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Foto (C) Florian Machl
So zerstritten wären "sie alle" in der Mittelalterszene, bekommt man manchmal zu hören. Stimmt das denn? Herausgeber Florian Machl versucht, die Behauptung zu hinterfragen.

Wenn's menschelt
Ist die Mittelalterszene wirklich anders...?
15. 1. 2010 - 15:00
Florian Machl


Huscarl.at hat sich, was die Belange von Vereinen betrifft, zu absoluter Neutralität verpflichtet. Unsere Redakteure beobachten im Stillen, wenn sich die einen oder anderen Dinge bewegen, freuen sich über manches oder schütteln auch einmal die Köpfe. Wo Menschen sind, menschelt's - so sagt man. Das ist normal. Dieses Editorial beschäftigt sich mit der oft geäußerten Meinung, dass "in der Szene überall so viel gestritten wird". Stimmt das wirklich? Und geschieht es in einer größeren Häufigkeit als in anderen Bereichen der Gesellschaft? Welche Auswirkungen sind zu bemerken, wenn die Aussage denn richtig wäre?

Vorweg, der Vorwurf dass "alle" soviel streiten würden, ist schon einmal aufgrund der Formulierung an sich problematisch. Denn sie verallgemeinert. Es gibt nie Dinge, die "alle" tun oder auch nicht tun, sondern immer nur Einzelfälle. Aus der Summe von Einzelfällen könnte man bestenfalls ableiten, ob es tatsächlich mehr Probleme in der Mittelalterszene gäbe als anderswo. Dies möchte ich gleich zu Beginn entkräften. Freilich gibt es keine unabhängigen Studien dazu sondern nur subjektives Empfinden, doch wenn man quasi mittendrin steht, bekommt man schon so einiges mit. Es gibt einige klare, nachprüfbare Indizien, dass es in der Mittelalterszene sogar um einiges friedlicher zugeht, als an vielen anderen Orten.

Hilfsbereite Gemeinschaft

Beispielsweise sind Ausschreitungen der gewalttätigen Art auf Mittelalterfesten jenseits der Wahrnehmbarkeitsschwelle. Wenn es ein bis zwei Vorfälle im Jahr geben mag, so muss man diese wohl akzeptieren, eine Regelmäßigkeit ist nicht feststellbar. Dann ist da noch die Hilfsbereitschaft. Gerade durch den Begriff Mittelalterszene, der sich doch viele zugehörig fühlen, bietet sich ein Gemeinschaftsmodell, mit dem man sich gerne identifiziert. Mit dem man viele positive Momente verbindet. Die überwältigende Mehrheit der Menschen in dieser Szene zeichnet sich durch große Hilfsbereitschaft aus. Sei es in der Beantwortung von Fragen, egal ob von Neulingen oder alten Hasen oder im gegenseitigen Hand anlegen bei handwerklichen Herausforderungen. Bei vielen geht dies so weit, dass die Grenzen zwischen Mittelalterhobby und Privatleben verschwommen sind. Man trifft sich und hilft sich auch in privaten Belangen, beispielsweise bei Wohnungsumbauten, Übersiedlungen - man leistet Freundschaftsdienste. Natürlich tun dies nicht "alle", weil eben nichts allgemeingültig ist. Aber viele - und darüber freuen wir uns.

Wenn's ums liebe Geld geht

Streitigkeiten fallen im Prinzip dort auf, wo sie überall sonst auch auftreten. Beispielsweise wenn es ums liebe Geld geht. Aber auch Ansprüche auf vermeintliche Macht können zu Streitigkeiten führen. Wenn es um die Führungspositionen in Vereinen geht, kann es krachen. Wenn es darum geht wer wie viel zahlen muss oder wie viel bekommt. Wenn Wirtschaftsinteressen seitens mancher Veranstalter einer menschlichen Behandlung von Vereinen und Gruppen entgegenstehen zu scheinen - Kurzsichtigerweise! Nur hat man diese Art von Zwist auch in jedem anderen Sportverein, in jedem Gemeinderat - überall dort wo es eine Gruppe von Menschen gibt, die mehr oder weniger zusammenarbeiten und ihre Interessen unter einen Hut bringen müssen. Wobei eines klar sein sollte: Macht, in einem Verein in der Gegend von zwanzig Personen, kann nur eine Illusion sein. Gerade im Vereinsleben basiert alles auf Freiwilligkeit und ein Westentaschen-Diktator belügt sich bestenfalls selbst, wenn er meint, durch eine Vorstandsposition etwas Besseres zu sein.

Das Wirken der Wanderprediger

Einige, vereinzelte Personen stechen dennoch befremdlich aus dem Gesamtbild heraus. Jene, die wohl aus Geltungsdrang zum Wanderprediger werden und versuchen, Vereine oder Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Leider gelingt ihnen das auch manchmal. Es gibt sehr einfache Methoden, solche Menschen zu erkennen und den Gehalt ihrer Aussagen zu beurteilen. Jemand der stets nur über andere herzieht, der immer vorne mit dabei ist, wenn es darum geht, über andere zu schimpfen oder eine bereits hitzige Stimmung weiter aufzustacheln, dessen Meinung ist mit Vorsicht zu genießen. Wer nur hetzt und keine konstruktiven Vorschläge einbringt, dem geht es oft nur um den Streit um des Streitens Willen und nicht mehr um den Erhalt der Gemeinschaft.

Der Abwesende wird zum Sündenbock

In die gleiche Kategorie fällt aus meiner Sicht, wenn man aufgrund mangelnder Gesprächskultur Abwesende zum Sündenbock macht. In vielen Vereinen, auch in jenen wo ich aktiv war, ist mir folgendes aufgefallen: irgendwann ziehen sich Einzelne aus verschiedenen Gründen zurück und bekommen vom Kollektiv der Gruppe dann den schwarzen Peter für alles zugeschoben, das in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Ärger bekommt Eigendynamik, man stachelt sich gegenseitig in Abwesenheit eines Beschuldigten auf - und auf einmal ist er der "Arsch vom Dienst", obwohl nie jemand mit ihm gesprochen hat. Ob dies gerecht ist, muss aus der Situation heraus jeder für sich selbst entscheiden. Oftmals schimpfen hier Personen über andere, die sie nicht einmal kennen gelernt haben.

Reife Menschen suchen das Gespräch

Ich persönlich lehne die Verurteilung von Menschen in ihrer Abwesenheit ab und denke, erwachsene Menschen sollten sich in die Augen sehen können und ihre Probleme miteinander besprechen. So ist es durchaus legitim, wenn jeder seiner Wege geht, wenn man sich nicht mehr in einer Mitte treffen kann. Und es ist völlig in Ordnung, jemanden aus einem Verein auszuschließen, dafür gibt es die entsprechenden Paragraphen ja. Doch zumindest den Versuch eines Gesprächs ist es allemal wert, wenn man ein langes Stück des Weges gemeinsam gegangen ist. Es laufen auch sehr viele Menschen szeneintern und -extern herum, die aufgrund solcher Erlebnisse frustriert wurden und jede Vereinsarbeit kategorisch ablehnen. Das ist oft schade, aber verständlich. Probleme eskalieren meist nur dann, wenn der Weg des Gesprächs versäumt wurde. Vielleicht denkt jemand in der nächsten Konfliktsituation an diese Zeilen und prüft für sich selbst: "Habe ich mit dem Betreffenden auch schon darüber gesprochen? Habe ich ihm je die Chance gegeben, seine Seite darzustellen?" Vielleicht ist derjenige nach dem Gespräch immer noch der Buhmann, weil er es verdient hat. Aber man hat sich selbst nichts vorzuwerfen.

Kommunikatives Improvisationstalent

Als gesichert gilt, und das ist eine Eigenschaft die vor allem in der Wirtschaft global an der Mentalität von Österreichern geschätzt wird, dass "durchs Reden die Leute zusammenkommen". Niemand weiss warum, aber wir gelten als Weltmeister darin, Lösungen für verfahrene Situationen zu finden und Auswege zu improvisieren, wo viele andere gescheitert sind. Das sieht man auf Schritt und Tritt, ob im Umfeld einer Firma, aber auch in der Mittelalterszene. Wie viele furchtbar schlecht geplante Feste wurden durch das Improvisationstalent von Darstellern und Künstlern gerettet? Wie viele komplett inkompetente Führungskräfte werden Tag für Tag durch die Fähigkeiten und vor allem den uneigennützigen Einsatz ihrer Mitarbeiter entlastet?

Fazit

Wie schon eingangs gesagt, der subjektive Schluss aus meinen persönlichen Beobachtungen ist, dass es in der Mittelalterszene einerseits nicht anders zugeht wie überall sonst auch, andererseits im großen und ganzen eine Zusammenarbeit zu spüren ist, die in ihren positiven Aspekten sehr wohl andere Gesellschaftsbereiche übertrifft. So freue ich mich besonders auf ein Fest zu Saisonbeginn, das diese Theorie im Vorjahr bestätigt hat und auch zu genau diesem Zweck ins Leben gerufen wurde. 2009 war Langenzersdorf eine integrative Veranstaltung, bei der sich zwanglos alle die Hand gaben. Plötzlich fanden Vereine zueinander, von denen man glaubte, sie wären bis aufs Blut zerstritten. Ich würde mir wünschen, dass diese Stimmung dort auch 2010 wieder anzutreffen ist. Bei einem Fest, das für alle da sein will und von allen gemeinsam zu dem gestaltet wird, was es ist.

In diesem Sinne, bleibt uns gewogen.
Spannende, lehrreiche und unterhaltsame Lektüre wünscht
Florian Machl
Chefredakteur und Herausgeber



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1. Kommentar von Mimin am 16.01.2010 um 00:11

Wäre nur dieses leidige A
An sich gebe ich dem Text recht, allerdings muss ich sagen, dass ich schon mehr oder weniger freundliche Gespräche mit so genannten A-Fanatikern hatte. Wenn ich als Student und angehender Wissenschaftler von diesen A-Menschen als "fachblind" bezeichnet werde und mir fehlende "Feldforschungskompetenz" zugesprochen wird, weil ich mein Wissen ohnehin nur trocken aus Büchern habe, kommen mir (mittlerweile nicht mehr so oft) die Kabeln.
Dies ist denke ich etwas, das der Mittelalterszene eigen ist: Das (Laien-)Studium, dessen subjektiv gefundene Ergebnisse sich in manchen Punkten einfach unterscheiden, weil vieles nicht eindeutig ist. Über diese Details zu diskutieren ist gut und wichtig, nur sollte man sich im Klaren sein, dass es nie 100% Fakten in der Geisteswissenschaft gibt und dass Laien sicher nie den selben Zugang zur Materie haben wie Wissenschaftler. Dies ist keinesfalls als Vorwurf an Laien zu sehen.
Diese Diskussionen um Details, die (mMn) oft vollkommen unwichtig sind, oder Dinge die angeblich A sind, finde ich mittlerweile schon sehr müßig, zumal man als angehender Wissenschaflter gerne wie oben erwähnt als fachblind bezeichnet wird, wenn man jemanden berichtigt, weil dieser jemand dies persönlich nimmt.
Sicher hält sich die Zahl dieser Leute (angeblich) in Grenzen, nur muss ich sagen, dass es für mich dennoch ein sehr befremdlicher Aspekt der Mittelalterszene ist. Ich bin auch in anderen "Szenen" aktiv, aber Fachsimpeleien, die teilweise in mittelschwere Streitereien ausarten, fallen mir nur in der Mittelalterszene auf.
Nicht dass der Einduck ensteht, ich kenne die MA-Leute nur so. Im Gegenteil, ich kenne viele Leute, mit denen ich mich sehr sehr gut verstehe und oft komme ich auf Märkten mit Leuten ins Gespräch, mit denen man super quatschen kann und mit denen man einfach eine schönes Zeit hat...

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2. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 16.01.2010 um 10:34

Ein interessanter Aspekt!
Ein spannender Aspekt der Thematik, den ich in meinem Leitartikel gar nicht behandelt habe. Danke dafür! Wobei ich Dir widerspreche, das Gscheitln, das Expertentum, das sich abgrenzen durch Besserwisserei hast Du in sehr vielen Gemeinschaften. Es fällt mir vor allem im wissenschaftlichen Bereich auf, wo voll der Eifersucht hinsichtlich der eigenen, langjährigen Arbeit meist alles getan wird, um Neulinge in die Schranken zu weisen oder auszugrenzen. Da wird eine eigene Terminologie erfunden (Fremd- und Fachwörter) um nur nicht allzuviele mitreden lassen zu wollen. Das gscheit daherreden zieht sich aber auch durch viele andere Hobbies. Es erscheint mir leider gerade in unserem Kulturkreis als viel benutztes Mittel der Wahl, um altgediente Menschen ihres Faches gegenüber Neulingen zu privilegieren.

Insgesamt habe ich aber - vor allem in unseren Foren - die Erfahrung gemacht, dass Menschen sehr positiv reagieren, wenn man sie sachlich um ihre Fachmeinung bittet. Hilfsbereit eben, weil es sie freut, dass ihr Wissen gefragt ist. Schwarze Schafe gibt es immer, die sich ungefragt mit ihrem Halbwissen profilieren wollen und mögliche Miderwertigkeitskomplexe damit zu kompensieren versuchen, indem sie sich als Obergscheiterln über andere stellen. Im Forum scheint sich dafür aber ein Korrektiv entwickelt zu haben, das in solchen Fällen schon mal saftige Ohrfeigen austeilt, ohne dafür auf eine persönliche Ebene gehen zu müssen. Bei allen Dingen die Fachwissen benötigen halte ich es für mich lieber so, dass ich zugebe wenn ich irgendwo nicht kompetent genug bin. Dann kann man strittige Punkte nachlesen oder Menschen befragen, deren Fachgebiet es ist - bevor man zum Gespräch zurückkehrt und sein neues Wissen einbringt. Ein "ich habe studiert und weiss alles" ist meist mit Vorsicht zu genießen, ist aber gerade in der Archäologie (der Jetztzeit!) immer seltener zu finden. Gerade bei Interviews ärgere ich mich als Journalist häufig darüber, dass Wissenschaftler sagen, sie sind für die Frage nicht kompetent genug und wollen darauf nicht antworten. Dabei ist es gut, diesen Ärger hinunterzuschlucken, obwohl man auf Antworten brennt, denn das Verhalten der Wissenschaftler ist nichts anderes als seriös.

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3. Kommentar von Kai von Eggenburg am 16.01.2010 um 13:55

Für jüngere Lehrende...
...auf der Geschichte an der Uni Wien ist es, meiner Erfahrung nach, für gewöhnlich kein Problem zuzugeben, dass sie etwas nicht oder nicht so genau wissen. Finde ich cool, und ist scheinbar wirklich auch eine Generationenfrage.

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4. Kommentar von Mimin am 16.01.2010 um 14:05

Laien und Wissenschaflter
Nunja, wenn ich die MA Szene zB mit den Tabletopern vergleiche (Warhammer und co.) dann fällt mir auf, dass sich in dieser Szene jung und alt, Neuling und Veteran auf einer sehr sehr freundlichen und freundschaftlichen Ebene begegnen, egal wie weit die Erfahrungswerte und Malkünste auseinander liegen. Aber gut, lassen wir das, das sind persönliche Erfahrungswerte. Unterm Strich will ich nur gesagt haben, dass mir in der MA Szene doch gewisse Rivalitäten auffallen.
Mich als Studenten ärgert es , wenn mir von einem Laien zB. Unseriösität im Zusammenhang mit Beweisführung vorgeworfen wird. Ich habe schon vielen Laien erklärt, dass es soetwas wie Quellenanalyse geben muss, sprich festzustellen wie sehr man einer Quelle vertrauen kann bzw. mit welchem Motiv zB ein Text oder ein Bild entstanden ist. Zudem gibt es auch soetwas wie (Quellen-)Interpretation und dieser Punkt ist der, wo ich oft mit Reenactern zusammenkrache. Wissenschaftliches Arbeiten will wirklich gelernt sein und ich will nicht, dass man jemanden der sich akademisch mit einem Thema befasst, von Laienseite Unseriösität vorgeworfen wird, weil diese in solchen Fällen keine oder wenig Ahnung von wissenschaftlichen Arbeiten haben. Wie gesagt, ich will nicht, dass der Eindruck entsteht, dass Studenten und fertige Akademiker (in unserem Fall oft Historiker) der Weisheit letzter Schluss sind. Mir fällt nur auf, dass Laien oft ablehnend reagieren wenn sie von einem Wissenschaftler berichtigt werden. Und wenn man diesen Leuten ihr Halbwissen, dass sie als A oder belegbar verkaufen, mit Beweismaterial wiederlegt, ist man plötzlich gern "fachblind". Wie gesagt, das sind Erfahrungswerte, die so sicher nicht auf die gante MA Szene übertragen werden können.
Näckende Sprüche wie "SpäMis haben blöde Hosen und doofe Hüte" sind lustig und finden sich in jeder Szene und gehören eindeutig zu Situationen wo sich Menschen gruppieren...

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5. Kommentar von Michl am 16.01.2010 um 16:29

würd mich interessieren...
...mit wem du, mimin, in der vergangenheit aneinandergeraten bist - aber das gehört hier eher nicht hin (sonst gibts wieder streit ). als , ebenfalls, angehender geisteswissenschafter bekomme ich meist sehr positive rückmeldungen wenn ich jemanden korrigiere oder ich mit laien über quellen spreche. klar kommt es vor, dass manche leute auf ihrer interpretation beharren - obwohl die mehrzahl der argumente dagegen sprechen. das hängt oft damit zusammen (denke ich zumindest), dass die leute viel zeit, nerven und herzblud reinstecken und dann kommt plötzlich jemand daher der es besser weiß (tatsächlich besser weiß!) und das ganz binnen zwei minuten widerlegt.
es gibt aber auch laien, die quellen kennen, von denen ich keine ahnung hab und die mit diesen quellen sehr wissenschaftlich umgehen und sie "richtig" interpretieren bzw. nicht gleich von fakten sprechen, sondern von möglichkeiten und indizien für eine bestimmte richtung.
man braucht einfach auch einen arsch in der hose um fehler einzugestehen und etwas von anderen anzunehmen - manche haben den nicht.

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6. Kommentar von Mimin am 16.01.2010 um 19:02

Najo
An einander geraten ist nicht der richtige Ausdruck. Ich merke schon, wenn mich von sich aus jemand fragt, dass dieser jemand scheinbar tatsächlich Interesse daran hat mehr zu erfahren. Bei Fachsimpeleien unter mehreren "Wissenden" merke ich im Laufe des Gesprächs wie manche Leute immer mehr verbal übergreifend werden. Wie ich oben erwähnt habe ist dies klar nicht die Mehrheit und ich wollte mit meinem ersten Kommentar darauf hinweisen, dass es vielleicht doch nicht so harmonisch ist wie es im Artikel vielleicht versucht wird zu relativieren.
Die Sache mit beim Umziehen helfen kann ich aber nur bestätigen. Man lernt in dieser Szene Leute kennen die einem auch bei so profanen Dingen wie Umziehen helfen, ganz klar.
Mir geht es in erster Linie um die A-Fanatiker, denn mir kommt vor, je mehr A jemand sein will, desto weniger nimmt er von anderen Wissen an und desto eher versucht er Leute (die es besser wissen) mit Vorwürfen wie fachblind und unseriös zu denunzieren. Und genau diese Leute sind es, die in der MA-Szene Leute durcheinanderbringen. Dies müssen nicht nur Individuen sein, sondern können auch ganze Gruppen sein. "Pah, die XXXX können ja eh nix, die sind so A wie Cola." "Die XXX machen´s ja ned richtig/gscheit/ordentlich/genau." Kommt dir das nicht bekannt vor?

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7. Kommentar von Mimin am 16.01.2010 um 19:02

Najo 2
In Rechberg vor 2 Jahren hab ich zB. von Leuten (ich weiß nicht ob es Gäste oder Leute von Lagernden Gruppen waren) viel üble NAchrede über Gladii Uniti gehört. Ich komm selbst aus Linz und kenne die Jungs schon lange und hab vor allem die Entstehung dieser Gruppe mitbekommen. Soweit ich weiß war Rechber damals einer ihrer ersten Märkte und sicher war ihr Lager noch nicht so spektaklär, aber wenn ich dann Leute von "und das, und das, und das ist nicht A" reden höre muss ich mich echt fragen worum es in der Szene eigentlich geht.
Für mich ist es eine Szene die ein immer stärker werdendes öffentliches Auftreten hat bzw. die immer mehr öffentliches Interesse auf sich zieht. Es geht für mich darum auf einem Markt eine gute Zeit zu haben und mich in der Zeit dawzischen vielleicht weiter zu bilden und neue Lagerausrüstung zu besorgen. In erster Linie zählt aber die Freude an der Sache und da ist es mir auch als angehender Wissenschaftler vollkommen egal wo die Naht an einer Tunika sitzt, oder ob die Nestel nicht A geflochten wurde. Die Freude und das gemeinsame Interesse am Mittelalter egal welche Zeit sollte doch die Leute zusammenschweißen und nicht durch Anforderungen an übergenaue Details und der damit zusammenhängende Denunzierung anderer gespralten sein...

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8. Kommentar von Michl am 16.01.2010 um 19:15

a-fanatiker
naja, ich bin einer dieser A-fanatiker und mein umfeld besteht zumeist aus gleichgesinnten. mir gehts in erster linie darum alles so korrekt wie möglich zu gestallten. da interessiert es mich enorm wo die nähte sind, aus welchem material die kleidung ist und ob schnitte in die zeit/region passen. nicht alle sehen den mittelaltermarkt als gipfel des erreichbaren.
es stimmt schon, dass wir (ich schreib hier einfach mal "wir") manchmal etwas gefrustet sind - das liegt daran, dass viele leute denen wir begegnen zwar meinen, dass sie ihre darstellung möglichst richtig machen wollen, aber dann sätze fallen wie "ach, das sieht doch keiner - is ja wurscht ob das jetzt aus wolle oder kunstfaser ist..." und "ja, ich weiß, dass es eigentlich anders sein müsst - aber das ist mir zu aufwendig". einige dieser leute laufen aber dann rum und verkaufen sich als A. ich weiß nicht, wie weit du im forum mitliest - da gibt es recht viel zu diesem thema. hier möcht ich aber nicht noch mehr dazu schreiben - ich will ja keine neue a-diskussion starten.

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9. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 16.01.2010 um 19:23

Schlecht reden über Gruppen
Den Punkt habe ich behandelt, liebe Mimin, weil er mich selbst sehr stört. Ich bin ja in einem Mittelalterverein "groß geworden", wo es zum guten Ton zählte über alles und jedes zu schimpfen. Über Künstler, andere Vereine, das Nachbarbundesland. Mir san mir, und alle anderen san deppad. Das hat mich sehr gestört und ich habe diese Meinung auch kundgetan. Dein Beispiel mit den Gladii - ich hörte zwar nie jemanden über sie schimpfen, aber es stimmt schon - als neue Gruppe hat man es bestimmt nicht leicht. Allerdings sind sie auch ein gutes Beispiel dafür, wie man sich bemühen kann und Jahr für Jahr besser wird. Dabei ist das ein sehr kleiner Verein der nicht über große finanzielle Mittel verfügt. Wir unterstützen die Gladii z.B. gern und vermitteln ihnen immer wieder Märkte (wie vielen anderen auch), damit diese Bemühungen honoriert werden. Auch vom HGM weiß ich z.B. dass sie jüngere Vereine bei der Hand genommen haben und ihnen immer weiter helfen. Es gibt ja auch Fälle wie der Verein der von Prima Nocte an sich recht gute Tipps bekommen hätte können - die Jungs haben sich sehr darum bemüht - und an diesen Tipps angeblich gar nicht interessiert waren. Wer nicht will der hat schon. Und dann gibts Vereine und Gruppen, die sich über die Jahre gar nicht weiterbewegen. Da ist sanfter Spott irgendwann verständlich. Ohne je miteinander gesprochen zu haben, ohne sich zu kennen über andere herzuziehen ist jedenfalls nicht unterstützenswert - und bei dem Punkt krachts auch von Zeit zu Zeit im Forum.

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10. Kommentar von Mimin am 16.01.2010 um 19:53

Das rechte Maß
Nun, Michl. die Frage ist auch, wie sehr der Anspruch an das große A ist. Handnähte, Stoffsorte kann ich mir schon vorstellen, dass das einem wichtig ist (ob Wolle oder Kunstfaser ist ein etwas krasses Beispiel) für 99% aller Mittelaltermarktbesucher wird es nicht von Belang sein. Wie sieht es dann mit A Stofffärben unst Stoff herstellen aus. Sicher ist das Ein Argument das im Forum oft gebracht wird (ich lese da ja nicht mit). Und ich will ebenfalls keine A Diskussion führen, weil ich ihr schon sehr müßig bin. Die Frage ist ja eigentlich wofür diese Suche nach möglichst 100% A sein soll. Für den Durchschnittlichen Marktbesucher sicher nicht. Ich nehme also an, dass man diese Details für sich macht; weil sie einem selbst wichtig sind. Das ist recht und gut, nur soll man dann nicht auf Leute schimpfen, die nicht diesen Anspruch teilen. Wie oben gesagt, Kunstfaser und Narufaser ist ein krasses Beispiel. Wo eine Naht sitzt oder ob das Gewand Maschienen oder Handgenäht sind ist dem 0815 Marktbesucher wurscht und solange es sich um solche Details handelt kann man mMn ein Auge zudrücken. Selbes gibt zB. wenn Schaukampfgruppen nur nach einer Schule/Werk (zB nur nach Wallerstein) trainieren. Das ist ihr Recht. Richtig ist es sicherlich nicht, da Techniken abgeschaut weiter oder parallel entwickelt wurden. Auf Gruppen, die es, derer Meinung scheinbar nach, nicht so genau (dafür aber eigentlich sogar wissenschaftlicher) machen zu schimpfen ist keine Art. Dem MA-Marktbesucher wird es ohnehin nur darum gehen, dass sich 2 Männer in Rüstung in doe Goschn hauen. Was jeder in seinem Keller macht (ist das jetzt eine blöde Phrase?) ist doch egal, solange ein gewisses Maß an Nachforschung betrieben wird, wird man ohnehin auf einen gewissen Standard an Genauigkeit kommen bzw. hat sich dieser eh schon etabliert.
Wo die Naht ist, ist sicher auf einem Markt weniger störend als moderne Gastornomie oder Händler...

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11. Kommentar von Michl am 16.01.2010 um 20:04

um...
...es nochmal zu verdeutlichen: DER MARKT IST NICHT DAS ZIEL ALLER, DIE MITTELALTERDARSTELLUNG BETREIBEN. die meisten veranstaltungen, die ich besuche sind für die öffentlichkeit nicht, oder nur eingeschränkt, zugänglich. ich mach das für mich - für sonst niemanden. was die marktbesucher glauben, erkennen oder bemerken ist mir scheißegal. wenn ich irgendwo einen fehler in meiner darstellung haben, dann wurmt es MICH am meisten. und so geht es den meisten a-fanatikern (wenn nicht sogar allen).
handgewobene und authentisch gefärbte stoffe sind in der a-szene durchaus verbreitet und wenn meine nähfähigkeiten einen gewissen grad erreicht haben, dann werd ich diese investition auch tätigen.
der standart, von dem du sprichst, ist - soweit überhaupt vorhanden - sehr niedrig. natürlich soll jeder machen was er/sie will - man soll nur auch darauf hinweisen, was man tut oder darstellt (etikettenschwindel).
und mittelaltermäkte haben mit mittelalter zu 99% nix zu tun

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12. Kommentar von Kilobyte am 17.01.2010 um 12:30

Wissenschafter und das "A"...
Bei denjenigen Märkten, die ich bislang besucht habe (tue das seit ca. eineinhalb Jahren), ist mir bislang der relativ geringe Anteil an "facheinschlägigen Wissenschaftern" aufgefallen - kaum jemand, die ich dort kennengelernt habe, hat tatsächlich Geschichte und/oder Ur- und Frühgeschichte studiert. Wäre an und für sich kein Problem - man kann aber mitunter beobachten, daß das eigene Wissen dann nur aus wenigen Büchern stammt und diese dann für heilig und unfehlbar gehalten werden.
Beim Studium lernt man (oder sollte man eigentlich lernen), daß die Überlieferung bzw. die Quellenhäufigkeit höchst lückenhaft ist (je älter, umso mehr - spätestens ab dem Hochmittelalter aufwärts ist die Alltags- bzw. Handwerksgeschichte kaum schriftlich überliefert und nur sekundär über Bilder, Ausgrabungen etc. zu erschließen) und daß der berühmte Satz "[xyz] ist nicht belegt" bestenfalls heißen kann "Kann sehr gut sein, daß es das gab, wir wissen´s halt nicht". Das gilt für die Realienkunde noch stärker - da in Österreich geschätzt 85% aller archäologischen Funde von Raubgräbern aus dem Boden geholt werden, die weder Fundumstände dokumentieren noch irgendetwas publizieren, wissen wir dort riesengroße Mengen nicht.
In diesem Sinne wäre ein sinnvolles Kriterium für "A" nicht das oft gehörte "[xyz] ist für diese Zeit belegt", sondern "[xyz] wäre mit den damaligen Mitteln technisch möglich und, soweit bekannt, sinnvoll einsetzbar gewesen (und daß wir nichts davon wissen, kann ebensogut zufallsbedingt sein und damit zusammenhängen, daß das, was aus dieser Zeit erhalten ist, höchstwahrscheinlich keinen repräsentativen Querschnitt darstellt)". Die daraus entstehende deutlich entspanntere Zugangsweise würde viel von den oben (zu Recht) bemängelten "halbgebildeten Streitereien" beheben.

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13. Kommentar von cinis am 18.01.2010 um 12:54

Die Weisheit mit´n Löffel gegessen
dieses Phänomen gibt es so ziemlich überall.

Aus psychologischer Sicht wäre dies wahrscheinlich recht einfach zu erklären- in der MA Szene definieren sich die Menschen komplett neu. Wie entsteht "Rangordnung" hier? Über Vereine, "Macht" im Verein, Coolness, (angebliches) Wissen.
Schwierig wird es dann, wenn die Menschen ihre familiären Bedürfnisse in die Szene oder den Verein tragen.
Und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich selbst zu präsentieren - entweder sich wirklich mit der Materie zu beschäftigen, zu trainieren, üben. Und wenn dann die Akzeptanz von aussen nicht kommt, die anderen schlecht machen (das übliche schimpfen, "alle sind deppat - nur wir nicht") um sich selbst, oder den Verein wieder nach oben zu rücken.
Dies gilt natürlich nicht für alles und jeden, aber es ist eine Erscheinung, die erstaunlich oft - in so ziemlich allen Szenen - zu beobachten ist.

Andererseits natürlich - jetzt spreche ich aus eigener Erfahrung - ist es anscheinend wirklich normal, dass nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist. Sonst wärs ja auch fad.

Ich denke um ein nettes miteinander auskommen zu ermöglichen wäre es wichtig, dass die Menschen daran denken, dass dies alles in ihrer Freizeit geschieht. Und die meisten haben keine Lust, irgendwelche Streitereien in ihrer Freizeit auszutragen. Ist ja die Freizeit, und die soll ja Spass machen, oder?
Mensch muss nicht jeden lieben, aber manchmal ist es besser ein bisserle mehr Akzeptanz zu üben (ausser gewisse unsichtbare Grenzen werden überschritten, in Sachen Menschenwürde bzw., usw)

Beste Grüße
cinis

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14. Kommentar von Rowanne am 18.01.2010 um 14:00

Wenn ma uns ganz ehrlich san...
... dann war mal alle mal Anfänger. Jeder von uns hat mal ganz unten und ganz klein angefangen. Mir persönlich fällt auf die schnelle niemand ein, der von Anfang an sofort perfekt gewandet und ausgerüstet war. Oder irre ich mich?

Ich habe meist auch nur gute Erfahrungen in Puncto Verbesserungsvorschläge, Ratschläge usw. gemacht. Ausnahmen bestätigen leider die Regel, so wie vor 2-3 Jahren in Mauterndorf. Es is eine Sache, wenn man in einer Runde steht und Erfahrungen, Ratschläge und Tipps austauscht oder jemandem bei seiner Darstellung hilfreiche Kommentare geben möchte. Aber einen quasi anzuhüpfen und zu bombardieren wie un-A er ist, das find ich echt mies. Vor allem wenn man weiss, dass man gar nit so un-A is wie der typ gegenüber behauptet...
Es is scho richtig dass die "A-Extremisten" meist auch diejenigen sind, die sich auf ihr hohes Ross setzen und partout nicht mehr heruntersteigen wollen zum niederen Fußvolk. Und die Arroganz die sie dabei an den Tag legen, stinkt gewaltig. Aber leider ist das bei dieser Sorte meistens so. I sag jetzt nit dass alle A-bedachten Reenactor so sind. Aber ein Großteil der A-Fanatiker unter den Reenactorn.

Der Großteil ist ohnehin auf eine möglichst korrekte Darstellung bedacht. Aber das braucht net in Selbst-Geißelung auszuarten find i. Und i weiss dass mei Thermo-Skiunterwäsche nit A is, aber warm is se im Winter trotzdem *fg*

Reibereien und Rivalitäten wirds immer geben. Dass jeder jeden mag is ein Ding der Unmöglichkeit, damit müssen wir uns halt abfinden. Wär ja auch zu fad wenn alles eitle Wonne wär ;)

Wichtig is, i hab selten irgendwo so viel Gmeinschaft und so starkn Zusammenhalt  gsehn wie in der Mittelalterszene Österreichs. Und das gefällt mir. Und dafür nehm ich die kleinen Reibereien von Verein A mit Verein B auch gern in Kauf - weil das positive Gefühl einfach überwiegt. Und zwar nit wenig, sondern gewaltig. Und da fühl i mi halt wohl - und da bin i net die Einzige.

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15. Kommentar von Michl am 18.01.2010 um 18:46

rowanne...
...was die "a-extremisten" angeht kann ich deine beobachtung leider nicht teilen. ich sehs eher umgekehrt - die meisten dieser leute sind sehr offen und liberal. und nur weil es einige mit dem A - deiner ansicht nach - übertreiben und selbstgeißelung betreiben heißt das noch lange nicht, dass sie auf einem hohen ross sitzen.

(der teil hier ist jetzt allgemein)
soll doch jeder sein ding machen. wenn leute in alu-rüstungen rumlaufen wollen - bitte, sollen sie. aber mir gehts ehrlich gesagt schon ziemlich auf die nerven, dass ich gleich ein arrogantes arschloch bin, nur weil ich bei meiner darstellung auch auf die kleinsten details achte. man kann es keinem a-extremisten übel nehmen, dass er sich in die gesellschaft anderer a-extremisten begibt und lieber zu veranstaltungen fährt die seinen ansprüchen genügen als zu solchen, bei denen der großteil der teilnehmer nicht so viel wert auf details legt wie er selbst.
wenn jemand infos braucht, dann sind die a-leute willkommen, weil sie innerhalb eines kurzen gespräches wissen und erkenntnisse vermitteln können, deren beschaffung wochen und monate dauert - üben sie aber kritik (die meist erbeten wird) sind sie gleich die päpste, die nix anderes gelten lassen. dass der geduldsfaden dann gelegentlich reißt und man nicht mehr der nette, zuvorkommende nachbarsjunge ist darf dann nicht verwundern.

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16. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 18.01.2010 um 19:27

Halb so wild...
... ich glaube, den Arroganzvorwurf bekommen nur die, die wie im Beispiel ungefragt herumlaufen und statt einem "Hallo" gleich mal aufzählen, was ihnen alles an einem anderen nicht passt. Solche Späße schaffen in jeder Szene Unfrieden. Probier mal in einem Biker-Club ungefragt die Frisur eines anderen Motorradfahrers zu kritisieren - der dich nicht kennt. Und das noch vor dem Hallo sagen ...

Was nur ein weiterer Beweis meiner Theorie ist, dass es sehr angenehm zugeht in der Szene, weil selbst solche Vorfälle lösen sich immer ohne einen Satz heißer Ohren.

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17. Kommentar von Michl am 18.01.2010 um 19:40

sehr...
...richtig, florian. das problem an der sache ist, dass - vorallem wenns um die a-leute geht - sehr oft, sehr schnell verallgemeinert wird. und daraus wird dann gerne mal eine sich selbst erfüllende prophezeiung (und dann ist man auch schon drinnen im teufelskreis).

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18. Kommentar von Widerling am 18.01.2010 um 20:57

A ist böse und spassbefreit....
Einige Beobachtungen dazu:

sprechen manche Nicht A-Ler mit Publikum oder Marktbesuchern die nicht in Gewandung sind und man steht so ganz zufällig daneben und hört mit einem Ohr mit ist es wirklich spassig, wie authentisch alles was sie machen plötzlich ist und wie genau sich die Gruppe ans "echte" Mittelalter hält. Die selben Leute beschweren sich dann aber wieder im Internet, wenn sie mal kritisiert werden, die A-Päpste seien weltfremd und spassbefreit und die A-Festen langweilig.

Ich habe dieses ewige Genörgel mittlerweile in die Schublade "Neid" geschoben und abgehakt. Selber gerade genug Geld für Battleheat-Rüstung und indisches Kettenhemd ausgeben wollen oder können, und dann diejenigen schlecht machen, die durch Blut, Schweiss, Opferung von jeder Menge Zeit und Geld eine bessere Darstellung zusammenbringen, weil es das denen einfach wert ist.

Mag ja sein, dass deren Darstellung besser aussieht und die viel mehr wissen als ich, aber die haben keinen Spass und sind alle blöd - Genau!

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19. Kommentar von Widerling am 18.01.2010 um 20:58

Fortsetzung
Zu Mimin: Es gibt solche und solche, ist ja klar. Die Mittelalterleute sind ein sehr individuelles Völkchen, jeder kocht ein eigenes, etwas anderes Süppchen und genau das schmecht ihm dann. Auch als Laie kann ich mich mit Quellen beschäftigen und diese, oft mit Hilfe von Wissenschaftlern, benutzen um eine für meine Zeit und meine Örtlichkeit passende Darstellung zu recherchieren. Dass man vieles nicht so genau sagen kann ist klar, allerdings werden gerade von uns Laien oft auch Fragen gestellt die von Seiten der Wissenschaftler nicht oder nur in winzigen Teilbereichen behandelt werden. Das ist doch mal interessant, oder?

Als Beispiel: Der Reenactor muss sich mit einer gesamten Darstellung auseinandersetzen, Mode, Sozialstruktur, oft militärisches, Werkzeuge, sowie Alltagskultur (Essen und Trinken, Möbel, etc....) und Politik. Dazu kommt noch oft eine spezifischere, tiefergehende Beschäftigung mit einem einzelnen Handwerk. Ich habe nur selten einen Historiker getroffen, der sich in all diesen Bereichen so richtig gut ausgekannt hätte, meist spezialisiert man sich ja auf gewisse Bereiche. Daher empfehle ich, von uns Laien nicht die richtigen die Antworten zu erwarten sondern die richtigen Fragen.

Als fachblind bezeichnet zu werden ist nicht schön, allerdings ist auch hier der Kontext entscheidend. So manche Vortragenden an der Uni sind definitiv nicht auf dem neuesten Stand, zumindest in den Randbereichen ihres Gebietes, die nicht das Gros ihrer Aufmerksamkeit beanspruchen. Manche Arbeiten, die heute noch als Sekundärquelle angegeben werden sind hoffnungslos veraltet. Und manche Wissenschaftler sind - um das andere Extrem zu beleuchten - derart borniert, dass sie sich zu gut vorkommen, um neueste Erkenntnisse, zu denen sie Zugang haben, der Laie aber nicht, weiterzugeben. So hat eben alles 2 Seiten. Gottlob gibt es auch Laien, die sich über den Input eines Historiokers freuen und auch Historiker, denen es Spass macht, mit uns Laien über ihr Fachgebiet zu sprechen.

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20. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 18.01.2010 um 21:07

Leitsatz
Ein wunderschöner wenn nicht gar genialer Satz, Widerling:
"Daher empfehle ich, von uns Laien nicht die richtigen Antworten zu erwarten sondern die richtigen Fragen."

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21. Kommentar von Mimin am 18.01.2010 um 21:12

Ja und nein
Meine Erfahrung mit den Archäologen in Wien sind zB die, dass die sich sehrwohl mit den dir genannten Fragen beschäftigen. Zudem gibt es in Wien auch die Expermientelle Archäologie und da kann man einfach nicht von Fachblindheit reden, denn diese Leute machen genau das, was Reenactoren oft machen. AUsprobieren und sagen, "ja, das wird so gewesen sein. Es macht Sinn und aus der Tätigkeit mit dem Objekt ergeben sich die selben Abnützungserscheinungen".
Bei Wissenschaftlern die sich in Gebieten nicht so auskennen zu denen sie gefragt werden, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie dann eher sagen was sie wissen oder gleich die Frage weitergeben und mit "da kenne ich mich zu wenig aus um kompetente Antworten zu geben" abwehren.
Diese richtig bornierten Professoren habe ich zum Glück noch nie getroffen.
Worum es mir hauptsächlich geht sind A-Fanatiker, die sich das große A auf die Fahnen schreiben und noch so jedes kleine Detail ihrer Ausrüstung dokumentieren können. Wenn man diesen Leuten dann sagt, dass diese Art der Recherche schlicht unzureichend ist und anderen vermeintlich nicht A Leute, genauso A sein können weil XY, wird man gern als unseriös, weil was nicht dokumentiert ist ist ja nicht A, sondern nur Vermutung, bezeichnet (ist mir schon passiert) und das regt mich einfach auf. Ich muss sagen, es gibt viele Reenactoren die über ihr Fachgebiet sicher einen Vortrag auf der Uni halten könnten...

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22. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 18.01.2010 um 21:17

... gute Idee
Wäre eigentlich eine gute Idee, bei einem geeigneten Event Vorträge einzuplanen wo jeder - ob mit oder ohne akademischem Titel - eingeladen ist, vorzutragen. Analog zum Projekt Metalab, das daraus entstanden ist, dass sich verschiedenste Menschen getroffen haben wo jeder in Form eines Impulsreferates sein Fachgebiet vorstellte. Dreynschlag macht das ja auch beim Dreynevent, wo es Podiumsdiskussionen und Vorträge geben wird.

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23. Kommentar von Renatus Germanicus am 18.01.2010 um 21:41

Hä??
Erstmal Michl und Wiederling gebe ich euch recht.Bin da ganz eurer Meinung.

Zu deinen Beiträgen Mimin.Warum ist es schlecht wenn ich versuche alles bis ins kleinste Detail genauestens Historisch korrekt darzustellen??Ich verstehe dich nicht.
Ja ich kann meine Darstellungen genauestens belegen,ja ich versuche so authentisch in meinen Darstellungen zu sein wie es mir im Moment nur irgend möglich ist,ja ich könnte auf der Uni über meine Darstellungen/die Zeit/die Kulturen referieren,ja ich bilde mich stetig weiter und ja mein Leben dreht sich nur um Geschichte und den versuch diese darzustellen.
Was ist daran schlecht???
Ist es schlecht weil ich Laie bin und kein Archeologe??Weil der Otto Normal Bürger diese art der Visualisierung von Geschichte vielleicht interessanter findet als irgendwelche Vitrinen.

Ganz im gegenteil,ich finde die Archeologie braucht so Leute wie uns A-Fanatics.Die sich Seriös mit Geschichte befassen.Die Publikationen und Erkenntnisse auswerten,Hunderte Bücher wälzen,in etliche Museen pilgern um geschichte lebendig und greifbar zu machen.
In unsere Heutigen Gesellschaft funktioniert es nicht mehr nur ein Exponat in eine Vitrine zu stellen.Das Puplikum hat sich durch die Medien verändert,hier greiften dann auch vorführungen von Reenactern also die sofern Seriös dargeboten ein besseres Geschichtsverständnis und Geschichtsbild vermitteln können.

Ich zb. mache dieses Hobby in erster Linie nur für mich und erst in zweiter für die Breite Masse.
(Aber auch da muss man so ehrlich an die Sache gehen das es nicht ins Märchenreich abtriftet.Akkurat und Seriös zu arbeiten ist ein muss)
Trotzdem bin ich viel in Museen unterwegs und alle waren bisher sehr zufrieden mit meiner Arbeit.
Geschichte geht uns alle an.

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24. Kommentar von Michl am 18.01.2010 um 21:54

zu...
...widerling: jaja, wir haben wirklich keinen spaß

und renatus: aaaamen! geschichte geht uns wirklich alle was an - eigentlich traurig, dass hierzulande von öffentlicher seite verhältnismässig wenig aufwand betrieben wird den menschen beizubringen, dass hollywood keine geschichtsdokus dreht...den größeren aufwand treiben private - zumeist laien.

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25. Kommentar von Renatus Germanicus am 18.01.2010 um 22:00

:-)
richtig Spass haben nur Clowns

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26. Kommentar von Mimin am 18.01.2010 um 22:47

@Renatus
Bitte lies noch mal meine Beiträge, dann rekapituliere deine Aussage meinen Aussagen gegenüber und dann werd ich dazu was schreiben...

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27. Kommentar von Bichi am 19.01.2010 um 11:08

Also...
.. ich kann manchen Aussagen von Mimin schon etwas abgewinnen, zumal manche (selbst ernannten) A-Päpste ihr  "Halbwissen" verkaufen als sei es Gottes Wort. So werden nach dem Motto " Kenne ich nicht - gab es nicht" etliche Forenthreads gekillt oder zerredet (Beispiel Tempus Vivit). Anstatt Platz für Thesen zu lassen wird einfach alles im Vorfeld im Keim erstickt, da es ja für den A-Papst keine für ihn (ev sogar in Unkenntnis von Quellen) ausreichede Belegbarkeit gibt. Ich denke hier entsteht die Diskrepanz zwischen Wissenschaftler und Laien - unsere Vergangenheit hat uns verschiedenen Arten von Quellen hinterlassen, die es zu interpretieren gilt. Arbeite ich hier einseitg, so schaffe ich ein u.u. verzerrtes Bild. Man informiert sich im Internet (Imreal) und orientiert sich an Funden oder bildlichen Darstellungen ohne Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten und läßt Schriftquellen dabei außen vor. Das Gesamtbild ergibt sich dann aus Trachtbestandteilen aus London, Schuhen aus Schleswig, Kleidern mit Schnitten nach Herjolfsnes, ergänzt mit Einflüssen aus der Maciejowski Bibel. Aber was tun, wenn es Beschreibungen in Schriftquellen gibt, ohne dass sich das Beschriebene erhalten hat - hier kann man anhand einer Fragestellung arbeiten, die zu einem Ergbnis in einer Rekonstruktion führen kann. Lässt man derartige Ansätze grundsätzlich nicht zu, so ist es wahrscheinlich nicht der richtige Weg. Was nun nicht das oft zu hörende Argument "Nur weil man es bislang nicht gefunden hat, heißt das nicht, dass es das nicht gegeben hat", generalisieren soll.

In den letzten Jahren ist für mich allerdings ein Wandel festzustellen, der sich zum einen in einer wirklich beachtlichen Steigerung der Qualität von einzelnen Darstellern oder Gruppen niederschlägt und zum anderen zu einer extremen Selbstüberschätzung so mancher "Marktgruppe" führt, die ihre Darstellung mit Begriffen wie Authentizität oder Experimenteller Archäologie schmücken, ohne zu wissen was es damit eigentlich auf sich hat bzw einen echten Etikettenschwindel betreiben (und dann auch noch Stolz auf ihren Auftritte sind).

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28. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 19.01.2010 um 15:10

Ö / D
Ich gebe zu bedenken, dass die typischen Tempus Vivit Debatten in Deutschland stattfinden und die deutsche Szene generell - aus unserer Perspektive - etwas streitbarer erscheint. Warum das so ist, soll unser Problem nicht sein, hierzulande artet es öffentlich nur Fallweise dermaßen aus und "abgedrehte" Diskussionen gab es in unserem Forum bislang nur, wenn jemand sich im Ton vergriffen hat - aus inhaltlichen Gründen aber noch kein einziges Mal.

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29. Kommentar von Ivan-der-Sturmfalke am 27.01.2010 um 11:16

Off-Topic
Habt ihr kein ästhetischeres Foto als unseren Sauhaufen beim Bruchenball gefunden? ;)

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30. Kommentar von castello am 29.01.2010 um 11:16

08/15
Mit großem Interesse habe ich mitgelesen und freu mich über die Meinungsvielfalt.
Selbst bin ich ein 08/15 und nehme mit Gleichgesinnten  die Möglichkeit im Thema Mittelalter einzutauchen immer wieder wahr. Dabei bewundere ich mit wie viel Aufwand, Energie und Kosten viele Gruppen und Darsteller eine wunderbare Atmosphäre / Kulisse schaffen. Als Genussmensch sehr ich die Freude, die Vielfalt und Leben pur. Dafür vielen Dank an alle die dies möglich machen.

Wir alle transportieren unser eigenes Weltbild und Wahrheit, ich wechsle nicht nur die Gewandung, auch die Perspektive um Andere zu verstehen.

Differenzen (das die Fetzen fliegen) gibt´s auch im MC´s (Biker).

Werde trotzt mangelnder Kenntnis und Gewandung immer gern Teilnehmer sein,
dazulernen kann ich immer…..

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31. Kommentar von XENA am 19.03.2010 um 20:02

hmmm
Was ich mich zum Thema frage - warum ist es denn manchen nicht Wissenschaftlern bzw. nicht - Professionisten- also die weder davon leben noch sonst irgendetwas existentiell Lebensnotwendiges davon haben in ihrer Freizeit so wichtig 'A' zu sein und sich selbst immer wieder zu 'beweihräuchern' wie toll und bla sie doch sind und wie 'minder' die anderen?
Und wenn die Welt vor denen kniet und sagt Ok Ihr habt mich überzeugt wir sind nicht würdig (Frage gleich mal wozu ?- auf einem Markt Spaß zu haben? Das Publikum zu unterhalten??? Sich zu gewanden??? Sich mit Gleichgesinnten ein Metchen zu gönnen? Oder nur romantisch in einer besonderen Atmosphäre den Sonnenuntergang zu genießen? ) was dann? Was haben die davon? Ansehen? (bei wem? Den Historikern???) Mehr Jobs? ...oder mehr Geld???

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