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Von Preis und Wert
Der Spagat zwischen gratis und teuer
25.07.2010 - 21:00
Florian Machl


Immer vehementer wird die Diskussion zum lieben Geld eingefordert. In einer aufgrund der Wetterlage bislang sehr schwierigen Saison voller Meinungs­verschiedenheiten sind die Finanzen einer der Streitpunkte schlechthin. Von Darstellern, die sich übervorteilt fühlen, bis hin zu Besuchern, denen offenbar jedes Verständnis dafür fehlt, dass Leistung seinen Preis haben muss und der Wert des Gebotenen meist stark vom Eintrittspreis abweicht. Es folgt der Versuch einer Betrachtung, der eine Einladung zur Diskussion und zum Hinterfragen verschiedener Positionen darstellen soll.

Im Wirtschaftsleben hat jeder von uns verschiedenste "Typen" von Menschen kennengelernt. Dabei gibt es auch Berufsgruppen, denen man mit Vorurteilen begegnet. Verallgemeinerung ist selten objektiv, doch ganz ohne Schubladen funktioniert unsere Denkmaschine nicht. So kann man verstehen lernen, wie ein Verhalten, das man möglicherweise selbst ablehnt, von anderen als vollkommen richtig und erstrebenswert erachtet wird. Beispielsweise wenn jemand in Verhandlungen einen besonders "guten" Preis erzielt hat, der nur einer Seite große Vorteile bietet. Ob der Geschäftspartner damit (über-)leben kann, interessiert manche Ein- und Verkäufer nicht besonders. Hauptsache die eigene Kasse stimmt. Stimmt sie nicht, pocht man auf Altruismus. Nicht weil man mit Hilfsbereitschaft selbst etwas anfangen könnte oder sie als positive Eigenschaft des Menschen schätzt. Selbstlosigkeit ist schlicht und einfach eine nützliche Eigenschaft bei anderen, besonders dann, wenn man sie für eigene Zwecke instrumentalisieren kann. Und so hält sich auch in der Mittelalterszene der eine oder andere für einen besonders findigen Geschäftsmann, wenn er als Veranstalter einer Programm gestaltenden Gruppe einen Cent Entschädigung pro Fahrtkilometer als Gesamtgage ausbezahlt. Was viele als Beleidigung betrachten würden, ist für andere eben ein "gutes Geschäft". Zu verstehen, wie die Dinge mancherorts funktionieren, bedeutet aber nicht, dass man sie auch gutheißen muss.

Konzertkarte: 100 Euro - angemessen?
Mittelalterfest: 8 Euro - teuer?


Vielleicht hilft diese obenstehende Betrachtung auch zu einem Einstieg in die Thematik: Dem Preis und dem Wert von Dingen. Die Meinungen dazu sind so unterschiedlich, wie die Anzahl der Menschen, die damit zu tun haben. Der Preis einer Sache oder Dienstleistung ist so gut wie nie an den tatsächlichen Wert gekoppelt. Bei Konsumgütern kann dies an der eigentlichen Minderwertigkeit des Produktes liegen, aber auch an der beabsichtigten Gewinnspanne des Verkäufers. Bei Mittelalterveranstaltungen erscheint die Kluft zwischen Preis und Wert oft riesig zu sein - und das zumeist zu Lasten von Veranstaltern und Darstellern. Damit gemeint sind die Eintrittspreise. Wer hat niemanden im Bekanntenkreis, dem eine Konzertkarte für einen so genannten Weltstar zwischen 50 und 100 Euro wert ist? Wer kennt niemanden, der bereit ist, für eine Halbe Bier beim Fortgehen vier Euro oder mehr zu bezahlen? Und bei einem Getränk bleibt es selten. Die Analyse von Massenphänomenen und wieviel Geld die Menschen für den Konsum selbiger auszugeben bereit sind ist unumgänglich. Mittelalterfeste sind nahezu durchgehend Veranstaltungen zur Unterhaltung für die ganze Familie. Die Intentionen der Veranstalter sind vielfältig. Von selbst erteiltem oder öffentlichem Bildungsauftrag, von Romantizismus bis hin zum Wunsch nach dem schnellen Geld ist eine große Bandbreite vorzufinden.

Kommerzvorwurf gegen Erfolgsfeste

Nahezu jedes Fest, besonders die erfolgreichen Veranstaltungen, haben im Nachhinein mit einem Kreuzfeuer der Kritik zu kämpfen. Sie wären kommerziell und überteuert. Dabei wird selten differenziert, wer der Veranstalter eigentlich ist, was geboten wurde und was nüchtern mathematisch betrachtet überhaupt übrig bleiben kann. Werden zwei Euro verlangt, mokiert man sich, dass der Event nicht gratis wäre. Verlangt man acht Euro, was sonst jeder für eineinhalb Stunden im Kino (inklusive 15 Minuten Werbung) zu bezahlen bereit ist, werden erste Kommerzvorwürfe laut. Geht der Preis in Richtung 20 Euro, bezahlen ihn interessanterweise oft zehntausende Gäste Jahr für Jahr. Beschwerden kommen hier natürlich ebenso zuhauf, aber bei der Summe der Einnahmen nehmen sich Veranstalter solcher Feste heraus, die Ohren auf Durchzug zu stellen.

Dabei dürften sich die Beschwerdeführer ruhig auch einmal darüber Gedanken machen, welche Preise tatsächlich nötig sind, um als seriöser Veranstalter alle Darsteller, Künstler und Mitarbeiter tatsächlich fair zu entlohnen und um alle weiteren Kosten abzudecken. Der Besuchergedanke, alles müsse am besten gratis sein und selbst das wäre noch zu teuer, ist nicht weit vom einleitend erwähnten Veranstaltergedanken und den Stichwörtern Rücksichts- und Respektlosigkeit entfernt.

Was vom Kuchen übrig bleibt

Eine gute Truppe für einen Hauptact in den Bereichen Show oder Musik fordert Listenpreise um die 2.000 Euro. Nebenacts schlagen an einem Wochenende schnell mit 500 bis 1.000 Euro zu buche. Studiert man ein Programmheft und zählt die verschiedenen Punkte ab, kann man sich schnell einen Überblick über das Kostenpotential verschaffen. Dass nicht immer Listenpreise bezahlt werden müssen, ist eine andere Sache. Die Definition von Freundschaftspreisen hängt davon ab, ob man selbst sein bester Freund ist oder doch den Partner als solchen wahrnimmt, der sich tagelang abmühen wird, um das Publikum zu unterhalten.

Zu beachten sind Nebenkosten für die Infrastruktur: Miete, Sanitäranlagen, Strom und Wasser und die Professionisten die selbiges einleiten, Security, Sanitäter, Feuerwehr, Exekutive. Und nicht nur das verursacht Ausgaben. Primär zu beachten sind Lustbarkeitsabgaben an die Gemeinden (bis zu 25% sind möglich) oder AKM-Forderungen von ebenso bis zu 25%. Manche Veranstalter sind darüber hinaus umsatzsteuerpflichtig und können diese ebenso gleich abziehen. Auch der wenig geübte Volksschulmathematiker dürfte erkennen, dass unter dieser möglichen Abgabenlast nicht sehr viel übrig bleibt. Dabei sollte nicht verschwiegen werden, dass diese von Veranstaltung zu Veranstaltung grundverschieden ist und unter gewissen Konstellationen wie einer Befreiung von der Lustbarkeitsabgabe auf null Prozent schrumpfen kann.

Schlimmstenfalls bleiben von acht Euro Eintritt also vielleicht zwei Euro übrig, von denen dann erst die Akteure bezahlt werden können. Und irgendwo, am Ende der Futterkette, kommt dann erst der Veranstalter. Der insbesondere in der heurigen Regen- und Tropenhitze-Saison nicht selten mit einem satten Minus heimgeht. Aus Veranstaltersicht wurde schon oft die Frage gestellt, weshalb angenommen wird, dass Veranstalter das Mittelalterhobby voll zu finanzieren haben. Der Gedanke ist zumindest dahingehend nachvollziehbar, dass es sonst kaum ein Hobby gibt, wo man automatisch nur für die Ausübung von irgendjemandem dafür bezahlt wird. Geld gibt es in der Praxis beispielsweise nur für wirklich gute Sportler. Fürs Trainieren am Tennisplatz oder fürs Verlieren eines Turnieres gibt es kein Preisgeld und keine Gage. Die Entscheidung dazu, ein Hobby ausüben zu wollen, ist auch eine Entscheidung für Kosten.

Sind 20 Euro angemessen?

Verständlicher werden nach dieser Rechnung die reinen Kommerzanbieter, wenn wir sie so nennen wollen, die es als ihren Brotberuf erklärt haben, Mittelaltermärkte zu veranstalten. Sie haben demgemäß wenig Skrupel, rund 20 Euro aus den Besuchertaschen zu holen. Bieten sie ausreichend Programm, muss man zugestehen, dass der Preis dem Wert einer Veranstaltung am ehesten gerecht wird oder immer noch zu gering ist. Wo sonst bekommt man einen ganzen Tag lang um diesen Preis Unterhaltung von Musikern, Artisten, Schaukämpfern und Gauklern? Ein Zirkus kann dies nicht bieten, auch wenn der dortige Leistungsumfang nicht allzu verschieden ist. Auch eine Kinovorstellung ist ein Resultat der Arbeit hunderter Menschen - und dennoch ist ihre Dauer viel kürzer, ihr Unterhaltungspotential und ihre Eignung für eine ganze Familie gänzlich anders gelagert.

Bei allen Veranstaltungen entscheidet erst der Publikumszuspruch über positives oder negatives Ergebnis. Hier scheint klar zu sein: Hätte man schon vorher sicher gewusst, dass 10.000 Gäste kommen, wären entweder geringere Eintrittspreise oder auch höhere Gagen möglich. Andererseits - in Eggenburg weiß man jedes Jahr um diesen Umstand Bescheid und fordert minimalistische Eintrittspreise. Dennoch lässt man sich dort zum Dank als Kommerzanbieter beschimpfen, was in diesem Fall sicher nicht gerecht ist. Insidern stehen aber besonders dann die Haare zu Berge, wenn Kommerzvorwürfe gegen Veranstaltungen wie auf Burg Lockenhaus laut werden, wo jeder Akteur weiß, dass er von Partnern mit großer Handschlagsqualität die größtmögliche Summe ausbezahlt erhält, die auf Basis der Einnahmen möglich war.

Ermäßigung für Gewandete

Ein unter Veranstaltern häufig diskutiertes Thema ist die Ermäßigung für "historisch gewandete" Gäste. Als Argument für eine solche Ermäßigung wird häufig angeführt, dass die gewandeten Besucher zur Atmosphäre einer Veranstaltung beitragen würden und diese solchermaßen für andere Gäste attraktiver machen. Die Gegenargumente scheinen zahlreicher auszufallen. Zum einen sei es unzumutbar, von ungeschultem Kassenpersonal feststellen zu lassen, was im Sinne der Veranstaltung "korrekt gekleidet" wäre und was in einen anderen Bereich fällt. Zum anderen wären gewandete Besucher Gäste wie alle anderen auch und würden dasselbe Programm konsumieren. Künstler und Darsteller reduzieren ihre Gagen ja auch nicht danach, ob sie normal oder speziell gekleidete Zuseher bei ihren Auftritten haben. In einem Restaurant wird das Menü auch nicht günstiger, wenn man in Anzug und Krawatte erscheint - auch wenn viele solcher Gäste geeignet sind, den Anschein eines "gehobenen Lokals" zu erwecken. Dass man bei manchem Faschingsfest mit bunter Clownnase billiger ins Bierzelt kommt, sollte man vielleicht auch nicht als gelungenes Vorbild heranziehen.

Vorfinanzierung

Nicht minder energisch diskutiert wird auch die Frage, ob eigentlich "jeder" ein Mittelalterfest veranstalten sollte, der den inneren Drang dazu verspürt. Stellen wir die Frage einmal andersherum: Kann sich jeder ein Haus leisten, weil er gerne eines hätte? Willigt eine Bank in die Kredite oder eine Baufirma in den Bau ein, ohne jegliche Sicherheiten dafür, nur weil der Auftraggeber "nett" ist? Kann sich jeder ein Luxusauto leisten, weil ihm der Sinn danach steht? Händigt der Verkäufer in gutem Glauben den Schlüssel aus, bevor die Finanzierung unterschrieben ist? Wohl kaum. Weshalb existiert dann eigentlich in der Mittelalterszene eine exakt gegenläufige Praxis? Um den Preis des angebotenen Wertes zu erzielen, ist zumindest eine solide Basis notwendig, denn ohne den Willen zu kräftigen Investitionen in die Werbung ist es egal, ob man an der Kassa zwei oder 20 Euro verlangt. Ohne zahlendes Publikum geht sich die Sache so oder so nicht aus.

Sponsoring über Umwege

Abschließend soll um Dank und Respekt für diejenigen Veranstalter geworben werden, die Jahr für Jahr uneigennützig dafür sorgen, dass Geld in die Vereine und Darsteller der Mittelalterszene gepumpt wird. Sie ermöglichen es erst, dass anderswo zur Preisminderung auf die Tränendrüse gedrückt werden kann. Gagen auszahlende Veranstalter sind die Sponsoren aller anderen Events. Namentlich soll hier als leuchtendes Beispiel das Fest Montur und Pulverdampf genannt werden. Vielleicht tritt dessen Initiator, ein langjähriger Szene-Insider, nicht so gern ins Licht der Öffentlichkeit, aber durch diese Veranstaltung und die Ausschüttung von fairen Entgelten sowie der damit einhergehenden Anerkennung vom Wert der Dinge werden im gesamten Bundesgebiet erst Feste möglich, die ohne Startgeld ins Rennen gehen. Es scheint folgende Rechnung Gültigkeit zu besitzen: Je weniger Gewinnabsicht oder -druck hinter einem Event steht, desto größer ist der finanzielle und ideelle Nutzen für die Gemeinschaft.



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1. Kommentar von Riharc am 26.07.2010 um 12:41

Viele Punkte...
....die zur Kontemplation anregen !

Ein paar freie Gedanken, die mir durch den Kopf gehen (ich beziehe mich größtenteils auf Musik)

Was Preise allgemein betrifft :wir arbeiten in einem Bereich, der
keine allgemein akzeptierten (offiziellen) Preislevels kennt - Preise werden gemacht, ob aus Notwendigkeit oder aus Gier....es ist für Neulinge immer schwer, ein Preisniveau zu finden, mit dem man weder "drunterfahrt"
(also Mitbewerber eklatant unterbietet), noch eine Unbuchbarkeit des eigenen Acts generiert.
Veranstaltungen dieses Themenbereiches werden oftmals von Enthusiasten geführt - meistens sehr nette Menschen mit Begeisterung, die ansteckt. Wenn man Glück hat, bleiben sie dabei auf dem Boden und vergessen nicht, daß es hier um echte Arbeit geht.
Ich habe mir schon anhören müssen, daß man "eh' das tut, was einem Spaß macht und es deswegen doch nicht so teuer sein kann.." Instrumente, Übungszeit, Probelokale, all das bezahlt uns aber keiner -
damit wir das bieten können, was die Leute wollen, müssen wir investieren und mindestens so hart arbeiten, wie in jedem "bürgerlichen" Beruf.

Ich persönlich hatte noch selten Probleme mit Preisen - normalerweise zahlen die Leute, was wir verlangen, wenn jemand sich nicht mehr leisten kann oder will, wir können auch mit halber Besetzung eine gute Show liefern, kommt aber fast nie vor.

Ich denke, die Gagen VOR der Veranstaltung gedeckt zu haben, ist der Weg !

Wenn es auf Beteiligung hinausläuft, lehnen wir meistens ab - nicht aus Mißtrauen, aber ich habe
in über 23 Jahren Bühnenarbeit zu oft die Katastrophen erlebt und will auch meinen Mitmusikern
sowas ersparen...wenn es um Benefiz oder um Freunde geht, ist das eine Entscheidungsfrage, aber da spielt Geld eh' keine Rolle (abgesehen von Spesen bzgl. Anfahrt, Konsumation etc., aber auch dabei gab es noch nie Ärger für uns)

"Raubwirtschaft" seitens der Veranstalter ist ebenso destruktiv wie unverschämt hohe Gagenfoderungen von Nichts - oder Wenigkönnern...beides ruiniert auf Dauer den "Markt" und vor allem die "Szene".

Muß jetzt leider weg, später vielleicht mehr

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2. Kommentar von finerl am 26.07.2010 um 13:23

es sollte nicht vergessen werden....
das auch auf dem Markt selbst noch einiges an Kosten anfällt, für Konsumation und Einkäufe....wenn schon der Eintritt zu teuer bemessen ist, ist es für eine bspw. 4-köpfige Familie ein (zu) teurer Spaß.

Der Vergleich mit Kino und Konzert hinkt meiner Meinung nach ein wenig, da bei einem Kinobesuch keine weiteren Kosten mehr anfallen müssen, genauso wie auf einem Konzert (ausser es ist ein Festival mitten im Sommer, dann kommen noch diverse Getränke dazu)

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3. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 26.07.2010 um 13:33

Kino
Sind nicht gerade die Kinobetreiber diejenigen, die Gastro-Abzocke perfektioniert haben? Wo Getränke, Popcorn und Süßigkeiten in Mini-Behältnissen noch mehr kosten als auf einer Autobahntankstelle? Ein Getränk, eine Süßigkeit und eine Salzspeise kosten in einem Cineplexx zusammen sicher schmerzhaft mehr, als die Karte selbst. Und doch stellen sich dort die Leute wie Lemminge an, um zu konsumieren.

Was wäre die andere Seite der Medaille? Wenn der Veranstalter zentral berücksichtigt, dass die Gäste ja noch Essen und trinken kaufen "müssen"? Dinge die fast immer Gewinn- und umsatzmäßig von der Veranstaltung entkoppelt sind (d.h. der Veranstalter ist nicht direkt beteiligt)? Das würde bedeuten: Weniger Programm, dann kann der Eintritt günstiger werden und die Leute haben mehr Gastroangebot. Aber genau solche Gastro-Feste stehen doch im Kreuzfeuer der Kritik, genau dort will doch "niemand" aus der Szene wirklich hin - oder?

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4. Kommentar von finerl am 26.07.2010 um 13:44

--
ich rede ja nicht von 8 Euro Eintritt, bis 10 Euro für Erwachsene ist völlig ok...aber 20 euro pro Nase?
Da müsste ich mit 2 halbwüsigen Kindern, die keine ermässigten Preise mehr bekommen, insgesamt 60 Euro nur an Eintritt bezahlen...das ist für mich als alleinerziehende Mutter einfach nicht machbar.

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5. Kommentar von finerl am 26.07.2010 um 13:45

ps.:
...wenn dann viele ausbleiben, weils einfach zu teuer ist, kommt auch wieder zuwenig Geld rein..man muss eben ein gesundes MIttelmass finden.

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6. Kommentar von das Schandmaul am 26.07.2010 um 17:03

Die Frage der Leistbarkeit
Diese Frage müssen sich bei 20 Euro nicht so viele Leute stellen. Andere widerum schon. Ich musste schon bei Händlern sagen: "Ich weiß, dass diese Ware sehr günstig ist, aber ich kann mir auch den sehr günstigen Preis nicht leisten". So etwas gibt es immer. Dass auch nicht jede Veranstaltung auf diesem Niveau laufen kann ist auch klar - weil ja dann kaum jemand kommt. Wenn es aber eine Veranstaltung ist, bei der vielen Leuten egal ist, dass sie 20 Euro kostet, dann werden solche Preis dort nicht verschwinden.
Ich sag nur: Der Eintritt bei einem Konzert von Corvus Corax kostet 26,- und es gibt Menschen, die dies bezahlen. Man möchte sich Fragen, warum dann ein Mittelaltermarkt, wo sie auftreten - nur als ein imaginäres Beispiel - aber auch noch andere Bands, Schaukämpfer, Gaukler usw., zudem noch vielleicht Tänzer und Feuerkünstler, warum sollte das dann so viel weniger kosten?
Ich sage nicht, dass ich dann noch auf Mittelalterfesten gehen würde, ich sage nur, solche Preise sind verständlich und von der Gestaltung her nachvollziehbar.

Ebenso investiert man, so man - wie manch wenige Personen hier - das ganze professionell, also als Broterwerb betreibt, viel Geld, Energie und Zeit in sein Programm, da möchte man dann aber auch eine Entlohnung, die einen überleben lässt. Man hat einfach nicht die Möglichkeit, zu Dumpingpreisen zu spielen, da man sich sonst eine andere Arbeit suchen müsste. Das hatte ich schon einmal. Resultat: immer weniger Auftritte, weil für alles die Zeit zu knapp wurde und vor allem die wichtigen Kontakte kaum gehalten werden konnten.

Ich veranstalte "nur" ein dreitägiges Geburtstagslager, aber auch da sind 10,- bis 15,- zu bezahlen um die Kosten zu decken, ohne, dass ich Sanitäter, Klo-, Kassa-, Security- oder sonstiges Personal, Platzmiete, Künstler oder sonst etwas zahlen müsste. Ich sage nur: Klowagen, Klopapier, Wasser, Genehmigungen usw. ... - man beachte die Relation, wobei ich einräumen muss, dass der Preis besucherabhängig ist und daher bei mehr Teilnehmern eventuell noch sinken kann.

Ermäßigung als Gewandeter erwarte ich bei Festen auch nicht unbedingt, freue mich aber, wenn es sie gibt. Freier Eintritt ist natürlich als Besucher toll, was aber, wenn man Feste veranstaltet, die einen hohen Besucheranteil an Gewandeten haben (die gerade deswegen kommen, weil wenig nicht gewandete Besucher da sind) - wer bezahlt dann???

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7. Kommentar von Grimjau am 26.07.2010 um 18:51

Das liebe Geld, ein ewiges Thema
Was darf es kosten?
Gute Frage, die Antwort kann sicherlich nicht Allgemein abgehandelt werden.
Nachdem wir in einem Hochsteuerland leben und alle Gebühren pro Jahr steigen, steigen auch die
Kosten der Veranstalter. Daher bei gleichbleibender Besucherzahl steigen die Eintrittspreise.
Ergo es wird jedes Jahr teurer, egal wie sehr wir jammern.

Was dürfen Darsteller kosten?
Vielleicht sollte man zwischen Reenactor Veranstaltungen und Feste für die Breite Masse unterscheiden.
Reenactor bzw, Living History sind von der Scene für die Scene gemacht. Wer dort teilnimmt macht das weil
es sein Hobby ist. Bei Reenactor Veranstaltungen wie z.B. in England ist es nicht üblich die Teilnehmer zu bezahlen.
Ich kenne keine Reenactor oder Living History Veranstaltungen wo ich jemals was als Teilnehmer bekommen hätte.
Ganz im Gegenteil manche kosten mir sogar etwas und ich rede hier nicht von Reisekosten.

Bei einem Fest für die Breite Masse sehe ich die Bezahlung von Darstellern egal ob Hauptberuflich oder Amateur als normal an.
Solange ich aktiv etwas Leiste, wie Schaukampf, Vorführungen von Waffentechniken oder Handwerk.
Wie viel darf ich verlangen?
Soviel wie der Veranstalter bereit ist für mich zu zahlen. Blöder Spruch ich weiß.

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8. Kommentar von Kurik am 27.07.2010 um 15:10

Das liebe Geld
Hallo,

ich sag mal eine "Gratisveranstaltung" für den Besucher gibts nur dann wenn wer "anderer"
dafür aufkommt, siehe Donauinselfest.

Ein Besuch egal welcher Veranstaltung kostet etwas, nur sollte dies im Rahmen bleiben,
man sollte sich mal ein Beispiel vor Augen halten:

- eine Familie mit 1 Kind
- Eintritt: Erwachsene 8 Euro Kind: 5 Euro  Ergebniss: 20 Euro
- Trinken: Getränke 3-4 Euro pro Einheit Ergebniss: ca. 10 Euro
- Essen: aktuelles Beispiel Kaprun (Halbes Huhn um 7 Euro) Ergebniss: 14 Euro, sorry
da wird mir schlecht
- Einsatz im Minimum knapp 50 Euro, für eine Familie mit 1 Kind
- Einsatz in Schiling nun 700

das so mal als Anstoss :).

Da sollte sich so mancher Veranstalter mal überlegen ob er mit seiner Familie, auf eine
Veranstaltung gehen würde, wo man net sicher ist, das die angepriesene Leistung auch auch dargeboten wird,
im gegensatz zu einem Kino oder einem Konzert :), wo durch den Kauf der Karten, eine vertaglich fixierte
Leistung geboten werden muss.

Als Veranstalter von so einer Veranstaltung hat man es aber auch nicht einfach:
- man benötigt eine gewissen Menge an Besuchern, um einen Break-Eaven zu bekommen
- Kosten die "lokal" anfallen wie z.b. Lockenhaus und eineige andere Orte.
- das Wetter, spielt hier nen "dicken" Faktor, hier muss man sich absichern (Sponsoren,
Versicherung ....)
- Personen die zwar einen Event haben wollen aber dafür nichts beisteuern wollen (div. Gemeinden, Burgbesitzer)
- usw. usw.

Also auch keine einfache Sache, was mich aber nun zum Kernpunkt von alledem bringt.

- Als Besucher wird man gerne die 50 Euro bezahlen wenn das gebotene, d.h. alles was angepriesen
wird auch geliefert wird, oder ein "Ersatzprogramm" in der "selben" Qualität
- das dies nicht immer Fall ist wissen wir so denke ich alle
- ein Händler oder ein Akt kommt nicht weil er grad net mag, oder reist aus "gewissem" Frust
wieder ab.
- Als Besucher ist man aber auch gefordert, mal "Abstriche" zu machen wenn es das gebotene
wirklich nicht dargeboten werden kann (Wetter usw.).
- Kritik muss man auf beiden Seiten verkraften können, denn nur dann bekommen wir ein
gutes Fest zusammen, das wir alle gerne "wieder besuchen" oder "wieder veranstalten".

Ich sage dazu abschliesend, man sollte sich "immer" mal auf die Seite des "anderen" setzen, und
es mal von dieser betrachten, da gewinnt man machmal "andere" Blickweisen :).

Bye Kurik

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9. Kommentar von Brenntenperch am 27.07.2010 um 22:38

Zum Thema "7 Euro für ein Henderl"
Thema "Halbes Huhn" --> weil ich in der Orga bin in Kaprun und es mich insofern ein wenig ärgert:

Geh in einen Billa/Merkur/Spar/M-Preis und verlang mal ein Leberkässemmerl. Da wirst unter 1,50 Euro ein seeeehr mageres Semmerl kriegen.

Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass die mal 10 Schilling gekostet haben - und gut gefüllt waren. So vor ungefähr 12-14 Jahren sei dazu gesagt.

Wenn ich dann sowas hör: 7 Euro - da wird mir schlecht - für ein halbes Henderl mit Salat - rechne mal ein wenig - das sind NICHT mal 100 Schilling umgerechnet. Und jetzt denkst halt mal zurück, wieviel die früher gekostet haben - so vor 12-14 Jahren. 60-70 Schilling aufwärts - zumindest bei uns in den Tourismusgebieten. Also was ist daran jetzt sooo teuer, dass dir schlecht werden muss? Und gleichzeitig noch ne Frage: Warst du als Teil einer Lagergruppe dort? Weil dann hast du eh Essensmarkerl gekriegt.

Dafür dass das Geld nichts mehr wert ist, eine Veranstaltung haftbar zu machen - und mit solchen Aussagen um sich zu schmeissen, find ich etwas eigenartig.

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10. Kommentar von Kurik am 28.07.2010 um 09:14

Lieber Brenntenperch
Ich und die meinen waren nicht als Lagergruppe dort.

Zur Preisgestaltung an sich, wie oben gesagt sollte man sich mal, auf
die andere Seite begeben, und ich verdamme nicht euch, sondern dies war ein wie
ich schon gesagt habe "aktuelles" Beispiel.

Ich bin auch in Turismussgebieten unterwegs, und wenn man einen
Hendelbrater hernimmt da kostet das selbe halbe Huhn, maximal um die
3-4 Euro.

Bitte sag mir jetzt net ihr hättet Mehr- Kosten als ein Hendelbrater.

Ich glaube den Rest kann ich mir sparen, der ist selbsterklährend, und
es gibt einige Mittelalterfeste die es formachen, wie z.b. Aggstein,
wo die Gastro so wie ihr gute Qualität, aber in diesem Fall zu einem
"günstigen" Preis verkauft.

Es ist aber euer Bier wenn ihr Preise wie in einem Restaurant, macht ob es notwendig
ist ka, der Umsatz würde es zeigen.

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11. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 28.07.2010 um 09:24

Gastro und Veranstalter
Das pauschal zu vermengen ist eigentlich nicht möglich. Soweit ich informiert bin (man möge mich korrigieren) ist selbst in Kaprun die Festorganisation (der veranstaltende Burgverein) von der Gastronomie getrennt. Ob man sich gegenseitig finanziell stützt, ist mir nicht bekannt. Bei der überwiegenden Mehrhheit der Feste kann es vorkommen, dass die Gastronomen gute Umsätze machen, die Veranstalter aber trotzdem mit einem Minus heimgehen. Kolportierterweise wurde dies auf der Seisenburg auf die Spitze getrieben, wo ausgemacht war dass die teilnehmenden Mittelalterleute verpflegt werden und bei Erfolg eine Entlohnung erhalten. Der Gastro-Erfolg soll riesig gewesen sein, durchgehend Gedränge und bestmöglicher Umsatz. Die Verpflegung für die Gruppen bestand aus einer verschlossenen Dose Gulasch ("mochts eich hoid des") und natürlich keiner weiteren Entlohnung. Persönlich entwickle ich aufgrund solcher Geschichten immer mehr Groll gegen Gastwirte, deren einziges Interesse der dicke Geldbeutel zu sein scheint.

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12. Kommentar von Kurik am 28.07.2010 um 09:47

Generell
Ich möchte bentonen, das ich niemanden verdamme, oder vernadern
möchte.

Ich glaube nur das der Erfolg eines Festes und damit die Kasse des
Veranstalters, des Händlers, und der Gastro, nur dann "wirklich" passen
wenn das Gesamtpacket auch passt.

Ich spiele hier auf die Preisgestaltung, und die Qualität von "allem" an.

Nur dann, wird ein Besucher den wir alle benötigen, "gerne" wiederkommen,
und die Kassen von "allen" füllen.

ABER nochmal "jeder" ist seines Glückes Schmied :).

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13. Kommentar von Brenntenperch am 28.07.2010 um 09:56

Mehrkosten gelten nicht?
Ich schreib hierzu genau noch dies hier, dann is es mir Jacke wie Hose:

Wenn ich hier reinschreibe, wie teuer doch alles ist und dass ich es mir als Familie bald nicht leisten kann, 50 Euro auszugeben, einem schlecht wird bei den "aktuellen" Preisen etc. frag ich mich folgendes:

Wer zwingt dich dazu, Hendl zu essen, 4 Getränke zu trinken und dafür vor Ort diese "Unsummen" auszugeben? Immerhin könntest du genausogut Butterbrote schmieren, dir ein Saftwasserl richten und beides mitnehmen. Niemand hindert dich daran. Im Endeffekt handelt es sich bei Essen und Trinken genauso wie beim Kauf eines Kleides nur um die Befriedigung eines Bedürfnisses. Wobei Essen und Trinken auch durch Mitgebrachtes gestillt werden können.

Ich bin selber lange genug in der Gastronomie um zu wissen, welche Spannen laufen und funktionieren. Und eines sei dir gesagt:

Zum einen ist zu differenzieren ob ein Verein einen Gastrostand betreibt und aufgrund der vorhandenen Manpower keine Kosten für gemeldete Mitarbeiter hat - sprich hier fast zum Selbstkostenpreis arbeiten kann. Oder ob es sich um einen Gastronom handelt, der eben diese Kosten zu berücksichtigen hat - auch wenn du das nicht hören willst. Frage: Soll der Gastronom mal weil er es eben so dick hat, gratis arbeiten?

Und was für mich noch ganz deutlich hinzukommt: Ich kann mir bei Großhändlern heute das Henderl um 3 Euro das Stück kaufen. Mir persönlich schmeckt aber das Henderl um 10 Euro besser. Denn da weiss ich, dass ich kein halb verhungertes Legehenderl auf dem Tisch habe. Oder Streßfleisch wie bei den Schweinen so üblich. Oder Wasserfleisch - wie bei den Rindviechern. Qualität kostet. Wenn du nicht bereit bist, eben für jene Geld auszugeben, na sorry dann bist du falsch am MA-Markt - dann musst dich beim Billa oder Merkur auf den Parkplatz stellen und die Werbeaktionshenderl von denen zwischen den Abgasen der Autos jausnen. Mahlzeit.

@Florian: Ja stimmt. Die Gastronomie ist in Kaprun total von der Orga abgekoppelt. Wir legen im Prinzip die Obergrenze fest, was die Essen kosten dürfen.

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14. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 28.07.2010 um 10:08

@Brenntenperch
Hier machst Du aber den Fehler, anzunehmen, dass alle Menschen gut, edel und ehrlich wären. Gerade bei Massenausspeisungen kaufen die wenigsten Gastwirte die teuersten Qualitätsprodukte. Aber sie haben kein Problem damit, den selben Preis zu verlangen. Ich erinnere mich beispielsweise an Dürnstein 2006. Der lustige Wirt verkaufte sauteures Wildragout - nur dass statt Wild billiges Rindfleisch drin war. "Der dumme Kunde wirds schon nicht merken und falls doch, wird er schon nichts sagen...". Noch "stolzer" bin ich auf Gastronomen, die einem eine große Portion versprechen und dann bekommt man genormtes, trocken-ekeliges Convenience Food. Nur weil etwas teuer ist, ist es noch lange nicht gut... leider.

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15. Kommentar von Kurik am 28.07.2010 um 10:38

lieber Brenntenperch
Ich bin mir nicht sicher ob wir nicht aneinander vorbeireden.

Was ich für euer Essen verlangt ist euer Problem, und eure Sache, an
mir habt ihr nichts verdient.

Ich als Besucher hinterfrage nur eure Preisgestaltung.

Aber um dich vollends nun zu verärgern, ka. was ihr für die Gastroflasche
Mineal mit Strohalm velangt habt, im HGM gabs den helben Liter Mineral um glaub ich
1,5 Euro, ich hoffe du verzeist mir meinen Seitenhieb.

Ka. warum du so "verärgert" bist, denn ich habe nur "meine" Meinung
kundgetan, und glaub mir wie ich die Preis gesehen hab war ich ziemlich
"verärgert".

ABER NOCHMALIG DIES WAR EIN BEISPIEL, sellvertretend für "ALLLE" anderen
Feste, wo ich auch immer wieder solche Dinge sehe und auch dort wird mir
"schlecht" und ich "ärgere" mich.

Deine Seitenhiebe möchte ich unkomentiert lassen.

Ich wünsche euch viel Erfolg und auch Spass, du kannst mir
aber gerne ein e-mail schreiben, wenn du möchtest um deinem Ärger freihen Lauf zu lassen :).

Kurik

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16. Kommentar von finerl am 28.07.2010 um 23:51

@Brenntenperch..
>Qualität kostet. Wenn du nicht bereit bist, eben für jene Geld auszugeben, na sorry dann bist du falsch am MA-Markt - dann musst dich beim Billa oder Merkur auf den Parkplatz stellen und die Werbeaktionshenderl von denen zwischen den Abgasen der Autos jausnen. Mahlzeit.<

glaubst du wirklich das die Qualität von Standlessen immer hoch ist?? Da gehts doch vielen darum möglichst günstig einzukaufen und viel zu verdienen, denn die Leute kaufen es ja so und so wenn sie dort sind... auch ich weiss wovon ich rede, habe lange genug in der Gastro gearbeitet,glaub mir du willst nicht wissen was dort alles zu welchem Preis verkauft wird.

Wer weniger Geld zur Verfügung hat, weil er alleine Kinder zu versorgen hat, oder einen Job der nicht ganz so gut bezahlt ist wie (vermutlich) deiner, der hat dann deiner Meinung nach auf einem MA-Fest nichts verloren??
Vielleicht organisierst du dann besser ein Fest für Singles die keine Kinder haben und ihr Geld beim Fenster rauswerfen können, dann musst du dich auch nicht mit Leuten wie mir abgeben, die alleine Kinder großziehen müssen, und die an einem Wochenende nicht schnell mal 100 Euro ausgeben können.

und als Nachsatz: Auf vielen anderen Mittelalterfesten gibt es sehr wohl moderatere Preise als das besagte Hendl um 7 Euro, ich zähle nur mal das HGM auf oder Aggstein, sogar in Purgstall, wo eine Menge Wert auf Authentizität gelegt wird und nicht jeder Anbieter und Standler angenommen wird gabs günstigeres (und qualitativ durchaus hochwertiges) Essen zu kaufen...ausserdem sicher kein Mineralwasser in Flaschen mit Strohhalm, was ja weniger mittelalterlich ist.

Viel Erfolg noch mit deinem sehr schönen Fest und vorallem viele zahlungskräftige Besucher,die du ja nicht alle vergraulen wirst.

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17. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 29.07.2010 um 07:11

Verpflegung auf MA-Märkten
Nochmal: Ich halte die Vermengung von Gastro auf MA-Märkten und den Veranstaltern sowie dem Programm für völlig unzulässig. Niemand verbietet auf einem MA-Markt eigenes Essen und Trinken (Jausenpaket) mitzunehmen (außer in Kufstein). Im Kino wäre das übrigens sehr wohl verboten - ausnahmslos und immer!

Es fällt einem ja nicht erst am Markt ein, dass man Essen und Trinken für die Familie braucht. Wer sichs nicht leisten kann oder will, aber ein heller Kopf ist, richtet sich zuhause ein paar Brote oder einen guten Picknickkorb mit allem was er braucht - und genießt das Fest. Weder der Veranstalter, noch die Darsteller haben irgendeinen Vorteil davon, wenn die Gastro besonders gut geht. Das sind getrennte Bereiche. Im Prinzip ist es eine Zeichen der Mißachtung den Künstlern gegenüber, über einen Eintrittspreis zu meckern, nur weil man ja später noch unendliche Summen für die Verpflegung ausgeben will. Demgemäß wäre die Leistung der Künstler weniger wert, als die Massenausspeisung wechselhafter Qualität? Da hat's was mit den Relationen - eventuell ist dann ein Zeltfest eher die richtige Veranstaltungswahl und nicht ein Mittelalterfest mit zahlreichen Zusatzangeboten die über Gastronomie hinausgehen.

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18. Kommentar von Franz IV am 29.07.2010 um 09:08

Essen und Trinken auf Mittelalterfesten und im Kino
Auf Mittelalterfesten kann sich jede(r) was zu essen mitnehmen
im Kino ist das zwar unerwuenscht, aber ich kein Film dauert so lange dass man im Kino essen muss

und zu den Getraenkepreisen:
auf den meisten Mittelalterfesten und in jedem Kino gibt es eine Wasserleitung

also wo liegt das Problem?

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19. Kommentar von Kurik am 29.07.2010 um 09:20

Preise und Gastro unsw.
Florian,

mir gings nie um die Vermengung von Gastro, Eintrittspreisen, oder dergleichen.

Mir gings alleine darum aufzuzeigen, das für einen Gast ein MA-Fest eine
Ausgabe ist, und ich habe hier ein Beispiel gebracht.

Weil das Diskussionsthema ja die lieben Preis und das Geld sind, das es immer
mittel und Wege gibt sich hier zu behelfen ist klar.

Es tut mir leid wenn ich mit den Beispielen, einige Leute auf den Schlips getreten
bin, aber anscheinend ist das Thema presänt, und ärgert auch einige.

Ich würde sagen das mann es dabei belässt, das einige Gastros, sich vielleicht
mal Gedanken machen sollten :).

Generell möcht ich nochmalig betonen das es das Gesamtpaket macht, ob jemand
bereit ist Geld auszugeben oder nicht, wie bei "Allem".

Denn man ist ja auch gerne bereit das "teurere" Produkt zu kaufe, wenn einen die
Qualität überzeugt, gegenüber der Ramschware.

Bye Baldan

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20. Kommentar von finerl am 29.07.2010 um 20:01

---
doppelt gepostet

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21. Kommentar von finerl am 29.07.2010 um 20:09

Picknikkorb und Co...
sind sowieso immer mit auf diversen MA-Festen
..weil ich weder Spannferkel noch Hendl esse und es in den seltensten Fällen etwas wirklich brauchbares für Veggetarier gibt..

Was mir an dem Posting von Brenntenperch so aufstösst, ist die Kernsaussage die übrigbleibt wenn man das überflüssige weglässt, nämlich =Wenn du nicht bereit bist viel Geld auszugeben, oder nicht soviel davon hast, dann hast du dort nichts verloren=

und damit halte ich mich jetzt raus.

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22. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 29.07.2010 um 20:39

Hmm...
... ich hab das nicht so "brutal" zwischen seinen Zeilen gelesen, aber jeder intepretiert anders. Aber es gibt ja auch Low-Price Veranstaltungen wie Eggenburg die eine Fülle an Programm bieten.

Einen Punkt habe ich im Artikel gar nicht angesprochen: Zumeist kostet die Anreise zu einem Fest mehr als der Eintritt. Braucht man ein Hotel kann man gleich wieder ein Vielfaches der Kosten rechnen. Auch das ist eine Relation, die genau betrachtet merkwürdig ist. Ganz ehrlich: Glauben wir wirklich, zu einer gerechten Entlohnung der Künstler auf einem Fest beizutragen, wenn Anreise und Verpflegung viel teuer sind?

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23. Kommentar von MeisterDesChaos am 30.07.2010 um 21:10

kein gemeinsammer nenner
seit 6 jahren ca besuche ich nun historienfeste in ostösterreich. dabei habe ich viele veranstaltungen mit unterschiedlicher qualität kennengelernt. ebenso mit sehr unterschiedlichen (eintritts)preisen. während bei dem einen durchschnittlich 8€ angemessen sind sind sie es bei einem anderen überteuert und wiederum bei andern zu günstig. ebenso gibt es feste bei denen das programm dahintröpfelt während es bei anderen richtig streßig ist den darbietung zu folgen. wenn mir eine veranstaltung als gewandetem besucher eine ermäßigung bishin zum gratiseitritt gewährt nehme ich sie dankend an. und wenn nicht so habe ich mittlerweile genügend erfahrungswerte welche feste es (für mich) wert sind besucht zu werden oder nicht speziell bei terminüberschneidungen. so würde ich das eine fest selbst dann nicht besuchen wenn es gratis wäre. während ich für ein anderes den vollen eintritt zahlen würde obwohl es für gewandete kostenlosen eintritt gewährt.

was sind die veranstaltungen wert ? hängt zum teil sicher auch vom sympathiewert ab, sowie vom gesamtkonzept. ein nicht zu vernachläßigender faktor stellt sicher auch die anreise dar. für kein kino bzw film würde ich eine anreise von +/- 1 1/2 stunden in kauf nehmen. deshalb hinkt der vergleich mit lichtspieltheatern mehr als nur ein wenig,

ich persönlich hab mich auf den festen von den gastropreisen noch nicht wirklich genommen gefühlt. auch wenns manchmal an der schmerzgrenze war. schlimmstenfalls waren die preise wie beim wirten.
qualität und quantität varieren ebenfalls sehr stark.

gewandete besucher tragen sehr zum ambiente bei. wie sehr das gewürdigt gehört ????
auf einem keltenfest einen halbwüchsigen knaben im kimono mit holzstecken im gürtel zu sehen tat schon sehr weh.
wahrscheinlich wäre es OK auf allen veranstaltungen eine ermäßigung von 1-2€ zu gewähren. da es sehr wohl wahr ist,daß auch gewandete den darbietungen frönen.

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24. Kommentar von Graveheart [gesperrt] am 01.08.2010 um 11:07 (Dieser Benutzer wurde mit einer 'roten Karte' gesperrt. Rote Karte vom 6.12.2010)

Also hier z.B.
ist das mitnehmen von Speisen und Getränken verboten >Ritterspiele Burg Sommeregg<...
Preise laut einem Flyer:
Erwachsene €19,--
für Kinder (6-14 Jahre) Euro 11,--,
Kinder unter 6 Jahren Euro 2,--
und für Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder) Euro 45,--

aber dafür darf man Hunde mitnehmen ;)...

also man kann es schon übertreiben auch...oder wird auch hier eine 2Klassen-Gesellschaft konstruiert?...

Ein Beispiel von Stubenberg am See:

alleinerziehende Mutter mit 4 kleinen Kindern...verlangter Eintritt € 60,--...
wielange kann man mit dieser Summe eine Fam ernähren?...
und warum dürfen ärmere Kinder nicht auf so ein Fest gehen...

sorry, aber da finde ich so eine Meldung
>>>Wer zwingt dich dazu, Hendl zu essen, 4 Getränke zu trinken und dafür vor Ort diese "Unsummen" auszugeben? Immerhin könntest du genausogut Butterbrote schmieren, dir ein Saftwasserl richten und beides mitnehmen. Niemand hindert dich daran. Im Endeffekt handelt es sich bei Essen und Trinken genauso wie beim Kauf eines Kleides nur um die Befriedigung eines Bedürfnisses. Wobei Essen und Trinken auch durch Mitgebrachtes gestillt werden können.<<<
einfach nur frech und fern der Realität...schon fast menschenverachtend...

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25. Kommentar von Larske am 01.08.2010 um 11:21

Vergünstigung für Gewandete
Ja, da muss ich auch was dazu schreiben. Mein "Larske" zum Beispiel, ein Barbar mit einer nicht historischen Waffe, einem Fellumhang und einer selbst mir unbekannten Kultur. Eher aus dem Bereich "LARP". Eben ein "Barbar" wie man ihn aus Fantasy-Filmen kennt. Aber ich hatte noch nie ein Problem damit, bei der Kasse als "korrektGewandeter" durchzukommen. Gerecht ist es nicht, aber wo ist die Grenze?
Einerseits ja, ich konsumiere genauso das Programm wie alle anderen Besucher.
Andererseits nein, ich bin - wenn auch nicht historisch korrekt - mit ein Grund, warum Leute auf solche Feste fahren.
Ist es nicht so, dass die Leute mal etwas anderes sehen wollen? In eine "fremde" Welt eintauchen wollen? Und wenn da nur ein paar wenige Kaufmannsleute, Gaukler und Musiker rumstehen (sagen wir mal so 50) dann ist das nichts im Vergleich zu 2.000 Besuchern. Damit hat man den Eindruck auf einem normalen Markt zu sein, wenn auch die erwerbaren Sachen etwas "historisch" erscheinen. Nimmt man aber alle Gewandeten, und wenn sie auch nicht 100% korrekt sein mögen - dazu, dann hat man plötzlich eben jenes Flair, welches ein Mittelalterfest meiner Meinung nach ausmacht. Bunt, etwas verrückt, interessant, abwechslungsreich.
Ich bin also, und nicht etwa weil ich davon profitiere, für eine Vergünstigung für "Leute die zum Flair beitragen".

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26. Kommentar von Cathal Lochlanson am 01.08.2010 um 19:15

Zum Punkt "Ermäßigung für Gewandete"
...und wo ist die Grenze:
Der Veranstalter von Waldreichenbach/Bayern hat da einen ganz netten Passus in seinen Spielregeln, der Schule machen könnte/sollte. Da steht geschrieben:

"Eintritt für Gewandete
Alle gut Gewandeten (entscheidend ist vorallem das Schuhwerk) erhalten einen Getränkegutschein im Wert von 3 Euro"

Wir fahren da nächstes Wochenende mal hin und schaun, wie die das umsetzen. Klingt jedenfalls interessant...

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27. Kommentar von das Schandmaul am 02.08.2010 um 03:01

Wir sind eine vierköpfige Familie
Zudem bin ich als alleinverdienender Spielmann nicht gerade reich. Dennoch fahre ich auf MA-Feste auch mal privat - natürlich gewandet. Auch ich musste schon Eintritt zahlen, aber wenn ich etwas konsumieren will, wie z.B. eine bestimmte Veranstaltung, dann muss ich auch bereit sein dafür zu zahlen. Wenn jemand meint, es wird eine Zwei-Klassen-Gesellschaft generiert wegen der Preise, dem kann ich nur entgegen halten, dass es in unserer Gesellschaft mehrere Klassen gibt. Daran werden die MA-Märkte nichts ändern. Wenn die Eintrittspreise niedrig sind, dann haben wir auch wieder Personenkreise, die sich die Fahrt nicht leisten können. Oder darf man keine Feste dort veranstalten, wo man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht hinkommt, weil man dadurch diejenigen ausschließt, die kein Auto haben?
Warum Leute ohne Geld - oder mit wenig Geld - nicht auf teuere Feste gehen können liegt auf der Hand: Weil sie eben das nötige Geld nicht haben. Ist das menschenverachtend? Ich denke nicht. Es ist unschön, für die Betroffenen unangenehm (und ich weiß, wie es sich ohne Geld lebt - das ist echt bescheiden!), aber einen Veranstalter kann man dafür nun nicht verantwortlich machen.
Und von wegen Realitätsferne wegen des mitgebrachten Essens: Meine Familie betreibt wir dieses realitätsferne Verhalten - wir haben Soletti, Bananen, Äpfel, Mineralwasser usw. dabei - manchmal auch Brote, Gemüse, Wurst und Käse, natürlich auch Kekse usw. - in einen Kinderwagen, Bollerwagen oder auch in Taschen passt viel hinein. Wenn wir mal Geld haben, dann machen wir es uns einfacher und nehmen nur die Dinge für die Kinder mit, die wir auf dem Markt nicht bekommen oder für die Autofahrt brauchen.
Selbst wenn ich Auftritte habe, habe ich immer genug Mineralwasser dabei, damit ich selbst, wenn ich vom Veranstalter keine Getränke bekäme (man bemerke den Konjunktiv), genügend zu trinken habe - 1,80 für neun Liter Mineralwasser reichen eigentlich für ein Wochenende...

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28. Kommentar von Graveheart [gesperrt] am 02.08.2010 um 11:23 (Dieser Benutzer wurde mit einer 'roten Karte' gesperrt. Rote Karte vom 6.12.2010)

Arnulf,
ich meinte eigendlich nicht die Preise der Veranstalter (gerechtfertigt oder nicht is was Anderes) sondern eher dieses

>>>Im Endeffekt handelt es sich bei Essen und Trinken genauso wie beim Kauf eines Kleides nur um die Befriedigung eines Bedürfnisses.<<<

da du selbst Kinder hast weisst du auch das es sicher mehr ist als das "Bedürfniss ein Kleid zu kaufen" und das die Gastro auf vielen Festln die reine Abzocke ist ist ja wohl sicher...
ebenso wie mache Händler auf den Märkten mehr verlangen als sonst das ganze Jahr über...

Du als "Eingeweihter" weisst natürlich auch wie der Hase läuft und bist gerüstet, nur das "Volk" eben meist nicht und da wird es dann "sauteuer" und für viele schlichtweg unleistbar...
ich denke das die Veranstalter einfach drauf achten müssten/könnten/dürften das die Gartopreise "am Teppich" bleiben...

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29. Kommentar von das Schandmaul am 02.08.2010 um 11:36

Familie mit Kindern und wenig Geld
@Graveheart: Vertrau mir, das ist keine Info für Eingeweihte - das hat schon meine Mutter gemacht, auch alleinerziehend. Und das war in den 70ern. Sich das Essen und Trinken mitzunehmen, wenn es möglich ist, ist nichts Neues. Und dass auf einem Fest die Gastro teuer werden kann, ist es auch nicht.

Wenn ich manche Stände sehe, wie z.B. den der Harzschützen (weil meine Frau deren Küche besonders schätzt): da sind durchaus mal 4 Leute beschäftigt (die das sicher nicht gratis machen), dann haben die noch die ewige Anfahrt aus Deutschland (nächster Kostenfaktor), Standgebühr und dann versuchen sie noch ihre Waren relativ günstig zu halten - aber verschenken kann man halt nichts.

Ich vergleiche das Essen auf einem Markt nicht mit dem normalen "Schnellimbiss" (=Wüstelstand oder Hendlbrater), sondern mit Wirtshauspreisen. Und da ist z.B. ein Hirschragout um 10,- nicht überteuert.

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30. Kommentar von Patrik von Perandorf am 02.08.2010 um 19:30

Ermäßigung (freier eintritt) für gewandete
bisher hatten wir das einmal im folgender form, die ich nicht schlecht finde - an der kasse durften wir ma-gewandt einfach ohne zu bezahlen durch. es war aber in der werbung oder auf der hp nicht angekündigt. so denke ich vermeidet der veranstalter weitestgehendst leute mit "fachingskostümen" feien eintritt gewähren zu müssen und die leute die sich gerne in "schale " werfen tun das so wie so.

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31. Kommentar von Kurik am 05.08.2010 um 12:39

Klarstellung
Hallo,
nochmalig an alle und das es nicht zu Unklarheiten kommt:

- mir lag es fern einen Veranstalter wegen den Preisen zu rügen, jeder soll
das verlangen was er mag, er Miss- oder Erfolg des Festes zeigt den rest
- mir lag es auch fern eine Gastro zu kränken, denn jeder mag und darf
natürlich verlangen was er will, hier gilt selbiges wie oben

Hier herscht immer noch das "frei" Marktpenzip, jeder hat das Recht seine
Preise frei zu bestimmen, der Erfolg weist den Weg.

Eigenlich wollte ich nur anregen bzw. "Äzes" geben um Leute zum Nachdenken
anzuregen, und vielleicht :) kommt so mancher Veranstalter oder Gastro darauf
warum er auf den Dingen "sitzen" bleibt :) oder nicht die Besucher hat die er
sich vorstellt usw. usw.

Denn in Österreich sind wir gerne der Meinung das wir "alles" richtig machen,
was ich bei mir selbst merke und immer wieder einen "Tritt" von Freunden
bekomme die mir sagen "Hats dich noch" :).

Also dann "halvoll".
Kurik

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