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Saltatio Mortis verlesen die Kritik des Magazin Stern


Musik und Konzerte
Magazin Stern beleidigt Saltatio Mortis und Mittelalterszene
18.09.2011 14:44
Florian Machl

Saltatio Mortis schafften es mit ihrer neuen CD aus dem Stand auf Platz 3 der deutschen Album-Charts. Ein beachtlicher und respektabler Erfolg, der offensichtlich das alteingesessene Musik-Establishment mehr als überfordert. Im deutschen Magazin "Stern" erschien dazu eine Kritik, die mehr als Rundumschlag gegen die Mittelalterszene denn eine Rezension zu sein scheint. Im verlinkten Video verliest die Band die Kritik.

Zugegeben, die Verlesung und "Antwort" der Band ist nicht das eloquenteste Produkt, das unsere Redaktion je hören und sehen durfte, doch wer die Band kennt weiß: es handelt sich um sehr sympathische und trotz des Erfolges sehr natürlich gebliebene junge Menschen.

Die Rezension im Stern, die hochgeistige Passagen wie "...zu elektrischen Gitarren, so viel Fortschritt muss sein, schalmeien die Schalmeien und dudelsackt der Dudelsack..." enthält, erinnert an den Bericht des Senders RTL über die Computerspielemesse Gamescon. Auch RTL hat darin pauschal alle Computerspieler mehr oder weniger als ungewaschene Loser beschimpft, eine Ansicht, die auch aus der Kritik im Stern über die Mittelalterszene herauszulesen ist.

Wenngleich nicht anzunehmen ist, dass die verbalen Ausflüge des Stern-Redakteurs zu einem vergleichbaren Proteststurm führen werden, wie er RTL entgegenbrandete und sogar zu einer Entschuldigung nötigte, so verdienen die Musiker von Saltatio Mortis in jedem Fall Sympathie, Solidarität und vielleicht einen freundlichen Eintrag in ihrem Online-Forum.

Wer dem Magazin Stern inhaltliche Hilfestellungen schreiben möchte:

Stern-Leserbriefredaktion
Brieffach 18, 20444 Hamburg
Telefax: 0049 (0) 40 / 37 03 56 27
E-Mail: briefe@stern.de

Weiterführende Links:

externer Link YouTube: Saltatio Mortis verlesen die Stern-Kritik
externer Link Saltatio Mortis - Offizielle Homepage


1. Kommentar von Florian Seidl am 18.09.2011 um 20:05
Na und?
Ohne den Artikel im Detail zu kennen- das was vorgelesen wird, ist eine mild überspitze Tatsachendarstellung und deckt sich mit vielen, was innerhalb der Szene unter der Überschrift "A-Markt vs. Kirtag in Kostüm" debattiert wird. Immerhin findet es ein Massenmedium wert, zweihundert Zeichen zu dem Thema zu verlieren.

2. Kommentar von moose am 26.09.2011 um 07:48
Nur weil dem Herrn MA-Märkte und die Musik nicht gefallen...
...hat er es etwas krasser überzeichnet. Dabei übersehen, daß der Stern mithin seiner Mitarbeit in schlechterer Qualität arbeitet als er sie wahrgenommen hat. Ich bin kein Fan dieser Band, Österreich hat mindestens drei Gruppen, welche qualitativ besser sind - nein, ich sag's nicht :-) - aber wenn es dem Herrn Reporter nicht zusagt, dann soll er sagen "Ich fand die CD schlecht" und gut ist es. Generell über die Szene herziehen ist nicht ok. Ich sag ja auch nicht "Alle Journalisten sind blöd". Sind nur ein paar. Und dieser eine gehört dazu. Und bitteschön: Blöd ist nicht gleich dumm.


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