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(C) Hans im Glück Verlag
Das Spiel von Donald Vaccarino hat den begehrten Preis "Spiel des Jahres" erhalten.

(C) Hans im Glück Verlag
Die Spielkarten sind mit in liebevollem Detail gemalten Bildern versehen und machen einen stimmigen Gesamteindruck.

(C) Sabine Lang
Ein Spielaufbau der Huscarl Spieletester...

Dominion - was für eine Welt
Kartenspiel aus dem Hans im Glück Verlag
9. 2. 2010 - 23:00
Sabine Lang


Die stetig steigende Zahl an Gesellschaftsspielen mit Mittelalterbezug hat die Redaktion dazu veranlasst einige Spiele zu testen, mit denen man nicht nur die kalte Jahreszeit bestreiten kann. Als Erstes in dieser Reihe wurde "Dominion" von Ravensburger ausgewählt, das mit dem begehrten Preis "Spiel des Jahres 2009" ausgezeichnet wurde. Eine Erscheinung im Spieleverlag Hans im Glück sorgt aber auch so für eine hohe Erwartungshaltung, der Verlag vertreibt unter anderem Erfolgsklassiker wie Carcassonne.

Der Klappentext: Ein wenig Geld, kleine Ländereien, mehr hast du zu Beginn des Spiels nicht. Doch die Welt steht dir offen, denn du kannst dir ein Reich aufbauen, indem du Dörfer baust, einen Markt oder einen Thronsaal errichtest. Schließlich willst du dein Reich vergrößern, und zwar schneller als deine Mitspieler. Dazu baust du dir dein Kartendeck auf, um die Mitspieler zu übertrumpfen und eher zum Ziel zu kommen. Das raffinierte und innovative Spielsystem sorgt mit jeder Partie immer wieder für neue Spannung. Dominion – eine Welt voller packender Abenteuer.

Spielregeln im Überblick Zu Beginn des Spieles erhält jeder Mitspieler drei Anwesen (Punkte-) und sieben Kupfer (Geld-)karten. Diese Karten werden gemischt und auf einen Stapel gelegt. Der Spieler zieht davon fünf Stück in der ersten Runde. Da er noch keine Aktionskarten hat, entfällt der erste Teil seines Zugs. Mit den fünf Handkarten kann er nun einen Kauf tätigen und legt die verbrauchten Karten offen ab. Danach werden die gekaufte Karte, die abgelegten Karten und die restlichen Handkarten auf den Ablagestapel gelegt. Damit endet der erste Zug des Spielers und der nächste Spieler ist an der Reihe.

In jeder Runde erfolgen die selben drei Aktionen:
1. Aktionsphase: Der Spieler kann eine Aktionskarte setzen und die darauf angegebenen Aktionen auf der abgelegten Karte ausführen.
2. Kaufphase: Der Spieler kann einen Kauf tätigen.
3. Aufräumphase: Der Spieler muss seine restlichen Hand- und Ablagekarten auf den Ablagestapel legen.
Ziel des Spieles ist es, am Ende die meisten Punkte sein Eigen zu nennen.

Die wichtigsten Karten: Die Geldkarten (gelb) werden benötigt um einen Kauf zu tätigen. Es können Punkte- und Aktionskarten gekauft werden. Von den Königreichkarten (weiß) gibt es 25 verschiedene Aktionskarten (jede 10 mal). Durch geschicktes Setzen der Aktionskarten kann der Spieler seinen Zug ausdehnen (z.B. weitere Aktionen setzen) oder seine Kaufkraft erhöhen (z.B. virtuelles Geld). Die Punktekarten (grün) werden am Ende des Spiels zur Feststellung der Punkte benötigt. Während des Spiels behindern sie eher, da sie im Nachziehstapel des Spielers vorkommen, jedoch keine Aktion ermöglichen.

Sabine
Sabine hätte sich mehr Interaktion gewünscht. Anfangs war die Enttäuschung recht groß, fand man in der Schachtel doch nichts weiter als einen Plastikeinsatz, 500 Karten und eine 14seitige - auf den ersten Blick - sehr komplizierte Anleitung. Während des Spiels wurden die Spielregeln klar und die aufwendige Gestaltung der einzelnen Spielkarten erfreute die Spieler. Die Wandlungsfähigkeit von Dominion ergibt sich vor allem durch die immer neuen Kombinationsmöglichkeiten der Königreichkarten. Zu Beginn werden zehn aus fünfundzwanzig Königreich(Aktions-)karten ausgewählt. Dadurch ergeben sich immer unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten und keine Partie gleicht der anderen. Die Interaktionsmöglichkeit zwischen den Mitspielern kam im Spiel allerdings zu kurz. Jeder für sich versucht die meisten Punkte durch geschicktes Setzen seiner Karten zu sammeln, die Züge des einzelnen betreffen seine Mitspieler jedoch nicht. Einige "Aktion – Angriff"-Karten sind im Spiel enthalten, kommen jedoch wenig zur Geltung.

Wertung der Rezensentin

Aufmachung: PunktewertungPunktewertungPunktewertung
Idee: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung
Spielzeit: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung
Interaktion: Punktewertung
Spielspaß: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung

Florian
Der Spielspaß kommt mit der Übung. Mir hat vor allem das Design der Karten von Anfang an zugesagt, das mühelos die hohe Qualität, die man von Trading-Card-Games gewohnt ist, erreicht. Auch die Spielebox erwies sich als nützlich, da darin jede Kartenart ein übersichtlich gekennzeichnetes Ablagefach erhält. Das Spiel selbst macht auch mit zwei Spielern Spaß, mehr Teilnehmer sind aber empfehlenswert. Wenn man die verwendeten Aktionskarten per Zufall bestimmt, ergeben sich in jedem Spiel neue, interessante und herausfordernde Kombinationen. Je mehr man das zu Beginn ungewöhnlich erscheinende Spielprinzip versteht, desto schneller geht es, umso mehr Strategien fallen einem ein und der Spielspaß steigt deutlich.

Wertung des Rezensenten

Aufmachung: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung
Idee: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung
Spielzeit: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung
Interaktion: PunktewertungPunktewertung
Spielspaß: PunktewertungPunktewertungPunktewertungPunktewertung

Daten

Alter: ab 8 Jahre
Anzahl: 2 – 4 Spieler (bis zu 6 mit Erweiterung)
Art: Kartenspiel
Dauer: 30 – 60 min
Erscheinungsjahr: 2008

Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück

Auszeichnungen:
- Spiel des Jahres 2009
- À la carte-Kartenspielpreis
- Österreichischer Spielepreis "Hit mit Freunden"
- Deutscher Spiele Preis 2009: Platz 1
- Mensa Select 2009


Weiterführende Links:



1. Kommentar von Griessu am 10.02.2010 um 19:31

Dominion
Wenn man sich erst mal durch die umfangreichen Regeln gelesen hat und mal ein, zwei probe Spiele gemacht hat, spielt es sich eigendlich recht schön.

Finde ich gut. Ich kann dir nicht folgen / verstehe dein Kommentar nicht. Dem Verfasser dieses Kommentars eine private Nachricht schicken. Community-Funktionen sind nur für angemeldete Benutzer verfügbar.


2. Kommentar von Bombastus am 13.02.2010 um 10:34

Meine Wertung
Nach etwa 10 Spielen meine Wertung kurz und knapp: Ein gutes, wirklich neuartiges System mit der heute schon bei etlichenSpielen üblichen Expansionsmöglichkeit, die Auszeichnung ist verdient, der Preis akzeptabel, es gibt Aha-Erlebnisse und Spielspass. Trotzdem ist es mMn nicht einmal vergleichbar vom Spielspass her mit zB. Siedler von Catan, Risiko oder, wenn man bei Kartenspielen bleiben will: es ist weder ein neues poker noch ein chez geek oder munchkin, aber einen Versuch wert.

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3. Kommentar von blackburg am 08.05.2010 um 15:27

Ohne Vorbehalt
Ich kann Dominion ganz offen empfehlen! Ich bin nicht der Spiele-Crack, aber ich habe nicht lange gebraucht, um hineinzukommen. Und die große Auswahl an Kartendecks macht das Spiel sehr abwechslungsreich. Spielspaß ist garantiert.

Finde ich gut. Ich kann dir nicht folgen / verstehe dein Kommentar nicht. Dem Verfasser dieses Kommentars eine private Nachricht schicken. Community-Funktionen sind nur für angemeldete Benutzer verfügbar.



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