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(C) Andrea Eberl

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Hartung Feast II bei Arnulf dem Zeilner
Speisen mit der SCA
10. 2. 2010 - 21:30
Andrea Eberl


Am Samstag, den 16.1. 2010, machten sich, in finstrer Nacht, bei wildem Schneetreiben, zwei hungrige mittelalterlich Gewandete auf ihren einsame Weg. Verwunderte Leser werden sich fragen: "Wohin des Weges? Es gibt doch gerade kein Mittelalterfest!" Aber kundige Leute raunen wissend: "De foan zum Arnulf nach Herrnleis, do gibts wos zum Essen!" Die Society for Creative Anachronism, Inc. (SCA) ist eine Vereinigung, die sich dem Studium des Mittelalters verschrieben hat. Arnulf Zeilner ist Seneschal der SCA Austria (Ad Flumen Caerulum) und war an diesem Abend der Gastgeber des Hartung Feast II, einer offiziellen Veranstaltung der SCA.

Schneetreiben und ein warmes Licht. Und tatsächlich war es so. In Niederösterreich, nahe bei Mistelbach, einer Gegend in der sich normalerweise Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wäre der Hase nicht zuvor vom LKW überfahren worden, luden Arnulf "das Schandmaul" Zeilner und seine Familie zu einem opulenten Mittelaltermahl bei sich zu Hause ein. Eine handverlesene Gruppe bestehend aus einigen SCA Mitgliedern aber auch anderen Freunden durften daran teilnehmen. Man folgte seinem Ruf und kam in mittelalterlicher Gewandung und mit eigenem Essgeschirr. Bis auf die ab und an zerstreute Schreiberin dieses Artikels, die ihr Geschirr mal wieder vergessen hatte. Doch hilfreiche Menschen ermöglichte es ihr und ihrem Begleiter, dass auch sie, wie alle anderen auch, aus Holzschüsseln essen konnten.

Arnulf, Arnolf, Ar.. was? Arnulf, einerseits bekannt als Kopf der Schandgesellen, erlangte auch vor kurzem Szenegrenzen überschreitende Anerkennung durch seinen überlegenen Auftritt in der Barbara Karlich Show und die Bekehrung des rosa Pudels, vs. Romy. Mit freundlicher Eloquenz, Witz und Schlagfertigkeit war er ein würdiger Vertreter der Mittelalterszene und mutierte in den Augen mancher Zuseher vom Freak zum Helden.

Essen in allen Farben. In Arnulfs und Karins kleinem, gemütlichem Heim wurde für die vielen Gäste eine Tafel aufgestellt und schon konnte das Schmausen beginnen. Als Vorspeise gab es Brot mit selbst gemachtem Grammelschmalz mit Apfel und Butter, danach Kirschsuppe auf Toast. Nach einer kurzen kulinarischen Erholungspause wurden die Teilnehmer mit Eiern in gelber Sauce und Apfel-Zwiebel-Fleisch mit Brot verwöhnt.

Fehlendes Fassungsvermögen. Eigentlich war noch ein Desert bestehend aus Käse und in Ribiselsaft gekochten Birnen geplant, aber leider waren die Gäste nicht geübt genug und machten kurz vor dem Ziel schlapp. Auch die Redakteure verließen dann bald darauf das Fest um den langen, eisigen Heimweg bei Wind und Schnee anzutreten. Doch diesmal mit einem gut gefüllten Magen und dem nachhaltigen Gefühl einen schönen Abend unter Freunden verbracht zu haben. So kann man also in der Mittelalterszene durch den Winter kommen.

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1. Kommentar von andy am 11.02.2010 um 19:00

Hmm....
Warum bekomme ich gerade jetzt Hunger?

Erbitte Rezepte

Andy

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2. Kommentar von Corvin am 11.02.2010 um 20:10

Die gelben Eier
finden sich im Buch "Herrenspeis und Baurnspeis" von Peter Lutz.

Die Sauce besteht aus scharfem Senf, bitterer Orangenmarmelade und Zwiebeln

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3. Kommentar von das Schandmaul am 11.02.2010 um 23:00

Oder auch...
nachzulesen in "Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält" von H.J. Fahrenkamp.
Die Kirschsuppe schein an dem Abend einigen geschmeckt zu haben, meiner Band hat sie nicht geschmekt, denke ich.
Das erinnert mich an mein erstes mittelalterliches Mahl, bei dem ich eingeladen war (auch SCA - noch in den 90ern), da gab es eine Suppe, die interessant schmeckte, aber so anders, als alles was ich kannte, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, ob ich sie gut fabd oder nicht. Sie war einfach "interessant"...

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4. Kommentar von MBM am 11.02.2010 um 23:17

Barbara Karlich
Das Auftreten in der Show ist ja herrlich. Sehr amüsant, und wie Arnulf so ernsthaft aber doch mit Humor auf die Fragen und Statements eingeht - echt toll! Bei der Argumentationsweise stinkt jeder ab, der übliches Talkshow-Gezeter gewöhnt ist. Bravo!

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