Fünftes Traditionelles Althing der freyn Recken
Internes Lager und stilvolle Wikingerhochzeit
19. 6. 2009 - 7:30
Lilly Honigl (Die Freyn Recken)
Zum fünften Mal in Folge fand vom 21.-24.Mai 2009 in Pömling / NÖ das von den freyn Recken einberufene Althing statt, und gleich vorweg sei gesagt, dass es ein durchwegs gelungenes Wikingertreffen war, das allein schon wetterbedingt unter einem sehr günstigen Stern stand.
Das Besondere dieser Veranstaltung lag und liegt wohl darin, dass es sich um keine öffentliche Veranstaltung handelt, wo tausende Besucher durch die Lager pilgern, sondern stets als privates Treffen von Wikingern für Wikinger vom Verein die freyn Recken organisiert wird. Solcherart Lager, wo man dem Wikingerdasein ungestört frönen kann, ohne auf offizielle Programmabläufe Rücksicht nehmen zu müssen, sind leider rar und sollten als kostbares Gut gepflegt werden.
Bisher wurde das einmal im Jahr einberufene Althing der freyn Recken immer im Burghof der Ruine Hohenegg abgehalten, doch vereitelte dies heuer eine seit langem geplante Hochzeitsgesellschaft. So musste auf ein freies Feld in Pömling (Gemeinegebiet Emmersdorf an der Donau in der Wachau), ausgewichen werden. Ein Umstand, der sich als gut erwies, denn Dank der wohlmeinenden Unterstützung der Wirtsfamilie Langthaler standen WC, Wasser, Strom und Brennholz als auch die Lagerwiese zur Verfügung. Diese Wirte waren es schließlich auch, die für die köstliche Mahlzeit beim Hochzeitsblot (Trauungszeremonie) der Falkin und Gunar, dem Wikinger, sorgte, welches in weihevoller Zeremonie am Samstag, dem 23.5. stattfand.
Über 30 Teilnehmer
Von den Gruppen, die sich beim veranstaltenden Verein angemeldet hatten, erschienen alle bis auf den Mjöllnir Clan, der aufgrund eines Krankheitsfalles kurzfristig absagte. Dennoch fanden über 30 Wikinger und Bajuwaren zu einem sehr authentischen Lager zusammen.
Am Donnerstag wurde das Lager errichtet, wofür der ganze Tag vorgesehen war, da einige Wikinger eine weite Anreise hatten.
Vielfältiges Kampftraining
Freitag vormittags fand ein Schwertkampftraining statt, welches noch am Nachmittag fortgesetzt wurde und wozu auch eine Abordnung der Harier nur für diesen Tag eigens aus der Steiermark anreiste, um sich mit den anderen Kriegern im Kampf zu messen. Am Samstag schließlich wurden während des Tages die Bewerbe Bogenschießen, Axt werfen, Schildrollen, Stockkampf und der Kampf mit Blankwaffen abgehalten, was allen sichtlich Spaß bereitete. Da für den Abend des Samstag das Hochzeitsblot vorgesehen war, musste der Ablauf ziemlich gestrafft werden, doch dürfte die anschließende Hochzeitsfeier für die flotte Abfolge entschädigt haben.
Und sie trauten sich...
Dass Gunar, der Wikinger, Hersir der freyn Recken, die Falkin zu ehelichen gedachte, war bis zum Schluss ein wohlgehütetes Geheimnis der beiden. Wichtig war ihnen, sich unter gleichgesinnten Freunden das Jawort zu geben und eine möglichst dem ursprünglichen Ablauf entsprechende Wikingerhochzeit zu halten. Auf eine Überhäufung mit Geschenken legten sie keinen Wert, darum hielten sie ihr Vorhaben vor allen geheim - sicherheitshalber, wie sie sagten. Die Hochzeit war schlussendlich genau so, wie es sich die beiden vorgestellt hatten.
Weihevolle Zeremonie
Thorulf, der Gode von der Bärensippe aus Bayern, leitete das Hochzeitsblot ganz nach wikingscher Sitte, und sorgte für eine weihevolle Zeremonie. Ohne Ausnahme brachten sich die Anwesenden ein, verfolgten innig das Geschehen und schließlich gab jeder von ihnen dem Brautpaar die besten, von Herzen kommenden Wünsche mit auf den Weg. Jeder einzelne dieser Wünsche fand sich als Knoten im Hochzeitsband wieder. Sogar die spärlich anwesenden Zaungäste am Rande des Geländes konnten sich der getragenen Stimmung nicht entziehen.
Jährliche Fortführung
Seitens des organisierenden Vereins besteht jedenfalls die feste Absicht, dieses Wikingertreffen wie bisher auch einmal jährlich - immer im Mai - zu organisieren, um die Besonderheit dieser Tradition zu wahren. Für die freyn Recken hat die Beibehaltung der Qualität höchste Priorität, fernab jedes kommerziellen Gedankens. Man hegt den Wunsch, dass das Althing im Laufe der Zeit für weitere um authentische Treffen bemühte Wikinger zunehmend interessant wird.
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BERICHT AUS VERANSTALTERPERSPEKTIVE
Dieser Bericht wurde von einem Mitglied des Veranstalterteams verfasst. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim einreichenden Autor.