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(c) LWL/P. Jülich
Im Kreativseminar "Spielfiguren schnitzen" kommt unter anderem eine Rennspindel, auch Dreule genannt, zum Einsatz. Dieses Gerät gehört zu den frühen mechanischen Handbohrmaschinen und wurde schon vor Jahrhunderten für die Arb


Märkte- und Veranstaltungen
Kreativseminare im LWL-Museum für Archäologie
27.11.2012 14:04
Simone "Mone" Jatropulus

Die Tage werden dunkel und immer kälter, da bleibt viel Zeit für Kreativität. Das LWL-Museum für Archäologie in Herne bietet in den kommenden Wochenenden die passenden Seminare.

Los geht es am Samstag und Sonntag, 1. und 2.12., mit dem Kreativseminar "Spielfiguren schnitzen". Brettspiele waren vor 800 Jahren ein beliebter Zeitvertreib des westfälischen Adels. Die Spielfiguren waren nicht immer aus Marmor, Glas oder Metall, sondern auch Knochen diente als Rohstoff für die verschiedenste Spielsteine. Im zweitägigen Seminar lernen Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene jeweils von 10 bis 17 Uhr, wie diese Figuren früher hergestellt wurden.

Zunächst beweist ein Rundgang durch die Dauerausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), dass Tierknochen schon seit der Steinzeit ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Werkzeugen, Schmuck und Waffen waren. Anschließend kommt das organische Material auf die Werkbank: Unter fachmännischer Anleitung erlernen handwerklich Interessierte den Umgang mit dem heute ungewöhnlichen Rohmaterial. Jeder hat Gelegenheit, sich ein komplettes Spielfiguren-Set für Schach, Backgammon oder Mühle aus Knochen zu schnitzen. Das passende Spielbrett wird aus Holz, ein Beutel für die Spielsteine aus Leder gefertigt.

Am Samstag, 8.12., ab 13 Uhr richten sich die Blicke auf farbenfrohen und prachtvollen Emaille-Schmuck, der die Menschen schon vor langer Zeit mit seiner Schönheit und Strahlkraft begeisterte. Zunächst stellt die Museumspädagogin in einem kurzen Vortrag die beeindruckenden Kunstwerke der Emaille-Herstellung vor. Auch die Entwicklung dieser Technik durch die Jahrtausende wird erläutert. Anschließend fertigen die Teilnehmenden ihre eigenen Schmuckstücke und erproben so selber, wie mit einfachem Pulver und in der Hitze eines Ofens ein leuchtendes, farbenprächtiges und dauerhaftes Kunstwerk entsteht. Das vierstündige Seminar richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, Jugendliche ab 12 Jahren können in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.

Fingerfertigkeit und handwerkliches Können sind auch am Samstag, 15.12. gefragt, wenn das Kreativseminar "Scriptorium" ab 11 Uhr in die klösterlichen Schreibstuben des Mittelalters führt. Vermittelt werden in dem sechsstündigen Seminar neben theoretischem Wissen vor allem praktische Fertigkeiten in der Erstellung von Schriften und Illustrationen nach mittelalterlichen Vorbildern. Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren können die oft mühevolle Kleinarbeit nachvollziehen, in der damals reich illustrierte, kunstvolle Bücher entstanden.
Am Vormittag bereiten die Teilnehmenden die Seiten vor und erstellen ihre eigene Tinte. Sie erlernen mittelalterliche Schriftarten und das Schreiben mit dem Griffel auf Wachstafeln. Am Nachmittag wird es dann bunt: Mit selbst hergestellten Farben wird die Bebilderung für die Buchseiten kreiert - ganz wie damals in den "Scriptorien", den Schreibstuben der Klöster.

Da die Teilnehmerzahl der Kreativseminare begrenzt ist, ist eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 oder 94628-24 während der Öffnungszeiten des LWL-Museums erforderlich.

Termine und Kosten:








Original-Pressemitteilung LWL

Weiterführende Links:

externer Link Original-Pressemitteilung LWL



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