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BDA
Der Tag des Denkmals wird 2012 in Österreich zum 15. Mal begangen.

BDA
Vorarlberg, Bregenz: Kapelle Hl. Martin, Fresko Hl. Ursula mit Jungfrauen und Grablegung Christi

BDA / Foto: Martina Oberer-Kerth
Burgenland, Kittsee: Israelitischer Friedhof

BDA / Foto: Petra Laubenstein
Kärnten, Damtschach: Schlosspark Damtschach

BDA / Bettina Neubauer
Niederösterreich, Wr. Neustadt: Fensterdetail, Georgskapelle

Herbert Ehrenbrandner
Oberösterreich, Micheldorf: Burg Altpernstein

BDA / Foto: Petra Laubenstein
Salzburg: Festung Hohensalzburg

BDA / Michael Oberer
Steiermark, Spielfeld: Schloss Spielfeld

BDA / Bettina Neubauer
Tirol, Nauders: Altfinstermünz

BDA / Bettina Neubauer
Wien: Maria-Theresien-Gruft bei den PP. Kapuzinern


Tag des Denkmals
Am 30. September begeht man in Österreich den 15. Tag des Denkmals.
Simone "Mone" Jatropulus, BDA Presseaussendung
17.09.2012 08:57

Tag des Denkmals - Motto 2012: Geschichte(n) im Denkmal
Der Tag des Denkmals ist die einzige Großveranstaltung für materielles Kulturerbe in Österreich. Der 15. Tag des Denkmals wird heuer am 30. September 2012 gefeiert.

275 Denkmale werden heuer Geschichte(n) erzählen, wenn am Sonntag, den 30. September 2012, das Bundesdenkmalamt zum fünfzehnten Mal den Tag des Denkmals organisiert. Erstmals ist die Veranstaltung grenzüberschreitend und teilweise mehrsprachig: BesucherInnen können Denkmale auch in Slowenien, Tschechien und Ungarn besuchen. Gemeinsam mit Wikipedia Österreich gibt es einen Fotowettbewerb.

„Als Teil der größten Veranstaltung zur Feier des kulturellen Erbes, der European Heritage Days, lade ich alle Menschen in Österreich am Tag des Denkmals ein, die Geschichte, welche die Denkmale des Landes speichern, näher kennen zu lernen“, sagt die für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zuständige Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied. „Im Mittelpunkt des heurigen Tag des Denkmals steht die Verbindung von historischen Fakten mit den vielen Geschichten, die sich um diese inspirierenden Orte ranken“, erklärt Dr. Barbara Neubauer, Präsidentin des Bundesdenkmalamts das diesjährige Motto. Darüber hinaus, so Neubauer, ist es uns ganz Sinn der European Heritage Days, ein Anliegen, mit der erstmaligen grenzüberschreitenden Gestaltung die europäische Dimension dieses Tages hervorzuheben und zu einem Perspektivenwechsel in der Betrachtung von kulturellem Erbe und Geschichte einzuladen.

Tag des Denkmals geht über die Grenzen

Zum ersten Mal in seiner Geschichte können BesucherInnen Denkmale auch in drei Nachbarländern besuchen: Der Tag des Denkmals in Oberösterreich wurde schon seit Jahren in bewährter Zusammenarbeit mit Tschechien organisiert, sechs Objekte in Südböhmen erzählen ihre Geschichte(n). Im Burgenland wird anlässlich des Denkmaltags erstmals mit dem ungarischen Denkmalamt zusammengearbeitet, das zur Besichtigung von Sopron einlädt und so das Gedenken der gemeinsamen Geschichte der Stadt ermöglicht. Von der Steiermark aus können TeilnehmerInnen am Tag des Denkmals der diesjährigen Kulturhaupt Europas, Maribor, Slowenien, einen Besuch abstatten und das Weingut Dveri Pax in Jarenina besuchen. In der niederösterreichischen Grenzstadt zu Tschechien, Gmünd, findet anlässlich des Tags des Denkmals die Eröffnung des „Walk of Stones“ statt, einem Lehrpfad zum Kulturerbe der Gemeinde. Führungen werden dort auch auf Tschechisch angeboten. Im Rahmen dieser grenzüberschreitenden Kooperationen sind die Broschüren zum Tag des Denkmals teils mehrsprachig, im Burgenland sogar durchgängig zweisprachig deutsch und ungarisch gestaltet. Die Broschüre zu Wien ist durchgängig deutsch und englisch. In Oberösterreich bereits seit 1997 und bundesweit seit 1998 organisiert, ist der Tag des Denkmals Teil der europaweiten, unter der Patronanz des Europarats stehenden Initiative „European Heritage Days“. Daran nehmen heuer 50 Länder in Europa im September teil.

Open Sites – Open Minds

Mit dem Thema Geschichte und Geschichten öffnet sich das Denkmal als authentischer Ort individueller Erinnerungen, als Speicher lokaler Eigenheiten und Formen und als Zeuge unserer österreichischen Geschichte, die zugleich Teil der europäischen Geschichte ist. Mit der Öffnung der Denkmale, die auf all diesen Ebenen Identität enthalten, erschließt sich der integrative Charakter von Kulturerbe. Es enthält die gesamte Spannweite vom Einzelschicksal bis zur europäischen Dimension. Mit dem direkten menschlichen Bezug zum Kulturerbe, vermittelt über das Thema Geschichten im Denkmal, ist der diesjährige Tag des Denkmals zugleich ganz besonders der europäischen integrativen Grundhaltung der European Heritage Days verpflichtet.

Denkmale als lebendige Geschichtsspeicher

Als Zeugnisse des kulturellen Erbe speichern Denkmale die Geschichte eines Landes. Darüber hinaus ranken sich um sie viele Geschichten. Daraus resultiert die Vielfalt des kulturellen Erbe. Diese Eigenschaften zeigen gleichzeitig die Bedeutung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege auf. „Geschichte(n) im Denkmal“ wurde vom Bundesdenkmalamt, das per Gesetz mit dem Schutz, der Erforschung und Pflege von Denkmalen und ihrer Vermittlung betraut ist, deshalb ganz bewusst als Motto des heurigen Tag des Denkmals ausgewählt. Die in Österreich jährlich immer am letzten Sonntag im September stattfindende Veranstaltung will das Bewusstsein der Menschen für die Wichtigkeit des Denkmalschutzes und der –pflege schärfen.

Ganz besonders deutlich will der Denkmaltag das Engagement der EigentümerInnen denkmalgeschützter Objekte für die Erhaltung des österreichischen kulturellen Erbes aufzeigen und die Leistungen der PartnerInnen in der Denkmalpflege – Gemeinden, Bundesländer, Kirchengemeinschaften, Vereine und Stiftungen – vor den Vorhang holen. Zahlreiche Schaurestaurierungen am Tag des Denkmals präsentieren darüber hinaus die Leistungen von RestauratorInnen.

Insgesamt 275 Denkmale live und auf YouTube

Insgesamt 275 Objekte in allen neuen Bundesländern werden ihre Geschichte(n), vermittelt durch Führungen, Schaurestaurierungen und weitere Veranstaltungen erzählen. Viele der Denkmale werden ganz im Sinn der European Heritage Days nur am Tag des Denkmals ihre Tore für BesucherInnen öffnen. Die Bandbreite der gezeigten Objekte ist dabei groß und reicht von Burgen und Schlössern, über Kirchen und Stifte, bis hin zu Hotels, Dorfgasthäusern, Museen, Parks, Weingütern, Wohnhäusern und Industrieanlagen. Neu und zum ersten Mal ist der Tag des Denkmals auf YouTube zusehen. Ein dreiminütiger Spot, gedreht von jungen KünstlerInnen, zeigt ausgewählte Denkmale in Vorarlberg, Niederösterreich und der Steiermark, die es am 30. September zu sehen geben wird.

Fotografien Sie Denkmale und gewinnen Sie!

Auch heuer ermöglicht eine Zusammenarbeit des Bundesdenkmalamts mit der Wikipedia Österreich, mit Fotos von Denkmalen wertvolle Preise zu gewinnen. Der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ lädt alle am kulturellen Erbe interessierten Menschen ein, die auf Wikipedia in der Liste österreichischer Denkmale erfassten Objekte zu fotografieren und die Fotos einzureichen. Knapp 37.000 denkmalgeschützte Objekte gibt es in Österreich, vom Fürstenschloss bis zum Marterl am Wegrand, vom Wohnhaus bis zum Industriebau oder der archäologischen Grabung. Der Fotowettbewerb startet am 1. September, Einreichschluss ist der 30. September. Die Preise reichen von einer Fotoausrüstung über Reisen bis zu Fotobänden und Büchern. Einen Sonderpreis gibt es für am Tag des Denkmals geschossene Fotos. Sie bilden die zweite Kategorie des Fotowettbewerbs. Einreichschluss ist hier der 7. Oktober. Die Preisverleihungen finden im November in der Wiener Hofburg statt. 2011 beteiligte sich Österreich erstmals am Foto-Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“, damals wurden 12.000 Fotos eingesandt. Mit dem Kooperationsprojekt, die Liste der unter Schutz stehende Denkmale Wikipedia Österreich zur Verfügung zu stellen und damit der Bevölkerung zugänglich zu machen, gewann die Kooperation zwischen dem Bundesdenkmalamt und Wikipedia Österreich im Juli 2012 den internationalen „Zedler-Preis für freies Wissen“ von Wikimedia Deutschland.

Das Bundesdenkmalamt erforscht, schützt und pflegt das materielle Kulturerbe Österreichs und vermittelt die gesellschaftliche Bedeutung dieser Aufgabe.

Denkmale sind einmalige und unersetzbare materielle Zeugnisse unserer gemeinsamen Geschichte von der Urzeit bis zur Gegenwart. Das Bundesdenkmalamt ist die Fachinstanz, die im gesetzlichen Auftrag das Kulturerbe Österreichs behütet. Die Verantwortung für die Erhaltung der Denkmale lässt sich nur in Zusammenarbeit mit Ländern, Gemeinden, Diözesen, EigentümerInnen und den vielen hoch spezialisierten Fachleuten wahrnehmen.
Image und Ansehen unseres Landes werden erheblich vom großen Reichtum unserer Denkmale geprägt. Denkmalschutz und Denkmalpflege sind auch eine Verpflichtung gegenüber der kulturellen Vielfalt Europas und der Welt. Bewahrung und Instandhaltung der Denkmale bilden einen wesentlichen Faktor für die österreichische Volkswirtschaft. Bei unseren Bemühungen um Erhaltung und Nutzung der Denkmale versuchen wir stets einen Konsens mit den Denkmaleigentümer/innen herzustellen.
Das kulturelle Erbe als unersetzliches Kapital für die Zukunft authentisch und ungeschmälert bewahren ist unser Ziel.

Original-Pressemitteilung der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Bundesdenkmalamtes.

Informationen zum Programm und Anmeldemöglichkeiten für Führungen am Tag des Denkmals sowie Informationen zum Fotowettbewerb finden sich unter nachstehenden Links.


Weiterführende Links:




Steam Dreams

Der Bogenstand Gesierich

Kultur- und Veranstaltungsgemeinschaft Eulenspiel




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