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Starallüren in der Mittelalterszene? Ein Gedanke, der unseren Redakteur Arnulf Zeilner beschäftigte.

Gedanken zu Starallüren
Kann und soll man sich diese leisten?
5. 1. 2010 - 14:00
Arnulf Zeilner


"Auch wenn man bei den *) ist, kann man sich Starallüren nicht leisten." Dieser Satz bewog mich dazu, kurz über seine Aussage nachzudenken und führte zu dem Schluss, dass dies einer näheren Betrachtung bedarf.

Erst einmal: was sind Starallüren? Zwischen der Verweigerung eines Schlafplatzes in Form eines Massenlagers in einem Turnsaal oder der mehrtägigen Versorgung mit ständig dem gleichen Gericht - und dem Beharren auf einem eigenen Einzelzimmer im 4-Sterne-Hotel mit angeschlossenem Haubenrestaurant liegen Welten. Daher sage ich, man kann es sich ab einem gewissen Punkt durchaus leisten, bestimmte Dinge für sich zu beanspruchen, nur sollte es in einem nachvollziehbaren Rahmen bleiben. Es gibt vielleicht auch in der österreichischen Mittelalterszene schon einige, die sich einen Status erarbeitet haben, wo man sich kleinere Starallüren leisten könnte. Dennoch freue ich mich über jeden, der eben dies nicht tut.

Auch muss man zwischen einem gesunden Selbstbewusstsein und Arroganz unterscheiden. Ersteres ist ein wichtiges Werkzeug im Umgang mit dem Publikum oder den Gästen. Zweiteres beruht auf dem Glauben, man sei als Mensch besser und auch mehr wert als die anderen.

Sollte man solch ein Verhalten gutheißen oder tolerieren? Ich meine, man sollte es abstellen, insbesondere wenn dieses Verhalten durch eine Gruppenzugehörigkeit und nicht durch eigene Leistung bedingt ist.

Gerade auf einem Mittelaltermarkt funktionieren die Akteure als ein Ganzes. Die fröhlichen Spielleute und Gaukler „zum Angreifen“ sind ebenso wichtig, wie auskunftsfreudige Lagergruppen, freundliche Marktfahrer und nettes Schankpersonal. Gemeinsam machen sie eine historische Veranstaltung für die großen und kleinen Besucher zu einem Erlebnis.

Daran sollte man sich meiner Meinung nach immer erinnern...

Arnulf Zeilner


*) beliebigen Gruppennamen einsetzen.



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1. Kommentar von Bigman am 05.01.2010 um 15:27

nettes posting, nulfi
nur den grund dahinter seh ich nicht? ist das jährliche aufruf zum friedlichen umgang mit menschen? falls ja, ok... so be it... ist ein schrieb aufgrund eines aktuellen anlasses (oder der abgelaufenen saison), dann sollte das ganze schon genauer definiert sein.

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2. Kommentar von das Schandmaul am 06.01.2010 um 12:05

Lieber Bigman, werte Leser
Natürlich gab es in der letzten Saison Anlass zu solchen Worten (ebenso wie in den Jahren davor). Es ist aber nicht an mir eine vollständige Aufzählung zu machen, die würde wohl sehr viel Recherchearbeit erfordern. Gleichzeitig wäre es aber nicht richtig stellvertretende Beispiele zu bringen, denke ich.

Also wurde wohl der "jährliche aufruf zum friedlichen umgang mit menschen" daraus. nur zur Erinnerung, dass es auch anders geht...

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3. Kommentar von Bigman am 07.01.2010 um 10:07

aja, na dann...
is ja traurig, dass sowas vorkommt. ich bin bekanntlich auch kein einfacher charakter, aber bei solchen sachen versteh ned amal ich die welt mehr.

im vorfeld gibts verhandlungen, dann gibts verträge. in den verträgen ist alles geregelt. von der unterkuft über die verpflegung bis hin zur gage und sonstigen leistungen.

herrscht willensübereinkunft, kommt der vertrag zu stande. nachträglich dann auf sachen pochen oder nachträglich aufeinmal statt der ausgemachten unterkunft im 5 sterne hotel ein campingzelt am rübenacker hin zu stellen ist scheiße wie der FAK!

Starallüren sind ja hin und wieder sogar berechtigt ... na wie dem auch sei... forza friede freude eierkuchen :)

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4. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 07.01.2010 um 10:11

@Bigman
Ich denke, Arnulf wollte mit seinem Text generell zum Nachdenken anregen, ohne jetzt alles im letzten Detail auszuführen. Was Starallüren sind, weiss ohnehin jeder - dass sie in der Spielmanns-Zunft entbehrlich sind, ist die Meinung die ich herauslese und auch unterschreiben würde.

Vertragsbruch war, so glaube ich, nicht zentrales Thema. Wer Starallüren hat und auf Sonderbehandlung pocht, macht dies meist schon vor dem Vertrag. Und die Medaille hat zwei Seiten, die ebenfalls angesprochen wurden. Zum Einen werden Künstler nicht immer sauber behandelt (3 Tage lang derselbe Mampf ist eigentlich ziemlich unzumutbar), zum Anderen übersehen einige, wenige (das muss auch gesagt werden, es sind wirklich sehr sehr wenige), dass sie nicht U2 auf Tournee sind sondern eine sympathische Unterhalterrolle für Familien spielen sollten.

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5. Kommentar von das Schandmaul am 07.01.2010 um 10:47

Beachte auch "Gruppe" nicht "Musikgruppe"
...Leider kommt ein solches Verhalten auch bei Gruppen anderer Sparten vor (Vereine, Schaukämpfer, usw.). Das Problem ist, dass - wenn einmal ein Name (ob Einzelperson oder Gruppe) bei genügend Leuten Bewunderung hervorruft, dann kann einem das zu Kopf steigen - sollte es aber nicht.
Massenlager und 5-Sterne-Hotel sind nur Extrembeispiele, ebenso wie das Essen. Als Akteur kann man da schon böse Überraschungen erleben, passiert aber dennoch selten. Glücklicherweise!
Damit wollte ich nur aufzeigen, dass man besseres fordern darf, ohne schon Gefahr zu laufen, als Überkandidelt angesehen zu werden, gleichzeitig halte ich es beim jetzigen Status für realitätsfern, Top-Hotels zu verlangen.
Es fängt aber schon bei geringeren Dingen an. Wenn wir bei Spielleuten bleiben: Wir schätzen uns glücklich, wenn wir bei Nahversorgern oder in Lagern gratis Getränke bekommen - es ist aber kein Recht, das man einfordern kann. So etwas kann schnell mal peinlich werden...
Oder jemand, der gerade mal seit einem Jahr bei einer namhaften Schaukampfgruppe ist, der sich als Schwertmeister von diversen Ahnungslosen feiern lässt (ist ein fiktives Beispiel, kommt aber immer wieder mal vor, selbst bei Leuten, die noch nicht mal bei einer namhaften Gruppe sind)...

Es gibt so viele Beispiele über die Jahre, wie man sich nicht verhalten sollte, da ist es egal in welche Richtung man schaut, aber es ist dennoch eine kleine Minderheit, die sich so zeigt. Für mich dennoch ein grund, es mal erwähnt zu haben.

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6. Kommentar von Mimin am 09.01.2010 um 01:16

kenne sowas von der anderen Seite
Ich bin zwar selber nicht in einer Gruppe, aber ich habe heuer eine Sauerei mitbekommen die ihresgleichen suchte. Ich war heuer 2 Tage bei einem kleinen und feinen Markt, der von einer SpäMi Gruppe organisiert wurde. Der Burgbetreiber auf dessen (eigentlich mehr) Ruine das ganze statt fand dürfte die Organisatoren nach Strich und Faden vera...über den Tisch gezogen haben. Was ich mitbekommen habe, hatte der sich um rein garnix gekümmert was offenbar ausgemacht war.
Beispiele: Essensversorgung der Gruppe (dürfte überhaupt nicht vorhanden gewesen sein), Aufsperren des eigenen Burgcafes obwohl das von Seiten Gastronomiestände nicht ausgemacht war (im Café 0.1Cl "Kaffee" im Pappbecher für 2,7€! auch für Händler und anwesende Gruppen). Es stellte sich weiters heraus, dass es auf der Burg ein riesiges Erdvespennest gab. Dies wurde, sofern wirklich nicht wissend (so ein riesen Ding kann man als Burgbetreiber mMn nicht übersehen) den Organisatoren verschwiegen bzw. wurde sich (soweit ich das mitbekommen habe) sich von Seiten des Burgbetreibers nicht darum gekümmert, sodass die Organisatoren dieses Problem (auch mit eigenem Finanzaufwand?) regeln mussten. Benutzbare Räumlichkeiten der Burg wurden auch auf Bitten (soweit mitbekommen) der Organisatoren nicht geöffnet, obwohl diese angeblich vorher als Lagermöglichkeit für Wertgegenstände (und anderer Krimskrams) für die anwesenden Gruppen ausgemacht waren, etc.
Die Vertragsmodalitäten kenne ich allerdings nicht. In meinen Augen ist es dennoch eine Saurerei wie manche Gruppen behandelt werden...

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7. Kommentar von Mimin am 09.01.2010 um 01:16

Teil 2
Dann war ich heuer als Aushilfe bei einem Händler auf einem "Markt" auf den wir kurzfristig eingelanden wurden, da noch Platz war, der gefüllt werden musste.
Nicht nur, dass wir um 8:00 (!) bereits gschneutzt und g´kampelt den Marktstand aufgebaut haben mussten, wie sich herausstellte war der Organisation auch egal wie wir sobald da hinkommen sollten, aber egal wir haben es eh gemeistert. Der Markt enpuppte sich allerdings als Kirtag wo Busladungen an Pensionisten angekarrt wurden, und diese dann auf die Burg, zu Dorfmusikkapelle, Bierzeltstimmung, Bratwürschtl und Bauernkrapfen gebracht wurden (die Händler waren alle im Burgschatten außerhalb). Wie man sich denken kann, war das Geschäft mies und wir bekamen gerade mald das Benzingeld und die Standgebühr herein (diese wurde in vollem Maß und auch auf den Hinweis unsererseits, dass das kein Markt sei, auf dem unsere Waren gekauft würden, eingefordert). Offenbar dürfte die Organisation schon bekannt sein, denn wie uns später auffiehl, waren nur 3 Mittelalterhändler anwesend).
Starallüren mag ich zwar auch nicht (ich verabschäue sie sogar), aber man soll auf jeden Fall auf gewisse Dinge bestehen (dürfen)...

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8. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 09.01.2010 um 11:38

Schau schau...
Da wäre zur Warnung und zur Hilfe anderer ein Artikelchen gut. Oder zumindest ein paar Zusatzinfos für die Redaktion. Danke!

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9. Kommentar von Mimin am 09.01.2010 um 14:22

Sicher
Beim ersten trau ich mich ehrlich nicht, da ich hier nur einen subjektiven Eindruck geschrieben hab. Der Markt war der von Taggenbrunn in Kärnten. Vielleicht fragst du direkt bei der organisierenden Gruppe nach.
Vom zweiten Markt kann ich mehr sagen, da war sich selber betroffen. Es handelte sich dabei um das "Burgfest" (?) zu Hochosterwitz Anfang Sepember (ich habe in eurem kalender nachgeschaut und fand nur das im Juli, komisch). Ausgeschrieben war es glaub ich als "Kinderweihe mit Mittelaltermarkt". Ich weiß nicht wie es heuer sein wird, da angeblich die alte Organisatorin (soweit ich weiß die Schwiegertochter des Burgbesitzers dies nicht mehr machen wird und stattdessen der Enkel (der auf mich einen wesentlich besseren Eindruck machte) dies nun organisieren soll...

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10. Kommentar von Riharc am 11.01.2010 um 14:14

Hallo Nulf, Hallo Alle...
Ich sehe es nicht unähnlich : Meiner Erfahrung nach sind wirkliche "Profis", bzw. "Meister des Faches" (egal, welches das ist) zwar selbstbewußt, aber nicht eingebildet.
Das bezieht sich sowohl auf Akteure, als auch auf Veranstalter.
Sogar in der Oper, wo man als Kleindarsteller mit teilweise sehr bekannten Regisseuren, Schauspielern, Sängern und dem ganzen babylonischen Stab zu tun hat, laufen die Dinge normalerweise ruhig und fair,
im besten Falle in freundlicher Weise ab, da man nur so arbeiten kann auf Dauer.

Ich bin sehr stolz auf meine Leistungen als Musiker, Moderator und Darsteller - aber sich zu Arroganz zu versteigen, zeugt meiner Meinung nach, entweder von mangelnder Erfahrung oder aber von Mängeln bezüglich der eigenen Persönlichkeit.
Normalerweise aber setzt sich der Betreffende auf die Dauer sowieso ins Matt, wenn er die Leute genug mit seinen Allüren gelangweilt hat.

Hic Rhodos
Hic Salta !

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11. Kommentar von Schankschaf am 12.01.2010 um 17:37

Geben und Nehmen
Also ich sehs ja a so Für Leute die sich auch korrekt verhalten (was ja in letzter Zeit auch nicht immer der Fall war) ist der all inclusive Club "zum Schankschaf" immer geöffnet. Starallüren wirds immer geben aber es kommt drauf an wie man sie rüberbringt. wir versuchen immer unsere Gäste und Darsteller ein sehr angenehmes We zu bereiten auch wenns net immer ein 5 Sterne Hotel ist.

Als dann Mäh

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12. Kommentar von Rowanne am 14.01.2010 um 15:11

Das Problem ist ja...
... dass die Definition von "Starallüren" meist im Auge des Betrachters liegt.

Wir Nornen bestehen zum Beispiel darauf, dass bei der Verpflegung unbedingt auch etwas vegetarisches angeboten werden muß, weil unsere Milla eben kein Fleisch ist. Das ist jetzt keine Starallüre, sondern Fakt. Trotzdem hab ich schon mal über Umwege gehört, dass wir quasi immer Extrawürschte  haben und gefälltigst das essen sollen, was auf den Tisch kommt.
Ich möchte nur mal in aller Deutlichkeit sagen: Das sind keine Pflanzereien unsererseits! Wir können und wollen Milla nit zwingen Fleisch zu essen, und wir findens aber auch nit in Ordnung, wenn es dann Veranstalter gibt, die deswegen hinter unserem Rücken über uns herziehen und behaupten, wir glauben was besseres zu sein. Das is nämlich schwer daneben.

Und eine Frage an alle Musikerkollegen: ist es zu vermessen, wenn wir uns einen trockenen Platz zum Abstellen der Instrumente und wenns möglich is auch einen trockenen, warmen Schlafplatz für uns wünschen? Natürlich schlafen wir auch im Auto, ist kein Thema, aber wissen muss mans halt im Vorhinein...

Bigman, du schreibst dass dafür Verträge da sind. Das ist vollkommen korrekt. Aber was, wenn man immer wieder hört "jaja, der Vertrag kommt bis dann und dann" und dann kommt doch nix daher? Dann stehst da, fahrst zur Veranstaltung und alles is anders als ursprünglich ausgemacht...und du kannst nix beweisen weil alles telefonisch, aber nicht schriftlich vereinbart war... das hatt ma schon öfters. Und i finds einfach traurig, wenn ein mündlicher Vertrag nimmer gilt und im Nachhinein alles "vergessen" ist, was ausgemacht war... Ja, zugegeben, es war schon naiv von uns auf diverse Feste zu fahren obwohl wir keinen schriftlichen Vertrag hatten. Werden wir auch nicht mehr machen. Auch wenn dann der eine oder andere Veranstalter mit "geh, sowas brauch ma ja nit" abwinken will (was ma letzte Saison oft genug hatten...)

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13. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 14.01.2010 um 15:16

Niemals klein beigeben
Das wichtigste ist, sich von solchen Veranstaltern nicht "klein" machen zu lassen. Der Veranstalter braucht die Künstler, er ist auf sie angewiesen. Man muss das Selbstbewusstsein haben, dass man sagt: Freundchen, so wars nicht ausgemacht. Du hast jetzt einen Markt ohne Musik, weil wir fahren wieder heim.

Dazu zählt aber auch, solche Dinge nicht in sich hineinzufressen, sondern aufzustehen und zu sagen: Dort und dort ist mir exakt das passiert, ich will nicht, dass meine Musikerkollegen oder andere Darsteller und Gruppen ebenso darauf reinfallen. Deshalb Vorsicht, bei Veranstalter X muss man zumindest aufpassen. Das ist eine der Hauptmotivationen, weshalb ich Huscarl gegründet habe - um es all denjenigen Menschen schwer zu machen, andere zu betrügen, die vorher aufgrund der nicht vorhandenen Informationslage ein leichtes Spiel hatten. Fair play für alle!

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14. Kommentar von Riharc am 16.01.2010 um 10:03

Hoi Rowanne...
Nein, es ist nicht vermessen - solche Anforderungen sind selbstverständlich.
In unseren Verträgen und Anboten stehen unter anderem auch vegetarisches Essen (weil ich seit über 20 Jahren Vegetarier bin), sowie ein geschützter, verschließbarer Raum zum Lagern der Instrumente.
Ich habe in all der Zeit, die ich nun schon auftrete nur selten Anlaß zum Ärger gehabt -
wenn sich der Ärger mal einstellt, gehe ich ganz mit Flo (dem anderen d' accord :
Nichts gefallen lassen, auch mündliche Vereinbarungen gelten und wenn jemand sich wirklich danebenbenimmt, mach' es publik - alle anderen Künstler und MA - Beschäftigten werden es hören wollen.
(Wenn es nicht in schmutzige Wäsche und Hexenjagden ausartet)
Was Schlafplatz angeht, dies muß genau vorbesprochen werden - zum Beispiel schlafen wir in Friesach aus Nostalgiegründen gerne in der Schule (wo sonst hat man ab ca. 2.00 Früh eine so konsequente non-stop-Freakshow , aber ansonsten sind menschenwürdige Unterkünfte angesagt, entweder Hotel oder privat.
Meine Erfahrung ist, daß angemessene und freundlich präsentierte Forderungen in der Regel erfüllt werden....wenn nicht - fight, by all means, fair our foul !
(Außerdem sehen uns Leute, die usneren Unmut erregt haben, in der Regel nicht wieder...soo nötig ist es dann auch nicht - das angenehme an unserem Job ist unter anderem die freie Wahl.
Aber, wie gesagt,  das kommt fast nie vor.)
Verträge : Ja, manchmal ist das schwierig - im Zweifelsfalle einfach stur sein oder einen eigenen, bereits aufgesetzten Vertrag oder eine Auftrittsvereinbarung mitnehmen.
Wenn man einem Kunden genug vertraut, kann man natürlich auch ohne, das ist eine Frage des feelings..

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15. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 16.01.2010 um 10:24

@Riharc
Den Vorwurf der Hexenjagd und der Schmutzwäsche, mit dem muss man zu leben lernen, sobald man eine Unregelmäßigkeit aufdeckt. Weil für die "Täter" bist Du automatisch der böse Hexenjäger, sehr selten nie hat jemand gesagt "ja, ihr habt recht, es war unser Fehler...". Wer bereit ist, seine Darsteller Vertragswidrig und schlimmer zu behandeln, der gibt nicht klein bei, weil man ihn aufdeckt. Deshalb bieten wir all denen Hilfe an, die selbst nicht bereit sind, so einen Konflikt durchzustehen. Wenn wir eine Unregelmäßigkeit publizieren, wird sie allerdings so genau wie möglichrecherchiert, weil es natürlich auch diejenigen gibt, die andere mit falschen Vorwürfen aus dem Weg räumen wollen (siehe der Vorwurf eines Zinnhändlers gegen einen anderen, gesundheitsschädigende Bleiware zu verkaufen).

Insgesamt ist es zwar teils wichtig, auf schwarze Schafe hinzuweisen, genauso wichtig wenn nicht wichtiger erscheint es mir, auf die positiven Beispiele hinzuweisen - was wir beispielsweise mit der Leserwahl "schönstes Fest" tun. Wenn es jemandem als Künstler bei einem Veranstalter besonders gut geht, sollte man dies ebenso laut in die Welt hinausposaunen.

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16. Kommentar von Rowanne am 18.01.2010 um 16:21

Hiho Riharc!
Danke, jetzt bin ich beruhigt! Mir kommt es aber auch oft vor, als würden die Veranstalter uns nicht ganz für voll nehmen. Andere Bands bekommen Ihre Gage anstandslos und ohne große Verhandlungen, bei uns wird immer mehr und immer mehr gedrückt, weil mit den drei Weibern kann mans ja machen. Fällt mir leider immer wieder auf -was ich sehr traurig finde. Dann gibt es Leute, die uns buchen wollen weil unsere Musik gefällt, dann sagen sie aber ab weil wir zu teuer sind und buchen andere Bands, von denen wir genau wissen dass sie teurer sind als wir. Muss ich das verstehen??? *seufz*

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17. Kommentar von Riharc am 19.01.2010 um 21:38

Ho Rowanne, Hi Flo...
Ja, ich kann nur zustimmen...
@Rowanne : Nein, versuche nicht, das zu verstehen, da spielen soviele persönliche und andere Faktoren mit -
wir verlangen einfach unseren Preis und wissen mittlerweile auch, was wir wert sind.
Wem das zu teuer ist, der kann sich ja durchaus weiter umschauen....in einigen Fällen empfehle ich durchaus andere Bands -
ich denke,  man kann gemeinsam mehr erreichen, auch wenn man nicht in derselben Band spielt.
Aber allgemein : you win some, you loose some

Ho Flo,
eine Plattform ist wichtig, gerade die Aktiven, die öfters gegen Bezahlung auftreten, sollten sich koordinieren können. ich finde es auch gut, wenn sich die Szene für Dienstleistungen am Kunden auf ungefähre Preisniveaus einpendelt -
es bleibt aber natürlich jedem überlassen , wieviel er verlangt.
Muß wieder auf die Bühne, der dritte Akt fängt gerade an..
Chiao !

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18. Kommentar von Erich von Erdberg am 24.01.2010 um 14:39

Hallo Leute
Selten meld ich mich zu Wort, doch auf Grund der wieder Mal derzeitigen Ereignisse rund um mich und die SGB, tu ich das doch. Vor allem auch wg. Arnulf, der ja der Verfasser des Artikels ist und auch einiges negatives über mich und meine Kameraden von sich gab. Sorry, ich weis, man soll nicht negativ sein, aber manchmal kann auch ich nicht aus meiner Haut raus und ich muss Sagen ich bin momentan grade sehr sauer auf so manchen in "der Szene".
Wir haben alles andere als Staralüren und versuchen grad so zu Überleben, doch leider gewinnen wir immer wieder den Eindruck, dass grade "die Stars der Szene" immer wieder über uns respektive über mich herziehen - soviel zu Staralüren.

So Gehabt Euch wohl ...

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19. Kommentar von Gloria am 24.01.2010 um 18:50

@Erich
Ich hab jetzt den Artikel 3 x gelesen und du kommst immer noch nicht darin vor. Wie kommst du zu so einer Aussage? Ich glaube nicht, dass sich alles um dich dreht und nur du und deine Leute immer im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Es gibt auch mal Sachen, wo ihr nicht vorkommt.
Bleib auf dem Teppich!

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20. Kommentar von das Schandmaul am 24.01.2010 um 19:58

Lieber Erich
...noch bevor ich auf Deinen Kommentar hier aufmerksam gemacht wurde, habe ich Dir eine PM geschickt. Der Artikel hat nichts mit Dir oder der St.Georgsbruderschaft zu tun und ich wüsste auch nicht, wo Du Dich angesprochen fühlen müßtest.
Solltest Du damit aber meinen, ich hätte Starallüren, so möchte ich Dir mitteilen - wie auch allen anderen Lesern - dass ich, nur deswegen, weil mein Name etwas bekannter ist, mir nicht das Recht auf eine eigene Meinung nehmen lasse oder, diese irgendwo kundzutun (wie zum Beispiel im Forum). Solltest Du konkrete Kritikpunkte äußern können, so bitte ich Dich, dies zu tun, damit ich entsprechend darauf reagieren kann. Ich gehe davon aus, dass auch ich Fehler mache, nur wäre mir derzeit Dir gegenüber keiner bewußt.

Dies gilt übrigens auch für jeden anderen hier. Probleme mit mir dürfen direkt angesprochen werden.

Liebe Grüße, Arnulf

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21. Kommentar von Widerling am 29.01.2010 um 14:07

Lone Rider
Genau, Erich! Du bist der Lone Rider! Die ganze Mittelalterszene hat sich gegen dich verschworen, trachtet danach dir dein wohlverdientes Stück vom Mittelalterglück wegzunehmen, und das auf die böswilligste Art und Weise. Da ist es nur verständlich, vor Allem, weil ihr ja erst ein Jahr aktiv seid (Weiss gar nicht, wie wir vorher zurechtgekommen sind - wir wollten schon anrufen).

Undank ist der Welt Lohn, wie der Dichter sagt. Aber auch die Ignoranten in der österreichischen Mittelalterszene werden irgendwann einmal erkennen, welches Juwel sie da mit Hohn und Spott ausgegrenzt haben und zum rechten Glauben zurückkehren! Die sogenannten "Stars" werden vor deinem Großmut und deiner Herrlichkeit im Staube kriechen und um Vergebung winseln.

der Widerling

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