
Ein Wiedersehen mit der Tuivelsminne machte Freude.

Castra Vita bieten eines der schönsten begehbaren Schaulager die wir kennen - aber müssen die Steckstühle denn wirklich sein?

Nicht nur Lagerleben, auch sehr viel Handwerk wird bei Castra Vita gezeigt.

Die Marktmusiker von Weytora spielen auf...

...und der Verein Eulenspiel schwingt dazu das Tanzbein

Torxes, überall! Hier wird im Narrenhimmel fleißig Essen zubereitet...

... hier unterhält er die staunenden Gäste mit allerlei Schabernack.

Erfreuliche Ergänzung - Jongleurs- und Unterhaltungstalent Alex der Gaukler.

Die Waydwerker hätten einen Maronibräter mitgebracht, doch der war nur kurz in Betrieb...
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Adventmarkt Traiskirchen
Kleiner Markt mit großem Ambiente
Martina Glanzl
3. 12. 2009 - 12:45
Das Konzept ist nicht unbedingt naheliegend – mitten auf dem Hauptplatz von Traiskirchen, umgeben von modernen Häusern, einen historischen Adventmarkt zu veranstalten. Doch wie schon seit vielen Jahren, so hat Forum Antiquum Mittelalterevent die Herausforderung auch heuer wieder angenommen - und vom 27. bis 29. November einen stimmungsvollen, und schönen Adventmarkt auf die Beine gestellt.
Wie bei den Veranstaltungen von Forum Antiquum bereits gewohnt, gab es ein Mokkazelt, die Mäusebäckerey, die Mettaverne (die nicht nur Met, sondern auch Beerenpunsch verkaufte) die Biertaverne und Torxes’ Narrenhimmel zur Verpflegung. Der Hauptplatz von Traiskirchen war gut gefüllt mit Mittelalter-affinen Marktständen, die von Okarinas bis Tontassen und von Filzwaren bis Schaffelle alles anboten, was das (Mittelalter-)Herz so begehrt. Leider sind die räumlichen Gegebenheiten am Hauptplatz begrenzt, und daher musste es bei einem eher kleinen Markt blieben. Es ist wohl auch dem Platzmangel zuzuschreiben, dass das stimmige Lager der deutschen Gruppe Castra Vita hinter der Kirche zu Stehen kam und damit etwas abgelegen war.
Umfangreiches Musikprogramm
Würde man bei einem Markt dieser Größe eher ein bescheidenes Musik- und Unterhaltungsprogramm erwarten, so wurde man hier positiv überrascht: der Platz wurde abwechselnd von der tschechischen Gruppe Weytora und von der Tuivelsminne (die schon Freitag abends ein Abendkonzert gaben) beschallt. Die am Rand des Platzes aufgestellte Bühne wurde dankenswerter Weise kaum genutzt und die vom Publikum umringten 360°-Konzerte der Tuivelsminne wurden zu einem Publikumserfolg. Weytora spielten sich die Finger wund - sie lieferten nicht nur die Tanzmusik zu den Tanzauftritten von Eulenspiel, sondern untermalten auch die gelungenen Auftritte des Gauklers Alex musikalisch.
Gaukler wohin das Auge reicht
Überhaupt war der Adventmarkt ein besonderes Event für alle Freunde der Gauklerei: denn nicht nur Alex unterhielt die Besucher, auch Torxes verließ gelegentlich seinen Narrenhimmel und gab einige Späße und Geschichten sowie abends eine Feuershow zum Besten. Auf dem kleinen Platz waren die Ankündigungen von Marktvogt Jobst gut zu hören und riefen die Zuschauer zusammen. Gewandungen waren auf diesem Markt eher die Ausnahme - was wohl teilweise am lokalen Publikum liegen mochte, das den mittelalterlichen Markt in einen Besuch des Adventmarktes in der Kaufstraße von Traiskirchen einbaute – oder auch an der kalten Jahreszeit, denn nicht jeder hat mehrere Garnituren mittelalterlicher Gewandung. So waren der größte Teil der Gewandeten Darsteller.
Gute Betreuung der Darsteller
Zu jenen, zu denen sich auch die Autorin zählen durfte, wären noch ein paar Worte zu sagen: der Adventmarkt punktete für teilnehmende Darsteller nicht nur durch Ambiente, er setzte auch Maßstäbe für die Betreuung von Darstellern, die man nur als vorbildlich bezeichnen kann: mit 2 warmen Mahlzeiten pro Tag sowie ausreichend Getränken fühlte man sich am Adventmarkt Traiskirchen auch als Darsteller gut aufgehoben.
SZENEKLATSCH
Die Waydwerker hatten es gut gemeint und waren mit einem neuen Maronibräter angereist, in dem sie sehr schmackhafte Edelkastanien zu angenehm günstigen Preisen anbieten wollten. Leider war dies dem Maronibrater, der außerhalb des Festgeländes positioniert war, nicht recht – der Futterneid ist etwas Grausliges, wie der Österreicher so sagt. Somit war kurz nach dem Einheizen auch gleich wieder Schluss. Schade, denn bei den Besucherzahlen hätte man auch vier Anbieter auf den Platz stellen können.
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