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Der Teufel aus dem Codex Gigas


In eigener Sache
Erstmalig Betrugsversuche bei Leserwahl nachgewiesen
16.03.2011 12:36
Florian Machl

Ein Kommentar in eigener Sache.

Es ist verständlich, wenn Veranstalter auf ihr Fest stolz sind und sich dafür einen Spitzenplatz bei den Leserwahlen wünschen. Vollkommen legitim erscheint es, alle Darsteller und Helfer zu ersuchen, für das Fest abzustimmen. Insbesondere unter diesem Aspekt ist auch der nachvollziehbare Beweis leicht zu erbringen, dass es weniger ansprechende Feste trotzdem auch nicht in die Spitzenplätze schaffen. Wo der Veranstalter von zweifelhaftem Charakter ist, wo Gagen ausständig sind oder Menschen schlecht behandelt wurden, helfen alle Aufrufe nicht, niemand stimmt für so ein Fest ab. Doch gerade bei zwei Großveranstaltungen, bei denen die Verlässlichkeit der Veranstalter völlig außer Frage steht, wurde in diesem Jahr ein Manipulationsversuch aufgedeckt...


Würden wir die Namen dieser Veranstaltungen veröffentlichen, was wir aufgrund der dann zu erwartenden Streitigkeiten unterlassen, wäre die einhellige Antwort wohl: Was? Die? Die haben das doch gar nicht nötig. Nein, hatten sie auch nicht. Was zur Frage Nummer zwei führt: Wollte jemand, zumindest in Fall 1, diesem Fest absichtlich Schaden zufügen, indem er eine Disqualifikation provoziert? Möglich. Aus diesem Grund wurden nur die Stimmen gelöscht, die eindeutig dem Betrugsversuch zuzuweisen waren (als Indizien dienen beispielsweise Ort, Zeit, E-Mail der Stimmabgabe).

Dies kommt auch dem Versuch Nummer zwei zu gute, denn wird ein Fest nicht disqualifiziert, hat gleiches Recht für alle zu gelten. Hier lag der Fall freilich ein wenig anders: Im Zuge des Unterrichts wurde offensichtlich einer höheren Klasse die Aufgabenstellung gegeben, doch einmal Abstimmen zu üben. Auf ein Mitarbeits-Plus der 21 Teilnehmer darf gehofft werden, die Stimmen sind dennoch wieder aus der Wertung entfernt worden. Auch wenn es sich um 21 verschiedene Personen gehandelt haben sollte, könnte man durchaus unterstellen, dass hier ein Autoritätsverhältnis motivierend war. Hätte es sich hingegen um eine Hausübung gehandelt, wäre es für uns sicher nicht so einfach gewesen, den Sachverhalt festzustellen.

Wie dem auch sein, für die kommenden Wahlen sind Änderungen zu erwarten, die solcherlei Umtriebe relativieren. Wie schon 2010 begonnen, wird zu jedem aktuellen Fest sofort eine Abstimmungsmöglichkeit angeboten. Ob und wie diese Abstimmungsmöglichkeit angenommen wird, muss die Zukunft zeigen. Gehen ausreichend Stimmen ein, werden diese zumindest einen Teil der Abstimmung am Ende des Jahres ausmachen. Im Klartext: Die kommende Wertung wird aus Sofortstimmen und dem gewohnten Abstimmungsmodus zusammengesetzt. Ebenso ist es denkbar, dass die Stimmen in der Kategorie der "Verbesserungswürdigsten Feste" von den Stimmen zur Hauptkategorie abgezogen werden. Nachdem bei so einem Modus aber viel Mißbrauch möglich ist (Negativstimmen für den schärfsten Konkurrenten), muss der Punkt noch genau überlegt werden.



Weiterführende Links:

externer Link Vorläufige Ergebnisse der Leserwahl 2010



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