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(c) Gemeinfrei. Bildquelle: Wikipedia
Marco Polo in China (Abb. in dem Buch Il milione, 1298–1299


Kulturelles
Marco Polo war kein Lügenbold
21.04.2012 10:00
Simone "Mone" Jatropulus

Der venezianische Händler Marco Polo lebte Ende des 13. Jahrhunderts und verfasste zahlreiche Berichte über seine angebliche Bereisung Chinas. Schon zu Lebzeiten zweifelten seine Zeitgenossen den Wahrheitsgehalt dieser Reiseberichte an und nannten ihn "Il Milione".

Immer wieder gab es auch kritische Stimmen von Historikern, die aufgrund von Ungereimtheiten und Widersprüchen in Marco Polos Reiseberichten die Echtheit seiner Erzählungen in Frage stellten. Der Tübinger Sinologe Hans Ulrich Vogel erklärt in einem Pressetext-Interview:
"Marco Polo war ein Übertreiber, aber kein Schwindler. Die Datenlage spricht eindeutig dafür, dass er selbst in China war."
Der italienische Händler soll demzufolge kein Vorgänger Münchhausens gewesen sein, sondern lediglich die Wahrheit gerne etwas "aufgemotzt" haben.

Vogel betont auch, dass man Marco Polos Bedeutung überschätzen könne, da durch den Venezianer der ostasiatische Raum erstmals in Europa greifbar wurde. Erst jahrhunderte nach Polos Tod finden sich wieder Berichte von Europäern, die ihren Fuß auf asiatischen Boden setzten.
Marco Polo starb 1324, zuvor hatten ihn Verwandte, Freunde und Priester ob der Unglaubwürdikgeit seiner Geschichten angefleht, um seines Seelenheil willens den Lügen abzuschwören. Laut den Aufzeichnungen eines Chronisten soll er auf seinem Sterbebett gesagt haben:


Weitere Details finden sich unter nachstehendem Link.

Weiterführende Links:

externer Link Bericht auf "Pressetext.com"



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