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Grafik (C) Georgie Retzer / Florian Machl
Das Logo des Kulturvereins Huscarl Events.

Foto (C) Florian Machl
Das Begrüßungskomitee von Via Nostra bereitet sich auf den Abend vor.

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Schön dekorierter Eingangsbereich - der Wirt gibt der Veranstaltung einen stimmungsvollen Rahmen.

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Arnulf trifft im Gewölbekeller ein.

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Das TV ist mit dabei - auf LT1 wird in Kürze ein Bericht über den Event ausgestrahlt.

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Der Veranstaltungsraum ist überfüllt.

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Viele müssen draussen bleiben.

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Arnulf, wie man ihn selten zuvor gesehen hat: als Solokünstler.

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Gute Laune bei den Besuchern.

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Highlights des zweiten Programmblocks: Arnulf musiziert gemeinsam mit Gästen.

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Viele Vereine sind zu der Veranstaltung angereist, hier im Bild: Furor Celticus.
Arnulf sprengt die Kapazitäten des Kulturkellers
Ein vielseitiger Abend für die oberösterreichische Mittelalterszene
28. 3. 2009 - 13:30
Ragnar Rock


Fotogalerie

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Am 27. März fand im Gewölbekeller des Gasthauses "Alte Welt" im Herzen von Linz der zweite Mittelalterszene-Stammtisch statt. Hauptattraktion des Abends war Arnulf das Schandmaul mit einem Soloprogramm, das in dieser Form sicher als Premiere zu bezeichnen war. An den Mienen des Publikums waren zweierlei Reaktionen zu erkennen. Wer einen Platz im Bühnenraum reservieren oder durch frühe Ankunft bekommen konnte, zeigte Begeisterung über die gemütliche Atmosphäre und das vielseitige Programm. Doch weit mehr als die Hälfte der Besucher fanden keinen Platz mehr...

Schon vor der Veranstaltung, die vom Kulturverein "Huscarl Events" möglich gemacht wurde, tat sich einiges in den stimmungsvollen Kellerräumen der "Alten Welt". Die Mannen und Frauen von Via Nostra traten ihre sogenannte Ehrenwache an. Eine Funktion, in der sie voll gerüstet und gewandet die Besucher willkommen hießen und auch mit gestrengem Auge darüber wachten, dass auch wirklich Spenden für den Künstler in den Spendenkorb wanderten. Freundlich und bestimmt nahmen sie ihre Aufgabe wahr und erwiesen sich als höchst ambienteförderliche Aushängeschilder für die Veranstaltung.

TV-Sender vor Ort

Ab 19:00 filmte ein Team des Regionalsenders LT1 verschiedene Interviews und einen Teil der Vorstellung. Der TV-Bericht wird in der kommenden Woche zu sehen sein und eventuell auch als Mitschnitt zur Verfügung stehen. Der Sender soll mittlerweile übrigens auch via Satelit (Astra, Innsat/LT1, Frequenz 12,663 GHz H (Transponder 115, SID 13104 H 5/6, 22.000 SR), zwischen 18.00 und 20.00) in ganz Europa zu empfangen sein. Wenn nähere Informationen über die Ausstrahlung vorliegen, werden Sie auf Huscarl publik gemacht.

Selten zuvor gesehen: Arnulf als Solokünstler

Arnulf das Schandmaul präsentierte sich an diesem Abend auf eine Art, die man zuvor so gut wie nicht kannte: als Solokünstler. Die Darbietung war wohl etwas, was dem historischen Bild eines Spielmannes sehr nahe kommt: Eine Mischung aus Musik und Geschichten, Humor und Tradition. Einzig die Anzahl der Instrumente war im Mittelalter für einen einzigen Künstler undenkbar. So brachte Arnulf mehrere Dudelsäcke, Flöten, Trommeln und auch Lauten mit. Interessantes Detail am Rande - nur ein Monat nahm sich der ehrgeizige Künstler Zeit, um einige Nummern auf der Laute einzustudieren - einem Instrument, das er bis dahin nicht beherrschte.

Spielmannsprogramm und Stand-Up-Comedy

Der Spielmann äußerte sich selbst verhalten zu seinem Auftritt. Aufgrund von akuten Zahnschmerzen, so Arnulf, konnte er nicht alles geben, was er geplant hatte. Es wäre noch einiges an Steigerung möglich gewesen. Freilich, das Publikum merkte nichts davon und lauschte ihm gebannt bis knapp vor 24:00 Uhr. Besonders gelobt wurde dabei der zweite Teil seines Programmes, wo er mehrere Personen - Musiker - aus dem Publikum auf die Bühne bat und mit ihnen gemeinsam musizierte. Von gemeinsamem Gesang, Flöten oder Percussions-Begleitung war einiges dabei und bereicherte seinen Vortrag. Auch gesprochene Programmteile, die an klassische Stand-Up-Comedy erinnerten, wurden vom Publikum mit Gelächter und Applaus quittiert.

Bedauerlicher Platzmangel

Leider zeigte sich deutlich der Platzmangel an der Location. Auch wenn sich der Wirt diesmal fast selbst übertraf, was die Qualität seiner Küche und auch die liebevolle Dekoration des Haupteinganges angeht - für viele der mindestens 100 anwesenden Gäste war im Veranstaltungsraum kein Platz mehr. Somit konnten diese sich bestenfalls in den vorgelagerten Räumen mit anderen Gästen unterhalten. Etwas, was Szenemitglieder wenig störte, da viele Angehörige von Vereinen anwesend waren, sich untereinander kannten und freuten, einige Worte wechseln zu können. Doch wer mit der Mittelalterszene bislang noch weniger zu tun hatte, wurde möglicherweise an diesem Abend enttäuscht, was die Organisatoren sehr bedauern, insbesondere da auch diesmal Besucher sogar aus Wien und Salzburg anreisten.


Bezüglich Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven gibt Huscarl-Events Vereinsobmann Florian Machl nachfolgend in einem kurzen Interview Auskunft:

Huscarl: Wie zufrieden bist Du mit der Veranstaltung?

Florian Machl: Die Frage muss ich von mehreren Gesichtspunkten aus beantworten. Zum Einen war da die großartige Solo-Performance von Arnulf, der sich mit fortschreitender Auftrittszeit ständig gesteigert hat. Ich habe Arnulf noch nie als Solokünstler gesehen - immer nur im Kontext seiner bekannten Bandprojekte wie früher der Tuivelsminne und im letzten Jahr hauptsächlich mit den Schandgesellen. Deshalb war der Abend auch eine Art Experiment, mit dessen Ausgang ich inhaltlich sehr zufrieden bin.

Die andere Sache ist leider die, dass uns die Location zu klein wird. Es waren im Laufe des Abends sicher mindestens 100 Personen anwesend - obwohl wir außer auf Huscarl keinerlei Werbung publiziert haben. Gut die Hälfte der Besucher hat wohl kaum etwas von der Performance mitbekommen. Der Bühnenraum fasst eben maximal 50 Menschen - und selbst das nur, wenn man eng aneinanderrückt. Das Publikum in Linz ist sehr begeisterungsfähig und freut sich derzeit über jede Veranstaltung, die man macht. Die Gäste haben verdient, an einem guten Platz zu sitzen und einfach "Gast sein zu können" - ohne Gedränge und die Angst, als etwas später kommender draußen bleiben zu müssen. Wir werden uns für unsere gefragten Acts der Mittelalterszene auf jeden Fall eine größere Location suchen müssen. Das ist andererseits sehr schade, weil die Gemütlichkeit, das Flair und auch die gute Küche der Alten Welt einzigartig sind. Die Verkehrslage des Kulturkellers ist unschlagbar. Eine Veranstaltung nur auf 50 Besucher zu limitieren, ginge in eine elitäre Richtung, die ich so nicht haben möchte.

Gibt es denn andere Räumlichkeiten, die für solche Veranstaltungen geeignet sind?

Bekannt ist mir derzeit leider nichts, aber ich bin ständig auf der Suche. Das Problem an vielen Örtlichkeiten (übrigens: noch mehr in Wien als in Linz) ist, dass die Betreiber eines behördlich zugelassenen Veranstaltungsraumes auch dann Miete kassieren wollen, wenn ein Pächter existiert, der sich bereits an Essen und Trinken eine goldene Nase verdient. Ich sehe nicht ein, weshalb ich einen Wirt dafür bezahlen soll, dass ich ihm über 100 Gäste bringe. Dass man beispielsweise für Reinigung und anfallende Selbstkosten anteilsmäßig aufkommt, ist Ehrensache. Bezüglich weiterer Kosten bin ich nicht gesprächsbereit, weil da absolut keine Kosten-Nutzen-Relation für Veranstalter gegeben ist. So schön Idealismus auch ist, ständig draufzuzahlen damit Veranstaltungen überhaupt möglich werden, ist finanziell nicht tragbar.

Mit dem Vorgängerverein "Stupor Mundi" wart ihr einige Male im Cembran-Keller, der in zwei Veranstaltungsräumen deutlich mehr Personen fassen kann. Warum geht ihr dort nicht wieder hin?

Zum einen ist die Miete dort beträchtlich, zum anderen ist der Zustand des Kellers für eine gemütliche, historisch orientierte Musikveranstaltung nicht geeignet. Der uralte Weinkeller kühlt sich zu jeder Tages- und Jahreszeit auf eine Temperatur in der Gegend von 8 Grad, die Luftfeuchtigkeit kann bis zu 100% betragen und überdies müsste der Eigentümer sehr viel in die Instandsetzung der Anlage investieren, um sie nach meinen Maßstäben "gemütlich" nennen zu können. Die Kosten dafür wären vermutlich astronomisch. Somit werden an dieser Location wohl auch weiterhin eher Techno-Konzerte und Ähnliches stattfinden, wo dem Publikum eher egal ist, wo es feiert.

Gibt es schon Ideen und Termine für weitere Veranstaltungen?

Ich denke, ein Termin im Mai sollte auf jeden Fall noch machbar sein. Großes Interesse an einem Auftritt vor der oberösterreichischen Mittelalterszene haben sowohl Nornensanc als auch Torxes von Freygeyst mit seinem Kabarettprogramm angemeldet. Sobald etwas fixiert ist, wird es auf Huscarl eine Vorankündigung dazu geben.


Weiterführende Links:




Der Bogenstand Gesierich
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Zum glänzenden Mittelalter!
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Forum Antiquum Eventagentur
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Kultur- und Veranstaltungsgemeinschaft Eulenspiel
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1. Kommentar von MELFOY am 02.03.2009 um 11:35
Szenestammtisch im Kulturgasthaus "Alte Welt"
Ich kann Euch nur sagen, der erste Abend war ein richtiges Highlight, das war Mittelalter-Kabarett vom feinsten ! So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr und ich hoffe der 2te Termin wird ebenfalls so super. Ich finde übrigens eine gute IDEE, dieser Szenestammtisch im Kulturgasthaus "Alte Welt" MELFOY

2. Kommentar von Morten am 04.03.2009 um 22:40
Die Snaten
werden natürlich wieder stark vertreten sein!
Freuen uns schon auf Arnulf.

Zugegeben, ich bin beim Konzert von Angus nur kurz im Saal gewesen, da ich an den Tischen außerhalb ständig von Leuten aufgehalten und in ein Gespräch verwickelt wurde.
Das war natürlich auf seeehhr gemütlich. ;)

Grüße
Morten
Gungnirs Snata

3. Kommentar von morgaine am 05.03.2009 um 12:34
Schön!!
Da geht ein Wunsch in Erfüllung!!
Liebe Grüße, Morgaine.

4. Kommentar von Rene am 24.03.2009 um 19:46
Besprechung eines Mittelalterfests in St. Florian
Hallo,

kurz vor den Schulferien möchte die Caritas in St. Florian ein Mittelalterfest veranstalten. Via Nostra wurde gebeten, bei der Organisation zu helfen.

Wir denken, das ist eigentlich eine Veranstaltung, an der sich alle Linzer Mittelaltergruppen beteiligen könnten, die Interesse daran haben. Wenn Interesse besteht, würden wir euch die Sache auf dem Mittelalterstammtisch am Freitag vorstellen.

Viele Informationen haben wir selbst noch nicht. Ob wir das machen wollen, wurden wir am Samstag gefragt. Am Donnerstag haben wir erst mal einen Lokaltermin, um uns das geplante Gelände und die Umgebung anzusehen. Der derzeit wahrscheinlichste Termin ist das Wochenende am 20. und 21. Juni.

Allein schon aus Platzgründen soll es ein kleines Fest werden, kein kompletter Mittelaltermarkt.

Wenn Eurerseits Interesse besteht, dann meldet Euch bitte entweder über das Kontaktformular auf unserer Webseite, oder im Thread, den ich im Forum bei "Was die Mittelalterszene bewegt" aufmache.

Viele Grüße,
René

5. Kommentar von minchen am 28.03.2009 um 16:09
toller Abend in Linz
super location, sehr gute organisation und ein genialer Arnulf der trotz Zahnweh ein tolles Programm gebracht hat.
Danke an alle Beteiligten für den schönen Abend.

6. Kommentar von Hatzi_89 am 28.03.2009 um 16:21
Ein wunderbarer abend
kann mich minchen nur anschliessen

7. Kommentar von andy am 28.03.2009 um 22:02
Gut ...
...das es Huscarl Events gibt.
Ein sehr schöner, lustiger, und informativer Abend.
Das Video vom Abend http://www.youtube.com/watch?v=1tWHJ0uOOOo
Dank an Flo für die Fotos

8. Kommentar von das Schandmaul am 30.03.2009 um 00:00
Vielen Dank...
...an Huscarl Events für die Orga, Franz IV. für geniales Trommeln, Aibon für Unterstützung an Shruti und Blockflöte, Mattia für Gesang, Ritter Wernfried für Bier-Versorgung und Käsekrainer, Via Nostra für Einsammeln der Spenden, dem Team von LT1 dafür, dass ich nichts doppelt machen musste, der Moderatorin fürs Ver- und Entkabeln, Florian Machl für das Nachtquartier und im ganz speziellen den Fans und den übrigen Gästen, die mich stundenlang ausgehalten haben und sich trotz meiner Anwesenheit amüsiert haben - anders gesagt: Ihr ward ein tolles Publikum!

Es war schließlich das erste Konzert der "Hätte ich doch bloß ein Instrument gelernt"-Tour...

Liebe Grüße, Arnulf das Schandmaul
...der die Spenden sogleich in Lodenstoffe investiert hat um sich für sich und seine Familie warme Mäntel zu nähen...


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