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Spaß trotz Regen beim Mittelalterfest Heidenreichstein
Noch viel Platz auf dem Weg nach oben
18. 8. 2008 - 15:00 - Florian Machl

Foto (C) Florian Machl
Die Wasserburg Heidenreichstein, leider nur Kulisse weil hinter der Bundesstrasse gelegen, die man nicht langfristig sperren darf

Foto (C) Florian Machl
Torxes von Freygeyst hat den Schlüssel zur Stadt erbeutet

Foto (C) Florian Machl
Markteröffnung mit Landeshauptmann Stv. Ernest Gabmann

Foto (C) Florian Machl
Mannen und Töchterchen von Furor Teutonicus

Foto (C) Florian Machl
Schulmeyster und Gefolge (ehemals Du-Sau-Ge): Eine der Bands vom Minnesängerwettstreit

Foto (C) Florian Machl
Trommler Harry von Ballycotton unterstützte Ebriosi

Foto (C) Florian Machl
Milla von Nornensanc

Foto (C) Florian Machl
Antreten am Marktplatz nach dem täglichen Wandertag - in Heidenreichstein ist der Umzug zum Glück nicht sehr lange

Foto (C) Florian Machl
Gungnirs Snata nach zwei Tagen Regenwetter

Foto (C) Florian Machl
Die Akteure lassen sich davon nicht abhalten - alle zeigen ihr Können.

Foto (C) Florian Machl
Der beliebte Stand der Harzschützen

Foto (C) Florian Machl
Mit dabei: Isis Spezereyen

Foto (C) Florian Machl
Wenn der Regen zu stark wurde, jammten die Bands gemeinsam im Burgstüberl.

Foto (C) Florian Machl
Trotz des Wetters zum Scherzen aufgelegte Mitglieder von Prima Nocte simulieren einen 2-köpfigen-Oger.

Foto (C) Florian Machl
Feuershow von Furibundus: Ro an den Pois.

Foto (C) Florian Machl
Viele mögliche Gastronomiesünden eines Marktes auf einem Platz vereint.

Foto (C) Florian Machl
Marktsünde zwei: Ein generelles Autoverbot war nicht auf allen Straßen durchzusetzen.

Foto (C) Florian Machl
Leider war nicht bei allen Ständen passendes Warenangebot vorzufinden.

Foto (C) Florian Machl
Sonntagmorgen. Sonne. Endlich.

Foto (C) Florian Machl
Hexe Bux von Halibux unterhält die Kinder

Foto (C) Florian Machl
Bei Alois von Furibundus dürfen auch die Kleinen mit echten Schwertern kämpfen

Foto (C) Florian Machl
Die Ordensritter zelebrieren eine kurze Feldmesse.

Foto (C) Florian Machl
Kurzweiliges Schaustück der Gungnirs Snata.

Foto (C) Florian Machl
Die Musiker von Gutzgauch spielen auf.

Foto (C) Florian Machl
Bogenschiessen bei den Arduinnas Gefährten...

Foto (C) Florian Machl
... und beim Bogenstand Pemmer.

Foto (C) Florian Machl
Die Schandgesellen Arnulf und Kolk - bis zu zehn oder mehr Auftritte am Tag stellten kein Problem für sie dar.

Foto (C) Walter Herdin
Ebriosi - die strahlenden Sieger der Publikumsabstimmung.

Foto (C) Florian Machl
Eine gemütliche Runde an der Kochstelle.

Foto (C) Florian Machl
Spektakuläre Szenen beim Schaukampf von Prima Nocte

Foto (C) Florian Machl
Am Ende spielen alle Musiker gemeinsam.

Foto (C) Florian Machl
Dieses Bild hat den Seltenheitscharakter einer Blauen Mauritius. Der Beweis ist erbracht, Oger lacht!

Foto (C) Florian Machl
Hoch oben auf der Burg brüten Störche. Ob das ein Zeichen für nächtliche Aktivitäten ist?
Vom 15. bis 17. August lud die Wirtegemeinschaft Heidenreichstein zum zweiten Mal zum Mittelalterfest. Das Fest selbst fand 2008 zum vierten Mal statt. Die Jahre zuvor hatte die Stadt Heidenreichstein den Markt veranstaltet, bevor aufgrund des Konkurses der Betriebsgesellschaft ein Wechsel zur Wirtegemeinschaft stattfand. Die Veranstaltung in der kleinen Stadtgemeinde im nördlichsten Niederösterreich war seit Anbegin für eine Eigenschaft bekannt: Regen, Regen und noch mehr Regen. Seltenst gönnte der Himmel den Festbesuchern einige Sonnenstunden. Dennoch etablierte sich das Mittelalterfest innerhalb der Szene zu einer Art Geheimtipp, der an diesem Wochenende allerdings gegen sehr starke Konkurrenten antreten musste. Wie schlug sich Heidenreichstein im Vergleich zu Dürnkrut, Amerang und Furth im Wald?

Die offiziellen Zuständigkeiten verteilten sich folgendermaßen: Für die Händler sowie die Einhebung der Standgebühren war die Stadt Heidenreichstein verantwortlich. Die Gastronomiestände und deren Gebühren wurden von der Wirtegemeinschaft eingeteilt, deren Mitglieder auch jeweils eigene Stände betrieben. Die Künstler und Lagergruppen sowie die Programmgestaltung wurde von Torxes Event gebucht und eingeteilt. Die Vor-Ort-Betreuung wurde wie schon im Vorjahr von Huscarl Herausgeber Florian Machl abgewickelt, da Torxes von Freygeyst zeitgleich den Markt in Dürnkrut betreute. Deshalb wird sich dieser Artikel auch nicht mit der Qualität der Organisation beschäftigen können, da diese besser von anderen beurteilt werden sollte.

Motto: Minnesängerwettstreit

Das Fest fand heuer unter dem Motto "Minnesängerwettstreit" statt. Zu diesem Wettbewerb, aber auch zum Lagerleben, wurde ein in der Mittelalterszene vieldiskutierter Versuch gestartet. Neben einigen Fixstartern, die für Gage auftraten, wurde vor allem jungen oder unbekannteren Musikern, aber auch Lagergruppen, die Chance gegeben, sich im Rahmen eines Mittelalterfestes zu präsentieren. Während die einen diese Gelegenheit nutzten oder als solche sehr positiv ansahen, gab es auch Stimmen, die die Ansicht äußerten, dass Gratisauftritte die Preise verderben und man sich unter dem Wert verkaufen würde.

Auftritt und Lager für Verpflegung
Viele folgten dem Ruf

Unter diesen Aspekten war überraschend, dass wirklich viele dem Ruf der Heidenreichsteiner folgten, der erst zwei Monate vor dem Fest auf Huscarl veröffentlicht wurde. Neben den als Hauptact gebuchten Prima Nocte konnte man bei den Gruppen ein großes Lager von Gungnirs Snata, ein ebenso zahlenstarkes Lager von Arduinnas Gefährten, die Bruderschaft der Ordensritter, Furor Teutonicus und den Mjölnir Clan begrüßen. Für die Kinderunterhaltung wurden die ortsansässigen Furibundus engagiert, dazu gesellten sich die Feuerkünstler und Gaukler von Feuermatrix, beide mit Lagerleben. Ebenso groß war der Ansturm an Musikern, wo neben den verpflichteten Ebriosi, den Schandgesellen und Furax auch Nornensanc, Gutzgauch, Schulmeyster und Gefolge sowie Franz IV auftraten.

10.000 Euro Verpflegungsgutscheine

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenarbeit das Bemühen der Wirte vom Burgstüberl und Unique Pub. Als Gage für die zusätzlichen Gruppen war Vollverpflegung versprochen worden - und diese Vollverpflegung hatte es in sich. Insgesamt wurden Verpflegungsgutscheine im Wert von 10.000 Euro ausgegeben, für die aus zwei Speisekarten konsumiert werden konnte - eines von fünf Grillgerichten - oder Bodenständiges von Schnitzel über Schweinsbraten bis hin zu vegetarischen Spezialitäten, für die das Burgstüberl weithin bekannt ist. Besonders erwähnt sollte auch das Frühstück werden, wo ab sieben Uhr früh müde, durchgefrorene (nach Nachttemperaturen unter 10 Grad) und durchnässte Lagernde mit Kaffee, Kakao, Tee und Brötchen verwöhnt wurden. Das frische Gebäck wurde sogar vom am Markt anwesenden Wanderbäcker Krümel zugekauft. Lange Gesichter waren somit von Seiten der Lagernden nicht zu finden, im Gegenteil, die Stimmung am Fest suchte seinesgleichen.

Kleine kommunikative Missverständnisse

Die zugegebenermaßen komplizierten Zuständigkeiten schienen nicht für alle ganz durchschaubar zu sein - wobei die Verantwortlichen der Ansicht waren, dass dies im Vorfeld klar kommuniziert worden wäre. So gab es dahingehend einige kommunikative Missverständnisse, dass sich die in Heidenreichstein beheimateten Furibundus unbedingt den vermeintlich besten Lagerplatz hätten sichern wollen. Von verschiedenen Seiten traf dieser Wunsch bei den Organisatoren ein und gipfelte darin, dass der Besitzer der Wiese sonst niemanden auf dem Lagerplatz tolerieren würde, weil die dort Lagernden im Vorjahr angeblich Feuerstellen und Scherben hinterlassen hätten. Ein etwas absurder Vorwurf, da im Vorjahr kein Feuerholz ausgegeben wurde und bestenfalls Bierdosen liegenbleiben hätten können - was aber definitiv nicht der Fall war. Glücklicherweise löste sich die Problematik in Wohlgefallen auf und man konnte den Lagerplatz unter anderem den Mädels von Nornensanc zur Verfügung stellen. Diese hatten eine sechsstündige Anreise aus Villach hinter sich und wussten den ruhigen Lagerplatz zu schätzen.

Schwierige Lagerbedingungen

Eine Eigenheit von Heidenreichstein ist der schwierige Untergrund. Die Lagerflächen und Turnierplätze sind fast ausnahmslos gepflastert. Das Festareal war heuer um mehrere Strassen und Plätze erweitert worden, um die zusätzlichen Teilnehmer unterzubringen. Doch auch diese Flächen bestanden aus Pflastersteinen. Verschärfend wirkte sich das am sogenannten Romauplatzl aus, auf dem nicht einmal Zeltheringe eingeschlagen werden durften. Etwas zweifelnd ließ sich Prima Nocte auf den Versuch ein, ein großes Zweimastzelt auf diesem Platz nur mit eigens angelieferten Granitsteinen zu sichern - doch dies erwies sich mit etwas Improvisation und Flexibilität als praktikabel. Das wohl mit über 1.000 kg Steinen gesicherte Zelt überstand alle Sturmböen des Samstagmorgens schadlos und diente als Heimstätte für einige Mitglieder des zahlenstark angereisten Vereins.

Sintflut bis Samstag

Das Wetter zeigte Sinn für Traditionen. Begann der Freitag noch halbwegs neutral, füllte sich der Markt noch zur Zufriedenheit der meisten mit Besuchern, öffneten sich ab 14:00 alle Schleusen und es regnete nahezu ohne Unterlass bis in den späten Samstag Nachmittag. Danach klarte es auf, der Sonntag zeigte sich als perfekte, sonniger Markttag und bescherte allen eine ausgelassene, hochmotivierte Marktstimmung.

Schaukampf und Schaustücke

Prima Nocte war auch für die Schaukämpfe engagiert, die trotz schlechter Wetterlage immer pünktlich und professionell durchgeführt wurden. Am Freitag gab es spontan einen gemeinsamen Auftritt mit Gungnirs Snata, der Wikingergruppe aus Linz, die täglich auch selbst mit einer äußerst kurzweiligen Vorführung punkten konnte, mit der offenbar auch der Geschmack des Publikums gut getroffen wurde. Die Vorführungen der Gruppen sind durchgehend zu loben, insbesondere am Sonntag, wo Prima Nocte wirklich alles gab und vor hunderten Zusehern ein sehr langes, fulminantes Schaustück mit vielen Kämpfen, aber auch viel Humor zeigte. Sehr motiviert zeigten sich auch die anderen Gruppen. So gab es zweimal täglich eine Gruppen-Bogenschützenvorführung der Aduinnas Gefährten und am Sonntag einen in dieser Form hierzulande noch nie gesehenen Programmpunkt der Ordensritter. Die Gruppen Furor Teutonicus, die Bruderschaft der Ordensritter sowie Prima Nocte fanden sich zusammen, um mit großer Ernsthaftigkeit eine religiöse Segnung mit Eucharistiefeier zu zelebrieren. Dazu wurde auch der stimmige Feldaltar der Bruderschaft der Ordensritter verwendet. Das Publikum erwies sich erst durchaus verwundert aber interessiert. Die Feier kann als gelungenes und passendes Reenactment betrachtet werden und zeigt die religiöse Seite des Mittelalters endlich einmal nicht mit besoffenen und herumhurenden Mönchen in Fantasy-Kutten.

Sympathisches Kinderprogamm

Ein sehr sympathisches Kinderprogramm, das in Heidenreichstein schon Markenzeichen der Veranstaltung ist, wurde von der Gauklerfamilie Halibux realisiert. Unterstützung fanden sie bei Furibundus, wo Kinderspiele angeboten wurden, die Kleinen aber auch Rüstungsteile anprobieren und mit einem Schaukampfschwert gegen Ritter Alois antreten durften. Großer Stolz war garantiert! Am Freitag gab sich auch Torxes von Freygeyst die Ehre - leider fehlten ab Beginn der Regenfälle die Zuseher, was ihn aber nicht davon abhielt, ein neues, sehr unterhaltsames Märchen nur im Kreise der Darsteller vorzustellen.

Feuershows

Die Feuershow am Freitag entfiel bedauerlicherweise wetterbedingt, am Samstag gab es diese dafür gleich doppelt. Die Feuerkünstler von Feuermatrix zeigten gemeinsam mit Gungnirs Snata freiwillig ein Vorprogramm zum offiziellen Teil, das Begeisterung hervorrief. Eingeleitet von Halibux-Tochter Franziska an den Leuchtpois - übrigens exakt zur Zeit der partiellen Mondfinsternis, wurde das Hauptprogramm von Furibundus bestritten, wo in diesem Jahr hauptsächlich Hagen mit verschiedenen Varianten des Feuerspuckens positiv auffiel. Ein wenig schade war die Tatsache, dass die Feuermädels in Jeans und T-Shirt auftraten - und auch der Programmpunkt vom Vorjahr, wo drei Feuerkünstler gleichzeitig ihre Kunststücke zeigten, fehlte. Dennoch - das Publikum das trotz Nässe und einsetzender Kälte zugegen war, wurde gut unterhalten.

Musizieren bis zum Umfallen

Intensives Engagement begleitete den Minnesängerwettstreit, der insgesamt allerdings leider auch etwas konzeptlos anmutete. Dies wurde vor allem durch die Wetterlage der ersten Tage bedingt, die einen geregelten Ablauf an den geplanten Schauplätzen unmöglich machte. Auch eine Beschilderung zur Information des Publikums war erst am Sonntag sinnvoll, als die Ankündigungsplakate nicht wieder nach kürzester Zeit vom Regen zerstört wurden. Nur unter tatkräftiger Mithilfe von Arduinnas Gefärten war es möglich, einen halbwegs ambientetauglichen Auftrittsplatz am Stadtplatz zu schaffen, diese borgten den Veranstaltern eines ihrer riesigen Sonnensegel und somit einen Unterstand, der von den Künstlern begeistert genutzt wurde. Das Engagement der Musikgruppen bestand vor allem in ihrer ungebremsten Freude, ihr Können darzubieten. Ob mit oder ohne Publikum - es war ihnen egal. Jede teilnehmende Gruppe spielte oft bis zu 10 Auftritte pro Tag und versuchte die Menschen zu begeistern. Es gab kaum eine Zeit, wo nicht aus irgendeinem Eck ein Dudelsack dröhnte.

An allen Tagen bildeten sich aber auch spontan gemeinsame Formationen aus verschiedenen Bandmitgliedern. Von der Jam-Session im Burgstüberl, wohin man sich bei zu starkem Regen geflüchtet hatte bis zum abendlichen Insider-Konzert im Prima-Nocte Lager oder unter dem zum Regensegel umfunktionierten Sonnensegel am Marktplatz - wer das Glück hatte, anwesend zu sein, erlebte akustischen Genuss und ein bewundernswertes Miteinander der Spielleute.

Das Konzept nicht ganz verstanden hatte leider einer der teilnehmenden Wirte, der aus einem seiner Plastikzelte direkt neben den auftretenden Gruppen auch noch Musik aus den Lautsprechern dröhnen ließ. Erst nach mehreren Hinweisen mit absinkendem Freundlichkeitsgrad war es möglich, diese Unart abzustellen.

Ebriosi gewann vor Furax und Schandgesellen

Der Wettbewerb war - wie auch im Vorfeld angekündigt - nicht unbedingt zu ernst zu nehmen, ansonsten müsste man sich über die Fairness Gedanken machen. Sieger wurden Ebriosi (mit ihren Gastmusikern Harry von Ballycotton und Antonia von Arceann), gefolgt von Furax und den Schandgesellen. Auf Platz vier landete Nornensanc, gefolgt von Gutzgauch und Schulmeyster und Gefolge - ausserhalb der Wertung lief Franz IV, der sich bei den verschiedensten Bandprojekten als Gastmusiker einbrachte. Die Abstimmung selbst erschien fair, jeder Besucher erhielt eine Stimmkarte, auf der er seine Lieblingsband ankreuzen konnte. An jedem Tag wurde ein Tagessieger und ein Prozentschlüssel ermittelt, der auch die Anzahl der Besucher berücksichtigte. Schlussendlich setzten sich vor allem die zahlenstarken, lauteren Marktmusiker durch, wobei Ebriosi auch dadurch einen Auftrittsbonus hatten, dass sie die täglichen Fix-Konzerte bestritten. Der Sieg beruhte aber auch auf großen Anstrengungen, denn neben den Fixterminen spielten sowohl Ebriosi als auch Furax an allen möglichen und unmöglichen Plätzen und gönnten sich kaum eine Pause. Lautstärke in Kombination mit Eifer zahlten sich in diesem Fall also aus - wobei derselbe intensive Einsatz natürlich auch bei allen anderen Musikern durchgehend sichtbar war.

Händler spendeten Preise

Die Preise für die Sieger bestanden aus Glaspokalen und Urkunden. Für alle Teilnehmer gab es kleine bis große Geschenke, die fast alle anwesenden Händler gerne für diese Sache spendeten. Die meisten Händler waren - überraschenderweise - sehr zufrieden mit ihren Verkäufen. Insbesondere - was am Wetter lag - die Gewandungshändler, die viele Umhänge, Decken und Gugeln an den Mann oder die Frau bringen konnten. Der wertvollste Preis stammte vom Loden-, Walk und Filzwarenhändler, der mit seinem stimmungsvollen Marktauftritt an den Stand von Schmuckhändler Micha Walz angeschlossen war (und dessen Namen wir uns leider nicht gemerkt haben) - er stiftete eine Axt um 35 Euro, für die die Musiker von Ebriosi hoffentlich eine sinnvolle Verwendung finden. Nicht nur in diesem Zusammenhang sehr unangenehm aufgefallen ist auch diesmal wieder der Stand eines deutschen Buchbinders. Bislang waren diese Marktfahrer vor allem dadurch bekannt, dass sie unseren Redakteuren mit Anzeigen drohten, wenn diese sie fotografieren würden. Das Marktleben in Heidenreichstein bereicherten sie mit dem demonstrativem Abstellen ihres Lieferwagens im Marktgelände - was sogar den allmorgendlichen Umzug störte - sowie der Tatsache, dass sie als einziger Händler auf die Bitte nach einer Spende für die Musiker ausgesprochen unfreundlich und abweisend reagierten.

Marktteil eher dürftig

Der Händlermix war insgesamt etwas schwach - obwohl dem Besucher das auf den ersten Blick zum Glück nicht ins Auge fiel. Auf der serpentinenartigen Straße, die gegenüber der Burg zum Stadtplatz führt, fanden sich viele hochqualitative, teilweise auch bekannte Anbieter. Händler und Handwerker drängten sich aneinander bis hin zur Bockschen Werkstatt. Insgesamt waren für einen Freund historisch inspirierter Veranstaltungen sicher über die Hälfte der Stände entbehrlich - von angeblich "mittelalterlichen" Filzengeln über Stroh-Igel, ein etwas zu ausgeprägtes Angebot an Gothic-Ware und dergleichen mehr. Ein Unterangebot herrschte an Reenactment-Ausstattern, insbesondere im Bereich der Lagerausstattung, Lederwaren und Schuhwerk was eine wirtschaftliche Fehlentscheidung gewesen sein könnte, denn ein Markt mit vielen Lagergruppen ist für diese üblicherweise eine Goldgrube. Auch fielen von den angekündigten 40 Händlern gut 10 aus, davon wieder ein großer Teil unentschuldigt - die momentane Tradition dieses Händlerverhaltens fand also eine Fortsetzung. Resultat waren einige Lücken in den Reihen, auf die vom Veranstalter leider nicht reagiert wurde. Das etwas unübersichtliche Marktareal war zwar auf den Programmfoldern grafisch gut dargestellt, alle Plätze wurden von den Besuchern jedoch erst am Sonntag entdeckt, als dementsprechende Hinweisschilde aufgestellt wurden.

Gastonomieüberschuss

Auch heuer ist einer der größten Kritikpunkte der Überschuss an Gastronomieanteil. Fast der halbe Stadtplatz war von einem der Veranstalter mit Biergarnituren übersät worden, gesäumt von völlig ambiente-untauglichen Gastonomiehütten. Ob das gebotene "mittelaltertauglich" war, interessierte bei diesem Anbieter niemanden und torpedierte damit das Bemühen des etwas weiter oben platzieren Wirts, der seinen gesamten Stand mit Baumhälften getarnt hatte. Dieser Gastronomiebereich störte die Optik des Marktes empfindlich, denn er war das Erste, was man nach oben erwähnter Serpentinenstraße zu Gesicht bekam. Gekrönt wurde er durch die "Mithilfe" des Tivoli Centers in Wien. Versprochen wurde an sich, dass nur ambientetaugliche Requisiten und Gegenstände ihren Weg von dort nach Heidenreichstein finden sollten. Am Ende erhielt man "worst of both worlds" - einen knallgelben Plastik-Riesenschirm mit Tivoli-X-Aufschrift, der zentral am Platz stand. In Kombination dazu gab es bei einem weiteren Gastronomen riesige blaue Red-Bull-Schirme. Nicht sehr gut ausgestiegen sind wohl die marktfahrenden Gastronomen, die natürlich die überstarke lokale Konkurrenz spürten. Am Besten erging es hier wohl noch den Harzschützen, die den Eingangsbereich mit ihrem Stand auch optisch verschönerten. Ein schweres Los traf hingegen die Knoblauchbäckerei, die in einem sehr publikumsbefreiten Winkel platziert wurde. Ein ungewohnter Anblick, den Stand immer menschenleer zu sehen, der sonst oftmals leergekauft wurde.

Kein Stillstand, aber viel Platz am Weg nach oben

Mein persönliches Fazit für den Markt fällt zwiegespalten aus. Zum einen hat die räumliche Erweiterung dafür gesorgt, dass großartige Gruppen eingeladen werden konnten die sowohl durch Zahlenstärke als auch Begeisterung eine gewaltige Bereicherung darstellten. Das Engagement von zwei der drei veranstaltenden Wirte war beeindruckend, insbesondere in der unermüdlichen kostenlosen Bewirtung der Darsteller, die in dieser Form noch nirgendwo zu sehen war. Auch die Infrastruktur war außergewöhnlich: Toiletten und Wasserentnahme an fünf Orten, ein eigener Dusch- und Toilettencontainer nur für die Akteure hinter perfekter Verkleidung. Diese Dinge sorgten für eine Marktstimmung, welche die schlechte Wettersituation vergessen ließ. Der abschließende Sonntag mit seinen vielfältigen Darbietungen krönte die Veranstaltung und ließ sicher viele mit einer guten Erinnerung die Heimreise antreten.

Die Gastronomie-Wüste am oberen Marktplatz war hingegen abstoßend. Die Konzeptlosigkeit bei der Auswahl und Positionierung der Händler war in jeder Hinsicht verbesserungswürdig. Hier wären die Veranstalter gut beraten, sich auch in diesem Punkt Hilfestellung aus Szenekreisen zu holen. Ob der engagierte Einsatz der Akteure diese Schwachpunkte ausmerzen konnte, muss wohl jeder Besucher für sich selbst entscheiden. Die bescheidene Gesamtbesucherzahl von 3.700 Personen, davon 2.200 am sonnigen Sonntag, hat den Veranstaltern bei den ebenso bescheidenen Eintrittspreisen von 4 Euro Normalpreis, 2 Euro Gewandetenermässigung sicher ein grobes Defizit beschert und so bleibt nur zu hoffen, dass es ein Heidenreichstein 2009 geben wird.


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1. Kommentar von das Schandmaul am 18.08.2008 um 02:32
Jetzt ist es ja vorbei...
...die Veranstaltung in Heidenreichstein - und alle Spielleute, die ich dort hören durfte waren gut. Es waren Gruppen dabei, die ich nicht gekannt habe und die Mädels von Nornensanc finde ich echt hörenswert - das sage ich jetzt hier, weil ich sie noch nie vorher gehört habe, Ebriosi waren super und Gutzgauch sind zwar als Gruppe neu, aber ich kenne sie halt doch schon länger und wusste darum schon vorher, wie gut sie spielen.

Zur "Insel der Seligen" und der Anzahl der Gruppen: es gibt genug Gruppen, ob genug gute, weiß ich nicht, da ich den Bedarf nicht kenne. Häuser verdienst Du in dem Genre nicht und zum Mittelalterrock habe ich - bis auf ein experimentelles Interesse - derzeit wirklich nichts am Hut. Aber was ich weiß, schießen die MA-Bands auch wie die Schwammer aus dem Boden, nur solange sie noch in den Proberäumen sind oder nur auf kleinen privaten Festen spielen, kann man sie einfach nicht bemerken.

2. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 18.08.2008 um 11:30
Geldbetrag gefunden
Ein Geldbetrag wurde am Sonntag Nachmittag nahe dem Filzstand gefunden. Falls der- oder diejenige, die ihn verloren hat, Huscarl liest, bitte per Mail bei der Redaktion melden - unter Angabe des exakten Betrages. Wenn sich innerhalb einiger Wochen niemand meldet, wird der Betrag an die St. Nikolai Bruderschaft gespendet.

Übrigens würde man sich keine grossen Pluspunkte verschaffen, wenn man den Betrag "rät" - wer das Geld nicht verloren hat, sollte sich eine Zuschrift deshalb bitte gut überlegen.

3. Kommentar von Rowanne am 18.08.2008 um 19:19
DANKE!!!!
Nochmal danke an die Veranstalter und alle die in Heidenreichstein mitgewirkt haben - vor allem danke allen Musikern, die gemeinsamen Sessions waren einfach genial!!! Wir hoffen ihr seid alle gut nach Hause gekommen!

Liebe Grüsse,

Nornensanc

4. Kommentar von katherinaackermann am 18.08.2008 um 23:37
Toll wars -
trotz Regen. Aber es stimmt, bei der Standverteilung könnte man ein wenig anders machen. Was ich wirklich nochmal positiv hervorheben will, ist die Verpflegung und die Betreuung. Hunger leiden musst wirklich niemand, Gutscheine für 3 Mahlzeiten am Tag kommen nicht häufig vor und auch Flo war als Ansprechpartner immer erreichbar. Auch wenn es verdammt kalt und nass war, Spaß hats gemacht, viele tolle Leute kennen gelernt und ich hoffe auf ein Fest in Heidenreichstein 2009 - ich bin dabei.

5. Kommentar von Schnitte am 19.08.2008 um 00:33
Die Stimmung...
...unter den Aktiven war wirklich bemerkenswert gut, trotz Regen und Kälte - oder deswegen? Immerhin hatten dadurch alle mal Zeit, sich nicht nur mit Besuchern zu beschäftigen, sondern auch tagsüber Kontakte mit anderen Gruppen zu knüpfen (und vorhandene zu vertiefen), Musikern zuzuhören, Darbietungen beizuwohnen, etc.

Verletzungsbedingt habe ich von ausserhalb des Prima Nocte-Lagers leider nicht wahnsinnig viel mitbekommen, aber zum Glück kamen zumindest die Musiker regelmäßig auch spielend bei uns vorbei.

Zum Glück hat sich von den Musikern niemand davon beirren lassen, dass es angeblich einen Wettstreit gab. Ausserordentlich gelungen fand ich dabei die gemeinsamen Darbietungen der Schandgesellen mit Nornensanc. Mehr will!

6. Kommentar von geloeschte benutzerin [4] am 19.08.2008 um 02:58
Es hat uns sehr gefreut.....
Ein großes Dankeschön an alle, die den sintflutartigen Wetterbedingungen getrotzt und bewiesen haben,
daß Stimmung auch eine Einstellungssache ist ;), besonders unter den vielen lieben altbekannten, als auch den neu kennengelernten Spielleuten.
Die Regensessions mit den Schandgesellen und Ebriosi vorm Bankomaten, wären des Wegzolles doch würdig gewesen*g* und die Mitwirkung von Schelmut und Harry unterm geborgten Sonnensegel war großartig. Nik hat`s wiedermal bewiesen - All men play on ten.
Absolut nicht zu überbieten ist Arnulf, wenn er, abgesehen vom Spiel auf 3 Flöten gleichzeitig, dann auch noch den Herold gibt.
Die Mädels von Nornensanc hab ich zu meinem Bedauern erst beim gemeinsamen Abschiedstrunk kennengelernt.

Wettbewerb? Welcher Wettbewerb? Wir sind zusammen doch eines der tollsten MA-Orchester "von überhaupt".

Besonderen Dank möchte ich noch an Arduinnas Gefährten aussprechen, sowohl fürs geborgte Sonnensegel, welches das Musizieren bei strömendem Regen teilweise erst möglich machte, als auch für deren Gastfreundschaft am wärmenden Feuer inclusive Kaffee und dem wohl erfreulichsten Umstand, dass uns an diesem Wochenende Philomele, unsere wunderbare Geigerin beschert wurde :)
Danke auch den Harzschützen fürs köstliche Schwarzbier, den Wirten von Heidenreichstein für die geniale Verpflegung und last but not least dem Florian für seinen unermüdlichen organisatorischen und berichterstatterischem Einsatz.

Heidenreichstein, jederzeit wieder!

LG merlon

7. Kommentar von Berenger am 19.08.2008 um 03:08
Die Götter waren uns hold..
Für mich persönlich war Heidenreichstein ein Erlebnis für sich.
Selten hörte man so viele großartige Musiker auf einem Haufen.
Und ebenso faszinierend war es die verschiedenen Lagergruppen zu erleben.
Von den zahlreichen Gauklern ganz abgsehen...

Was mir jedoch eine besondere Freude war,ist dass durch die reine Spontaneität und Freude der Akteure,Künstler und des Veranstaltungsteams richtige "Schmankerl" enstehen konnten, welche dem Markt in meinen Augen zu etwas Besonderem gemacht haben.
Ich würde mir diese Art von Engagement auch auf vielen weiteren Veranstatungen wünschen.

Und ein wenig Wasser hat noch niemandem geschadet...

8. Kommentar von hrodgeir am 19.08.2008 um 06:23
Das Wetter war nicht das Wichtigste.
Wir, der Mjöllnir-Clan, möchten uns nochmal vielmals für diese Chance bedanken. Es war unser erster aktiver Markt und wir konnten mehr lernen und weiter kommen, als wir noch vor einem Monat gedacht hätten. Besonderes Lob gebührt den Organisatoren in Hinblich auf Verpflegung und Versorgung. Selbst die erfahrenen Gruppen haben eben diesen Punkt besonders positiv hervorgehoben. Und wenn es ständig regnet, kann eine warme Mahlzeit in trockenem Umfeld wahre Wunder bei der Stimmung wirken (ebenso wie echte Toiletten und eine Duschmöglichkeit).
Abgesehen von der Organisation, gebührt jeder Lagergruppe Dank, die uns helfend unter die Arme griff und Gastfreundschaft bot. Danke Gungnirs Snata, Arduinnas Gefährten und Furor Teutonicus! Wir hoffen unsere neuen Freunde bald wieder zu sehen!
Die Stimmung war wunderbar und die einzelnen Gruppen (nicht nur die Musiker) sorgten für ein Ambiente, das zeitweise Plastikschirme und Bierbänke vergessen ließ.
Auf Gedärm und Verderb für unsern Jarl!
Danke!

9. Kommentar von Teutone am 19.08.2008 um 08:20
Und der Regen konnte uns nicht abhalten...
Eine wirklich tolle Veranstaltung, welche mir (uns) wohl lange in Erinnerung bleiben wird. Bedanken möchte ich mich vor allem bei Florian, welcher uns die Chance gab, uns zum ersten mal bei einem großen Fest zu präsentieren. Die Bewirtung war erstklassig und sucht wohl ihresgleichen. Danke auch an die Wikinger von Thor´s Hammer welche mit uns die Regentage überstanden und uns mit lebensrettendem Kaffee versorgt haben. Der wichtigste Punkt der Veranstaltung war meiner Meinung aber auch das Kontakte knüpfen und so fanden wir neue Freunde bei Thor´s Hammer, Prima Nochte, der Bruderschaft der Ordensritter und vielen mehr. Vielen vielen Dank nochmal an Arnulf für die spontane musikalische Unterstützung bei der Segnungsfeier, an Prima Nocte für die Unterstützung und das weitergegebene Wissen und an die Bruderschaft der Ordensritter, ohne deren Unterstützung und Improvisationstalent die Feier wohl nicht stattgefunden hätte.
Heidenreichstein 2009 wir kommen! Auf dass wir wieder all unsere neuen Freunde sehen!

10. Kommentar von michaela am 19.08.2008 um 08:51
nette leute, tolle stimmung
auch wenn ich wie viele andere am samstag mit völlig durchnässter kleidung zu kämpfen hatte, nehme ich unglaublich viele positive eindrücke und liebe neue bekanntschaften von diesem wochenende mit. die stimmung unter den lagergruppen war wirklich toll!
mein persönliches highlight: eine darbietung von "herr mannelig" von arnulf und nornensanc in der special extended edition schwedisch-deutsch am sonntag nachmittag am romauplatzl - gänsehaut!
und nochmal danke florian für das samstägliche "verdauungsschnapserl", das mich wieder auf den damm brachte.
ich freue mich schon, euch alle bald mal wieder zu sehen!

ha det bra,
mækja

ps: hat zufällig jemand eine adresse von ulli dem schmied? habe es leider verabsäumt, diese mit ihm auszutauschen.

11. Kommentar von Schelmut am 19.08.2008 um 09:15
Wo die Musi spült...
Ein Bussi an alle "Medieval Allstars Big Band" - Mitglieder ;-)! So eine Stimmung untereinander hab ich selten erlebt am Markt! Besonderen Dank an "Furax" für das bereitwillige bereitstellen ihres Zelts für unser Klumpat!

Und auch einen ganz besonderen Gruß an die unerschütterliche Gauklerfamilie "Halibux", dafür, dass sie einfach sind wie sind!

So solls sein! Ich freu mich schon aufs nächste Fridattensupperl im Burgstüberl, bei 10 Grad und Regen in Heidenreichstein ;-)!

12. Kommentar von Doommaker am 19.08.2008 um 09:16
Ein sehr schönes Fest
Es war echt eine tolle Stimmung auf dem Fest und ich möchte mich mal katherinaackermann und der Schnitte voll anschließen.
die versorgung mit nahrung und rohstoffen durch die gastro und den flo waren sehr gut und wenn man eine frage hatte wurde die auch prompt beantwortet und naja...es war halt gut organisiert.
und wie schnitte schon sagte hatte der regen auch seine vorteile, da das fest so für die nicht-händler-aktiven etwas entspannter war und man näher auf die fragen der besucher eingehen konnte.

ebenfalls nochmals auf diesem wege danke an die bruderschaft für die abendliche Gastfreundschaft mit exquisiten speis und trank sowie an nornensanc für die musikalische Unterstützung. Und an die Schandgesellen und Gundirs und viele andere sowieso.

Auch ich hoffe sowohl auf ein H-Stein 2009, das sicher auch in diesem jahr ein kräftiges plus für die veranstalter erzielt hätte wenn das wetter besser gewesen wäre und wünsch mir auch mehr gemeinsame stücke von den Schandgesellen mit Nornensanc, die Stimmen der beiden ergänzen sich perfekt.

Man kann trotz wetterbedingt geringer Besucherzahlen und einigen Patzern der Gastro guten Gewissens behaupten, dass das Fest sehr gelungen war und es ist schade wieder in den Alltag zurück zu müssen, doch die Vorfreude auf das nächste Fest ist schon da.

13. Kommentar von katherinaackermann am 19.08.2008 um 10:47
wisst ihr was mir gerade auffällt...
...auch wenn (wie im Artikel eh schon erwähnt wurde), darüber diskutiert wurde, ob es "gut" ist, leute gratis kommen zu lassen, wenn ich die beiträge lese, hab ich das gefühl, als wäre das ein fest gewesen, das vielen jungen gruppen eine große portion selbstvewusstsein beschert hat. auch für uns nornen war es eine riesen chance, und wenn ich vergleiche, wie wir vor unserem aller ersten auftritt am freitag nervös waren und wie wir zum schluss im prima nocte lager ohne ein anzeichen von angst vor der (doch recht großen) menge gespielt haben, es ist ein hammer, was wir dort lernen konnten. Auch wenn wir finanziell durch die lange anreise sicher draufgezahlt haben, es sind in heidenreichsten sachen passiert, die man nicht aufrechnen kann. Und das ist etwas, wofür ich ALLEN beteiligten danken möchte.

14. Kommentar von Schelmut am 19.08.2008 um 14:08
Apropos 10 Auftritte...
...und sich die Finger wund spielen...jetzt weiß ich endlich wie sich ein Schaukämpfer fühlt, ich wisch gerade das Blut von meiner Bouzouki...

15. Kommentar von Beroharti am 19.08.2008 um 14:54
Blut
Meist braucht man aber keine 10 Auftritte sondern reicht eine schlechte Parade oder einmal falsch gestolpert brrrrrr.

Auch ich will herausstreichen, wie gut es mit den Gruppen untereinander geklappt hat. Das Bruderschafts-Lager war sogar richtig aufdringlich freundlich und auf gastgeberischem Höchstniveau! (habe noch nie bei jemanden statt Salzstangen Wachteleier zum Naschen bekommen!).

Dass der Sonntag dann noch noch sehr schön geworden ist lässt das ganze Wochenende gleich besser aussehen und die Regentage sind fast vergessen....

Auf jeden Fall hoffe ich, dass 2009 Heidenreichstein wieder stattfinden und dann das ganze Wochenende kein Tröpfchen das Bier verwässern wird!

Danke an die gute Orga und dem sehr entgegenkommenden Burgstüberlwirten und allen Musikern und Händlern und Mitdarstellern und natürlich auch den vielen Gästen, ohne die solche Veranstaltungen auch nicht gemacht werden könnten!

16. Kommentar von abundantes am 19.08.2008 um 17:33
war ein erlebnis
vor allem die jamsessions in den warmen und trockenen ecken waren genial.
und der wirklich beeindruckende schaukampf von pn am sonntag...
die bilder vom fliegenden schnitter sin ja jetzt auch online.
echt filmreif und toll gemacht.

17. Kommentar von halibux am 19.08.2008 um 20:48
weil wir so langsam waren
(beim Kommentar schreiben), habt Ihr alle schon geschrieben, was wir auch sagen wollten...
So viel Musik und so wenig WettSTREIT ! Und so viele, ganz liebe Leute ! Schön war´s !
Ein Nachteil der guten Verpflegung: unsere lieben Kinder erwarten das jetzt auch zu Hause !
Jetzt sind mir die Rufzeichen ausgegangen ... liebe Grüße an alle ! (doch noch eins) Bux und Hali und Brut

18. Kommentar von Hartwig von Hercindorf am 19.08.2008 um 21:53
Schönes Fest, gute Stimmung
Trotz zweier verregneter Tage war es ein schönes Festl und hat uns Spaß bereitet und die Stimmung unter den Gruppen war sehr gut.
Hervorzuheben auch die gastronomische Verpflegung der Gruppen. Ich kann mich an kein anderes Mittelalterfest erinnern, wo die Gruppen drei Essensgutscheine pro Tag bekommen haben und dann auch noch so ausgiebig futtern durften wie im Burgstüberl.
Toll auch das Engagement von Florian Machl, der immer wieder persönlich bei den einzelnen Gruppen vorbei geschaut hat, um sich zu erkundigen, ob eh alles in Ordnung ist.

Zur Feldmesse der Ordensritter am Sonntag: Fand die Bemerkung im Artikel ziemlich amüsant, wo geschrieben steht, daß die religiöse Seite des Mittelalters endlich einmal nicht mit besoffenen und herumhurenden Mönchen in Fantasy-Kutten gezeigt wird. Wobei die Idee dazu aus einer besoffenen Gschicht in der Nacht zuvor zwischen Furor Teutonicus und der Bruderschaft der Ordensritter in deren Lager entstanden ist. Und erheiternd war auch der Kommentar eines kleine Buben aus dem Publikum, der das Zeremoniell nicht ganz verstanden hatte, und meinte: „Was soll denn dös fia Schlacht sein?“

Auf diesem Weg auch noch ein großes Dankeschön an die charmanten Frauen von Thors Hammer für die Einladung auf den Kaffee.

Ich hoffe auf ein Heidenreichstein 2009

Hartwig von Hercindorf - Furor Teutonicus

19. Kommentar von Eva-Maria am 20.08.2008 um 20:08
Schade das es vorbei ist!!
Ich finde es echt schade das das Mittelalterfest in Heidenreichstein vorbei ist, da ich dort viele neue leute kennenlernte bzw kennenlernen durfte. Besonders lustig war es immer bei meinen nachbarn (war die Wächterin des Goldenen Thronsaales) aber es war auch bei allen anderen dei denen ich zu Besuch war recht lustig. Ich lernte viele neue Sachen über das Mittelalter kennen die ich nicht kannte. Ich hoffe nur das all die Mitwirkenden die 2008 waren auch nächstes Jahr kommen (sofern es 2009 wieder ein Mittelalterfest in Heidenreichstein gibt) da dann sicher wieder alle einen großen Spaß haben und hoffentlich auch für gute Unterhaltung sorgen.
Viel gelingen wünsche ich denen,die heuer noch einige Feste vor ihnen haben und auf allefälle ein besseres Wetter als in Heidenreichstein.
LG Eva

20. Kommentar von Beroharti am 25.08.2008 um 07:19
Tamburin gefunden
... bevor ichs vergess und das Ding in unserer Vereinslostandfound-Kiste verrottet.

Wer könnte dieses Instrument vergessen haben? Lag beim Abräumen im PN-Lager rum und könnte auch einem Kind gehören.

21. Kommentar von katherinaackermann am 25.08.2008 um 22:29
Tamburin?
So eine Trommel wo außen die Schellen dran sind oder nur ein Schellenkranz? Weil ich glaub, ich frag die Mone mal, ob sie unseres mit hat...

22. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 02.09.2008 um 12:00
Zum gefundenen Geldbetrag
Die Summe von EUR 30 in einem 20 EUR Schein und einem 10 EUR Schein bestehend, die im Beisein der Filzhändlerin am Boden gefunden wurde, wird von mir an die St. Nikolai Stifung gespendet.

Lieben Dank an alle, dass niemand versucht hat, unrechtmäßig an den Geldbetrag zu gelangen. Leider haben wir die Person, die das Geld verloren hat nicht ausfindig machen können. Auch wenn es nicht viel Geld ist, einem Schüler oder Studenten kann auch diese Summe weh tun.


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