huscarl.at
EditorialMarktlebenWissenschaftMusikKulturVereineChronikVermischtesKurzWahlRadioVideoSzeneSuche
in der Community anmelden
(c) Bildzitat Science Direct
Freigelegte Grabstätte in La Serreta


Wissenschaft / Archäologie
Obsidianhandel in der Jungsteinzeit
10.12.2013 06:23
Simone "Mone" Jatropulus

Bereits vor 6.000 Jahren existierten gut strukturierte Handelswege, auf denen wertvolle und gefragte Güter über tausende von Kilometern im- und exportiert wurden.

Bei Ausgrabungen in La Serreta legte ein Archäologenteam um Xavier Terradasa jungsteinzeitliche Grabstätten frei, deren Untersuchungen Erstaunliches nach sich ziehen. Unter den diversen Grabbeigaben fanden sich aus Obsidian gefertigte Klingen. Außerdem wurde Rohmaterial des schwarzen vulkanischen Glases entdeckt und geborgen. Wissenschaftler aus Frankreich und Spanien unterzogen die Funde genauen Untersuchungen und fanden dabei heraus, dass sie ursprünglich aus Sardinien stammen, was wiederum einen etwa 1.200 Kilometer langen Güterweg belegt. Den Detailanalysen kann entnommen werden, dass das vulkanische Gesteinsglas dem Gebiet des Monte Arci zuzuordnen ist.

Obsidian, zu finden in Form von schartigen Knollen, war im Neolithikum ein äußerst häufig verwendetes Material - vor allem für die Herstellung von Klingen jeglicher Art. Die Wissenschaftler vermuten, dass das vulkanische Glas über den Seeweg von Sardinien via Korsika und Ligurien in die Provence und anschließend am Landweg über die Pyrenäen zu seinem Zielort transportiert wurde. Zu dieser Zeit erfreute sich Obsidian größter Beliebtheit und wurde offensichtlich weit über die mediterranen Gebiete hinaus exportiert.

Weiterführende Links:

externer Link Science Direct


1. Kommentar von anachronismus am 11.02.2014 um 13:21
NHM


Du erhältst derzeit keine E-Mail-Benachrichtigung, wenn neue Kommentare zu diesem Artikel verfasst werden.



Noch schneller informiert:
Huscarl auf Facebook



Dieser Huscarl-Artikel ist mir eine kleine Spende wert: