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Die Folter Edmunds in einer mittelalterlichen Handschrift


Wissenschaft / Archäologie
Noch ein möglicher Sterbeort für Edmund den Märtyrer
24.12.2011 09:00
Arno Cincelli

Einen weiteren möglichen Sterbeort König Edmunds in Essex vermutet Keith Briggs von der UWE Bristol. Edmund starb 869 bei einem Einfall dänischer Wikinger. Je nach Quelle fiel er in der Schlacht oder wurde für seinen Glauben gefoltert und hingerichtet.

Am 20. November 869 starb Edmund der Märtyrer. Soviel gilt als gesichert. Über die Umstände um den Tod des ostanglischen Königs haben sich Experten mittlerweile weitgehend geeinigt. Nach einer Schlacht gegen dänische Wikinger soll er gestorben sein, weil er trotz Folter dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Aber wo genau er starb, diese Kontroverse hat nun weitere Nahrung bekommen.

Der Sprachforscher Keith Briggs von der UWE Bristol vermutet, dass der in den Überlieferungen genannte Ort der Schlacht, Hægelisdun, einen Hügel in Essex bezeichnet. Und zwar jenen Hügel, an dem sich heute die Stadt Maldon befindet. Andere Historiker vermuten als Ort der Schlacht Hoxne in Suffolk, Hellesdon in Norfolk, Bradfield St. Clare oder Hollesley.

Keith Briggs stützt sich dabei auf detaillierte Analysen der linguistischen Strukturen der Ortsnamen. Die Lage des Ortes Maldon an der Mündung des Flusses Blackwater könnte ein weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der These Keith Briggs' sein. Dort konnten Wikinger vergleichsweise leicht ins Hinterland eindringen. Das machte den Ort auch später zu einem strategisch wichtigen Ziel, im Jahr 991 fand hier eine weitere große Wikingerschlacht statt.

Weiterführende Links:

externer Link Artikel auf www.pasthorizonspr.com
externer Link Edmund der Märtyrer auf Wikipedia
externer Link Maldon auf Wikipedia



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