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(c) LWL
Vor dem Rüschhaus: LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Kuratoriums der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung (AvD), Martina Grote, Geschäftsführerin NRW-Stiftung, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale,


Kulturelles
Hülshoff-Stiftung nutzt jetzt Haus Rüschhaus
27.05.2013 14:59
Simone "Mone" Jatropulus

Die NRW-Stiftung hat das Haus Rüschhaus der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung zur Nutzung überlassen. Das Mitte des 18. Jahrhunderts vom Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun erbaute Anwesen diente der Dichterin Annette von Droste Hülshoff zwei Jahrzehnte als Wohnsitz.

Bislang gehörte Haus Rüschhaus der Stadt Münster und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Diese Eigentumsanteile am Rüschhaus wurden in die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung eingebracht. Für 1,6 Millionen Euro hat jetzt die NRW-Stiftung das Rüschhaus von der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung erworben. Gleichzeitig hat aber die NRW-Stiftung der Hülshoff-Stiftung das Haus Rüschhaus zum "unentgeltlichen Nießbrauch" überlassen. Die Kaufsumme fließt in das Stiftungskapital der Hülshoff-Stiftung. Ab dieser Saison bewirtschaftet die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung das Haus Rüschhaus.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch: "Wir wollen das enorme Entwicklungspotential der beiden litera-risch und historisch wertvollen Baudenkmäler nutzen. Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus sind authentische Orte: Wohnorte und Arbeitsorte der Dichterin, die in der Konstellation einzigartig sind und mit denen das Thema Literatur untrennbar verbunden sind."
"Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus sollen wieder in enger Verbindung zueinander stehen", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Die Dichterin habe sehr oft den Weg zwischen Haus Rüschhaus und der Burg zurückgelegt. Dieser Weg solle wieder gangbar gemacht werden und als erlebbarer Lyrikweg die beiden hochkarätigen Kulturdenkmäler miteinander verbinden.

Neben dem Erhalt der beiden Anwesen ist ein wesentliches Ziel der Stiftung die Etablierung eines neuen Literaturortes mit innovativer Strahlkraft. Dazu zählen die Neugestaltung des Museums, die Einrichtung eines Droste-Kompetenzzentrums und die Gestaltung des Verbindungswegs zum Rüschhaus als erlebnisreicher Lyrikweg. Kreative Formen der Vermittlung und Präsentation von Literatur sollen einen innovativen Literaturort mit überregionaler Attraktivität entstehen lassen, der die Erinnerung an die berühmte westfälische Dichterin langfristig wach hält.

Geschichte Haus Rüschhaus
Der Erbauer von Haus Rüschhaus, der westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun (1695-1773), erwarb 1744 die damals schon bestehende bäuerliche Gräftenhofanlage und baute sie zu einem repräsentativen Landsitz aus. Schlaun verstand es geschickt, im Rüschhaus Merkmale bäuerlicher und repräsentativer, herrschaftlicher Architektur zu vereinigen. Der vorhandenen Gräfteninsel gab er eine klar umrissene, gleichmäßige Form und legte einen dem damaligen Stil entsprechend symmetrisch gegliederten Nutz- und Ziergarten an.

1825 erwarb der Vater der Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff, Freiherr Clemens-August II. von Droste zu Hülshoff, das Anwesen. Nach seinem Tod (1826) zog Annette von Droste zu Hülshoff mit ihrer Schwester Jenny und ihrer Mutter ins Rüschhaus.
Hier verfasste die Dichterin unter anderem "die Judenbuche", ihr bekanntestes Werk.

Pressetext LWL

Weiterführende Links:

externer Link Original-Pressemitteilung LWL Landschaftsverband Westfalen-Lippe



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