ein Stich (!) in den Sehschlitz, beim Vollkontaktfechten sind nach internationalen Regeln Stiche nicht zugelassen. Und dann Fechtvereine in den Himmel loben, weil diese Sportart ja so viel älter ist und übergeordnete Verbände hat und über alles andere die Nase rümpfen, das erscheint doch ein wenig voreingenommen. Ich würde Ihenen, Herr Seidl, vorschlagen, etweder kosntruktive Vorschläge zu machen, was man denn an Sicherheit verbessern könnte (und sich am besten vorher mal schlau machen, was SCA, Fechten, Vollkontaktfechten in Rüstung und was GroMi Schwertgefuchten in Kneipen sind) oder aber mit dem Hamster zu spielen und sich weniger als Dreckschleuder zu betätigen.

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5. Kommentar von Crusader am 03.07.2012 um 13:44

Regelwahn und Aversion
Muss den diese ständige Hetze gegen andersdenkende wirklich immer wieder sein ???

Nicht jeder möchte durch Regeln und Vorschriften entstellten "Schwertkampf" betreiben.

Persönlich betreibe ich Schwertkampf ohne jegliche einschränkende Regel, jedoch mit Schutzausrüstung die dieses auch verletzungsfrei erlaubt !!! Funktioniert problemlos !!!

Das ist meine Art zu Fechten !!!

Wer das nicht möchte, wem es nicht zusagt,  soll es lassen. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen.

Ich mag weder das SCA Rattangeklopfe noch das völlig realitätsfremde, totreglementierte Sportfechten.

Dennoch akzeptiere ich, das es andere gibt die diese Art des Fechtens gerne betreiben und ihren Spaß daran haben.

Warum auch nicht ???

Es ist doch eigentlich sehr schön das es solch eine Bandbreite gibt.
Von Latex-Larp bis zu Hardcore-Vollkontakt. So findet jeder das seine.
 

Jedem das, was zu ihm passt !!!

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6. Kommentar von Werner am 03.07.2012 um 14:42

Kraut und Rüben - ... und niemand wird sich angesprochen fühlen
Ich kann Jens Börner nur zustimmen, in diesem Artikel werden nur Kraut und Rübern durcheinandergemischt. Und zwar so heillos,  so daß sich unter Umständen niemand angesprochen fühlen wird - leider.
Man hat schon beinahe das Gefühl, hier schreibt jemand, der die "Mittelalterszene" und das Thema "Fechten" nur aus den Medien kennt, trotzdem aber gerne die Gelegenheit nutzt, um alle, die ein Schwert oder so anfassen, zu Trotteln zu erklären ...

Irgendwie scheint auch an dem Autor gänzlich vorübergegangen zu sein, daß es bereits seit Jahren sehr erfolgreiche Bemühungen gibt, historische Fechttechniken strengen Regelwerken - auch unter Beiziehung international erfahrener Fachleute aus dem modernen Fechtsport - zu unterwerfen und somit für Sicherheit und Anerkennung zu sorgen. Und hier wird keinesfalls "Theaterfechten" betrieben, mit Trefferzonen einen Meter abseits jeglicher Körperteile und auch hier passieren immer wieder Unfälle. Detto bei Schaukämpfen auf der Grundlage historischer Fechttechniken. Sobald der Körper "Trefferzone" ist, kann man dieses Risiko einer Verletzung nicht mehr ausschließen. Die Leute, die  jedoch trotzdem damit weitermachen, denen sagt man also jetzt mit den Worten vom Herrn Seidl: "Jeder, der ab dem 20.3.2012 noch einen Unfall erleidet, dem wird man endgültig vorhalten können: Trottel." Also Ende des historischen Fechtens und der Schaukämpfe? Ich hoffe, nicht. Denn, dann bitte auch gleich das Feuerspucken auf Mittelaltermärkten verbieten, das Schwarzpulverschießen auch und auch die Bogenschieß-Vorführungen ...
Sind ja auch alles Trottel, wenn man diese Argumentationslinie verfolgen würde, denn auch hier hat es schon genügend Unfälle gegeben, in Folge derer man ja diese Dinge sofort hätte einstellen müssen. Aber ein gewisses Risiko geht man nun einmal ein, wenn man gewisse Bereiche des mittelalterllichen Lebens nachzuerleben versucht. Wer´s nicht mag, soll´s halt bleiben lassen, aber bitte nicht versuchen, es den anderen zu verbieten, bzw. sie nicht unbedingt öffentlich beleidigen.

Ich glaube, ein Artikel zu dem Thema: halbnackte Gestalten prügeln - auf Mittelalterfestln ganz gewisser Veranstalter - aufeinander mit Schwertern ein, ohne die Schwerter oder sich selbst unter Kontrolle zu haben und bringen dadurch vielleicht die Mittelalterszene in Verruf, oder sorgen sogar noch für "Nachahmungstäter", hätte vielleicht mehr bewirkt, als ein derart schlecht recherchierter, pauschalierender Rundumschlag. Und von Rundumschlägen fühlt sich selten wer betroffen; diejeingen, die es angehen sollte, meist am wenigsten. Darum wiederhole ich meine Kritik an den Artikeln vom Herrn Seidl hier nochmals: es nutzt nichts, Kraut und Rüben in einen Topf zu werfen und dann draufzuspucken, auch wenn die Absicht, die hinter diesem Artikel eine löbliche ist, was ich durchaus anzuerkennen bereit bin, aber Mißstände gehören konkret angesprochen, denn mit solchen Mitteln wie diesen Artikeln werden nur viele Leute beleidigt, etliche irritiert, aber keine wirklich zum Nachdenken angeregt.

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7. Kommentar von Norbert am 03.07.2012 um 16:14

historische Fechttechniken - strenge Regelwerke - realitätsfremdes, totreglementiertes Sportfechten
Ich fürchte, ich muss hier noch einmal was klarstellen, da es leider so aussieht, als ob es hier immer noch Missverständnisse bzw. Verständnisschwierigkeiten gibt.

Beim Historischen Fechten gibt es KEINERLEI Regeln, welche die Nutzung des Schwertes am gegnerischen Körper einschränken. Mit Ausnahme der Parierstange ist alles überall hin erlaubt. Das beinhaltet Hiebe, Stiche, Schnitte, Knaufstöße und sogar Ringtechniken wie Armhebel oder Schulterwürfe und Fixierungstechniken. Reglementiert sind hingegen die WAFFE und die SCHUTZAUSRÜSTUNG, sowie der Modus, wie ein Kampf abläuft und wie Treffer gezählt werden. Schließlich will man ja auch wissen, wer gewonnen hat und der Schiedsrichter muss wissen, was er zählt....
Die Waffe ist entschärft (Federschwert) und die Schutzausrüstung sieht modernen Gesichts-, Hand- und Brustschutz vor. Damit wird das Historische Fechten völlig gleich betrieben wie das moderne Sportfechten.

"das völlig realitätsfremde, totreglementierte Sportfechten": mir scheint, der Kollege hat das selbst noch nie ausprobiert und bezieht seine Meinung aus 2. Hand (Gerüchte? Fernsehformate? Gespräche mit anderen, die noch nie gefochten haben?). In so einer Lage wäre es mMn besser, nix über das moderne Fechten auszusagen, damit diese Wissenslücke in der Öffentlichkeit nicht allzu offensichtlich wird.

Wenn man mal völlig hemmungslos in einen Gegner "reinrödeln" will, so geht man am Besten zu den Degenfechtern. Dort kann man sich enthemmt ausleben und doch niemanden verletzen.

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8. Kommentar von Grimjau am 03.07.2012 um 16:50

Wieder ein typischer
Florian Seidl Beitrag.
Bei seinem letzten Artikel wurde aus einem Schaukämpfer gleich ein Vollkontaktkämpfer.
Der jetzige Artikel ist halt wieder hysterische Hetze.
Typisches Revolverblattniveau !

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9. Kommentar von Crusader am 04.07.2012 um 12:10

historische Fechttechniken - strenge Regelwerke - realitätsfremdes, totreglementiertes Sportfechten
@ Norbert

Du widersprichst dir selbst.

"Beim Historischen Fechten gibt es KEINERLEI Regeln, welche die Nutzung des Schwertes am gegnerischen Körper einschränken"

Im nächsten Satz heist es schon "Mit Ausnahme der Parierstange"

Also bitte !! Keine Regeln und schon eine Ausnahme ??

Der moderne Fechtsport ist nicht totreglementiert ??

Kleiner Auszug:

-Darf man mit Knauf oder Gefäss zuschlagen ?
-Darf man Faustschläge oder Tritte austeilen ?
-Darf man die Bahn verlassen oder muss man in einer Linie kämpfen  ?
-Darf man Ringen oder auf dem Boden kämpfen ?
-Gibt es dieses unsinnige "Angriffsrecht" oder nicht (Ausnahme Degen) ?
-Gibt es reglementierte Trefferflächen (Florett,Säbel) oder nicht ?

Der erster Hauptteil der allgemeinen Regeln für alle Waffen der FIE hat 51 Seiten.

Aber du hast natürlich Recht, es ist nicht totreglementiert !!

"mir scheint, der Kollege hat das selbst noch nie ausprobiert und bezieht seine Meinung aus 2. Hand (Gerüchte? Fernsehformate? Gespräche mit anderen, die noch nie gefochten haben?). In so einer Lage wäre es mMn besser, nix über das moderne Fechten auszusagen, damit diese Wissenslücke in der Öffentlichkeit nicht allzu offensichtlich wird."

Kann ich nur zurückgeben.

Wie gut das du ein Fachmann bist

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10. Kommentar von Arch am 05.07.2012 um 13:39

Also
in der deutschen Sprache ist es durchaus üblich zu schreiben "Es ist so und so mit Ausnahme von so und so.". Wenn du das als Selbstwiderspruch siehst, dann solltest mehr Bücher lesen....

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11. Kommentar von Crusader am 05.07.2012 um 23:29

Keine Argumente ??
@Arch

Ich weis zwar nicht was es für einen Sinn machen soll zu der Aussage "KEINERLEI Regeln" Ausnahmen hinzuzufügen, aber gut.

Wenn dich deine spitzfindigen Kommentare erfreuen, nur zu, nur zu !!

Mehr ist wohl nicht drin !!

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12. Kommentar von Arch am 06.07.2012 um 09:24

Naja
es erfreut mich auch nicht, ist aber signifikant, dass sich jene aufregen, die nicht mit Sprache umgehen können. Ist keine Stichelei, sondern eine Feststellung. So funktioniert die deutsche Sprache halt mal. Ich kann nur die, mich haun kann ich net. Leider. Also hast völlig recht, mehr is net dahinter.

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13. Kommentar von Crusader am 06.07.2012 um 09:43

Immer noch keine Argumente ??
@ Arch,

dir fällt wohl wirklich nichts besseres ein ?? hätte ich nicht gedacht !!

Wie sitzt es sich den so auf dem hohen Ross ??

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14. Kommentar von Arch am 06.07.2012 um 09:51

Argumente?
Argumente wofür? Die deutsche Sprache hat eine ihr innewohnende Semantik und das braucht man nicht zu argumentieren. Das ist common sense.
Wenn du dich über eine im Deutschen übliche Phrase beschwerst, dann hat das weder was mit Rössern, noch mit Argumenten zu tun. Sondern zeigt schlichtweg damit, dass du entweder nicht gut Deutsch kannst (was ja keine Schande ist) oder einfach nur etwas suchst um andere anzugreifen (was meiner bescheidenen Meinung anch net so die feine Klinge in einer Diskussion ist).
Vom Rest hab ich - wie gesagt - nicht viel Ahnung, deswegen sag ich auch nix dazu. Außerdem isses mir wurscht.

Aber schau, als Belohnung bekommst du einen Fisch. Extra für Trolle:
<°(((><<

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15. Kommentar von Awatron am 06.07.2012 um 11:13

Wo gibts denn bitte keine Regeln?
Ich möchte nur mal anmerken, dass es DAS historische Fechten nicht gibt. Da gibt es verschiedene Regelwerke. Und die heißen Regelwerke, weil da Regeln drin sind. Dass daalles erlaubt ist, ist eine Mär.

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16. Kommentar von Norbert am 06.07.2012 um 13:50

Kickboxen oder Ähnliches im Fechten

Seinem Gegner mit der Faust in die Fresse zu hauen oder ihm gepflegt ins Gemächt zu latschen, ist sowohl beim modernen als auch beim historischen Fechten in der Tat nicht zulässig.

Das ist zum Einen so, weil Fechten eine edle Kunst ist, bei der ein Raufbold durch die Fertigkeit mit der Klinge dominiert werden soll.

Zum Anderen dient diese Einschränkung hauptsächlich auch dem Schutz des besagten Raufboldes selbst, der ansonsten durch seinen Gegner, der sich doch mehrere Male in der Woche mit den Feinheiten der körperlichen Auseinandersetzung beschäftigt und daher recht gut in Form ist, verletzt werden könnte. (Hübscher Satz, hm? )

Es ist beipielsweise auch keine besonders gute Idee, einen Fussballer zu einer Straßenrauferei zu zwingen. Fussballer sind vielleicht nicht unbedingt verbriefte Kampfkünstler, jedoch körperlich besser beieinander als die meisten hauptberuflichen Kreuzritter.

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17. Kommentar von Wilhelm von Baumgarten am 06.07.2012 um 18:28

Sommerloch ?
Jedes Jahr der leider schon übliche Schwachsinn. Wird es euch denn nicht langsam langweilig ?

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18. Kommentar von stoaschoassa am 06.07.2012 um 22:17

lei klass
des is a so a supa soch, doss ma bei jedm artikl zu voikontakt merkt, doss de voiwappla von voikontaktla genau goa nix mit geschichte und wissensvamittlung am huat hom. hauptsoch bumm zack in de goschn haun. oba wos waradn des eigentli fia kämpfa, de wos in intanetforen kämpfn? soitadn de ned irgendwo trainieren, weils jo doch a so a superner überall anerkannter sport is?

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19. Kommentar von Huscarl-Redaktion am 07.07.2012 um 09:55

Übrigens ...
... hat jeder der großen Schwerthelden die Möglichkeit, einen eigenen Artikel einzureichen. Vielleicht scheitert man dabei ja kläglich an Wort und Schrift, das wollen wir nicht beurteilen. Jahre des Suderns, Jammerns, Wimmerns und Bettelns zeigen deutlich genug, dass selbst etwas zu erschaffen wohl zu verwegen ist.

Im Prinzip hat jeder - vom Kritiker bis zum Ausübenden, bei uns die Gelegenheit, eigene Gedanken (in ordentlichem Deutsch und inhaltlicher Logik) darzulegen - und wird in diesem Fall auch seinen eigenen Artikel erhalten. Genau wie Herr Florian Seidl. Nur tun muss man es - anstatt auf andere zu warten. Wie beim Schwertkampf. Wer nur dasteht und abwartet, was passiert, wird das Turnier vermutlich nicht gewinnen.

(Natürlich kennen wir all die Schwierigkeiten - ein Schwert zu führen macht Schwielen an den Händen, da kann man nicht auch noch verlangen, dass sich jemand an die Tastatur setzt und seinen Sport aus seiner Sicht darstellt. Und dann noch das große Problem mit anderen Menschen und anderen Meinungen! Wo es doch so viel schöner wäre, wenn nur eine Meinung gilt, im Idealfall die eigene. Sich als Autor der Öffentlichkeit und der Kritik zu stellen, überfordert offenbar die mentalen Kräfte vieler Helden. Vielleicht wäre damit ein Erkenntnisprozess verbunden, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und jeder etwas dazulernen kann. So weit wollen wir es doch nicht kommen lassen, oder?)

Aber lasst Euch nicht stören, liebe angebliche Ausübende, und deklassiert den "Vollkontakt-Sport" weiter mit Untergriffigkeit und Wehleidigkeit - damit auch jeder Interessent, jeder Neuling - jeder Leser - sieht, welche Geisteshaltung tatsächlich dahintersteht. Wehleidigkeit dieser Art ist es doch, die große Kämpfer ausmacht, oder?

Der lange Weg vom Halbwelts-Hinterhof-Boxen in Richtung einer olympischen Disziplin wurde von den meisten noch nicht einmal begonnen. Auch wenn sicher nicht alle Redaktionsmitglieder der Meinung von Herrn Seidl sind oder diese unterschreiben würden - die vorhersehbaren Reaktionen bestätigen auch jede seiner drastischeren Formulierungen.

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20. Kommentar von Schwerthase am 08.07.2012 um 14:16

Vorschlag:
wäre es net interessanter, jemanden über diesen neuen VK Stil schreiben zu lassen, der ihn auch betreibt?

Ich finds gut, historisch hin oder her.

Mir gefällt allerdings auch MMA, Dog Brothers Excrima, Burma Boxen und Old School Vale Tudo. Wenn sich Erwachsene zu so was bereiterklären, so seh ich kein Problem darin. Vor allem da in der Praxis die Verletzungsstatistiken wirklich net großartig anders ausschauen, als bei "etablierten" Sportarten wie Fussball zb.

Finds auch toll, dass sich diese Turnierreihe, wie gestern in Linz, zu etablieren beginnt.

Weiter so Jungs!

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21. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 08.07.2012 um 17:38

Zustimmung
Möchte mich dem Schwerthasen hoch offiziell vollinhaltlich anschließen.

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22. Kommentar von Awatron am 11.07.2012 um 10:49

Man merkt, woher der Wind weht.
@Huscarl Redaktion

Wozu soll man hier einen eigenen Artikel veröffentlichen? Es gibt doch die Kommentarfunktion. Und da wurde eigentlich alles gesagt. Und wenn die Redaktion sich schon zu so etwas herablässt wie:

"Übrigens ...
... hat jeder der großen Schwerthelden die Möglichkeit, einen eigenen Artikel einzureichen. Vielleicht scheitert man dabei ja kläglich an Wort und Schrift, das wollen wir nicht beurteilen. Jahre des Suderns, Jammerns, Wimmerns und Bettelns zeigen deutlich genug, dass selbst etwas zu erschaffen wohl zu verwegen ist."

dann merkt man doch, dass es sinnlos ist, dazu noch etwas zu sagen.

Und zum:

"(Natürlich kennen wir all die Schwierigkeiten - ein Schwert zu führen macht Schwielen an den Händen, da kann man nicht auch noch verlangen, dass sich jemand an die Tastatur setzt und seinen Sport aus seiner Sicht darstellt. Und dann noch das große Problem mit anderen Menschen und anderen Meinungen! Wo es doch so viel schöner wäre, wenn nur eine Meinung gilt, im Idealfall die eigene. Sich als Autor der Öffentlichkeit und der Kritik zu stellen, überfordert offenbar die mentalen Kräfte vieler Helden. Vielleicht wäre damit ein Erkenntnisprozess verbunden, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und jeder etwas dazulernen kann. So weit wollen wir es doch nicht kommen lassen, oder?)"

Ui, ui, ui, da hält sich jemand aber für besonders geistreich. Man merkt, dass die Redaktion einfach voreingenommen ist. Wozu soll sich da jemand die Mühe machen, hier noch einen Artikel zu schreiben? Das wäre ja wie in einer Kirchenzeitschrift einen Artikel über die Vorteile des Atheismus zu schreiben.

"Aber lasst Euch nicht stören, liebe angebliche Ausübende, und deklassiert den "Vollkontakt-Sport" weiter mit Untergriffigkeit und Wehleidigkeit - damit auch jeder Interessent, jeder Neuling - jeder Leser - sieht, welche Geisteshaltung tatsächlich dahintersteht. Wehleidigkeit dieser Art ist es doch, die große Kämpfer ausmacht, oder?"

Also was denn nun? Erst verlangen, dass man hier einen eigenen Artikel zur Verteidigung des Sports veröffentlicht und dann im nächsten Abschnitt kindisch provozieren, weil sie jemand der offensichtlichen Hetze entgegenstellt? Sie sollten sich mal für einen Standpunkt entscheiden. Außer "ihr seid so wäh wäh wäh und ich so toll". Denn kennen wir von Ihnen bereits.

Zum unverständlichen Gebrabbel von stoaschoassa sage ich nichts.

Ich kann natürlich die Einstellung der "Redaktion" und Konsorten nachvollziehen. Da ist man schon älter und gesetzt und auf ein Mal kommt etwas Neues. Das gabs früher so nicht, also ist es erstmal schlecht. Und man wird ja auch träge vom Alter, setzt Speck an, von Sport ist lange keine Rede mehr und dann sind da noch die anderen, die Sport betreiben und eben etwas tun. Klar dass da der Neid übersprudelt.

Hier gibt es keine Neulinge zu gewinnen und keine Interessenten zu begeistern. Falsches Publikum. Hier tummeln sich nur Leute rum, die Gehässigkeit für eine große geistige Eigenschaft halten und mit Schaum vor dem Mund ihre Borniertheit zur Schau tragen. Und die Leute, die VK eh schon betreiben, brauchen wir hier auch nicht zu überzeugen. Ich finde es lustig, dass genau die gleiche Situation auch in anderen Ländern durchgemacht werden musste. Das ist halt immer so, wenn etwas neues kommt.

Aber in einem Punk gebe ich den Kritikern und insbesondere der Redaktion Recht. Hier sich die Finger wund zuschreiben bringt nichts. Sie geben und weder Mittel für Ausrüstung und Hallen, noch sind sie eine Werbeplattform oder haben gar die Autorität und Fähigkeit uns irgendwie einzuschränken. Hier prallen einfach zwei völlig verschiedene Dinge aufeinander. Und ja, ihr habt Recht, es ist besser, mal eine Runde trainieren zu gehen anstatt hier mit irgendjemandem zu diskutieren.

Nur eines verstehe ich einfach nicht. Wieso regen sich Leute, die weder die Sportart betreiben, noch sie jemals betreiben würden und nichts an ihr verändern können (weder fördern, noch verbieten) so dermaßen darüber auf?

Aber na ja, wie lautet das alte Sprichwort nochmal?

Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter.

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23. Kommentar von Kurik am 16.07.2012 um 12:29

Interessant
Ich finde es immer wieder interessant, wie wenig sich doch die Welt und die
in ihr lebenden ändern.

Ich will und kann der Redaktion in gewisser weise recht geben und andererseits
auch nicht nachvollziehen warum man diesen Kaffee immer wieder aufwärmt.

Die Szene und die sich in dieser bewegenden Akteure wollen, können und
werden sich nicht ändern.

Jeder sieht sein Ding führt dies auch durch und bewegt sich ideologisch meist
nicht einen "Milimeter".

Denn was korrekt ist:
- der Nimbus des "kämpfenden" Recken, oder Ritter oder was auch immer
zieht doch immer wieder und macht einen "besser" als die anderen
- die Vorsicht und der Respeckt vor dem "anderen" oder dem "Gegner"
sollte immer an erster Stelle stehen
- Regeln wären wichtig, diese müssten aber auch von ausgebildeten
Schiedsrichtern überwacht und auch vollzogen werden
- usw. usw....

Es ist etwas neues, auch das ist korrekt und alles "neue" wird am Anfang
mit etwas Argwohn betrachtet.

Entgegenwirken kann man nur mit "Aufklärung" oder "Schulung" oder
"Information" und das "alle" offenen Geistes sind, aber dies ist leider meist
in dieser schon "vergifteten" Umgebung nicht möglich.

Hier regiert meist nur:
- Futterneit (die Gruppe hat mir das weggenommen usw.)
- Eigensinn
- und Selbstverliebtheit.

Ich bin schon lange in dieser "Szene" nur mitlerweile finde ich sie einfach nur
mehr .......

Bye Kurik

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