Montur und Pulverdampf im Heeresgeschichtlichen Museum
Wie Bildung Spaß machen kann
20. 7. 2009 - 21:00
Andrea Eberl
Am 11. und 12. Juli lud das Museum zum 3. Mal zu einer Zeitreise ein, die vom Mittelalter bis zum Ende der Kaiserzeit Anfang des 20. Jahrhunderts führte. Zuerst noch als Geheimtipp gehandelt, etabliert sich diese Veranstaltung immer mehr zum Fixpunkt der Mittelalterszene aber auch des geschichtsinteressierten Publikums. Das spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wider, die sich, gemessen am Vorjahr, fast verdoppelten. Über 10.000 Besucher strömten an den beiden Tagen bei einer perfekten Wetterlage herbei, um das Fest zu genießen. Unter der Leitung von Direktor Dr. Christian Ortner und dem Organisationsteam von Marion Unlaub und Werner Fröhlich entstand aufs Neue ein opulentes Schauspiel quer durch die Jahrhunderte.
Die selbst sehr hoch gelegte Latte an historischem Anspruch und Bildungsauftrag wurde in vielen Bereichen erreicht und auch die Eintrittspreise blieben unverändert niedrig. So wie auch im Jahr zuvor kostete eine Karte 5,10 Euro, ermäßigt 3,30 Euro. In der Gewandung einer der genannten Darstellungsepochen gekleidete Besucher hatten freien Eintritt. Selbstverständlich war auch wieder der Besuch des Museums inkludiert. Wenn man bedenkt, wie viel einem dafür geboten wurde, stellt sich die leise Frage bei manch anderen Festen, womit wesentlich höhere Eintritte mit wesentlich geringerem Programm gerechtfertigt werden. Dabei handelt es sich im Übrigen um die Normalpreise für den regulären Besuch im Heeresgeschichtlichen Museum, den wir jedem nur empfehlen können.
Verschiedene Jahrhunderte, aber ein Ziel
Die Veranstaltung fand wieder hinter dem Museum auf dem großzügigen Wiesengelände statt. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle 450 Teilnehmer aufzählen, oder die 37 Handwerks- und Händlerstände erwähnen können, das würde einfach den Rahmen sprengen. Die Lagergruppen waren diesmal nicht in Zeiträumen angelegt, sondern als "Kontrastprogramm", damit die Unterschiede für die Besucher deutlich sichtbar wurden. Einmal erklärt, war der Sinn dahinter leicht ersichtlich, wenngleich damit auch einige Verwirrung gestiftet wurde. Der angenehme Nebeneffekt dieser ungewohnten Nachbarschaft war die Entstehung neuer Kontakte und gemeinsames Feiern nach "Dienstschluss". So sah man zb die Napoleonik-Darsteller gemütlich bei den Mittelalterleuten sitzen - oder auch umgekehrt.
Vom 13. zum 19. Jahrhundert
Als Neuerung zum Vorjahr, musste Prima Nocte, die das 13. Jahrhundert vertraten, diesmal nicht von einem modernen Panzer bewacht werden. Das 14. Jahrhundert wurde von den "Söldnern zu Grätz" dargestellt, dem 15. Jahrhundert nahmen sich "Rittersporn","Gilde Arcuballista" (D) und "Nominibus Vacantes – Söldner zu Baden" an.
Im 16. Jahrhundert waren die "Landsknechte Schwaz" und die "Brettener Landsknechtsartillerie"(D) angesiedelt. Das 17. Jahrhundert zeigten die "Kaiserliche Artillerie Augsburg"(D), die "Cronacher Ausschußcompagnie"(D), die "Tilly-Musketiere Altötting" (D) und "Budai Talpasok" (Hu). Im 18. Jahrhundert angelangt, präsentierte sich das "k.k. Infanterieregiment Nr. 14 Salm-Salm" (CZ), den Anfang des 19. Jhdt. (Napoleonik) stellten die "k.u.k. Hoch- und Deutschmeister Füsiliere 1809", "k.u.k. Infanterieregiment No 56 Wenzel Graf Colloredo", "Lützower Artillerie und Lützower Infanterie 1813" (D) und das "k.u.k. Dragonerregiment Nr. 2 Eduard Graf Paar". Spätes 19. Jahrhundert bis 1918 (franzisko-josefinische Ära, 1. WK) zeigte "k.u.k. RAD 2", "k.u.k. Infanterieregiment Nr. 84 Freiherr von Bolfras ", "k.u.k. Landwehrinfanterieregiment Linz Nr.2", "k.u.k. Deutschmeister Schützenkorps 1897", "k.u.k. Dragonerregiment Nr. 3 König von Sachsen" sowie das "k.u.k. Dragonerregiment Nr. 7 Herzog von Lothringen und Bar".
Einkaufsparadies
Sehr positiv wurden von den Besuchern wieder die Handwerksvorführungen aufgenommen. Zinngießer, Korbflechter, Kerzenzieher, Papierschöpfer, Spinnstube, Bürstenmacher, Knochenschnitzer, Leder- und Metallbearbeiter führten ihre Fertigkeiten unermüdlich vor und waren meist von Menschenansammlungen umgeben, die sich diese historischen Arbeitstechniken nicht entgehen lassen wollten.
Auch hochkarätige Händler fand man auf dem Gelände und viele nutzten die Gelegenheit, ausgiebig einzukaufen. Vehi Mercatus (D), Jiri Krondak (CZ), Hana Krizkova mit ihren wunderschönen Glaswaren (CZ), Bogensport Traxler, Pavel Marek (CZ), ein Seifensieder (D) und vieles mehr. Besonders interessant war der Stand mit Stücken aus Birkenleder oder Martin Ruzickas Kräuterecke, wo man zusätzlich zu kompetenter Fachberatung Obst und Gemüse erstehen konnte.
Händlerabsagen - die ewigen Unsitten
Leider gab es sowohl bei den Händlern, als auch bei den Handwerkern einige, die kurzfristig absagten, gar nicht kamen, oder sich mit ihren Zusagen über Gebühr Zeit ließen. Dadurch entstanden einige Lücken im Sortiment und sorgte bei den Kaufwilligen für das eine oder andere enttäuschte Gesicht. Aber nicht nur bei den Händlern und Handwerkern gab es Absagen, auch eine Taverne kündigte kurzfristig ihr Fernbleiben an und so musste improvisiert werden. Die Fleischerei Pusch sprang glücklicherweise ein, wenn auch mit Partyzelt, sonst wäre die Verköstigung so vieler Besucher für die anderen Gastronomen ein Balanceakt geworden. Verstärkt wurde die Gastronomie unter anderem vom Met-Thomas, Isis Spezereyen oder der wunderschönen Schlossbäckererei im Stile eines Fachwerkhauses von Jürgen Engel.
Liebliche Musik und rauchende Kanonen
Da das Fest Montur UND Pulverdampf heißt, durfte natürlich der Pulverdampf nicht fehlen und so wurden die historischen Kanonen und andere Schusswaffen mit viel Begeisterung abgefeuert. Diesmal allerdings zu festgesetzten Zeiten, was die schreckhafteren Besucher zu schätzen wussten. Selbstverständlich konnte man sich am Eingang wieder mit Ohrstöpsel versorgen und war gut beraten, diese auch zu benutzen. An "der Knallerei", wie sie von vielen genannt wird, scheiden sich auch die meisten Geister. Doch ist diese bei einer Militärveranstaltung wohl nicht wegzudenken und ein wichtiges Element der Darstellung für die meisten anwesenden Gruppen. Dazu sollte erwähnt sein, dass auf diesen Umstand auf jeder schriftlichen Vorankündigung extra hingewiesen wurde. Bei den leiseren Kampfkünsten war die Fechtgruppe Klingenspiel mit ihren Vorführungen vertreten und auch die Erklärungen und Demonstrationen von Prima Nocte fanden ein interessiertes und dankbares Publikum.
Mehr von allem, mehr Musik!
Natürlich durfte bei so einem Fest die Musik nicht fehlen. Arnulf, das Schandmaul unterhielt wie immer mit viel Elan das ganze Wochenende seine Zuhörer. Genauso wie die im Gegensatz zu Rechberg, bis auf Meryn von Murks, vollzählig angetretenen Mitglieder von Rhiannon. Diese brachten, noch gut im Bauch verpackt, auch gleich die nächste Musikergeneration mit. Finjas Nachwuchs wird schon im September erwartet. Ebenfalls warten wohl viele Fans auf die neue CD der Gruppe. Man darf also gespannt darauf sein, wer früher auf die Welt kommt. Am Samstag verstärkte Trollferd die musikalischen Einlagen, am Sonntag spielte Nornensanc auf.
Eulenspiel animierte die Besucher zu tänzerischen Höchstleistungen und machte sich auch einmal den Spaß, durchmarschierende Truppen zu jagen, die immer wieder durch die diversen Vorführungen liefen. Offensichtlich hatten daran alle Beteiligten ihre Freude, wie man aus den Gesichtern lesen konnte.
Wiederholung ausdrücklich erwünscht
Immer wieder war die gute Stimmung unter den Darstellern zu bemerken und das ganze Fest wirkte harmonisch und entspannt. Die Waren der Händler waren gut gewählt und boten eine große Bandbreite. In den Feldlagern waren die Besucher willkommen und konnten ihre Fragen stellen. Generell zeigten sich die Festgäste interessiert und es waren auch viele Gesichter aus der heimischen Szene zu erblicken, die sich diesen Fixpunkt nicht entgehen lassen wollten. Alles in Allem präsentierte sich Montur und Pulverdampf als hochqualitative Veranstaltung mit Suchtcharakter. Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr!
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1. Kommentar von castello am 12.07.2009 um 21:55
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Sehr gut..
...am 11.7.09 waren wir im hgm, eine große zeitspanne die wir bereisen konnten.
Besonders gut fanden wir das lager der verschiedenen gruppen, schade das hier nicht nach epochen einheiten gebildet wurden und für das publikum zu wenig platz zwischen den zelten war.
nun auch diesmal haben wir einiges an freude und natürlich auch wieder reales nach heause mitgenehmen können.
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2. Kommentar von Corvin am 12.07.2009 um 22:13
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Nett wars
Ein recht hübsches Festl, größenmäßig würd ichs als "Mittel" bezeichnen, es gibt deutlich größere, aber auch deutlich kleinere. Einige schöne Stände für Touris, leider nicht wirklich viel für Szeneinterne Einkäufe. (Hab verzweifelt geschnitzte Löffel etc. gesucht...)
Das einzig grobe Problem meiner Meinung nach ist bei Montur und Pulverdampf der Pulverdampf. Die Artillerievorführungen die quasi nonstop am Laufen waren (nebenbei noch neben unserem Stand - dem Bogenstand) und die selbst mit Oropax noch unangenehm waren. Was ich aus Gesprächen mit Besuchern und Darstellern so rausgehört habe, haben sich die meisten gefragt wozu das dauernde Geballere notwendig ist. Insbesondere die Marmeladinger (C by. Spanier-Prima Nocte) mt ihrem Mörser waren unerträglich.
Einmal ist von der Mörserdruckwelle sogar mal eine Auto Alarmanlage angesprungen...
Auf der anderen Seite waren die Diskussionen und der Samstagabend bei Prima Nocte wieder richtig lustig, irgendwie wurde aus meiner Flasche Met dann mit Beros Hilfe 3, aber glücklich warn wir am Ende alle ;)
Nach 2 Tagen Nonstop erklären wie man einen Bogen bedient bin ich aber vorerst auch mal wieder bedient, und freue mich wieder auf moderne Klamotten und normale Verpflegung zu regulären Zeiten.
So Long..
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3. Kommentar von ancella am 13.07.2009 um 14:11
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Mörser
@Corvin
naja es heißt aber nun mal Montur und PULVERDAMPF ;-)). Aber ich gebe dir recht, der Mörser war ein bisschen extrem. Wenn meine Info stimmt, dann haben die da 1 kg Schwarzpulver reingestopft, was nicht nur idiotisch sondern historisch auch gar nicht korrekt ist, weil beim Salutschießen (also wie bei M&P ohne Geschoß) nur ung. ein Viertel der Menge verwendet wurde.
Aber schön wars trotzdem ;-))
Artillerie
Nun ja - ich verstehe die Einwände gegen das Mörsergedonnere der Vorredner zwar jedoch darf man nicht ausser acht lassen, daß es sich bei dieser Veranstaltung eben nicht um das MA dreht sondern eher um den Beginn der "moderneren" Militärgeschichte ..... was der Titel "Montur und Pulverdampf" ja mehr als deutlich zum Ausdruck bringt.
Auf einem klassischen MA Fest ist ja auch das Heer mit Panzern nicht vertreten......
Alles wo geschossen wird ist eben mit dem dementsprechenden Lärmpegel verbunden - und die MA Gruppen dienen hier wohl eher als exotischer Aufputz.
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5. Kommentar von Werner am 14.07.2009 um 12:23
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Artillerie und Zeitreise
"M & P" ist eine "Zeitreise durch die Militärgeschichte des Habsburgerreichs", von Rudolf I. bis 1918. Die Mittelaltergruppen sind keinesfalls nur "exotischer Aufputz", aber die Artillerie ist halt schon seit dem Mittelalter ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Militärgeschichte; immerhin schon seit ungefähr 1320! Das ist etwas, was man meistens vergißt bzw. sich gar nicht bewußt ist, daß es im Mittelalter auch schon Kanonen gab!
Da nicht nur Schußwaffen Bestandteil der Militärgeschichte sind, gibt es natürlich auch Fechtvorführungen, Kavallerie - und Bogenschießen und Armbrustschießen sogar zum mitmachen.Die Artillerie fällt durch die höhere Geräuschkulisse natürlich mehr auf, als etwa Schwerterklirren, Aber der Schwerpunkt liegt halt auf der Artillerie.
Man gibt sich ja Mühe, das so zu gestalten, daß der Kanonendonner zu bestimmten Zeiten als "geballte Ladung" kommt und zwischendurch höchstens ein wenig Musketengeknattere oder Schwertgeklirre die passende Geräuschkulisse für eine nun mal militärgeschichtliche Veranstaltung bilden und man den Markt in Ruhe genießen kann.
Die räumliche Trennung von zeitlich nahe beinanderliegenden Gruppen war ganz bewußt auf den normalen Touri abgestimmt. Der kann z.B. Landsknechte aus dem 16. kaum von Musketieren aus dem 17 unterscheiden, etc.. Deshalb optisch deutlich auseinanderliegende Gruppen nebeneinander, um beim Touri klarzumachen, daß die "Zeitinsel" mit den Landsknechten eine ganz andere Darstellung ist, als die "Zeitinsel" mit den Musketieren etc..
Daß die Lagerzelte so dicht stehen ist nicht als Abwehr von Besuchern gedacht, sondern als historisch korrekter Aufbau zur leichteren Abwehr von Feinden. Ist sicher ungewohnt, aber im Gegensatz zu anderen Märkten sollen hier die Lager nicht wie üblich nur "Darstellerwohnplatz" sein, sondern ein möglichst korrektes kleines Abbild von historischen Feldlagern bieten. Wobei bei der Auswahl der Gruppen darauf geachtet wurde, daß nur solche ausgewählt wurden, die ihr Lager nur gegenüber dem bösen Feind verteidigen und nicht gegenüber interessierten Besuchern (was es ja leider oft genug auf den Märkten gibt), sondern Besucher dort herzlich willkommen sind (nächstes Jahr am 2. Juliwochenende ausprobieren!).
"Montur & Pulverdampf" ist nun mal eine etwas andere Veranstaltung als die meisten anderen (und auch a wengele lauter als die meisten anderen), aber trotzdem mit dem Anspruch, daß sich die Besucher so gemütlich und willkommen wie nur möglich fühlen!!
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6. Kommentar von Ludwig am 15.07.2009 um 09:10
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Also...
...mir hats gfallen war zum zweiten mal Teilnehmer und bin zum zweiten mal SEHR Zufrieden nach Hause gefahren. Ein spitzen Beispiel, das man Museums"belebung" nicht nur mit einem neuen Hut für den Schani in der Ecke machen kann, sondern so wie ich es mir als Kind immer gewünscht habe. ich wollte immer einmal den "Pulverdampf" "erleben" ...als MA darsteller mögen am Anfang die Anderen Historischen Gruppen SEHR ungewöhnlich sein, aber sobald man merkt, das diese Gruppen genauso verrückt sind wie man selbst, und mit genau den gleichen "A"-Ansprüchen an ihre Zeit herangehen, stellt sich schnell der Respekt gegenüber der anderen Darstellung ein. Diese Veranstaltung ist nunmal kein Mittelalterfest, obwohl das Mittelalter sehrgut eingebunden ist, und die Standln fast rein Mittelalter sind. und Thema Artillerie...schön das sowas noch möglich ist, (wie ich erzählt bekommen habe war das Salutschiessen in Kufstein mit einer Plastikkanone und einem Piratenkracher...:-)...)
ganz großes Danke an die Organisation.
Ludwig (am HGM unterwegs mit dem Stählernen Haufen)
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7. Kommentar von Beroharti am 15.07.2009 um 19:50
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Ganz dickes Dankeschön ...
... dass wir wieder dabei sein durften!
Montur und Pulverdampf ist seit dem ersten Jahr eine qualitativ hochrangige Veranstaltung, die nicht nur dem vorher etwas angestaubten Museum mehr Leben eingehaucht hat, es ist auch sehr geil, über den Hochmittelaltersuppentellerrand zu schauen und mit anderen Gruppen komplett anderer Zeitdarstellung zu plauschen und sich anzuschauen, was und wie die ihre Zeit darstellen.
Sehr sehr gut auch die Organisation, da wusste man schon lange vorher, wo genau am Gelände das Lager sein wird und wie das Programm aussieht. Während des Festes gabs auch immer Leute vom HGM in Griffweite, wenn mal das Holz auszugehen droht oder sonst irgendwelche Fragen auftreten.
Bis hin zum Frühstückseis wurden wir verwöhnt :)
Danke für alles und ich freu mich jetzt schon auf Montur und Pulverdampf IV !!
(und auf den Weihnachtsmarkt dazwischen)
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8. Kommentar von Gwenhwyfar am 15.07.2009 um 20:37
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schön wars, aber auch gruselig
es war ein feines Fest. Somit hat sich der Jahreskreis bei mir geschlossen, war es doch letztes Jahr das erste Mal, dass ich überhaupt ein Mittelalterfest besucht habe. Damals, als normale Besucherin, waren die Mörser zwar lästig, weil laut, aber sie haben mich nicht so berührt, wie heuer.
Die Atmosphäre, gewandet hinten im Lager zu sitzen während man den Donner hört. Das war echt gruselig. Fühlte mich zeitweise tatsächlich in Kriegszeiten zurückversetzt (gsd noch keinen erleben müssen und will ich auch nicht). Vorne "unsere" Jungs an der Front und wir, das Weibsvolk hinten wartend auf deren Rückkehr. Zumindest fühlte ich mich so....
Aber ich freu mich schon auf nächstes Jahr ;)
Und besonders fein fand ich die Aktion, als wir Tänzer die Soldaten zum Stillstand brachten *g*
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9. Kommentar von Riharc am 16.07.2009 um 13:29
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Eine...
...wirklich angenehme Erfahrung für uns!
Gutes Arbeitsklima,viele Besucher und bekannte Gesichter,
korrekte Abwicklung und skurrile Begebenheiten - tolle Veranstaltung !
Trollferd freut sich schon sehr auf das kommende Jahr.
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10. Kommentar von Tanzwolf am 16.07.2009 um 17:21
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Passend
Ich fand die kanonen beschallung als hintergrund zu den feldlagern sehr passend, wenn auch der moerser eher gewoehungsbeduerftig war :-) Insgesamt war es ein geniales fest, wo man auch mal mehr sieht, als nur die altbekannten vereine - die kennenlern frage "asu welcher zeit kommst du denn" hat schon was fuer sich. Und die organisatorische und darstellerische qualitaet ist nicht of auf diesem level anzutreffen.
@corvin: es gab einen lager-stand mit zig verschiedenen holzloeffeln - must du wohl verpasst haben
@Gwenhwyfar : die aktion fandest du doch nur fein, weil du dann einen von denen abbekommen hast :-)
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11. Kommentar von Corvin am 17.07.2009 um 17:01
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Mist...
Dabei hab ich extra danach gesucht ;) Aber wass solls, es war sicher nicht mein letztes Fest ;)
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12. Kommentar von Theodora am 18.07.2009 um 09:23
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.... weite Reise und viele nette Leute
die Orga dieser Veranstaltung war unseres Erachtens nach tadellos. Dank an die Orga. Da hat sich die 8,5h Anreise gelohnt. Viel mehr noch... wir haben echt viele nette Leute kennengelernt, so dass mein Mann fast ne Vermißtenanzeige aufgegeben hat, als ich 2h in den Lagern verschwunden war. ;o) Und das ist wirklich nicht immer gang und gebe. Wir kommen wieder, schon allein um die Leute wieder zu treffen..
Der Mörser wurde im übrigen "nur" mit 300g Schwarzpulver beladen. Wir haben nachgefragt. :o) ... Und ja er war heftig laut, aber das stand im Programm, in den Hinweisblättern "Es kann sehr laut werden". Von daher haben wir uns drauf eingerichtet. Wenn wie die Jungs aufmaschiert sind, dann haben wir die Ohren verstopft. Aber direkt an der Schußbahn hätte ich nicht stehen wollen.
Grüße
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13. Kommentar von Rowanne am 21.07.2009 um 09:00
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Genial!!! *mauuuuu*
Wir waren ja zum ersten Mal dabei - und es war einfach genial! Dank an Werner und Marion, die für alles ein offenes Ohr hatten und uns perfekt eingewiesen haben - wir waren einfach nur begeistert!!!
Die Abwechslung durch die verschiedenen Zeitalter mag zwar ungewohnt und auf den ersten Blick absolut schräg und strange sein, aber man gewöhnt sich recht schnell daran und interessiert sich bald auch für kuk-Regimente oder sonstigen später angesiedelte Gruppen. Alles in allem ein buntes Zusammensein und Miteinander, trotz der lauten Knallerei - und die gehört nunmal dazu! Und wir Nornen lassen uns auch nicht durch Salutschüsse aus dem Konzept bringen =) Ausserdem hat ja unsere Katherina immer das letzte Wort, wie unser Publikum beim letzten Auftritt festgestellt hat - auch gegenüber Mörsern und Kanonen =)
Wir freun uns jedenfalls schon sehr auf den Adventmarkt, auch wenns da wohl eher kalt wird im Gegensatz zum heissen Juli-Wetter ;)
Liebstes Gegrüss,
Rowanne im Namen von Nornensanc
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14. Kommentar von roberta am 21.07.2009 um 12:08
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Schön wars
wie jedes Jahr ein ganz tolles Fest. (auch wenn unser Auftritt am Samstag zu Mittag in den Programmen schlicht und einfach vergessen wurde ;-)), Gratulation an die Veranstalter wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.
Ein dickes Lob an die Orga
Wir als CAC waren bereits zum zweiten Mal mit von der Partie. Ein besonderer Vorzug in diesem Jahr waren die Duschmöglichkeiten, die wir auch gerne in Anspruch genommen haben. Die Qualität der einzelnen Gruppen war meist sehr gut und erfüllte die Ansprüche des Events. Sehr viele Besucher, darunter auch jede Menge Fachkundige waren in unserem Lager des 17. Jahrhunderts und haben sich sehr interessiert gezeigt. Ich denke wir blieben keine Fragen schuldig, auch wenn es teils recht stressig war. Die Harmonie zwischen den Darstellern war einzigartig. Das von uns mitgeführte Schmäußbräu fand widerum guten Anklang, auch wenn wir in diesem Jahr nicht mit einem kommerziellen Ausschank vertreten waren. Ein kleiner Wermuthstropfen bleibt uns doch, da wir sowohl bei An- als auch Abreise von der Gendarmie auf die Waage geschickt wurden. Zumindest waren die Beamten jedoch kulant und haben uns nach erhobenem Bußgeld dennoch weiterfahren lassen. Wir haben nun mal nachgewogen und festgestellt das wir mehr als 12,8 Tonnen an Lager und Geschützen dabei hatten.
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