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Schreibender Laie und Mönch - Echternacher Evangelistar Heinrichs III. (1039-1043)
Um den Veranstaltern das Leben leichter zu machen, die darauf brennen gute Gruppen zu engagieren, ist man gut beraten Schriftgelehrte einzustellen, die den Internetauftritt mit einem aussagekräftigen Impressum versehen.

Saisonvorbereitung - was wollen die Veranstalter?
Bewerbungen, Verhandlungen, Vorfreude...
4. 2. 2010 - 15:00
Florian Machl


Allerorts wird an den Veranstaltungen der kommenden Saison gearbeitet. Viele "etablierte" Feste haben ihre Planung schon nahezu abgeschlossen, während man anderswo noch bemüht ist, Künstler und Darsteller zu finden. Mehrere Wochenenden sind heiß umkämpft, drei oder mehr Feste sind dafür angekündigt. Aus den Rückmeldungen der Veranstalter möchte ich versuchen, die Eckpunkte der Anforderungen zu skizzieren, die an Bewerber gestellt werden.

Das Veranstalterleben besteht nicht nur aus dem Abfüllen von Geld in große Säcke. Leider. Vielmehr sind erst einmal viele Monate der Vorbereitung zu bewältigen. Dabei können einem einige kleine Details das Leben ganz schön schwer machen, obwohl das eigentlich nicht sein müßte:

Erreichbarkeit der Gruppen. Viele Veranstalter suchen ihre Darsteller aber auch Händler aktiv aus der Link-Liste von Huscarl. Das bedeutet, sie besuchen Webseite um Webseite, erhalten einen mehr oder weniger guten Eindruck der möglichen Kandidaten - und entschließen sich irgendwann einmal dazu, Kontakt herzustellen. Hier ist bei vielen Gruppen eine unüberwindliche Hürde zu überwinden: Man will in Kontakt treten, aber es geht nicht. Es fehlen Mailadressen völlig, sie sind versteckt oder funktionieren nicht mehr. Auf Telefonnummern hat man verzichtet, auf Namen der Ansprechpartner ebenso. Das Fehlen eines vernünftigen Impressums ist nicht nur rechtswidrig (ECG) sondern - was für die Gruppen möglicherweise viel schlimmer ist - es verhindert den Erstkontakt und somit eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Mindestvoraussetzungen eines Impressums. Daraus ergibt sich ein Erfahrungswert, was sich Veranstalter an Daten wünschen würden: Ein fixer Ansprechpartner, der Entscheidungen treffen kann. Eine Telefonnummer oder eine Mailadresse die definitiv erreichbar ist und mehrmals pro Woche abgefragt wird. Oftmals findet sich als Kontakt auch nur ein Kontaktformular - das ist zu wenig. Viele wollen direkten Kontakt, nicht irgendein Formular. Abgesehen davon sei die Frage erlaubt: wem nützt Geheimnistuerei, wenn man als Darsteller aktiv ist? Genauso wie geheime Feste nicht sehr erfolgreich sind, ist es schon einmal merkwürdig, wenn ein Verein, eine Gruppe oder ein Händler nicht bereit ist, unter einem echten Namen aufzutreten. Das ECG schreibt darüber hinaus eine ladungsfähige Postanschrift vor, über die sich so mancher Veranstalter vielleicht auch freut - dann weiß er nämlich, wohin die Verträge zu schicken sind.

Umfang der Darstellung. Je besser man sich und seine Fähigkeiten darstellt, desto höher ist die Chance, zu einem Fest eingeladen zu werden. Wie gemeinhin bekannt ist, sind auch Dinge wie Gagen nach Fähigkeiten gestaffelt. Nur für ein Lagerleben gibt heutzutage kaum noch jemand mehr aus als einen kleinen Fahrtkostenzuschuss. Kann eine Gruppe darüber hinaus Handwerk, Schauküche, Kampf, Musik und dergleichen mehr bieten, hat sie eine völlig andere Verhandlungsbasis für Gagen. Es ist von zentraler Wichtigkeit, sein Können in Wort und Bild auf der Homepage darzustellen. Verfügt man über keinen Internetauftritt, was fallweise immer noch vorkommt, sollten die Ratschläge aus diesem Artikel auch für eine Berwerbungsmappe auf Papier Anwendung finden.

Klare Preiskonzeption. Die meisten Veranstalter wollen neben dem Leistungsumfang zunächst einmal wissen, was sie dafür bezahlen müssen. Klare Preisvorstellungen, eventuell gestaffelt nach den einzelnen Leistungen, sind von Vorteil. Nachverhandeln wird jeder, denn die wenigsten Feste sind von Sponsoren oder Gemeinden gestützt. Somit sollte man sich darauf vorbereiten, dass es Verhandlungen geben wird und Richtpreise dementsprechend gestalten, dass auch ein Nachlass möglich ist. Nur wenige können sich aufgrund ihrer einzigartigen Qualität einen Fixpreis erlauben, an dem nicht zu rütteln ist. Lieber gibt man einem Veranstalter das Gefühl, ihm ein wenig entgegengekommen zu sein - und erhält den Auftrag - als man beharrt auf utopischen Summen, die keiner zu zahlen bereit ist.

Grundvoraussetzungen verdeutlichen. Jeder "Anbieter" einer Leistung in der historischen Darstellung hat Grundvoraussetzungen, die nicht verhandelbar sind. Lagergruppen brauchen eine Standfläche, Musiker zumeist einen trockenen, absperrbaren Raum für ihre Instrumente. Wenn solche Dinge bereits auf der Homepage klar definiert werden, beispielsweise auch in verschiedenen Ausbaustufen eines Lagers mit entsprechenden Zeichnungen und Größenangaben, spart man sich später viel Ärger oder Aha-Erlebnisse wie "Oh, nein so viel Platz haben wir nicht".

Der gute Ruf. Eines sollte man auch als darstellende Gruppe oder Künstler nicht übersehen. So wie sich hauptsächlich Darsteller über Huscarl verständigen, bei welchen Veranstaltern man "aufpassen" sollte, verständigen sich selbstverständlich auch die Auftraggeber untereinander. Fällt man bei einem durch Fehlverhalten in Ungnade, kann das schnell weite Kreise ziehen. Es ist also anzuraten, aufgetretene Probleme rechtzeitig zu lösen, bevor man vor verhärteten Fronten steht.



Der Bogenstand Gesierich

Vehi Mercatus




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1. Kommentar von Steinemeister am 21.02.2010 um 01:36

Sehr richtig
Als Veranstalter kann ich obige Abhandlung nur vorbehaltlos unterstützen!

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2. Kommentar von Narr am 22.02.2010 um 16:39

bitte das stimmt
auch ich habe öfters das problem und finde den artikel echt gut

euer >Narr

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3. Kommentar von wikingar am 01.03.2010 um 20:05

hmm
das mit der telefonnummer ist kritisch, da sonst weis Gott wer anruft teilweise um 3 Uhr früh...
ich finde es besser das telefonische (telefonnummer) über die email zu machen
dann kann man telefonieren
Gruß
Hamar

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4. Kommentar von Rotschopf am 04.03.2010 um 11:22

bezüglich Telefonnummern verheimlichen...
Ja verrückte gibts immer, die solche Nummern ausnutzen, aber da besteht ja grundsätzlich die Möglichkeit eines Diensthandys (wer hat heute schon noch Festnetz), das man außerhalb der "Geschäftszeiten" abschaltet mit schöner passender Mailboxansage.
Als Unternehmer gilt grundsätzlich: Wer nicht mal bereit ist, seine Telefonnummer für ein persönliches Gespräch herauszugeben, muss sich nicht wundern, wenn das etwas ablehnend wirkt.

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5. Kommentar von wikingar am 08.03.2010 um 15:33

hm
bei uns auf der seite steht nur der email kontakt
wer sich da meldet bekommt auch die nummer

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