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Heinrich Wurzian
Das Logo der Veranstaltungsreihe.

Heinrich Wurzian
Kämpfer in der Arena beim Mittelalterfest Reichenau.

Heinrich Wurzian
Momentaufnahme vom Cup in Hainburg

Florian Machl
Kampfgeschehen vor tausenden Zusehern beim Landesritterfest Linz.


Das erste Jahr Vollkontakt Buhurt Cup in Österreich
Der VgVK Wien zieht Bilanz
Heinrich Wurzian
24.09.2012 11:12

Das Jahr 2012 brachte viele Neuerungen in die heimische Vollkontaktszene, so etwa den erstmals stattfindenden österreichischen Cup im Buhurt Kampf. In einer dreiteiligen Turnierreihe, organisiert vom VgVK Wien und abgehalten jeweils auf von Torxes von Freygeyst gehosteten Veranstaltungen, konnte man sich im vier gegen vier Kampf nach den Regeln des Battle of the Nations messen.

Das Sammeln von Erfahrungen im Kampf und die Möglichkeit seine eigenen Trainingsdefizite festzustellen waren nur einige der zahlreichen Qualitäten, die dafür sprachen, am Cup aktiv teilzunehmen. Öffentlich ausgeschrieben wurde der Cup im Frühjahr 2012, jeder hatte die Möglichkeit daran teilzunehmen. Genutzt haben diese Möglichkeit heuer insgesamt vier Teams. Einerseits das Team Bluthunde und das Team des VgVK (beide aus dem selben Stall) sowie das Team Grenzwacht (Deutschland) und das Team Bohemia (Tschechien).

Begehrte Trophäen

Das Feedback von Seiten der Kämpfer, bezogen auf die Turnierreihe fiel überwältigen positiv aus. Dazu trugen auch unter anderem die drei liebevoll gestalteten Trophäen bei, um welche bei den jeweiligen Turnieren gekämpft wurde – der „Dolch von Hainburg“, der „Schild von Linz“ und die „Axt von Reichenau“.

Breite Präsentation der Sportart

Der CUP hat auch weitestgehend dazu beigetragen einem ungeahnt breiten Publikum diesen neuen Sport näher zu bringen. Zahlreiche Anfragen hinsichtlich Probetrainings beim VgVK Wien und VgVK Salzburg, sowie beim befreundeten VFKR OÖ-Nord in Linz sind das positive Resultat der Turnierreihe, auf welches sowohl Organisator als auch Host stolz sein können.

Der Auftakt – Hainburg an der Donau, Juni 2012

Im Rahmen des Mittelalterspektakels in Hainburg an der Donau vom 09. bis 10. Juni 2012 fand der Cup seinen Anfang – gekämpft wurde um den „Dolch von Hainburg“. An den Start gingen drei Teams – Bluthunde, VgVK und Grenzwacht. Was als 4 gegen 4 Turnier begann musste wegen zahllosen technischen Gebrechen bald als 3 gegen 3 Turnier weitergeführt werden.

Nach einem doppelten Durchlauf der Vorrundenkämpfe war klar, dass die vor Enthusiasmus geifernden Bluthunde dieses Turnier klar dominierten. Im Finale am Sonntag Nachmittag standen sich schließlich die Bluthunde und die Kämpfer des VgVK gegenüber. Wo das Publikum am Vortag den Geschehnissen am Turnierplatz noch durchaus distanziert gegenüberstanden, kochte die Stimmung in der Finalrunde förmlich über. Eine Woge aus Jubel und tosendem Applaus spornten die Kämpfer zu Höchstleistungen an.

Als die Bluthunde nach der ersten Runde mit 1:0 in Führungen gingen hallte der Ruf „Macht die Welle!“ durch das tobende Publikum. Gesagt getan. Nie hat ein Kämpfer dieses neuen Sports auf österreichischen Boden je zuvor vom Publikum eine Welle bekommen. Beflügelt vom Applaus gewannen die Bluthunde auch die zweite Runde und gewannen damit den Dolch von Hainburg.

Das Massenevent – Linz

Am Landesritterfest Linz, am 7. Juli 2012, ging der Cup in die zweite Runde. Gekämpft wurde in der Sandarena am Hauptplatz. Wo der tiefe Sand als Untergrund ohnehin schon eine Herausforderung darstellte, kam noch der Regen vom Vortag dazu, und verlieh dem Boden eine furchtbare Konsistenz, welche den leichten schnellen und mobilen Kämpfern gegenüber schwereren und langsameren Kämpfern all ihre Vorteile nahm.

An den Start gingen auch bei diesem Turnier wieder die selben drei Teams – Bluthunde, VgVK und Grenzwacht. Hinzu kamen zwei Kämpfer vom VFKR OÖ-Nord und zwei Legionäre aus Tschechien, welche leider jeweils kein eigenes Team mitbringen konnten und daher den bestehenden Teams zugeteilt wurden.

Wo im vorangehenden Turnier die beiden Vorrunden und das Finale homogen auf zwei Tage verteilt stattfanden, ballte sich in Linz an einem Tag zusammen. Unter der prallen Sommersonne kämpften die Athleten um den „Schild von Linz“.

Das Team VgVK wollte seine Niederlage von Hainburg unbedingt wieder wett machen, scheiterte diesmal jedoch am ungeahnt gestärkten Team der Grenzwacht. Auch das Publikum fieberte dieses Mal von der ersten Minute an mit ihren favorisierten Teams mit.

Die Bluthunde dominierten auch dieses Mal klar den Turnierplatz in den Vorrunden und fanden sich schließlich im Finale mit der Grenzwacht konfrontiert. Nach einem schnellen 1:0 für die Bluthunde folgte eine kräftezehrende Runde welche als Unentschieden gewertet werden musste. Die dritte Runde konnten die Kämpfer der Grenzwacht überraschend für sich entscheiden. Mit dem 1:1 Ausgleich wendete sich das Blatt. Nach zwei weiteren Runden stand mit 3:1 unmissverständlich fest, dass das Team Grenzwacht den „Schild von Linz“ mit nach Hause nehmen konnte.

Die finale Runde – Reichenau im Mühlkreis

Mehr als ein Monat nach Linz trafen sich die Teams am 18. und 19. August 2012 zum letzten Turnier des Österreich CUP in Reichenau im Mühlkreis. Neben den drei bestehenden Teams trat diesmal auch das Team Bohemia (Tschechien) als eigenständiges Team an. Gekämpft wurde um die „Axt von Reichenau“. Die drei, eigens für Reichenau angeheuerten, ausgebildeten Schiedsrichter aus der Ukraine, verliehen der Veranstaltung eine höchst professionelle Note.

Die Vorrunden waren bedeutend härter als in den vorangehenden Turnieren – jedes Team war willens dieses letzte Turnier zu gewinnen. Die Grenzwacht wollte verständlicher Weise an ihrem vorangehenden Erfolg anschließen. Mit einigen neuen Kämpfern am Start, welche in Reichenau ihr Debüt beim CUP feierten, bestritt das VgVK Team frisch gestärkt dieses dritte und letzte Turnier.

Im ersten Teil der Vorrunde setzte sich das Team Bohemia gegen die Grenzwacht durch. Danach folgte der Überraschungssieg des VgVK gegen die Bluthunde.

Runde zwei ließ die Bluthunde gegen Team Bohemia triumphieren. Im zweiten, stimmungsgeladenen Kampf heimste der VgVK seinen zweiten Sieg ein und gewann mit 2:0 gegen die Grenzwacht.

In der dritten und letzten Runde der Vorrunde schenkte Team Bohemia dem VgVK seinen dritten Sieg durch Aufgabe, während die Bluthunde mit 1:2 gegen die Grenzwacht verloren.

Im Finale stand das Team des VgVK den Bluthunden gegenüber. Der Einzug der Bluthunde in die Finalrunde wurde nach Punkten, abhängig von der Sieg – Niederlagenbilanz in der Vorrunde, ermittelt. Sie setzten sich um 3 Punkte gegen die Grenzwacht durch (beide hatten nur einen Sieg in der Vorrunde).

Der Einzug ins Finale war für die Bluthunde zwar eine Zitterpartie, die Kämpfe selbst verliefen jedoch ungeahnt eindeutig. Mit 3:1 gewannen die Bluthunde gegen den VgVK, der zuvor noch als klarer Favorit des laufenden Turniers gegolten hatte. Ein unerwartetes aber durchaus spektakuläres Ende, für eine durch und durch positive Turnierreihe.

Cup Abschluss - Preisverleihung

Im Rahmen des Martinimarkts im Schloss Steyregg findet am Freitag, dem 16. November 2012 die Preisverleihung und Kürung des Gesamt Cup Siegers in Form eines festlichen Banketts statt. Der Gesamtsieg wird nach Punkten, gesammelt in den Vorrunden, ermittelt – unabhängig vom jeweiligen Turniersieg. Die Punkteverteilung nach Linz ist bekannt gegeben worden. Die entscheidenden Punkte von Reichenau werden jedoch erst im Rahmen der Preisverleihung verlautbart.

Es bleibt also spannend, wer die Wandertrophäe für den Gesamt CUP Sieg von Toxes von Freygeist im Schloss Steyregg überreicht bekommen wird und wer damit unmissverständlich als das beste Buhurt Team 2012 in Österreich gilt.





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1. Kommentar von Narr am 01.10.2012 um 14:43

ich ich
bin so aufgeregt, wer wird wohl den Gesammtsieg erringen.....

War toll und wirklich imposant, und allen Skeptikern zum trotz, kamen die Kämpfe extra toll beim Publikum an.

Danke an alle Kämpfer IHR WART WAHNSINN

Wir machen 2013 weiter und am 19. und 20. Mai in Hainburg geht es wieder los.......

Die große Preisverleihung findet nicht im rahmen des Martinimarktes statt sondern ist eine eigene Veranstaltung mit Presse und geladenen Gästen....

also "Nicht reden sondern tu es."....

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