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Bildquelle und Copyright: Herbig Verlag


Kleidung und Mode im Mittelalter - ein Buch von Gabriele Praschl-Bichler
Selbstgesponnenes Seemansgarn, pflanzengefärbt
Christina Laurin, Andrea Koppel, Walter Herdin
07.11.2011 22:41

In einem für diese Thematik perfekten Rahmen fand am 07.10.2011 die Präsentation des Buches „Kleidung und Mode im Mittelalter“ statt. Die Autorin Gabriele Praschl-Bichler, hauptsächlich durch Publikationen über Kaiserin Elisabeth bekannt, stellte ihr neuestes Buch über mittelalterliche Kleidung in der farbenfrohen Umrahmung der Neidhart-Fresken vor. Aufgrund des oftmals kontroversen Zugangs zu dieser Thematik lagen die Erwartungen an Präsentation und Buch besonders unter den auch anwesenden Mittelalterdarstellern sehr hoch. Bei der Buchpräsentation selbst verzichtete die Autorin nach eigenen Angaben aus Rücksicht auf das mehrheitlich nicht kostümkundlich erfahrene Publikum völlig auf Fachbegriffe, zeitliche Zuordnungen und Quellenhinweise. Umso größer war die Hoffnung der Mittelalterinteressierten nach dem für sie eher enttäuschenden Vortrag, die fehlenden Informationen wenigstens im Druckwerk zu finden. Für die Rezension des Werks hat das Team verschiedene Kenner der einzelnen, von der Autorin dargestellten Themengebiete aus der Mittelalterszene Österreichs eingebunden.

Gabriele Praschl-Bichler, 1958 geboren, studierte Literatur- und Kunstgeschichte an der Uni Wien (Dissertation "Théophile Gautiers Kunstkritiken - Gehalte und Darstellungsmittel" im Jahr 1983) und ist Expertin für Alltags- und Habsburgergeschichte. Bisher verfasste sie 26 Bücher, wobei sie vielen Lesern möglicherweise durch Werke wie „Unsere liebe Sisi…“ (2008), „Elisabeth, Kaiserin von Österreich, genannt Sisi“ (1998), „Kaiserin Elisabeths Fitness- und Diätprogramm“ (2002), „Geheimnisse des Mittelalters und der Renaissance. Der Grazer Vergangenheit auf der Spur“ (2005), uvm. bekannt ist. Sie organisiert Ausstellungen zu diesen Themen wie zum Beispiel 2003 die Schau über die kaiserliche Verlobung Kaiser Franz Josefs I. unter dem Titel "150 Jahre Verlobung in Ischl" und wagt sich mit der neuesten Veröffentlichung auf von ihr eher selten behandeltes Terrain. Die Autorin lebt in der Steiermark nahe Graz.

Eine Stegreif-Präsentation als Vorzeichen
eines hinterfragenswerten Buchinhalts

Die ältesten Fresken dieser Art in Wien aus dem beginnenden 15. Jahrhundert, ca. 1407, (Angabe der Autorin bei der Buchvorstellung: 14. Jahrhundert) sind heute leider nur mehr zum Teil im ehemaligen Händlerhaus in der Tuchlauben erhalten. Trotzdem lassen sich noch viele Details der damaligen Kleidung und Mode entdecken. Daher waren die Illustrationen der beste Ausgangspunkt, um eine Brücke zur eigenen Publikation zu schlagen, die sich – so konnte in einem anschließenden Interview in Erfahrung gebracht werden - eigentlich auf die Mode des Hochmittelalters konzentrieren sollte.

Die verwirrende Selbstpräsentation der Autorin spiegelte sich auch im Vortrag selbst, während das Buch durch Abwesenheit glänzte - trotz Verfügbarkeit im fünf Gehminuten entfernten Buchhandel. Als Spickzettel diente der Autorin ein zerschlissenes Luftpolsterkuvert. Statt sich auf Zitate aus ihrem Buch zu stützen, gab es für das ebenfalls anwesende Fachpublikum nur schwer nachvollziehbare Thesen zur mittelalterlichen Gewandung und dem Alltagsleben zu hören.

Fehlende Zeitangaben – auch im Buch für die Zeit vor und nach dem 14./15. Jh. häufig einfach nur unzureichend mit "früher" oder "später" deklariert - und mehrheitliche Pauschalierungen sollten gemäß der Autorin das Verständnis für jenen Teil der Zuhörerschaft erleichtern, dem die Thematik und das Fachvokabular nicht geläufig ist. Gerade Letzteres wurde, zusammen mit ethymologischen Entwicklungen, im Gegensatz zur Präsentation, im Druckwerk beinahe inflationär benützt. Dennoch ließ der mangelnde Fachbezug nichts Gutes im Hinblick auf das Buch erahnen.

Die Publikation druckfrisch in Händen, stellten die Rezensenten schon beim Durchblättern fest, dass die Abbildungen in Ermangelung von Datierungen bzw. genaueren Quellenangaben im Literaturverzeichnis stilistisch primär dem 15./16. Jahrhundert zuzuordnen sind. Die Bilder vor dem 15. Jh. können an einer Hand abgezählt werden und überspannen einen unüberschaubaren Zeitraum zwischen 900 und 1.400. Diese sind auch aufgrund der sehr symbolischen Darstellung nur bedingt repräsentativ für die von Gabriele Praschl-Bichler aufgestellten Thesen über die mittelalterliche Kleidung. Zwar weist sie selbst bereits im ersten Kapitel auf den Umstand hin, dass manche Abbildungen aufgrund des hohen Fantasie- und Symbolgehalts mit Vorsicht interpretiert werden müssten, stellt dann aber, wider besseren Wissens, genau solche Darstellungen als allgemeingültige Orientierungspunkte für typisch mittelalterliche Kleidung hin. So nützt sie oft als Quelle für Beispiele hochadeliger Kleidung die Abbildungen der Heiligen drei Könige, welche eigentlich für einen besseren Erkennungswert häufig übertrieben und bewusst fremdländisch gezeigt werden.

In Ledermieder, Ritterjacke, Bundschuhen,
Strumpfhosen und Kunsthaarperücken
durchs ganze Mittelalter

Diese Interpretationen bilden die Basis ihrer Sichtweise der mittelalterlichen Mode, genauso wie ein teils überaltertes Quellenmaterial, bei dessen Aussagen nach dem heutigen Wissensstand Vorsicht geboten ist. So behauptet die Autorin im Kapitel "Unterwäsche und Nachtkleidung" unter anderem, dass ab dem 14. Jahrhundert zur Erreichung des idealen weiblichen Oberkörpers Mieder getragen wurden. "Mieder wurden aus Baumwollstoffen genäht, später auch aus Ziegenleder gefertigt. Versteifende Einlagen gab es anfangs noch nicht. Im Spätmittelalter wanderte das Mieder nach außen, wurde Teil der Oberbekleidung und sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Verschlossen wurde es immer mittels einer vorne, hinten oder an der Seite angebrachten Schnürung, die meist durchgehend war. Es gab auch gestückelte Verschlusssysteme." (p. 41)

Etwaige gute Ansätze wie beispielsweise der kurze Absatz zum Wiener Seidel sowie ein kurzer Hinweis auf die Wiener Kleiderordnung der Mitte des 15. Jh., welche einen schönen Regionalbezug zu Österreich herstellen, wie auch die Erwähnung des Wiener Neustädter Schatzfundes gehen leider aufgrund oben skizzierter Aussagen und des Gesamtwerks unter.

Während die Materialkunde basierend auf den Ausführungen von Katrin Kania meist noch Hand und Fuß hat, sind die Recherchen der Autorin zu Textiltechniken bzw. Werkzeugkunde des Mittelalters unzureichend: Nicht nur spricht sie u.a. von Häkeln als im Mittelalter bekannte Technik, obwohl diese belegter Maßen erst knapp 400 Jahre später verwendet wurde; auch wichtige Techniken wie das Nadelbinden und Filetknüpfen fallen zugunsten des Strickens völlig unter den Tisch.

Hinsichtlich der Werkzeuge interpretiert sie die mit Lederahlen gestochenen Löcher im Schuhwerk als mit Lochzangen und Ösen hergestellt. Zum Schmunzeln auch die Ausführungen über die Konstruktion eines Hennins: „Das nunmehr Burgunderhaube bezeichnete Stück stellte man aus Pappe und versteiftem Leinen her und verstärkte alles mit Metalldrähten und Fischbein. (...) Ursprünglich geht sie auf eine Kopfbedeckung zurück, die Frauen des arabischen Kulturraums schon zu früheren Zeiten getragen hatten. (...) In einer Mischform – nicht spitz, sondern abgeflacht, aber aus Pappe und mit Stoff bezogen – machte die aus Bagdad stammende Bezaubernde Jeannie dieses Modell in der gleichnamigen amerikanischen Serie bekannt“.

Ein weiteres skurriles Highlight stellt die Tatsache dar, dass Bundschuhe angeblich quer durch alle Jahrhunderte begeistert getragen wurden - auch wenn laut Autorin "die meisten Menschen barfuß gingen - bei gutem Wetter, aber auch bei weniger gutem. Sie begannen damit zeitig im Frühjahr und taten das bis in den späten Herbst hinein, wenn unsereins schon dicke Strümpfe und festes Schuhwerk trägt." (p.166)

Aber auch "Abschreibfehler" aus der von ihr verwendeten Literatur finden sich: Fallhütchen für Kinder werden bereits dem Mittelalter zugeschrieben, obwohl in dem von Praschl-Bichler verwendeten Quelle "Die Kindheit." von Weber-Kellermann dieser Fallhut in Text und Bild erst um 1600 herum datiert wird.

Dabei ließe gerade das einschlägige Studium auf ein deutliches Mehr an Qualität hoffen. Statt tatsächlich den Fokus, wie mehrfach angekündigt, auf die Kleidung des Hochmittelalters zu legen und die Modeentwicklungen von Unter-, Oberkleidung, Kopfbedeckungen, Schuhwerk und Rüstschutz anhand für den jeweiligen Zeitabschnitt korrekter Bildquellen zu beleuchten, erhofft sie sich durch sehr spät zu datierende Quellen ein allgemein gültiges Mode-Patentrezept für die knapp 1.000 Jahre davor zu finden.

Selbst das grundsätzlich passabel bestückte, wenngleich auch im Allgemeinen aus Überblickswerken aus dem Bereich Kleidung - Alltag - Kunst bestehende Literaturverzeichnis, welches auch per se gute bzw. moderne Werke wie das von Katrin Kania, Gertrude Hampel-Kallbrunner, Harry Kühnel oder Margaret Scott, Londoner Fundgut auflistet, kann leider nicht zur zufriedenstellenden Aufklärung der Herkunft der zahlreichen zur modernen Kostümliteratur stehenden Widersprüche beitragen. Generell bleibt festzustellen, dass dort, wo eine eigenständige Denk- und Interpretationsleistung einer ausgebildeten Historikerin gefragt wäre, ausschließlich Mutmaßungen, Halbwissen, Ausflüchte und Hören-Sagen um sich greifen.

Viel zitierte völlige Planlosigkeit (im Mittelalter?)

Nicht genug, dass sich Praschl-Bichler fast allen Primärquellen und Funden verweigert, die zu sämtlichen Epochen des Mittelalters zahlreich zur Verfügung stehen und oftmals ältere Literatur durch neuere Erkenntnisse in Frage stellen. Es entsteht sogar der Eindruck, dass ihre Interpretation von mittelalterlicher Kleidung eine nicht alltagstaugliche Modeerscheinung wäre, zu der sie trotz der Beschäftigung mit der Materie keinen praktischen Bezug aufbauen konnte.

- „Man entwarf nicht einmal nach Plänen, bevor man ein Haus oder eine Kirche baute. Meist arbeitete man nach Erfahrungswerten, oft auch nur auf gut Glück. Es gab auch keine Lagerhaltung (…). Der mittelalterliche Mensch hatte kein Verhältnis zu Ordnung und Planung, auch nicht wenn es Finanzen und die Arbeit betraf (…) …. Basiskenntnisse wie Lesen und Schreiben. Das war bestenfalls etwas für Frauen. Männer (…) hätte Bildung nur verweichlicht. (p.12/13)

-„Nachthemden, die nur die wenigsten Menschen besaßen, da bis ins 14. Jahrhundert fast alle nackt schliefen, legte man während des Tages ins Bett. Unterhosen, die nur die Männer trugen, zog man am Abend aus und legte sie unter das Bett! Eine schauerliche Vorstellung bei der geringen Sauberkeit und mangelnder Putzfreudigkeit, die in dieser Epoche herrschten." (p.24)

- „Die Bruche war aber sicher nicht bequem und im Alltag gewiss recht unpraktisch. Beim Verrichten der Notdurft werden die vielen Schichten Stoff – der Bruche, des langen Hemdes und der ein bis zwei Überkleider – recht hinderlich gewesen sein. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie die Unterwäsche nach ein paar Tagen Tragen aussah, denn allzu ernst nahm man es mit der Sauberkeit damals noch nicht.“ (p.36)

- „Frauen und Männer führten damals, wie es scheint, den halben Haushalt mit sich: Schlüssel, Rosenkränze, Amulette, Zahnstocher, Toilettengerätschaft, Scheren und Trinkbecher baumelten in munterer Gesellschaft von Essbesteck, Werkzeugen und Riechkapseln.“ (p.122)

- „Die eingesetzte, bewegliche Scharniernadel verfügt über keine Nadelrast (keine Verankerung), weshalb man schwer nachvollziehen kann, wie diese Spangen gehalten haben sollen. Noch weniger verständlich wird die Sache, wenn sich gewahr wird, dass sie häufig getragen wurden, kunstvoll gefertigt waren und teils aus kostbaren Materialien bestanden. Wie auch immer, kürzlich wurden in der Nähe von Wien prachtvolle Exemplare gefunden, in einem Garten vergraben, die Jahrhunderte überdauert hatten, und beweisen somit, dass die Technik irgendwie funktioniert haben muss.“ (p. 120)

- "Man stellte damals schon einen blauen Jeansstoff her der als billiges Material zur Herstellung von Kleidern und Bettwäschen diente." (p. 183)


Der mittelalterliche Mensch kommt dabei, wie in Präsentation und Buch erkennbar, ziemlich schlecht weg. Planlos sei er gewesen, faul, denn schließlich musste er durch das gute System der Almosen kaum arbeiten, und hätte weder Schnitte für die Anfertigung von Kleidung noch Baupläne für Kirchen und andere Gebäude erstellt, was dazu führte, dass die Kirchen zu hoch gebaut wurden und schließlich einstürzten. Der Planlosigkeit schreibt Praschl-Bichler in ihrem Vortrag auch die Tatsache zu, dass in einem Bauwerk viele verschiedene Stile zu finden und sogar die Dezennien anhand einzelner Elemente, die nur eine fachkundige Person erkennen könne, feststellbar seien.

Mode und Rüstung

Ein Themenpunkt des Buches soll noch beschrieben werden: Die Rüstung. Inwieweit hier Kleidungsmode von Bedeutung gewesen wäre, ist fraglich. Augenscheinlich ging es der Autorin mehr um die Weiterentwicklung des Rüstschutzs als Mode denn um den Einfluss von Alltagsmode in die Ausgestaltung der Rüstung. Bedenkt man allerdings, dass mit der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts, welche die Autorin als DAS Mittelalter zu betrachten scheint, die Hochblüte des Rittertums und der Turniere eigentlich bereits wieder vorüber war, stellt sich erneut die Frage nach der Intention der Autorin.

Mit skeptisch zu betrachtenden Aussagen versucht Praschl-Bichler in einem eigenen Kapitel zur Entwicklung der Rüstung und Hauben ein Bild über 1000 Jahre Rüstungskultur zu entwickeln. Das Ergebnis allerdings erinnerte die Rezensenten eher an das kritisch zu betrachtende Bilderbuch von Liliane und Fred Funcken "Historische Waffen und Rüstungen".

Die beschriebenen Helmformen, durch Vergleiche mit Blumentöpfen, Geisterköpfen (?) und Taucherhelmen dem Leser bildlich gemacht, werden von Gabriele Praschl-Bichler als allgemeingültige und einzige Form dargestellt. Dass manche davon auch bereits früher als von ihr angegeben existierten (z.B. römischer Spangenhelm), übergeht die Autorin wortlos, die Schaller wiederum wird zum Vater aller nachkommenden Helmtypen.

Zudem finden sich regelmäßig chaotische Widersprüche in ihrer eigenen Formulierung: So wurde der Gambeson laut Autorin „(…) zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert getragen, ehe er vom Wams und Brigantine abgelöst wurde.“(p.101) Aber: „Auf das Wams(…) beziehen sich sprachlich eine Menge anderer Begriffe - (…) gambais, wovon sich (…) gambes(s)on ableitet“ (p.100). Die Funktionen des Gambeson sowie deren Reihenfolge in folgendem Satz bedarf keinem Kommentar: „Ein (…) Bestandteil der Kampfausrüstung, der Komfort und Sicherheit des Trägers erhöhte, war das gambes(s)on“(p.100).

Wie bereits im Abschnitt zur Kleidung nützt die Autorin auch hier die Chance, um dem Ritter mangelnde Hygiene zu unterstellen: „...da man im Mittelalter die Haare nicht häufig wusch und sich einzig mit dem Tragen von Hauben gegen Ungeziefer schützte..." (p.161) – was im Gegensatz beispielsweise zur normannischen kurze Haar- und Barttracht steht, welche der Hygiene diente.

Und wer bereits selbst ein Kettenhemd hergestellt hat bzw. sich mit der Thematik etwas auseinander gesetzt hat, wird sich möglicherweise über folgende Aussage wundern: "200 000 Ringe waren nötig, um den (...) [Anm der Redaktion.: lange Kapuzenvariante] Ringelpanzer herzustellen. Das Gewicht ist mit 12 bis 15 kg anzusetzen.." (p.102)

Wie man es auch dreht und wendet, kommen die Rezensenten selbst bei seltenen Kettenhemden des Hochadels mit winzigen Ringen, wo die Ringanzahl möglicherweise erreicht werden könnte, nicht auf das angegebene Gewicht, welches für Kettenhemden mit größeren, schwereren Ringen (ca. 20 000 - 40 000) gilt.

Fazit: Unfreiwillig amüsant,
leider an der Oberfläche grundelnd

Ob die Namensverwandtschaft zur Fachliteratur von Margaret Scott unter dem Titel "Kleidung und Mode im Mittelalter" gewollt oder bloßer Zufall ist, bleibt offen. Vergleichbar ist dieses Buch hinsichtlich Anspruch und Niveau keinesfalls. Fakt ist und bleibt, dass sich heutzutage ein gehaltvolles, ansprechendes und fundiertes Buch über knapp tausend Jahre Kostümkunde nicht alleine durch das Durchblättern von 46 Büchern und dem Betrachten einiger Bilder aus ein bis zwei Jahrhunderten (wobei das 16. Jh. schon die Renaissance ist) schreiben lässt. Es bedarf jahrelanger intensiver Recherche einzig und alleine für diese Thematik, dem Betrachten von Bildern und Funden aus allen Abschnitten des Mittelalters sowie einem globalen Verständnisses für das Mittelalter und den Repräsentationscharakter von Mode und Kleidung, der wiederum alle soziale Schichten durchdringt. All dies scheint bei vorliegendem Werk nur oberflächlich vorhanden zu sein. Die Erscheinungsjahre ihrer bisherigen Werke betrachtend, hetzt die Autorin offensichtlich jährlich von Buch zu Buch, und auch die eher negative Grundstimmung zum Mittelalter erweckt den Eindruck, als hätte die Autorin die Thematik der Mode im Mittelalter nur deshalb gewählt oder als Arbeitsauftrag erhalten, um noch rasch auf den boomenden Mittelalter-Zug aufzuspringen und daraus möglichst viel Kapital zu erwirtschaften.

Am Ende bleibt zu sagen, dass Gabriele Praschl-Bichler zumindest ein Versprechen bis zum Schluss gehalten hat: das Lesen des Werks ist mehr als amüsant!
Jedoch geht dieser Spaß eindeutig auf Kosten der Reputation der Autorin, die mit diesem Werk in den Augen der in der Thematik eingelesenen Rezensenten eine der schwächsten und am kritischsten zu hinterfragenden Bücher im Bereich Kostümkunde der letzten Jahrzehnte abgeliefert hat.


Daten

Affenhaube, Schellentracht und Wendeschuh: Kleidung und Mode im Mittelalter
Gabriele Praschl-Bichler
Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
Verlag: Herbig
Erschienen am: 20. September 2011
Zahlreiche Abbildungen, durchwegs farbig
ISBN: 978-3776626711
Richtpreis: 22,99 Euro (Deutschland)

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1. Kommentar von Beroharti am 07.11.2011 um 23:41

Juuuuuuuuuuuuuuubbeeeeeellll und Händegeklapper
zu dieser amüsanten Rezension, die dem Werke der Autorin um nichts nachsteht!

Finde ich gut. Ich kann dir nicht folgen / verstehe dein Kommentar nicht. Dem Verfasser dieses Kommentars eine private Nachricht schicken. Community-Funktionen sind nur für angemeldete Benutzer verfügbar.


2. Kommentar von Wernher am 08.11.2011 um 09:12

Reaktion der Autorin?
Danke für die ausführliche Rezension - ist auch geplant der Autorin die Rezension irgendwie zukommen zu lassen? Auf einen Kommentar darauf wäre ich mehr als gespannt- eigentlich ist es ja eine Frechheit die Leserschaft augenscheinlich dermaßen für dumm zu verkaufen.

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3. Kommentar von Teutone am 08.11.2011 um 09:42

Danke!...
...für diese wunderbare Rezension! : )
Leider wieder nur ein Werk, welches auf den "Mittelalter-Zug" aufspringt und vermutlich viele unbedarfte Neulinge in seinen Bann ziehen wird.
Leider ist zu erwarten, daß auch dieses Werk eine Art Bibel (aufgrund unqualifizierter Empfehlungen) für viele Anfänger werden wird.
Suche ich gute Literatur, halte ich mich an alte Hasen der Szene.
Lustigerweise wurde mir das Buch von Amazon als Kauftipp vorgeschlagen!

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4. Kommentar von Anshelm am 08.11.2011 um 10:17

uiuiui....
also wenn ich da die zitate lese, da dreht's mir regelrecht den magen um :S

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5. Kommentar von Exex am 08.11.2011 um 14:23

Zu viel Blabla, zu wenige Bilder
Das Geld für das Buch ist auf jeden Fall hinausgeschmissen. Wenn ein Buch vom Text her schon fraglich ist, kann es sich mitunter durch gutes und reichliches, womöglich sogar unbekannteres Bildmaterial herausheben. Fehlanzeige!

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6. Kommentar von Doommaker am 08.11.2011 um 22:51

Als Privatperson...
...habe ich mir vorgenommen meine Reaktions"rezension", die ich am selben Tag der Präsentation geschrieben habe hier zu posten. Nach der Vorstellung habe ich noch das Huscarlinterview abgewartet um die Autorin direkt auf diverse Zitate und Äußerungen anzusprechen - leider war dies nicht möglich da sie nach dem Interview plötzlich eiligst das Weite suchte...

"die große Erleuchtung:
Im Mittelalter war es viel wärmer als heute, die Leute waren lauter schweindln weil sie mindestens zwei wochen ihre Kleidung nicht ausgezogen haben, tag und nacht, und sie nicht gewaschen haben (wobei sie meistens nackt geschlafen haben, was ich mir schwierig vorstell ohne die kleider auszuziehen, aber das könnte daran liegen, dass die kleider jeden tag neu zugenäht wurden).
Jedenfalls haben die schweindln ihre Beinlinge als modisches Accessoire getragen, weil man konnte sich damit beim Arbeiten nicht bewegen. ganz im gegensatz dazu wurden beim schlafen die kopfbedeckungen meistens auch nicht abgenommen. Und Männerbruchen sind sowieso total ekelig weil mit denen kann man ja nicht gscheit aufs klo gehen.
Ich weiß nicht ich weiß nicht ich glaube ich weiß nicht. ich weiß nicht.
Die Frauen hatten Pushup BHs, das stand in einer wissenschaftlichen studie, aber sicher keine Unterhosen an, Strümpfe hatten sie aber, die haben gehalten weil die Frauen sich irgendwelche Knotenknüpftechniken überlegt haben. Irgendwie..
Unterm Spämiwams haben keine Wickelbruchen Platz und die Bauern haben ihre Beinlinge am edlen Spämiwams festgenestelt.
Ach ja. und Planlos waren sie alle. Gebaut haben sie ganz ohne Pläne, einfach mal drauf los. Genauso wie sie keine Pläne für Gewandungsschnitte und einen planlosen Haushalt hatten. Und im planlosen Haushalt gab es auch keine Lagerung - Im Winter haben sie sich mangels Lagerung halt von Luft und Liebe ernährt.
Schnabelstiefel waren bis zu 1 m lang (ok, mit spämi kenn ich mich nicht aus, wer weiß) und sie weiß nicht wie man damit gehen konnten. Vor allem auf der Leiter auf der Baustelle. Aber gehen konnten sie, weil aus dem almosenbeutel - ähm- korrigiere, der sarazenentasche wurden die almosen verteilt...wie komm ich nur auf almosenbeutel, ist ja abwegig...

alles in allem 2-3 h Lebenszeit verschissen... "
sicher - überspitzt ausgedrückt, aber erschreckenderweise zu einem  großen Teil auf Zitaten beruhend.
Und mit dem Blödsinn macht sie sich den Rest, der zumindest einige allgemein als richtig geltende dinge beinhaltet, total zunichte.
Auch erschreckend ist, dass die Autorin von der Richtigkeit ihrer Thesen scheinbar absolut überzeugt ist und ihr die eigene Unwissenheit, welche sich gegen Ende des Vortrags in einem "ich weiß nicht" in jedem zweiten Satz äußerte nicht mal selbst auffällt.

Dieses Buch als gut recherchiertes historisches Werk einem Verlag zu übergeben mag fahrlässig sein, aber es in diesem Zustand als Verlag zu veröffentlichen wäre wohl eine interessante Rechtsfrage zum Thema Betrug/Irreführung von Konsumenten.
Schade.

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7. Kommentar von Rotschopf am 09.11.2011 um 12:55

Man fragt sich...
...warum überhaupt jemand, der so offensichtlich nicht vertraut mit der Materie ist, ein Buch zu diesem Thema schreibt. Ich als Touristiker schreib ja auch kein Buch über Elektrotechnik oder Atomphysik, einfach aus dem Grund, weil ich mich selbst nicht als kompetent genug erachte, um diese Themen aufzuarbeiten. Was denkt die Autorin von sich selbst während sie dieses Projekt angeht?

Vielleicht ist es ja ein Trost für die Autorin, dass sich ihre Bücher zumindest als satirische Werke gut verkaufen werden. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Lektüre, denn ich erwarte mir überaus gute Unterhaltung von diesem Buch

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8. Kommentar von Rotschopf am 09.11.2011 um 13:06

übrigens...
...finde ich, sagt mir die erste Seite des Buches alles über das geistige Niveau der Autorin.
Sie schreibt frei heraus, dass ihre eigene Idee zum Buchtitel, nämlich "Gugeln, Fucken und Kotzen" leider vom Verlag abgelehnt wurde (komisch...), amüsiert sich aber weiterhin köstlich über diese Wortkombination. Liebe Frau Praschl-Bichler, über solche Dinge hab ich noch gelacht, als ich 14 war, spätestens im Erwachsenenalter aber weiß ich geistreicheres von mir zu geben, um meine Umwelt zum Lachen zu bringen, als Wörter, die Ausdrücken mehr als übler Fäkalsprache in ihrem Klang ähneln.

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9. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 09.11.2011 um 13:12

Bitte bei Wissenschaftsthemen auf der Sachebene bleiben
Liebe Leute, ich darf ersuchen die Autorin nicht auf persönlicher Ebene anzugreifen - auch wenn der eine oder andere Käufer des Buches möglicherweise nicht das erhielt, was er erwartet hat und deshalb auch menschlich verstimmt sein mag. Es handelt sich um ein Sachbuch und als solches sollte man es bitte ausschließlich auf der Sachebene kritisieren. Danke.

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10. Kommentar von Teutone am 10.11.2011 um 10:56

Rotschopf...
...und nein, das ist kein Angriff auf dich ; )
Geb dir vollkommen Recht, wenn du sagst, daß Menschen, welche von der Materie keine oder sehr wenig Ahnung haben, dann ein Buch über eben jene schreiben.
Leider ist es heut so, daß jeder auch mit Halb- oder Garkeinwissen Geld verdienen will/muß und auch hier sind die Verlage nich sehr hilfreich, da auch diese Geld verdienen wollen und deswegen fast alles verlegen.
Es ist wie mit der Kunst, welche auch manchmal sehr seltsame Auswüchse hervorbringt und dann noch hochgelobt und so manches zweifelhafte "Kunstwerk" gekauft wird.
Diesem Umstand kann man nur einen Riegel vorscheiben, wenn man besagte Werke nicht kauft.
Ich möchte auch der Dame nicht absprechen, daß sie möglicherweise eine Sachkundige für Barock ist, aber dann möge sie auch bitte in ihren Gefilden bleiben.
Es ist ja nicht so, daß es in Österreich keine Menschen gibt, welche sie zu Rate hätte ziehen können, aber der Zeitdruck durch einen Verlag kann auch sowas zunichte machen.
Letztendlich ist man dieser Diskussion aber schnell müßig, da Bücher wie diese ja nichts Neues sind (siehe Fred Funcken) und wir auch spätestens seit den letzten Film- und Fernsehproduktionen wissen, daß auf Recherche kein Wert gelegt wird.

Off Topic: Game of Thrones ist sogar für eine Fantasy-Serie Pfui Gack (Neben vielen Titten und seichten Dialogen kommt nur Sean Bean gut rüber)!

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11. Kommentar von Rotschopf am 10.11.2011 um 13:16

dass ich das noch erleben darf...
...dass wir mal einer meinung sind ^^
Ich verstehe schon, dass ein Verlag gerne das Werk einer Autorin nimmt, die durchaus akzeptable Werke im Bereich "Habsburger Monarchie" rausgebracht hat und ich erwarte auch nicht, dass die da Fachexperten sitzen haben, die die Werke auf Inhalt überprüfen. Kann also auch beim Verlag keiner wissen, was dabei raus kommt. Und wenn man von der Korrektheit des Inhalts absieht, von der Textgestaltung her und so ist es ja auch durchaus leserfreundlich und kein hochwissenschaftliches Blabla, das keiner lesen/kaufen will. Geeignet also, um eine große Leserschaft zu kriegen.

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12. Kommentar von Doommaker am 10.11.2011 um 20:37

"...geeignet also um eine große Leserschaft zu kriegen"
umso mehr Mittelalterfestbesucher denen man das alles dann lang und breit erklären kann und die meinen "aber ich hab gelesen..."
Solche Bücher bedeuten Mehrarbeit für Erklärbären.

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13. Kommentar von Rotschopf am 11.11.2011 um 13:17

@doommaker
...ich glaube hier stehen wir vor einem ganz anderen problem der szene, das nicht wirklich was mit diesm buch spezifisch zu tun hat, nämlich der Irrglaube, man könnte ein so komplexes Thema bei dem nicht mal studierte Experten alles auf eine korrekte Lösung bringen können, mit einem 200-Seiten-Buch zusammenfassen und dass man nach dessen Lektüre alles darüber wüsste. Und es gibt ja immer wieder Werke, die dem Leser genau das verkaufen, dass sie das zustande bringen. 1000 Jahre Kostümgeschichte und regionale Unterschiede auf 10 000 000 Quadratkilometern europäischer Kultur zusammenzufassen, ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Diesen Gedanken verstanden zu haben, ist ein grundlegender Schritt, der vielen fehlt.

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14. Kommentar von Rotschopf am 21.11.2011 um 13:23

Mag nicht mal jemand in dem Zusammenhang auch folgendes lesen?
Zeitreise ins Mittelalter
Gabriele Praschl-Bichler berichtet anhand von steinernen Zeugen über Ge-schichte und Geschichterln aus den frühen Grazer Jahrhunderten. Vom finsteren Mittelalter mit seinen Geheimnissen und dem mühsamen Alltagsleben, herauf zur Renaissance. Die Hofburg, der Schloßberg, die Stadtteile zwischen Murgasse, Kaiser-Franz-Josef-Kai und Sackstraße, zwischen Sporgasse, Paulustor, Burggasse und Herrengasse oder zwischen Herrengasse, Joanneumring und Murgasse ergeben ein reiches Spektrum an Geschehnissen. Von Turnieren, wilden Sitten im Kaiserhaus, Teufelsaustreibungen, Badstuben, mangelnder Sauberkeit und Streitigkeiten ist die Rede, aber auch von den kostbaren, farbenprächtigen Kleidern der jungen Leute im Mittelalter. Treffende Fotos stellen den Bezug zur Gegenwart her und laden zu einem „Lokalaugenschein“ vor Ort.

Geheimnisse des Mittelalters und der Renaissance. Der Grazer Vergangenheit auf den Spuren. Leopold Stocker Verlag Graz – Stuttgart, 184 Seiten, 19,90 Euro

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