
In der neuen Besetzung mit Harry Binder, Andreas Neumeister und Matthias Ihrybauer widmen sich die Gasslspieler deutschsprachigem Folk.
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Volkslieder und Volkstänze ab dem Mittelalter
Die Gasslspieler lassen aufhören
2. 12. 2009 - 13:30
Juliane Binder
Die Gasslspieler haben sich in den vergangenen Jahren in der Mittelalterszene einen guten Namen gemacht und auch ein wunderschönes Weihnachtsliederprogramm (inkl. CD) auf die Beine gestellt (Huscarl berichtete). Nun gibt es Neues von den Gasslspielern zu berichten: in neuer Zusammensetzung sollen deutschsprachiger Folk und europäische Tänze präsentiert werden. Gleich zwei Konzerttermine gibt es dazu in der nächsten Zeit wahrzunehmen, am 17.12. im BarRock St. Pölten und am 20.2. im Vorstadt Wien.
Nun versuchen sich zwei der ursprünglichen Musiker (Harald G. Binder und Andreas Neumeister) mit einem dudelsackspielenden Neuzugang (Matthias Ihrybauer) einen alten Herzenswunsch zu erfüllen. Sie haben ganz besonders schöne und erlesene alte Volkslieder und -tänze ausgegraben, neu arrangiert und präsentieren sie auf eine wirklich einzigartig schöne, humorvolle und zu Herzen gehende Weise. Dabei handelt es sich nicht um volkstümliche Lieder, sondern um vorwiegend österreichischen, deutschsprachigen Folk und um europäische Tänze.
Harald G. Binder
Harald ist ein Urgestein der niederösterreichischen Folkmusikszene im Raum St. Pölten. Seit Jahrzehnten ist er als Percussionist mit verschiedenen Projekten österreichweit und international unterwegs und begeistert durch sein energiegeladenes und mitreißendes Spiel ein breitgefächertes Publikum. (Ballycotton, Wutas)
Andreas Neumeister
Der in der wiener Irishfolkszene tief verwurzelte Gitarrist und Sänger hat sein Interesse an alten Melodien und deutschsprachigen Volksliedern immer schon gepflegt und sein Repertoire laufend erweitert.
Matthias Ihrybauer
Die Neuentdeckung bei den Gasslspielern. Er ist das jüngste Bandmitglied, steht seinen Kollegen aber in der Beherrschung seines Instrumentes in Nichts nach. Eine Stimme aus dem Publikum: "Ich wusste gar nicht, dass ein Dudelsack soooo schön klingen kann."
Deutschsprachiges Volkslied und
Europäische Dudelsackmusik
Mit dieser Besetzung haben sich die Gasslspieler dem deutschsprachigen Volkslied und der, vor allem kontinentaleuropäischen Dudelsackmusik verschrieben. Vom Mittelalter über den dreißigjährigen Krieg, die Bauernkriege, bis ins zwanzigste Jahrhundert, reicht das Repertoire, sowohl der Gesangs- wie auch der Instrumentalstücke. Ewige Themen wie Unterdrückung, Sexualität oder Alkohol werden in den meist tradierten Stücken mit List und Bauernschläue, aber auch teils mit großer Wut und Aufbegehren verarbeitet. Mit großem handwerklichen Können und viel Herz geben uns die Gasslspieler einen Eindruck vom Leben einfacher Leute, von ihren Sorgen und Nöten aber auch von ihren Freuden und ihrem feinen Humor.
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