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Handschlagqualität. Eine vielzitierte und viel strapazierte Eigenschaft. Nicht überall kann man sie erwarten, doch es gibt Möglichkeiten, sie einzufordern.

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Die Schriftform bringt hohe Rechtssicherheit und vereitelt viele Möglichkeiten des gegeneinander Ausspielens.

Keine Überraschungen - mit Handschlagqualität durch die Saison
Wie man die "kleinen Tricks" durchschaut - und wie man sie vereiteln kann
21. 3. 2009 - 14:30
Florian Machl


Die ersten Veranstaltungen stehen bevor. Die Verträge - so es solche gibt - wurden bereits ausgestellt und unterschrieben. Die Terminkalender füllen sich. Und doch fragt sich so mancher: "Wird wirklich alles so klappen, wie vereinbart? Wird sich mein Vertragspartner auch am Veranstaltungstag noch erinnern, was wir uns ausgemacht haben? Bekomme ich tatsächlich meine Gage?" In den meisten aller Fälle ist es so. Vereinbarungen halten, Handschlagqualität zählt, Verträge werden erfüllt. Doch wie überall, gibt es auch in der Mittelalterszene schwarze Schafe, bei denen etwas andere Regeln Anwendung finden. Doch kennt man diese Regeln und weiß damit umzugehen, kann man sich viel Ärger ersparen.

Wie in der Feuerkünstler-Szene diskutiert, gibt es auch in Veranstalter- und Organisatorenkreisen einzelne, die ihre Dienstleistung "gratis" anbieten. Um einen Auftrag zu bekommen und andere aus dem Feld zu drängen, wird argumentiert, man würde die Organisationsdienstleistung gratis anbieten, die ja anderswo sehr teuer wäre. Dass ein solches Angebot kaum seriös sein kann, liegt auf der Hand. Wer kann es sich leisten, monatelange Vorbereitungsarbeiten für ein kommerzielles Fest gratis anzubieten? Daran muss irgendwo ein Haken sein... Denn Leistung kostet Geld, das ist ein Grundsatz in der Wirtschaft. Allerdings kennt der Mensch auch Gier - und so wurde mancherorts ein solches Gratisangebot auch schon angenommen. Darauf folgte fast immer Ernüchterung und Ärger.

Traditionsveranstalter oder Wiederholungstäter

Das führt bereits zu einer ersten Konstante, anhand derer man die Qualität eines Veranstalters hinterfragen kann: Wurde er ein zweites Mal mit der Durchführung eines Festes beauftragt - oder gibt es das Fest noch, aber mit einem anderen Veranstalter? Ist dies ein einmaliges Vorkommnis bei diesem Veranstalter oder wiederholt sich der Sachverhalt in seiner Historie? Bei einer Häufung von "Eintagsfliegen" eines Veranstalters tut man gut daran, Fragen zu stellen. Am Besten bei seinen ehemaligen Auftraggebern oder auch bei Mitgliedern der Szene, die in vorangegangene Feste involviert waren und vielleicht die eine oder andere Geschichte zu berichten haben.

Zwei Seiten der Kontinuität

Andersherum ist Kontinuität oft ein Zeichen für Verlässlichkeit und Qualität. Diese Kontinuität darf man freilich nicht nur am Stattfinden eines Events messen. Auch hier sollte man darauf achten, ob es Künstler und Darsteller gibt, die schon jahrelang bei dieser Veranstaltung dabei sind. Denn es gibt auch kontinuierliche Veranstaltungen, bei denen sich fast die gesamte Belegschaft Jahr für Jahr austauscht. Solche Vorgänge können manchmal ebenso ein Alarmsignal dafür sein, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Woran verdient ein "Gratis-Organisator"?

Zurück zum ersten Beispiel. Woran verdient ein "Gratisanbieter"? Im Falle einer Festorganisation bewegt sich dies oft in einer Grauzone sehr knapp an der Grenze des Betruges. Mit dem Auftraggeber wird ein Budget für Künstler und Darsteller vereinbart, den Gruppen werden aber ganz andere, deutlich niedrigere Beträge genannt. Den Gruppen wird das eigentliche Budget nicht ausbezahlt, an der Differenz verdient der Organisator, der augenscheinlich so gratis gar nicht ist.

Interessante Budgetdifferenzen

Vor nicht allzu langer Zeit gab es hinter verschlossenen Türen einen Aufschrei. Ein Organisator, der nach allen Seiten hin behauptete, ehrenamtlich und gratis zu arbeiten, geriet auf den Prüfstand. Huscarl brachte das mit dem Auftraggeber vereinbarte Budget in Erfahrung und recherchierte die Auszahlungsbeträge an alle Darsteller. Heraus kam eine recht interessante Differenz. Eine Veröffentlichung dieses Sachverhaltes wollten die Beteiligten um jeden Fall verhindern. Unter dem Vorbehalt, dass sich die Sache nicht wiederholt und die Darsteller in Hinkunft korrekt entlohnt würden, haben wir eingewilligt, das Thema vorerst im Archiv zu belassen - und hoffen sehr, dass diese Entscheidung eine richtige war.

Gewinne machen ist nicht unanständig

An dieser Stelle sei gesagt: Geld verdienen ist nichts Unanständiges. Dass die Organisationsarbeit für ein Fest eine langwierige Sache ist und viel Zeit erfordert, ist unbestritten. Niemand wird eine angemessene finanzielle Entschädigung kritisieren. Moralisch verwerflich, darin ist sich die Gesellschaft einig, ist hingegen die Lüge. Wenn jemand sagt, er würde gratis arbeiten und leider wäre auch kaum Budget da, dann glaubt man das möglicherweise - denn es könnte ja auch die Wahrheit sein. Ertappt man ihn allerdings dabei, dass die Geschichte vom armen Veranstalter eine Lügengeschichte war und er in Wahrheit die Hälfte des Budgets kassiert hat, darf er sich nicht darüber wundern, wenn seine Beliebtheit schwindet.

Methoden zur Wahrheitsfindung

Wie findet man aber heraus, ob der Organisator wirklich kein Geld hat oder als Zwischenhändler nur sein eigenes Säckchen füllen will und dabei alles tut, um andere auszunutzen? Man kann eine einfache Rechnung anstellen. Wie viele Besucher sind für die Veranstaltung zu erwarten, was kostet eine Eintrittskarte? Stehen die realistischen Einnahmen in irgendeinem logischen Verhältnis zum Budget? Beispiel: 25.000 EUR Kartenerlöse stünden 2.000 EUR Darstellerbudget gegenüber - das erschiene mit Einbeziehung sämtlicher Nebenkosten dann doch ein wenig überzogen.

Gewinne auf Kosten von Darstellern?

Selbstverständlich darf ein Veranstalter danach trachten, seinen Gewinn zu maximieren - auch das ist eine Grundregel der freien Wirtschaft. Doch soll man es ihm wirklich erlauben, dies voll auf Kosten von Vereinen, Gruppen und Künstlern zu tun, die viel Geld in Ausbildung und Ausrüstung investiert haben? Wenn ein Veranstalter mit einem hohen Umsatzpotential Gratisleistungen einfordert, sollte man sein Ansinnen ablehnen. Wenn die Relation von Preis und Leistung stimmt, kann man hingegen über alles reden. Es gab allerdings auch schon kommerziell sehr erfolgreiche Feste, wo man den Gratisdarstellern zugemutet hat, sogar ihre Verpflegung, Holz und Stroh selbst zu bezahlen. Dies sprengt nach dem Ermessen des Autors die Grenzen des Zumutbaren und wäre wohl ein interessantes Thema für die Schaustellergewerkschaft.

Kommunikation ist der Schlüssel

Besteht ein begründeter Verdacht, dass man über den Tisch gezogen werden soll, ist Kommunikation oft ein guter Weg, zu seinem Recht zu kommen. Oft wissen die eigentlichen Auftraggeber nämlich gar nicht, dass die von ihnen beauftragten Ablauforganisatoren in die eigene Tasche arbeiten. Es bietet sich an, sämtliche Kommunikation zu Verträgen und Finanzdingen schriftlich zu führen und stets in Kopie an die eigentlichen Auftraggeber (Gemeinden, Burgeigentümer, Pächter...) zu senden. Damit wird das heimliche Abzweigen von Geldern erheblich schwieriger.

Standardspiel: gegeneinander Ausspielen

Diese offene Kommunikation hilft auch gegen andere Vorgangsweisen, nämlich gegen das "gegeneinander Ausspielen". Dieses hat verschiedene Spielarten, die wir in den vergangenen Saisonen beobachten konnten. Eine besonders beliebte Methode ist das "Schuld auf jemand anderen schieben". Bei Veranstaltungen mit mehreren Entscheidungsträgern ist es üblich, unliebsame Entscheidungen oder Aussagen auf den anderen zu schieben. "Ihr könnt schon teilnehmen, aber leider haben wir kein Budget mehr für Euch, das hat die Gemeinde so entschieden." "Nein, mein Kollege/Vorgesetzter/Auftraggeber ist für diesen Teilbereich zuständig, das kann ich leider nicht entscheiden."

Schriftform erzeugt Verbindlichkeit

Spricht man mit seinen schriftlichen Anfragen immer alle genannten Personen oder Institutionen an, ist die Chance höher, verbindliche Aussagen zu erhalten und nicht ausgespielt zu werden. Nichts, außer der Schriftform, kann garantieren, dass ein Ansprechpartner ein Anliegen so an eine andere Stelle heranträgt, wie es ihm ursprünglich übermittelt wurde. Die Vorgangsweise hilft auch, wenn es um Verhandlungen mit dem Inhalt geht, dass Gruppe A weniger Geld bekommen könne, weil Gruppe B so-und-so-viel fordern würde und eben nicht genug Budget da wäre. Eine schriftliche Antwort sollte diesbezüglich an beide Gruppen, den Organisator und den Auftraggeber gehen, damit gesichert ist, dass nicht unterschiedlichen Personen verschiedene Beträge genannt wurden.

Verträge und Gagen

Handschlagqualität ist gut, schriftliche Verbindlichkeit sorgt für nachhaltige Sicherheit. Dabei ist nicht nur die Sicherheit gemeint, dass eine Darstellergruppe auch ihr Geld erhält. In Wahrheit kann es auch bei einem Verein nach innen hin einmal die Notwendigkeit für die Sicherheit geben, dass auch alle Gagen dort angekommen sind, wo sie es sollen. Das Verständnis des Autors für Veranstalter, die gänzlich ohne Verträge operieren, ist sehr begrenzt. Es mag schon sein, dass ein Veranstalter "vom alten Schlag wäre, wo Handschlagqualität noch etwas zählte". Es kann aber auch sein, dass dies ein romantisierendes Klischeebild ist und sich der Veranstalter einfach einen Fluchtweg im "Fall des Falles" offenhalten will. Wer schriftliche Vereinbarungen ablehnt, dem ist jedenfalls mit großer Vorsicht zu begegnen und man sollte tunlichst darauf achten, dass zumindest ausreichend Personen bereitstehen, um eine Vereinbarung zu bezeugen. Ebenso kann man auch den Inhalt eines Gesprächs in einem Email oder Brief zusammenfassen, und dafür sorgen, dass der Vertragspartner diesen auch erhält. Das sorgt für eine höhere Rechtssicherheit.

Verständliche Veranstaltersorgen

Auf der anderen Seite muss man auch wahrnehmen, dass das Risiko für Veranstalter, einen Open-Air-Event abzuhalten, ein Beträchtliches ist. Infrastrukturelle Kosten und Werbeaufwände in nennenswerter Höhe sind vorzufinanzieren. Wenn das Wetter nicht mitspielt, sitzt man schnell auf einem Schuldenberg, denn die Gagen werden trotzdem fällig - auch ohne Publikumserfolg.

Geteiltes Leid, geteilte Freud

Bei Veranstaltungen, wo ein Erfolg nicht absehbar oder riskant ist, besteht durchaus die Möglichkeit, Risiko und Erfolg zu teilen. Im Musikbusiness ist bei einer gewissen Konzertgröße üblich, die Kartenerlöse bis zum sogenannten "break even" - wo alle Kosten gedeckt sind - einzubehalten. Ab diesem Punkt teilt der Veranstalter den Gewinn mit den Künstlern. Das kann eine gute Sache sein, auch wenn der Großteil des Risikos auf der Seite des Veranstalters verbleibt. Ähnlich könnte man auch bei Mittelalterfesten und dergleichen vorgehen. Man setzt von vornherein einen "break even" Punkt für Besucherzahlen, unter dem sich Darsteller eventuell sogar bereit erklären, auf Teile ihrer Gagen zu verzichten. Man definiert einen Bereich, in dem die vollen Gagen auszuzahlen sind. Und - als Bonus, wenn man ein fairer Veranstalter ist, der den Wert der Darsteller zu schätzen weiss, kann man einen Bereich besonderen Erfolges definieren, bei dem ein vereinbarter Betrag oder Anteil ausgeschüttet wird. So teilt man sich das Risiko, niemand wird ausgenutzt und ein Erfolg wäre gemeinsam zu bejubeln.

Florian Machl
Chefredakteur Huscarl.at


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1. Kommentar von Widerling am 21.03.2009 um 22:24

Fairness heisst auch, Dinge vorher zu wissen.....
Die Verpflegungsgeschichte habe ich als Musiker schon öfter erlebt. Man erhält Bons für 3 Getränke und ein Essen, für einen vollen Tag, wobei das Essen auch schonmal aus einer Miniportion versalzener Käsesptzle bestehen kann, die man aus einem Pappteller essen soll. Biete so etwas einem Handwerker auf Montage an und du wirst wohl so einiges zu hören bekommen.

Wenn ich das jedoch vorher weiß, kann ich sagen: Ich verzichte auf die Bons und lege eine seriöse Summe als Spesen auf die Gage.

Ich kann auch sagen: ich gehe ins Wirtshaus essen und bringe die Rechnung für ein Mittagessen und ein Getränk

Wenn ich das dem Veranstalter VOR der Veranstaltung mitteilen kann, wird es auch kein Problem geben. Zumindest gabs bei mir da nie eines.

Nur wenn vor Ort erst diese Dinge bekannt werden, entsteht oft Unmut. Daher finde ich es vernünftig, wenn Veranstalter nicht einfach nur schreiben "Für Speis und Trank wird gesorgt" denn das kann vieles heißen. Klare Ansagen wie ich es seinerzeit zum Beispiel in Rechberg erlebt habe oder jährlich in Friesach erleben darf erfreuen Veranstalter und Schausteller immer wieder. Nach sowas kann man sich dann nämlich auch richten und das Arbeiten macht Spaß.

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2. Kommentar von julei am 23.03.2009 um 09:10

Lob
Deine Zusammenfassung trifft sehr auf den Puls denke ich.
Wäre echt schön wenn sich das gewisse Veranstalter auch zu herzen nehmen würden.
Ich für meinen, zugegebenermaßen kleinen Teil, werde mir in Zukunft überlegen, ob ich mir nicht die eine oder andere Anregung aus deinem, eben diesem, Text hole.
LG

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3. Kommentar von Rowanne am 23.03.2009 um 10:30

Auf alle Fälle schriftlich...
... also ich bestehe auf schriftliche Bestätigungen (muss ja kein 5 Seiten Paragraphenlastiger Vertrag sein, eine kurze Mail reicht schon).
Wenns jetzt um einen Veranstalter geht, den ich persönlich kenne bzw. zu meinem Freundeskreis zähle dann ist das freilich was anderes, da ist ja bereits eine Vertrauensbasis vorhanden.

Aber im Grunde genommen sollte man sich auf alle Fälle immer absichern, man weiss ja nie...

lg mone

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4. Kommentar von Ivan-der-Sturmfalke am 26.03.2009 um 10:18

Vollkommen richtig
jetzt mal ehrlich: Wer von uns hat noch die den Satz gehört:
"Wir würden Euch gern dabeihaben, Ihr sollt auch X und Y machen, aber leider können wir Euch nix / nur sehr wenig zahlen, weil es dafür kein Budget gibt."
Der tritt dann meistens in Kobination mit
"Nein, das liegt nicht an mir, der Herr / die Frau XXX, die hat das finanzielle vorgegeben"
auf.

"Es gab allerdings auch schon kommerziell sehr erfolgreiche Feste, wo man den Gratisdarstellern zugemutet hat, sogar ihre Verpflegung, Holz und Stroh selbst zu bezahlen."

DAS ist mir allerdings noch nie untergekommen. Zumindest "Anstandsverpfelgung" gab es (mit einer Ausnahme) immer, und für Holz oder Stroh hat noch nie wer Geld verlangen gewagt. Gottseidank, denn in dem Fall hätten unsere Truppen unter der Führung des Vereinskassiers wohl die Burg (oder was auch immer gerade dastand) niedergebrannt...

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5. Kommentar von ragy am 30.03.2009 um 10:44

es gibt noch handschlagqualität...
als veranstalter des gablitzer mittelalterfestes habe ich vor 3 jahren das 1. fest ausgerichtet. da nur ein geringes grundbudget zur verfügung stand und steht habe ich mit den darstellern - nicht den händlern - eine kleine grundgage und eine gewinnbeteiligung aus den eintrittseinnahmen vereinbart.
unmittelbar nach dem fest habe ich alles offengelegt und mit den darstellern abgerechnet.
als kleiner privater veranstalter konnte ich so das risiko für mich ninimieren bei schlechtwetter aus eigener börse einzuspringen.
einige mails und telefonate reichten um sich einig zu werden. verpflegung und material (brennholz, strohballen usw.) wurden selbstverständlich von mir besorgt und zur verfügung gestellt.
mit den darstellenden gruppen hatte ich in den letzten jahren nur positive erfahrungen bezüglich handschlagqualität gemacht, leider nicht immer so mit einigen händlern..
ich bin nicht aus der szene, daher kann ich als aussenstehender und halbwegs neutraler beobachter sagen, dass ich in den letzten jahren leider festestellen musste, dass die szene untereinander sehr zerstritten ist. manchmal ist der "brotneid" leider offen zu spüren.
sätze wie "wenn der dabei ist komme ich nicht" oder "den würde ich nicht nehmen, der hat echt miese waren" höre ich in der vorbereitung immer öfter.
manchen veranstaltern müssen da ja die "grausbirnen" aufsteigen.
ich freue mich am 19.9.09 beim 4. gablitzer mittelalterfest wieder auf ein entspanntes miteinander -
es sollte niemand vergessen - wir sind für das publikum da um es zu unterhalten und einen guten eindruck zu hinterlassen um es im nächsten jahr wieder begeistern zu können.
als örtlicher veranstalter muss ich mich um alles selbst kümmern - werbung, versicherung, anmeldungen, diexie-wcs, feuerwehr, rettung, verpflegung, ordner, kassa uvam.
die darsteller organisiere ich selbst - die händlerorg. macht karl der kahle. diese "aufteilung" hat sich sehr gut bewährt.
am aufbautag und am veranstaltungstag bin ich dann permanent im festbereich unterwegs und frage nach ob jemand etwas benötigt und wie das befinden ist. auch das nicht fixe programm hat sich bewährt - je nach pulikumsanwesenheit entscheiden wir programmpunkte mit den gruppen vor ort. diese werden dann dem publikum "ausgerufen".
lg
georg

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