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Der Weg zu einheitlichen, sicheren Regeln für Feldschlachten
Der Diskussion sei hiermit ein Forum eröffnet
03. 06. 2008 - 09:10 - Florian Machl

Anlässlich der tragischen Ereignisse um eine Feldschlacht auf Burg Clam, die den Namen Feldschlacht an sich nicht verdient hat, scheint es vielen ein Anliegen zu sein, Regeln und Standards zu fordern, um professionalität in dieses schöne aber gefährliche Hobby zu bringen. Dafür möchten wir hiermit ein Diskussionsforum zur Verfügung stellen, wo erste Ideen und Gedanken zu einem einheitlichen Regelwerk diskutiert werden können.

Bestehende Regelwerke vorstellen

Die Wissenden in ihren Fachbereichen sind hiermit dazu aufgerufen, bestehende Regelwerke neutral vorzustellen und ihre Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Aufbauend auf dieser Grundlage wird es dann hoffentlich möglich, einen weiteren Weg in Richtung gemeinsames Regelwerk zu finden. Vielleicht sollte man Regeln auch trennen? Ein Sicherheits-Regelwerk, das allgemeingültig ist - und ein Kampfregelwerk das Dinge individuell je nach Darstellung z.b. Waffenarten, Trefferzonen etc. regelt. Das wichtigste wäre meiner Ansicht nach der erste Punkt - von der Vorbereitung über die Infrastruktur bis hin zur Abnahme und Überwachung.

Richtungsvorgabe für spätere Arbeitsgruppen

Im Rahmen dieser Diskussion wird es wohl nur möglich sein, ungefähre Präferenzen und Stimmungslagen zu identifizieren. Vollständig ausgearbeitet könnte ein Regelwerk dann durch eine Arbeitsgruppe aus langjährig erfahrenen Kämpfern werden, wie andernorts schon vorgeschlagen wurde. Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass ein fertiges Regelwerk entsteht, das die Mehrheit als solches anerkennt, wird Huscarl mit seiner vorhandenen oder theoretischen Medienmacht versuchen, zur Etablierung beizutragen.

Achtung: Diskussionsregeln

Bitte bemüht Euch um kurze und prägnante Aussagen, damit die Sache später noch lesbar bleibt, falls sie insgesamt umfangreicher ausfällt. Links zu Regelwerken können in den Postings bekanntgegeben werden, wir tragen diese dann als "Weiterführende Links" nach. Beiträge mit Untergriffen, persönlichen Beleidigungen oder dogmatischen Darstellungen einer allwissenden Heilslehre werden kommentar- und diskussionslos entfernt, egal ob im Posting auch verwertbare Inhalte vorhanden waren - dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis.


Weiterführende Links:




Kultur- und Veranstaltungsgemeinschaft Eulenspiel
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1. Kommentar von abundantes am 03.06.2008 um 09:36
arbeitsgruppe: fragestellung und zielsetzung
...wie andernorts schon mal erwähnt sollte die frage lauten:

welche mindestanforderungen müssen erfüllt sein um eine schlacht mit vernünftiger sicherheit durchzuführen

und das ziel:
erarbeitung von mindestanforderungen, checkliste und lösungsvorschlägen für standardsituationen (abbruchbedingungen zb), und deren forumlierung als vertragsklauseln.

wie das aussehen kann steht eh in diversen regelwerken schon drinnen.

2. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 09:50
dann mach ich mal den Anfang..
Vorschläge für einen Anforderungskatalog zu Beginn (bitte ergänzen bzw streichen):

1.) Waffen, Zustand und Wirkung
- Benennen der erlaubten Waffen
- Definition der Waffenanforderung (Form der Spitze, Breite der Schlagkante, maximales Gewicht, Zugkraft der Bögen)
- Definition der erlaubten Abnutzung (Stichwort Scharten)
- Einteilung von Verantwortlichen und Ablauf der Kontrolle von Waffen

2.) geforderte Schutzausrüstung:
- Nahkämpfer
- Fernkämpfer
- Unterstützungspersonal
- Einteilung von Verantwortlichen und Ablauf der Kontrolle der Ausrüstung

3.) Verbotene Techniken
- nicht gestattete Angriffstechniken (Stich mit dem Langen Schwert z.B)
- nicht gestattete Trefferzonen (Stichwort: Hände/Hoden/Hals)
- Einteilung von Überwachungsorganen (Schiedsrichter)

4.) Verantwortlichkeiten und Ablauforganisation (Beispiel Scharfschießen beim Heer)
- Benennen eines Leitenden und seines Verantwortungsbereiches (Ablauf)
- Benennen eines "Sicherheitsoffiziers" (Absperrungen, Abbruch)
- Mindestanforderung an Sanitätsmaterials
- Benennen eines "Ersthelfers" (Unterstützungspersonal)

5.) NICHT in das Regelwerk gehören:
- Beschreibung und Überprüfung von Hieben oder Abwehrtechniken
- Beschreibung und Überprüfung von Hiebstärken oder Körperkraft

lg

3. Kommentar von das Schandmaul am 03.06.2008 um 10:10
SCA-Regeln/Freikampfregeln
Hallo Leute,

die SCA-Regeln sind dafür gedacht vom Zweikampf bis hin zu einer Feldschlacht mit mehreren tausend Teilnehmern (gibt es wirklich) alles zu regeln. Alerdings ist eine der Grundvoraussetzungen hier: Übungswaffen, heißt Waffen"imitate" aus Rattan und Hartgummi (z.B. für Axtblätter), sowie äquivalenten Material. Und es geht um Kämpfe, bei denen leichte Treffer nicht zählen, also Vollkontakt (Trefferzone: alles bis auf die Knie und darunter, da zu viele gerissenen Bänder in den Knien, bzw. Knöchelverletzungen in den letzten Jahrzehnten).
Für den Kampf mit Metallwaffen ist das Regelwerk nicht gedacht.
Bei Freikämpfen ist das Problem: was nicht gedeckt ist ist für Verletzungen offen, wer bei den Kämpfen "A" ist, hat mitunter ein höheres Verletzungsrisiko. Wenn es "nur" um Darstellung geht, gibt es vieles an "Rüstung" aus Hartplastik, was nicht aufträgt und unter einer FrüMi-Gewandung getragen werden kann. Wohlgemerkt: relativ sicher aber un-"A". Bei meiner letzten Freischlacht habe ich sogar Schienbeinschützer vom Fußball unter die Beinlinge gezogen, schützen bei stumpfen Waffen exzellent und fallen selbst bei relativ engen Beinlingen kaum auf - ich bin aber aus beruflichen Gründen (Selbständigkeit) extrem auf Sicherheit bedacht.
Das Problem bei der FrüMi-Darstellung ist, dass die halt damals wirklich nicht viel Rüstung getragen haben und es irgendwie seltsam ist, wenn nur lauter Jarls in einer Schlachtreihe stehen.
Weiteres Problem: Hiebwucht. Wenn ich mir ausmache, dass alle nur leicht zuschlagen, bzw. den Hieb abbremsen, dann kann ich nur sagen: das geht immer wieder mal schief, da die Kämpfenden sich alle bewegen und dann halt mal jemand in den Schlag reinläuft (oder sich jemand einfach überschätzt).
Eigentlich sollten die Leute überall, wo es wichtig ist, geschützt sein, und da zählen Kopf und Hals und besonders die Augen auch dazu.
Ab dem Hochmittelalter (Topf) kann man da was machen (z.B. Plexiglas hinter dem Sehschlitz), für offene Helmformen wird das unendlich schwieriger, sprich: es ist sehr gefährlich.
Gibt es da jemanden mit ideen?
Bei der SCA ist die simple, aber hässliche Lösung ein Gitter und funktioniert auch nur bedingt bei einer schmalen Klinge...

LG, Arnulf

4. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 10:10
regelwerk
also meine meinugn sollte klar sein...

http://pflumm.piranho.de/codex_belli.html

ist das beste regelwerk für stahlwaffen für freikämpfe in Einzel Mehr und Massenkampf

einzig der passus mit der A-Karte könnte wegfallen, da es diese in Ö aber so und so nicht gibt und auch in "D" net mehr praktiziert wird wäre dies auch zu vernachlässigen.

des weiteren sollte man diesen punkt (kommt net im codexvor aber auf der Kämpferlisten seite)
"Im Gegensatz zum authentischen Kampf, wird z. B. schon das leichte Antippen mit der Klinge oder ein Schlag mit der Breitseite als Treffer gezählt."

nicht bewusst werden lassen. sondern gezielte, schnelle aber nicht unbedingt wuchtvolle schöne geschnitte treffer sind einfach schöner und zielführender als dieses "tippi tappi"!

5. Kommentar von Doommaker am 03.06.2008 um 10:22
Stichwort:
Alkohol(kontrolle)

6. Kommentar von Rene am 03.06.2008 um 10:44
Codex Belli
Also wenn die eine Seite, auf die der Link führt, der aktuelle und vollständige Codex Belli ist, dann ist dieses Regelwerk eine geeignete Grundlage für eine Diskussion. Abgesehen von dem einen Punkt mit der A-Karte könnte man ihn für eine erste schnelle Lösung sogar 1:1 übernehmen.

7. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 11:05
@ Arnulf und SCA
ja, gibt es wirklich

http://www.youtube.com/watch?v=8vljdsfphks
und nocheinmal
http://www.youtube.com/watch?v=9Q01E_y-s6w&feature=related

schon spektakulär....

8. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 11:15
@ CB
nein, leider kann man das nicht übernehmen...

Beispiel:

4.a) Wer kontrolliert, wie wird kontrolliert, was- wenn nicht genügt, wer ist Verantwortlich
4.b) Welche Ausrüstung (Autoapotheke?) Jeder Kämpfer ein ausgebildeter Ersthelfer? Welche Ausbildung, wer wird dann noch zugelassen?
4.c) Kinder auch? also stell Dir einen 12 Jährigen Bogenschützen oder FrümiHelden vor, dessen Dad ihm das erlaubt hat...
4.d) sind ja keine gefordert, also wahrscheibnlich keine vor Ort...

und so weiter....
der CB bedarf also dringend einer Überarbeitung....

9. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 11:22
CB weiters....
3.j ist besonders Bemerkenswert:
Es wird festgestellt, dass auf Teilnehmer ohne Mindestausrüstung nur angedeutet, nicht geschlagen werden darf...
Für mich: Wenn eine Mindestausrüstung definiert ist und ein Kämpfer nicht genügt, dann darf er NICHT teilnehmen... (sonst besteht Verletzungsgefahr und deswegen gibts ja auch die Mindestausrüstung) das gilt eigentlich auch für Schützen....

10. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 11:26
Ablaufregelung und Verantwortlichkeiten beim CB
.. fehlt vollständig und ist doch so viel wichtiger als die Stärke der Schlagkante (z.B Absperrungen oder "Blau"- Notfall)

11. Kommentar von Rene am 03.06.2008 um 11:29
Codex Belli
Stimmt, das mit den minderjährigen Kämpfern hat mir auch Magendrücken bereitet. Wir lassen in unserem Verein auch keine Kämpfer unter 18 Jahren zu.

Die anderen Punkte: Dir sind also die Regelungen alle zu schwammig und nicht vollständig genug. Die Frage ist, wie konkret man sie fassen kann, ohne dass sie zu sehr aufgebläht werden. Beispiel Waffenkontrollen: Was wilst Du reinschreiben? Wenn Du 'durch fachkundiges Personal des Veranstalters' ergänzt, bist Du sofort bei der nächsten Frage: Wer ist fachkundig und wie wird das festgestellt?

12. Kommentar von Rene am 03.06.2008 um 11:39
Schlachtteilnehmer ohne Mindestschutz
Dieser Passus bezieht sich meines Erachtens auf Fernkämpfer, die sich zwar auf dem Schlachtfeld befinden, aber nicht an den Kampfhandlungen der Nahkämpfer teilnehmen, zum Beispiel Bogenschützen auf einer Mauer. Wird die Mauer irgendwann gestürmt, dann dürfen dort keine Kämpfe stattfinden, sondern das Niedermachen der Bogenschützen darf nur angedeutet werden. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob man solche Personen und Szenarien noch zulässt. Der CB lässt diese Frage offen.

Ich ziehe meine Aussage, dass man den CB als erste Lösung direkt übernehmen kann, zurück. Norbert hat mich davon überzeugt, dass dem nicht so ist.

13. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 11:58
@ Rene
nun ja, ......zu schwammig / zu überreglementiert...

Ich denke, man kann sich schon ausgiebig den Spaß verderben, wenn man zuviel regelt und ein Übermaß an Bürokratie einführt.
Andererseits führt ein Fehlen genauer Definitionen zu weiten Auslegungen und das kann in Punkto Sicherheit zu Verletzungen führen...

-> Wie immer: Mittelweg suchen....
= für mich: keine Regelungen, wo es egal ist (A Karte) aber genaue Regelungen in Kritischen Bereichen.

Ich würde nach Reihung der Wichtigkeit folgende Regelungen vorschlagen (bitte ergänzen oder ausbessern):

Verantwortlichkeit
Ablauf und Sicherheitsorganisation
Waffenwirkung
Teilnahmebedingungen

zum Beispiel "Verantwortlichkeiten":
Ich könnte mir vorstellen, dass es zu jeder Schlacht einen benannten Verantwortlichen (Leitender) geben muß, zusätzlich eine Person, die NICHT teilnehmen darf, aber für die Sicherheit verantwortlich ist..... etc...
Als Beispiel würde mir hier die einfache, aber effiziente Ablauf und Vernatwortungsregelung beim militärischen Scharfschießen einfallen, die beim Heer haben auch Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Waffen...

mit einem benannten SiO, wäre es in Clam nicht möglich geresen, dass der Schütze mit diesem, seinem Bogen angetreten wäre...

14. Kommentar von abundantes am 03.06.2008 um 11:59
diskussion > für und wieder, das gehört dazu
is ja schliesslich ein prozess, nicht?

meine meinung is, dass für eine schlacht mindestausrüstung festgelegt werden muss, der alle zustimmen.
wer die nicht hat darf nicht teilnehmen.

welche das aber genau is glaub ich muss nicht im regelwerk stehen, es muss nur vor der schlacht gemeinsam festgelegt werden, ebenso die trefferzonen und so weiter.

wichtig is glaub ich nicht welche regelung das jetzt genau is, sondern dass vorher durchdiskutiert wird.
und meiner meinung nach (aber ich bin auch ein paranoider zettelschupfer was sowas anlangt) ghört da eine checkliste her, wo das aufgeschrieben wird und die vom veranstalter aufzubewahren wäre.

dasselbe gilt für kampffähigkeit...
es muss im zweifelsfall die kampffähigkeit des einzelnen hinterfragt werden (normalerweise wirds ja reichen wenn ma drüber redet... wenn die allgemeine meinung is dass jemand kampffähig is [sprich er wird sich nicht selber umbringen wenn ma ihn/sie kämpfen lasst] sollte das reichen)

wichtig is ein geordneter ablauf und kein hudeln weil das "eh klar is" - weil dann is irgendwem was doch nicht so klar und dann passiert was.

@norbert:
als SiO wär zB ein mitglied der gegenmannschaft sinnvoll....
sprich: ein mitglied der roten mannschaft passt auf die blaue auf und umgekehrt, mit dem gezielten auftrag aufzupassen dass der "eigenen" nix passiert.
wär das denkbar?

15. Kommentar von der_E am 03.06.2008 um 12:02
to be discussed
Personen unter 18 würde ich persönlich die Teilnahme nicht erlauben
aus 2 Gründen :
es gibt ihn den "jugendlichen leichtsinn" ich glaube wir alle können uns erinnern ;)

bzw und hier sind die juristen gefragt von denen es ja ein paar in der szene gibt *mitdemzaunpfahlwink* habe ich persönlich haftungsbedenken
abgesehen davon das mich persönlich die epochale durchmischung der teilnehmer auf einem feld optisch enorm stört ist das auch ein problem
( ich weiß sonst sind meist zuwenig am feld)

der CB schlägt taktische verhaltensregeln für kampf mit schild vor - problem den hab ich im spämi nicht da ist die sicherste trefferzone daher nicht der schild sondern der Kopf den einen Helm hat jeder als erstes in seinem rüstrepotoire
(ich rede nicht von stichen sondern von kontrollierten Schlägen denn der C2 ist natürlich der vollen Wucht eines Zornhaus oder knaufstoßes net gewachsen!) eine schön geschlagene schnelle Zecke zeigt einen deutlichen treffer und bringt den ort auch wieder schnell vom gegner weg.

sprich eine durchmischung von verschiedensten historischen rüststandards birgt schon prinzipiell gefahrenpotential

ja ich weiß man kann sich versteckt rüsten aber schon allein die unterschiedliche taktik in der "Kriegsführung" macht es schon gefährlich
rennt ein frümi oder homi gegen den stangenblock an und der sticht im selben moment zu ist der impact wesentlich höher als wenn 2 blöcke
mit gefällter wehr aufeinander zuschreiten

ebenfalls sollte man vieeicht auch das verhalten in gewalthaufen im gegensatz zum zweikampf am feld unterschiedlich betrachten

und nein ich möchte mir mein equipment nicht ruinieren in dem ich plexiglas in meine tanzerplatte schraub das kann nicht die lösung sein
und auf die schnelle eine den neuen regeln entsprechende schlachtaugliche zweitplatte kann ich mir sicher nicht leisten

zu den sca schlachten
da vergleichen wir äpfel mit birnen
sieht nach spaß aus, scheint sicher zu sein, gibt auch einen eindruck von realer gruppendynamik am feld und zeigt sicher viele praxisprobleme von damals auf

ABER es ist trotzdem eine GROMI-ansammlung die nichts mit historischer schlachtdarstellung zu tun hat und daher ausrüstungstechnisch nicht als vorbild dienen kann

ich weiß ich biete hier noch keine lösungen an, da mir noch keine einfallen
aber argumente die ihr zerfleischen könnt ;)

16. Kommentar von Florian Seidl am 03.06.2008 um 12:09
Standards
Interpretation des CB: "Im Gegensatz zum authentischen Kampf, wird z. B. schon das leichte Antippen mit der Klinge oder ein Schlag mit der Breitseite als Treffer gezählt."
Hier sehe ich aber wirklich keinen Unterschied mehr zum Polsterwaffenkampf bei Liverollenspiel-Veranstaltungen.

Was dabei herauskommt, wenn man die Wahl der Mindestausrüstung den Kämpfern überlässt, hat Clam gezeigt.

17. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 12:11
ein Vorschlag für die Ablauforganisation:
1 Leitender: benannte Person mit Letztverantwortung. Entscheidungsträger. Verantwortlich für den Ablauf der Schlacht und disziplinäre Aktionen (Ausschluss, Verwarnung, etc..)

1 SiO: nimmt nicht als Kombattant teil und überwacht alle Sicherheitsrelevanten Geschehnisse. Verantwortlich für Abnahme von Waffen und Schutzausrüstung sowie Absperrungen vor der Schlacht und für Einhaltung der Sicherheit während (Kind läuft in den abgesperrten Bereich), Kann die Schlacht Unterbrechen bzw. Kämpfer oder deren Ausrüstung ablehnen.

1+ Schiedsrichter: Überwachen die Einhaltung der Einschränkungen während des Kampfes (Foul - Gelbe oder Rote karte)

1 Ersthelfer: Nichtkombattant, der zur Ersten Hilfe fähig und ausgerüstet ist (vielleicht der Sanitäter vom Roten Kreuz, der bei der Veranstaltung sowieso vorhanden sein sollte ... der befindet sich dann gleich beim Geschehen)

= 4 benannte Personen
schriftlich festgehalten ud dokumentiert wer...

--- eigentlich nicht so viel Aufwand und ein Gerüst für alle anderen Punkte (Waffen und Rüstungskontrolle) wäre vorhanden

18. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 12:16
@Abu
nein, ein SiO muß sich frei bewegen können und auch ein Auge aufs Umfeld haben

Beispiel1: <Szenario> Kind läuft in die Sperrzone und wird von einem Pfeil getroffen.</Szenario>
Beispiel2: Letztes Jahr in Kaprun... Zuschauer hängen schon fast an der inneren Asperrung und mußten immer wieder von Helfern des Veranstalters vertrieben werden

- also ein Nichtkombattant, der sichtbar als SiO gekennzeichnet ist (Armschleife z.B)

19. Kommentar von Hoagie am 03.06.2008 um 12:33
Haftung?
Die Vorschläge sind ja ganz gut, auch die aufteilung der Verantwortlichen,
aber mal im ernst, wer würde denn das Risiko auf sich nehmen, so nen Job zu übernehmen und damit quasi mit einem Bein im Gefängniss zu stehen?

Die Eigenverantwortung der Kämpfer muss auf jeden Fall an erster Stelle stehen, wenn jemand z.b ohne Helm in die SChlacht zieht, dann ist er selbst verantwortlich wenn er mit einer Platzwunde rauskommt ( und tut mir nebenbei bemerkt nichtmel leid).
Anderseits dürfte kein Kämpfer einem Helmlosen einen absichtlichen Kopftreffer verpassen.

Ich denke bevor man alle zu Tode reglementiert, sollte man gewisse Grundregeln aufstellen, die auch Rüstungs und Epochen unabhängig sind, wie z.b keine Stiche mit ungepolsterten Waffen, vor allem nicht in Kopfhöhe.
Bögen mit einer max Zugkragft und Pfeilarten,
Keine scharfen Waffen, usw
also eigentlich alles was man unter "gesunden Menschenverstand" versteht.

Wer sich nicht dran hält, sollte wegen fahrlässiger Korperverletzung angezeigt werden, auch bevor etwas passiert (ausser es handelt sich wirklich um einen Unfall, was leider immer wieder passieren kann), und am besten lebenslänglich von diversen Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

just my 2 Cents

Hoagie

20. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 12:44
@ Hoagi
Du hast im Prinzip recht
Die Eigenverantwortung ist die Grundlage. ABER:

Es gibt sie, die UFOs, die aus Unwissenheit oder Wurschtigkeit Unfug anstellen, sodass man sich nur an den Kopf greifen kann.... Wenn wir nur auf die Eigenverantwortung zählen, bräuchte niemand ein Regelwerk.

nur als Beispiel:
- ein Veranstalter wird davon zurückgehalten, Brandpfeile zu verwenden, weils ja fürs Puplikum spektakulärer aussieht (zynischer und menschenverachtender gehts kaum)
- ein Bogenschütze verwendet einen viel zu starken Bogen in der Schlacht. (durchschossener Schild)- Klar ist es fad, immer mit 25 lbs zu schießen, meiner hat auch 60. Hat er es nicht besser gewußt, den starken Übungs/Jagd/Kriegsbogen in der Schlacht zu verwenden oder war es ihm einfach egal (zu sierig einen 2. Bogen für die Schlacht zu kaufen?)

... und Leute dieser Art verletzen dann andere, die sich selbst verantwortungsbewußt verhalten.

PS:
hmmm.... jemand wegen Körperverletzung anzeigen BEVOR ein Unfall passiert ist geht nicht :-)

PPS:
- und der lebenslängliche Ausschluss..... das war (ehrlicherweise zugegeben) auch mein erster Gedanke, als ich über den "Prachtschuss" gelesen habe

21. Kommentar von Hoagie am 03.06.2008 um 12:55
Veranstalter
@Norbert:
also die Sache mit den Brandpfeilen schockiert mich schon ziemlich, imho sollte diesem Veranstalter die Genehmigung für jegliche Art von Events entzogen und nichtmehr erteilt werden. Abgesehen davon hoffe ich das der Verantwortliche persönlich haftbar gemacht wird

Was ich mit "bevor was passiert" meinte, ist das ich jemanden der mir mit einer spitzen Pike in gesichtshöhe entgegensticht sicher wegen versuchter körperverletztung belangen kann. nur als beispiel.

weiters sollten sogenannte UFO's sowieso nicht an einer solchen Schlacht teilnehmen. Nur wie filtert man die aus?
Da finde ich Slintis anregung einer kurzen Überprüfung der Fähigkeit nicht schlecht.

so long,
Hoagie

22. Kommentar von TF_Eveline am 03.06.2008 um 12:59
Waffenprüfung und Verantwortung
JEDE Waffe muß geprüft werden - ob sie z.B aufgrund ihrer scharten nicht geeignet ist, zu Spitz ist, die schlagkante solle eine mindestbreite haben, die ganze waffe muß "einen ordentlichen Eindruck" machen.

MINDESTAUSRÜSTUNG ist ein MUSS - mag schon sein, daß ein Wiki "immer so auftrat". als Veranstalter würde mir das Gruseln über rechtliche Folgen überkommen, wenn ich an Clam denke.

1 Mitglied jeder vertretenen Gruppe sollen die Waffenkontrolle durchführen.
hat jemand berechtigte bedenken gegen eine waffe (z.B. ein Dreschflegel), dann sollte sie auch nicht erlaubt sein.

schiedsrichter die EINDEUTIG gekennzeichnet sind um im Notfall einschreiten zu können und auch entscheiden können/dürfen wann abgebrochen wird oder das Recht haben unkontrollierte berserker auszuschließen.

ein EINDEUTIGES Kode-wort um im Ernstfall SOFORT das Geschehen abzubrechen und dies kann JEDER beteiligte aussprechen, denn im Gewühl kann ein Schiedsrichter nicht überall sein.

und last but not least: SCHALTET EUER HIRN EIN !!! es soll spaß machen und nicht im Spital enden. selbst bei zweikämpfen kann noch immer zu viel passieren.

23. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 13:12
UFO Suche
nun... die findest Du nicht im Vorfeld. Ich hab da so meine Erfahrungen bei 10 Jahren Heeresdienst... der schafft es, den Interviewer zu überzeugen, dass er weiß was er tut und verschießt dann rüstungsbrechende Pfeile mit seinem Kriegsbogen....
Also nehmen die UFOs weiter teil, werden aber in der "Schädlichkeit" eingeschränkt ( "Na... mit dem Bogn kummst ma net eine....")

eine kurze Unterhaltung über die Kamfpesfähigkeiten:
Ich finde das ganz ungeeignet:
1.) Du nimmst dabei an, dass es sowas wie eine "Einheitliche Fechtweise" gibt. Ich erinnere mich daran, dass ich einmal von einem erfahrenen Kämpen einer namhaften Gruppe der Unfähigkeit gescholten wurde, als ich einen Oberhau aus "Vom Tag über dem Kopf" gezeigt habe, denn bei dieser Gruppe (hervorragende Kämpfer übrigens) holt man immer von hinten aus...

2.) wer qualifiziert denn den Überprüfungsberechtigten?
Stell Dir vor, Du wirst von einem selbsternannten Papaschlumpf einer ausgiebigen Musterung unterzogen und kritisiert brrr... da mag ich garnimmer hinfahren... und der Ansatz aus D-Land, wo ein gewisser Th.Sc. ein Prüfungssystem mit 10 Schüler und 10 Meistergraden und farbigen Gürteln und einem KarateGuruOberMeisterMönch -er selbst- erfunden hat (vermutlich, als ihm am Klo der Lesestoff ausgegangen ist) ist auch keiner weiteren Überlegung wert...

3.) zuguterletzt, stell Dir all den Streit und Unfrieden in unserem noch so friedlichen Land vor, in dem bis jetzt noch alle Vereine ganz gut miteinander auskommen.... brrrr....

nein nein.... keine gute Idee.....

24. Kommentar von Oli am 03.06.2008 um 13:17
nur ganz kurz
weil ich eigentlich was hackeln sollte ...

zum thema verantwortungen und haftungen zwei sachen:

erstens: wenn es sich um eine feldschlacht mit gebuchten gruppen vor zahlendem publikum handelt, dann hat der veranstalter, der dafür kohle kassiert und abdrückt gar keine chance, sich aus der verantwortung rauszustehlen. (soviel zum thema "wer wäre so blöd"). im gegenteil, je mehr er offensichtlich verantwortung übernimmt (waffenkontrolle, stellen von schiris) desto weniger kann ihm im zweifel ein vorwurf gemacht werden. hat doch zetbe auf der ortenburg wunderbar geklappt ...

zweitens: wer ernsthaft kein problem darin sieht, minderjährige mitmachen zu lassen, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen ... wenn das auf der clam einem mj passiert wäre, hätten wir heute 10 mal mehr zores und da würde es schon rauschen im blätterwald und die klagen/verwaltungsstrafen würden tief fliegen ...

25. Kommentar von Hoagie am 03.06.2008 um 13:26
Verantwortliche
@Oli:

Ich hab das so verstanden, das diese Personen aus den teilnehmenen Gruppen gestellt werden sollten.

Ich wüsste auch nicht wo die Veranstalter sonst Personen finden sollten, die ein entsprechnedes Fachwissen haben.

Hoagie

26. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 13:55
Verantwortliche
nun, ein Leitender, SiO oder Schiri kann durchaus von den teilnehmenden Gruppen gestellt werden, warum eigentlich nicht. Der darf aber dann nicht als Kombattant mitraufen....
Und der Veranstalter ist verantwortlich, sich darum zu kümmern, dass dieses Kader eingewiesen wurde und seinen Job tut (zb der Leitende sollte während der Schlacht selbst nicht auf einen Kaffee gehen) und er muß es dokumentieren...

Verantwortlicher Ersthelfer.... so ich mich erinnere, gibt es eindeutige gültige Vorschriften für die Sanitätsversorgung bei Veranstaltungen. Es muß also sowieso ein Sani da sein.... und der hat einen bezeichneten Ort (nahe am Geschehen) an dem er sich aufzuhalten hat! Wenn nicht: Verwaltungsstrafe für den Veranstalter! Das ist bei jedem Musikkonzert oder Fußballspiel auch so....

27. Kommentar von das Schandmaul am 03.06.2008 um 14:13
Midestausrüstung...
...halte ich für notwendig.
Der CB stellt sich als minimales Grundgerüst dar, darüber hinausgehende Vereinbarungen sind Sache der Veranstalter und Gruppen.
SCA ist GroMi (weil von irgendwann bis 1600, in Europa meist 600-1600), leider auch die meisten Feldschlachten wegen zu weniger Teilnehmer aus einer Epoche. Im Jahre Schnee war das schon ein Problem in Freienfels, da die FrüMis immer gewonnen haben, Warum? Die haben auf die voll gerüsteten Leute eingedroschen, weils Wurscht war, und die Gerüsteten haben sich zurückgehalten, weil sie die FrüMis nicht kaputt machen wollten. Damit keiner das in den falschen Hals bekommt: das hat nichts mit den Fähigkeiten zu tun, sondern mit Psychologie, auf einen Ungerüsteten haust Du halt nicht gleich hin, wie auf einen Gerüsteten, egal ob der besser oder schlechter wäre - diese Diskussion stellt sich da nicht...
Die Lösung von damals: Jede Partei hatte eine erste Schlachtreihe (wenig / kaum Gerüstete) und eine zweite (Gerüstete), die jeweils gegeneinander antraten.
Kleine Regelanmerkung betreffs SCA: Bogenschützen haben Mindestrüstung, die gegen den (abgeschwächten) Pfeilbeschuß schütz, nicht aber gegen Vollkontakt-Schläge, daher sind diese besonders gekennzeichnet und fallen aus, sobald ein gegnerischer Kämpfer näher aös drei Meter herankommt. Hat er keine Kennzeichnung, passt auch die Rüstung, um ihn zu dreschen, daher gilt die drei Meter Regel nicht.
Ich denke der CB geht da halt weiter und man muss nahe genug herankommen um einen Schlag andeuten zu können - aber auch hier gilt wohl: Bogenschützen nicht dreschen...
Beispiel Ortenburg: ich denke, da ist so ziemlich alles so gelaufen wie im es im CB steht, weil es nur logische Sachen sind. Und wegen der Minderjährigen: unter 16 würde ich klar "Nein" sagen, zwischen 16 und 18 halte ich zumindest diskutierbar (auch ich bin schon von 17-Jährigen verdroschen worde, weil der Kerl schon seit seinem 8. Lebensjahr mit Schwert und Schild hantiert hat, un der überdies noch 1-2 Köpfe größer war als ich - gut, keine Kunst...).
Nehmen wir mal an, wir würden uns auf sowas wie den CB einigen, dann kann man ja noch den Zusatz hinzufügen: Weitere Absprachen und Zuständigkeiten werden vor der Schlacht unter den Anwesenden geklärt und den Kämpfern entsprechend zugänglich gemacht (Aushang / Handouts).
Da kann dann das Kampffeld und seine Grenzen, Waffen und Rüstungs-Checks und deren Verantwortliche und der ganze Kram besprochen werden.

28. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 14:28
Hallo Arnulf
Also dass es 17 Jährige mit außerordentlichen Fähigkeiten am Schwerte gibt, da sind wir uns einig :-)
Aber das Kriterium ist ja nicht, wie gut er mit dem Schwert umgehen kann und ob er nicht sogar ältere und erfahrene Herren besiegen kann...
Vielleicht ist er ja ein großartiger Kämpfer....

1.) Wie sieht es mit der Selbstbeherrschung aus, mit Reaktionen im Stress.... Spieltrieb, Aggressionen...? In Ö gibt es deshalb eindeutige rechtliche Vorschriften:
- Man darf erst mit 18 einen Führerschein für PKW erwerben (vollwertigen FS)
- Man darf erst mit 18 eine Waffenbesitzkarte beantragen
- Man darf erst mit 18 Langwaffen (Jagdgewehr) erwerben

Warum sollte das nicht auch für historische Waffen gelten (die Argumente wären dieselben)?

2.) die schon von Oli erwähnte Haftung, bzw. der Stress, wenn mal ein Minderjähriger in einen Unfall verwickelt wird. Mannohmann..... in der Haut der Eltern und des Veranstalters möchte ich dann nicht stecken....

lg

29. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 15:37
Sanitäter und sonstiges
Ich finde die gesamte diskussion bis jetzt sehr sehr sehr gut, diszipliniert und auch scheinbar leute die in den geforderten bereichen ahnung haben wovon sie reden, das ganze zusammenzufassen erscheint etwas schwer, da doch sehr viele meinungen und verschiedne argumente aufeinandertreffen, die besonders auf die epoche bezogen alle richtigtigkeit haben

wie mir scheint hat es bis jetzt aber die eine oder andere übereinstimmung gegeben :

ausreichende ausrüstung: richtige oder gute ausrüstung,

Die ist meiner meinung auch in gemischten epochen zu meistern, ok gambi ist auf den ersten blick nicht umbedingt die erste wahl aber wie von unserem geschätzten schandmaul angemerkt: Kunststoffpanzerung unter dem gambi, trägt nicht sehr auf und schützt gut, zig sca vollkontaktkämpfer könen nicht irren ;-) meiner meinung nach gehört helmpflicht ganz sicher in die standards aufgenommen, ich weiß ja nicht wieviele schon einen treffer mit eine rpompfe über die rübe bekommen haben aber ich sags mal so es reicht und ich möchte meine erfahrungen in dem bereich nicht um stahl erweitern, und nein kopftreffer passieren auch den besten kämpfern
weiters ist meiner meinung nach ein schutz der gelenke unerlässlich
für die herren eventuel eierbecher verwenden?

auch standards bezüglich der waffen sollten getroffen werden nur wie sollen die aussehen : 3 mm schlagkante abgerundete spitzen ? keine scharfen kanten auf den scharten

@norbert deine 4er einteilung gefällt mir sehr gut, und sollte aber auch nicht ganz so schwer zu lösen sein: es gibt vor allem in den alten klubs die freikampf schon länger praktizieren als macnshe klubs zusammengerechnet warum nicht mal einen "seminartag" abhalten so im september wo sich alle fähigen zusammenfinden und durchbesprechen wer darf denn was machen und dann eine liste erstellen und auf huscarl "veröffentlichen" wer die empfohlenen personen in dieser sache sind

vielleicht andenen ob wier nicht einen kleinen dachverband der frei und schaukämpfer österreichs gründen? (nicht hauen ja es ist bürokratie)

zum thema ersthelfer und sanitäter: schaut mal in euren eigenen clubs ob da nicht sanitäter oder so rumlaufen man wundert sich oft wieviele es gibt

30. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 15:37
teil 2
und sonst schickt doch mal 2 leute von euch auf einen 16 stündigen erste hilfekurs kostet nix und bringt was und wenn das in de rgruppe jedes jahr 2 andere machen habt ihr eine gute rotation, und wenn sich auch noch jeder der beteiligteh ein dreieckstuch und eine dicke wun dauflage in die tasche steckt...... aja latexhandschuhe schaden auch nicht ;-)

aber wenn interesse besteht kann sich jeder gern an mich wenden, und ich zeige ihm wie man die eine oder andere blutende wunde versorgt, stell mich auch gern als sani bzw ersthelfer an den rand des geschehens

da grilly der sich gedanken drüber macht, von der kampfpraxis aber irgendwie zu wenig ahnung hat, und sich nur mit dem verarzten auskennt

31. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 15:50
überarbeitet...
CB..
attentione.. warum soll ein 16 jähriger junge net mitkämpfen dürfen.

ich hab gegen einen jungen gekämpft, knappe 17 jahre, klämpft seit 7 jahren und besiegt den halben verein dort aber sowas von leicht..

warum soll der net mitmachen dürfen??? nur weil er net volljährig ist??!!

die mindestausrüstung gilt für nahkampf.. Bogenschützen sind fernkampf die brauchen keinen helm!

mMn ist die mindestausrüstung den kämpfer überzulassen.. der muss sich selbst darum kümmern was er alles anzieht, und wenn er der meinung ist ein handschu, eine unterarmschutz schild und schwert reichen für ihn dann ist das so.. ! - Eigeninitiative... Training.. das sollte beim regelwerk/standart drinnen stehen.

ihr sagt das ihr keine vollkommenes alles durchdachtes regelwerk wollt, und jetzt.... jede kleinste eventualität wird überlegt... bringt mich zum staunen

nach der löschung noch dazuschreibend:
was das besiegen des 17 jährigen.. das alter spielt bei dem beispiel ja keine rolle auf was cihda wieder anspielen wollte, was leider überlesen wurde ist das ein 17 jähriger der seit 7 jahren kampftrainiert sicher mit jeder situation im kampfgescheehen besser zurande kommt als ein 20, 30, 40 jähriger der das seit 2 jahren macht.

EDIT: ach ja hab ich natürlich hier wieder vergessen zu posten: natürlich NUR mit einverständniserklärung!!!!

32. Kommentar von Doommaker am 03.06.2008 um 16:01
Ein passender Satz:
Reife hat (fast) nix mit Alter zu tun

"fast" weil ich jetzt mal unter ~15 jährige ausschließe.

33. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 16:14
@ slintesgeu
ja stimmt hab ich vielleicht falsch ausgedrückt: klar bei bogenschützen die nicht im nahkampf teilnehmen, kann die rüstung und auch zb der helm entfallen, aber ich finde es trotzdem überlegenswert ob sich nicht jeder der am kampf in irgendweiner weise teilnimmt sich vielleicht gedanken über seinen schutz machen sollte, und wenn jemand um die burg in tunika kämpfen will was ich auch verstehe ich bin in der frümi zeit auch eher für schild und waffe einsetzten ohne rüstung aber trotzdem hab ich schutz an, und unter der tunika uns hose noch genug plastik, und ein helm ist meiner meinung nach nie verkehrt ;-) wie gesagt ist meine meinung bitte nicht sich zulange mit den details darin aufzuhalten,

aber weil du grad die bogenschützen im speziellen ansprichst, was für einen ansatz haben wir für die pfeile? meine meinung ist ja eh shon bekannt ----> larppfeile sehen scheiße aus aber da passiert dann auch wenigstens nicht so leicht was eure meinung dazu? irgendwie find ich das die angesprochenen korken stat spitze sache ein wenig zu unsicher ist für mich, meine meinung: bei bogen max zug von 20-30 lbs

ps gewisse sachen sollten wir aber schon irgendwie in eine nennen wir es nicht regelwerk sondern vielleicht besser verbindliche richtlinie fassen, weil sonst könnte das ergebnis sein, das wir weitermachen wie bisher und halt nur noch besser aufpassen, der risikofaktor mensch ist halt immer der größte und jugendliche heißsporne sind bzw waren wir doch alle, und es geht uns doch darum nicht den alten hasen zu sagen wie sies in zukunft machen sollen sondern den leuten die erst anfangen (was kampf betriffet gehöre ich auch mehr oder weniger dazu) eine anleitung und gewisse stanards zu vermitteln, damit niemand schmerzlich herausfindet was manche von uns/euch aus der erfahrung bereits wissen

euer grilly, der wo is sicherheitsfanatiker, und sich in seiner haut ohne zusätzliche verletzungen sehr wohlfühlt

ps das mit dem alter hat nichts mit der erfahrung oder dem können zu tun, sondern meiner meinung nach mit der rechtlichen seite, und glaubt mir wenn dem junior was passiert wird kaum ein erziehungsbrechtigter sagen der is dann eh selber schuld

34. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:22
naja
auf meiner meinugn wird sich auch an details aufgehängt :p

wenn schon bogen ganz klar..
Treffer nur torso unterhalb der nippel, keine boden auf treffer nur "direkt", keine arm, hals, kopftreffer, keine unterschenkeltreffer
20 lbs
gummipfroppen, oder eben selbstgemacht aus halben tennisbällen
keine voll ausgezogenen direkten schüsse sondern ballistische

bogenschützen ausschalten.. -> da ungerüstet nur mit der flachen seite leicht auf arsch oder eben auf andere unempfindliche stellen wie oberschenkelseite

35. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:24
ps von grilly betreffend:
nein aber der elternteil darf sich bei unterzeichneter einverständniserklärung neicht aufregen, gleich wie er seinen jungen fussballspielen schickt und der mit nem gebrochen bein, ner gehirnerschütterung oder sonst was heim kommt....

36. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 03.06.2008 um 16:31
Altersgrenze
Ich denke nicht, dass ein Minderjähriger voll in der Lage ist, potentiell tödliche Folgen eines Vollkontakt-Kampfsportes zu erfassen. Und selbst wenn er es wäre - der Richter wäre sicher enorm "stolz" auf die Eltern, falls doch etwas geschieht. Wie wir sehen und auch schon erwähnt wurde, sind auch sogenannte Erwachsene oft nicht in der Lage, Konsequenzen ihres Tuns abzuschätzen.

Dann die versicherungsrechtliche Seite. Es gibt keine mir bekannte Versicherung, die folgende Bedingungen leistbar versichern würde: Vollkontakt-Kampfsport bei Turnieren oder öffentlichen Vorführungen. Ebendiese Punkte stehen allesamt als Ausnahmeklauseln in jeder Unfallversicherung, es sei denn man wäre Profi-Sportler aber die haben vollständig andere Versicherungssätze. Sollen wir von Erziehungsberechtigten verlangen, daß Sie das finanzielle Risiko für ihre Kinder tragen - egal ob sie verletzen oder verletzt werden? Ich denke, das Risiko kann man allerhöchstens für sich selbst einschätzen, aber niemals für andere.

Ein anderes Argument, das meines Erachtens sehr hohe Gültigkeit hat: Kommt ein Minderjähriger zu Schaden, und sei es nur eine blutende Nase, stürzen sich sehr wahrscheinlich die Massenmedien auf den Fall. Diese Publicity braucht niemand.

Mein Fazit: Kinder und Jugendliche haben in der Feldschlacht und auch im Freikampf nichts verloren - schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

37. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 16:31
@ slintesgeu
stimmt ich wollte gerade meinen artikel korrigieren mit der schriftlichen erlaubnis aber du warst wie es zu erwarten war schneller als ich und hast natürlich vollkommen recht ;-) *kniefall und leidtut*
da muss man nur dahinter sein das von jedem sowas auch da ist..........

aber ok das sind dann die details, vieleicht sollte man soetwas für alle beteiligten einführen?

edit: wie wäre es wenn man für alle beteiligten ein formular zum haftungsausschluss erstellt? das unterschreibt jeder und ohne diese erklärung kommt niemand aufs feld eventuel mit passus in dem sich jedewr verpflichtet sich an die von uns ausgearbeitet richtlineien zu halten hat? eure meinung dazu ich kann mich diesbezüglich auch gerne mit dem anwalt meines vertrauens kurzschließen

grilly der sich der meinung von flo zur versicherungsrechtlichen seite voll und ganz anschließt

38. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:44
das ist...
in wolin und einigen festen in GER gang und gebe...

wolin (PL) dürfte wohl jedem ein begriff sein, wenn nicht hier: http://www.youtube.com/watch?v=zj8PxOxuoiI&feature=related finde auf die schnelle kein "besseres" video aber man kann ja selber weitersuchen.
dort muss man namen, geburtsdatum und Passnummer angeben wenn mans ich als kämpfer anmeldet..
dies wird für eine versicherung benötigt die der veranstalter für jeden kämpfer abschliesst, was da genau abgesichert ist weis sich nicht weil das 6 seitige formular in polnisch abgefast ist und ein standart dingens ist was man einfach uterschreibt.
zusätzlich unterschreibt man eine verzichtserklärung das man NIEMANDEN ausgenommen auf grund fahrlässige handlungen klagen oder zur kasse bitten darf.. und dann viel spass in wolin groblässige handlungen beweisen zu können hahaha.
warum ich das weiss, weil ich heuer zum dritten mal hinfahre und mitkämpfe... dort habe ich auch kette/helm/halsschutz/dicke lederarmschinen und jegliche sonstige schutzausrüstung an die ich habe!!!! ;)

selbst wenn man dort stirbt oder querschnittsgelähmt wird oder sonst was... hat man pech gehabt weil man sich der gefahr bewusst war und dies unterfertigt hat... und aus!

natürlich kann man das auch auf jeder VA in Ö einführen, ICH würds begrüßen! und meinetwegen kann dann auch einer der eltern das für sein kind unterzeichnen!

39. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 16:48
die polen sind uns da wohl voraus
gut das das schon anderorts standard ist, war wie gesagt ein vorschlag, gibts da wo eine fassung in deutsch bzw hast sie auf polnisch wo rumliegen , kenn wen der polnisch spricht und uns vielleicht eine übersetzung machen kann...........

grilly der gern mithilft

40. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:50
haftungsausschuss
habe unter anderem ich für unseren verein auch erstellt auch mit anwalt zu rate ziehen. aber nur auf grund einem zwei neuen mitgleidern die dachten wenn im training was passiert wie zahn ausgeschlagen weil er keinen helm sondern nur ne kettenhaube aufhatte das der verursache das zahlen soll...

da wird auch ein mindestausrüstung beschrieben für die einzelnen systeme (CB, Huscarl, historisches fechten usw., jedoch ist es JEDEM einzelnen selbst überlassen diese auch anzuziehen!

der link zum downloaden kann zugesandt werden bei bedarf, bzw nehm ich den mit wenn die grosse besprechung stattfindet!

41. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:51
da bekommt
man keine kopie.. haha die unterschreibst und das wars ;)

42. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 16:53
oh Mann
nochmal:
Minderjähriger (gesetzliche Definition) + Waffengebrauch + Unfall
= Knast für den Veranstalter
= Zores für uns alle (Auflagen, Verbote, Versicherungsprämien)
= nix für den, der diesen guten Ratschlag gab...

Der Florian hat gerade wieder richtigerweise beschrieben, was bereits in mehreren Postings vorher ebenfalls erwähnt wurde.....(bitte verzeih mir meinen Sarkasmus... )
Kämpfen können heißt nicht automatisch kämpfen dürfen!

Bezüglich der oben erwähnten Theorie der Meisterschützen:
NIEMAND kann garantieren, dass nur unterhalb der Nippeln getroffen wird. Wohin der Pfeil flog, weiß man erst im Nachhinein- vorher zielt man und hofft man.
Staub, Hitze, Stress, Adrenalin, Hektik, Atemnot, 30 m Entfernung und ein schwacher Bogen, bewegte Ziele und vom Schützen wird gefordert, nur unterhalb der Nippeln zu treffen???

nein nein, ich weiß nicht... ich würde mich darauf nicht verlassen....

43. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 16:53
schade
hm ich setz mich aber trotzdem mal bei nächster gelegenheit mit meinem anwalt zusammen und werd schaun ob wir was ausarbeiten können

sachdienliche hinweise zum inhalt bitte an die nächste grilly kontaktadresse oder hier posten

@norbert grandios auf den punkt gebracht

44. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 03.06.2008 um 16:56
Sittenwidrigkeit
Vergesst nicht, dass man in einen Vertrag reinschreiben kann was man will. Wenn es sittenwidrig ist, ist es ungültig. Fahrlässige schwere Körperverletzung ist durch keine Klausel auszuschliessen.

45. Kommentar von Oli am 03.06.2008 um 16:57
tut mir leid, aber ...
... was hier (außer von Flo und Norbert) zum Thema rechtliches, Versicherungen und minderjährige Kämpfer gepostet wird ist, gelinde gesagt, wie wenn Blinde über die Farbe reden.

Ich habe weder die Zeit noch die Lust, einen siebenseitigen Aufsatz darüber zu schreiben - da ich den Onkel Flo kenne hab ich den dumpfen Verdacht, dass ich das eh irgendwann mal tun werde müssen ;-) - aber wenn ihr mir einfach glauben würdet, dass man unser Hobby (bzw. die spezielle Ausformung "Freischlacht") einfach NICHT über den selben Kamm scheren kann wie Judo, Fußball etc. (weil es sich hier um keine "anerkannte Sportart mit einem allgemein gültigen Regelwerk" handelt), dass Vergleiche mit D oder P (und insbesondere mit sechsseitigen Formularen auf polnisch, die "ein standarddingens, das man halt unterschreibt" sind (schon mal drüber nachgedacht, ob du da nicht einfach nur unterschreibst, dass du dich für unzurechnungsfähig erklärst? no offence meant)) net nur hinken sondern schon beinamputiert sind, und dass es einen wesentlichen Unterschied zwischen Training, Schlacht for fun und Schlacht vor Publikum gibt, dann wär mir und ich denke euch auch geholfen.

Dankeschön ;-)

46. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 16:57
link
gibs per mail

47. Kommentar von Slintesgeu am 03.06.2008 um 17:04
@oli
@ polen-wisch: das ist ne verzichtserklärung und das andere ein haftungsausschluss
das ich mir der gefahren die diese schlacht birgt bewusst bin das cih ohne alk und sonstigen drogen nciht auf sschlachtfeld gehe, das ich dies und das machen darf das ich dem folge zu leisten habe was mir ein schiri sagt usw.....

natürlich weiss ich was da drinensteht, habs mir ja das erste mal übersetzten lassen.. ;) nur zum wiedergeben ist es zu viel schon gar zum wortwörtlich wiedergeben. weil das teil eben 6 seiten umfasst.. und nein ich unterschreibe nicht meine unzurechnungsfähigkeit... *`!"$%§%!%"&!"

48. Kommentar von grillybub am 03.06.2008 um 17:08
@ oli ich bin nur kursichtig
ok hab grad erfahren dass du ahnung hast

also was haben wir sonst für möglichkeiten

49. Kommentar von Dragonfly am 03.06.2008 um 17:58
I-tüpferlreiter
"das ich ohne alk und sonstigen drogen nicht aufs schlachtfeld gehe"

Täusch ich mich oder sollte das heißen: das ich ohne alk und sonstigen drogen aufs Schlachtfeld gehe!?

Sorry aber ich lese als dazugestossener die Artikel mit großem Interesse durch.

50. Kommentar von Norbert am 03.06.2008 um 18:10
na aber schon...
Unzurechnungsfähig.....
wenn man einen Wisch unterschreibt (auf Polnisch), in dem man erklärt voll selber Schuld zu sein, wenn man bei einer öffentlichen Veranstaltung von einem viel zu starken Bogen verletzt wird und dass niemand ausser mir selbst haftet, wenn ein Unfall passiert...

viele schön klingende Worte- der informelle Inhalt:
"hiemit bestätige ich, aktuell nicht im Besitz meiner geistigen Fähigkeiten zu sein und bin daher unzurechnungsfähig"

51. Kommentar von das Schandmaul am 03.06.2008 um 19:42
Bitte nicht wieder...
... in die Diskussion über Geisteszustände abgleiten!
Grillys Vorschlag ist fein, da Slintegeu ja schon was für den Verein aufgesetzt hat, kann man das vielleicht als Grundlage nehmen?
Dass Bogenschützen eine Mindestausrüstung nicht benötigen kann meiner Meinung nach nur dann sein, wenn auf sie nicht geschossen werden darf.

52. Kommentar von Gloria am 03.06.2008 um 20:33
Als Laie...
...würd ich mir vorstellen, dass es vor dem Kampf eine Alkoholkontrolle gibt. Saufen kann man auch danach.

Absperrungen fürs Publikum etwas weiter zurücksetzen, damit auch die vorgestreckte neugierige Nase dran bleibt und davor einen Sprecher, der die Zuschauer warnt, dass alle rausfliegen, die nicht hinter der Absperrung bleiben. Hilft sicher nicht für die ganz Übereifrigen, aber allemal für die Normalos.

Fernkampfwaffen vorher testen: auf eine leere Rüstung, die dann auch verwendet wird, in der benötigten Entfernung Probeschüsse abgeben.

Sich trauen Nein zu sagen, wenn man sieht, dass das zu risikoreich ist und man ein blödes Gefühl dabei hat. Und das auch zu dürfen, ohne anschließend die Eselsmütze zu bekommen.

Es sich immer gut zu überlegen, wenn man mit Leuten kämpfen soll, die man nicht kennt und mit denen man keine Möglichkeit hat es vorher zu üben. Innerhalb einer gut geübten und zusammengespielten Gruppe ist die Verletzungsgefahr wesentlich geringer.

Ist nur eine Laienmeinung...

53. Kommentar von Thurid am 03.06.2008 um 21:48
Zurück zu den Regeln 1.
Das mit dem Haftungsausschluss sollen die juridisch versierten (Oli !) sich hier ausschnapsen, ich kann nur zu den Regeln sprechen, und vielleicht von meinen Erfahrungen mit dem CB berichten.

Der CB funktioniert gut, wenn sich alle dran halten. Das gewährleistet im Normalfall ein vom Veranstalter eingesetzter "Kampf-Koordinator" bei allen Kämpfern durchsetzt, eine Waffenabnahme im Sinne des Codex macht, und dann eine kleine Kämpferabnahme mit den Männern seines Vertrauens durchführt. Das würde sogar bei 170 Leuten, wie sie jetzt bei der Burg Clam waren, innerhalb von 2 Stunden durch sein, und dann geht man noch kurz den Show-Teil durch, von mir aus kann es auch einen Blunt-Beschuss geben, wenn Mindestreichweiten und ballistische Schüsse eingehalten werden. Und dann kommt der freie Teil, wo alle ihren Spass am Gedengel haben können, und gut.
Ich kenne mich rein waffenabnahmetechnisch zwar nicht mit Bögen aus, würde aber wahrscheinlich jemanden finden, der mir ungefähr mitteilen kann, ob der Bogen noch unter den 50 lbs liegt, oder nicht.
Und wer von uns ist nicht Schauspieler/Schaukämpfer genug, um einen Bogenschützen eine leichte zu verpassen, die dementsprechend hart aussieht? Natürlich muss auch der Bogenschütze etwas Ahnung haben, das er nicht im falschen Moment falsch reagiert. Deshalb auch Kämpferabnahme für Bogenschützen. Den was fast noch wichtiger ist, als ihre Bögen zu überprüfen, wäre, ihre Schussfähigkeiten zu überprüfen. Klar, passieren kann imer was, und deshalb im freien Gedengel wirklich nur noch mit LARP-Pfeilen reinschiessen, bitte. Weil, wenn mich der im Gesicht trifft, bricht es mir maximal die Nase, und nicht gleich den halben Kopf.

54. Kommentar von Thurid am 03.06.2008 um 22:14
zurück zu den Regeln 2
Eine Waffenabnahme kann jeder bei sich selbst durchführen. Fährt euch mal mit euren Schwertern, Saxen etc. mal über die Unterarminnenseite, und zwar sowohl mit der schlagkante, als auch mit der(den) Breitseite(n) Wenn keine Kratzer oder Schrammen entstehen, dann ist es ja gut, wenn doch, verarzten, und zur Eisenfeile greifen. Für Lanzen Speere, Gere hat sich eine Kugel vorne drauf recht bewährt, die einen 8mm-Innendurchmesser Kettenring nicht durchdringen oder sprengen kann. Für Saxen-, Schwerter, Äxte "Spitzen" o.ä. hat sich die 20-cent-Münzen-Regelung als brauchbar erwiesen. 3 +/- 1mm Schlagkante wurde schon öfter hier erwähnt, paßt auch.

Der Kampfkoordinator sollte nach Möglichkeit nicht mitdengeln, er soll von mir aus mit einer Schärpe o.ä. gekennzeichnet darüber wachen, dass alles geregelt abläuft. Für so eine große Schlacht wie auf der Burg Clam sollen das mehrere sein. Als Faustregel könnte man festhalten, dass es pro 20 Kämpfer einen solchen "Schiri" geben soll, der auch dementsprechend gerüstet ist.
Wenn (wie bei kleineren Geschichten üblich) der Kampfkoordinator mitmacht, dann muss er sich natürlich denselben Waffenabnahmen und Kampfabnahmen unterziehen, wie ich sie hier vorschlage.

Stichwort: Kampfabnahmen. Bin zwar nicht die beste Kämpferin, aber selbst mir fällt nach einem 2 Minuten Gedengle mit jemanden auf, ob der sein Gerät beherrscht, und wenn ich ihn "bedrängen" muss -sprich- ihn einmal einer wirklichen Kampf"stress"situation aussetzen muss, dann sieht man es im Normalfall auch gleich, ob der seine Waffe unter Kontrolle hat.

"Aktivschild"regeln können wir-glaube ich- so vom Codex übernehmen.

Zwei kurze Posts wie diese können das Thema nicht erschöpfend beantworten, bin aber jederzeit für Fragen offen.

lg Thurid

55. Kommentar von der_E am 03.06.2008 um 23:07
zuerst blasen
dann erst so richtig aufeinander losgehen find ich gut ( sorry mußte sein der war aufgelegt)

ich finde die Idee mit der alkoholkontrolle eigentlich sehr gut koma ABER
bei der von mir schon oft beobachteten tendenz in der szene sich abends in den lagern teilweise vollends zu besaufen sorgt wahrscheinlich schon der restalkohol für den ausfall von 50% der Teilnehmer

bitte nagelts mich jetzt nicht auf genaue prozentsätze der (genuß)trinker fest ich denke ihr wißt was ich meine

ich bin voll norberts meinung regeln für pfeildirektbeschuß irrelevant
seine argumente bezüglich niocht kontolierbarkeit nach ablaß von der sehne sind ausreichend für "kein direktbeschuß"
auch wenn ich verstehe das es den bogenschützen langweilig wird aber sorry sniperreeanactment ist nicht schlachttauglich

minderjährige haben an waffen jeglicher art nichts zu suchen auch unter aufsicht nicht flo und oli haben das glaub ich sehr gut argumentiert
und wenn ein 17 jähriger die reinkarnation von Liechtenauer oder lecküchner selbst wäre ist er vor dem gesetz trotzdem minderjährig und es gelten für ihn ander bedingugen - das geht nun mal nicht

bogenschützren ohne helm seh ich ähnlich wie arnulf nur dann wenn sie kein ziel sein können was das ganze aber öd machen kann den dann schießen 3 schützen ein ganzes heer zusammen kennen wir ja von einigen schlachten
die idee mit 3 meter abstand zu schützen bedeutet schütze tot find ich praktikabel - darf man den dann wenigstens tackeln :)

56. Kommentar von das Schandmaul am 04.06.2008 um 07:31
Miderjährige
Gut Leute, zur Info:
Gehe mit Euch konform, was Minderjährige und Schlachtdarstellung vor Publikum betrifft. Da das das Thema ist bleiben wir dabei.
Ich sehe das allerding für ein z.B. internes Training anders (allerdings mit der Altersgrenze 16), was aber hier kein Thema sein soll und auch nicht für alle Spielarten gilt.

57. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 09:47
hmmmm
hallo norbert...

alles lesen net nur teile bitte!
ICH hab mich auf wolin bezogen, ich hab sogar ein video gepostet für unwissende leute die es nicht kennen, da gibs KEINE bogenschützen!!!!

Das alkoholproblem von xy-viel% der akteure sollte so und so in einer externen diskussion beleuchtet werden. Ich halte es für mcih so (natürlich ohne anspruch auf die beste lösung) wenn ich kämpfe trinke ich davor so und so NICHTS, net mal einen schluck, wenn ich am nächsten tag kämpfe trinke ich am vorabend maximal 3 bier. Eher 3-max 4 radler und aus. Ich vertrag seit ich zum saufen aufgehört auch nichts mehr da ich kaum mehr was trinke daher werden sich sicher einige denken.. oida 3 bier son scheiss.. hahaha. Aber für mcih ist das die maximale menge.. ausserdem will ich ausgeschlafen sein uhnd net mit nem faden auge weil ich bis 6 uhr früh gesoffen habe aufs schlachtfeld gehen!

Und ich versteh noch immer nicht was an den jugenschutz bzw gesetzen für minderjährige in Ger anders ist als in GER, PL, DK, NL?? Aber egal. Mich betriffts ja so und so net!

58. Kommentar von Aibon am 04.06.2008 um 09:56
Bögen und so ... (1)
Also ich bin selbst auch unter anderem Bogenschütze (allerdings kaum auf MA-Märkten). Habe eine Lederrüstung mit 5mm Leder, dass so hart ist wie Holz, dachte auch die kann doch so ein Pfeil nicht durchschlagen. Vor 2 Jahren in Golling haben wirs dann (Pemmer Daniel und ich) mit einem Stück Leder aus dem die Rüssi gemacht ist ausprobiert - auf 10m glatter durchschuß (ok normale 3D Spitze und 42Pfund Reiterbogen). War auf jeden Fall froh dass ich es nicht gleich selbst an mir ausprobiert habe.

Quintessenz - Glauben kann man am Erdäpfelfeld oder in der Kirche, überall anderswo gehört vorher ausprobiert!

Duran hat auch ein entsprechendes Pach gehabt - wenn ich mir die Bilder so ansehe - hat er den Kopf nach vorne gebeugt und da war nur ein kleines Sichtfenster wo der Pfeil eine "freie" Gesichtsfläche offen vor sich hatte. Bissal weiter rauf und es wär in die Kettenhaube gegangen - keine Ahnung was das dann für ne Auswirkung ghabt hätte, denke aber dass es ihm dann nicht soviel getan hätte. Also war schon ausgesprochenes Pech auch dabei, auch weil nicht grad einer ein Schild "zufällig" davor hatte. Andererseits war auch wieder recht viel Glück dabei - es sind ja auch Burgerstürmer ohne Haube, Helm, etc. dabei gewesen - wenn dich der Pfeil am Schädl blöd trifft (Schläfe) bist hin.

Quintessenz: So wie einige Angreifer gerüstet waren hätte man gleich auf einen Haufen Nackerter schießen können. Entweder die Schutzausrüstung deckt alle Körperstellen (von jedem Einzelnen) so ab dass Geschoße 100% nicht durchgehen. Also wenn die Pfeile einen Bommel mit 5cm vorne dran haben, dann darf der Sehschlitz beim Helm nicht auch 5cm sondern eben nur z.B. 3 cm haben usw. Oder die Geschoße sind so abgeschwächt, dass wenn sie auf nackte Haut (Gesicht) treffen keinen ernsthaften Schaden anrichten können.
Und bitte: verlasst euch nicht darauf, dass der Vordermann eh ein SChild hat. Verlass dich nur auf dich selbst - der braucht nur schnell das SChild senken oder verlieren etc. und man steht offen da.

59. Kommentar von Aibon am 04.06.2008 um 09:56
Bögen und so ... (2)
Zum Thema Pfeile und Bögen.30 Pfund find ich bereits zuviel - 25 max. wäre meine Einschätzung - aber wie gesagt TESTen. Gumminoppen vorne drauf ist meiner Meinung auch nicht gut - Die haben eine Wucht die Dinger - die müssen gar net spitz sein. In der Pfeilspitze gehört eine Pufferzone eingebaut (Tennsiball, Schaumgummi, was weiß ich ...).

Auch wenns vielleicht komischer ausschaut - die Zuschauer zahlen deswegen auch nicht weniger und sind sicher genau so zufrieden - Der Kommentator so einer Schlacht kann ja nacher sagen, dass zu Sicherheit der Darsteller bla bla ... - wird jeder verstehen - und wer nicht - an dem kann man ja dann echte Pfeile ausprobieren ...

60. Kommentar von Rene am 04.06.2008 um 10:50
Alkohol und Kampf
Noch was zum Thema Restalkohol:
Ich geh mal davon aus, die Aussage, dass bei einer Alkoholkontrolle vor einer Schlacht die Hälfte aller Kämpfer wegen Restalkohols ausfällt, ironisich gemeint war.

Ich hoffe, wir sind uns alle einig, dass jemand mit Alkohol im Blut bei einer Feldschlacht (oder ganz allgemein bei einem Frei- bzw. Schaukampf) nichts verloren hat, egal ob dieser Alkohol vom gleichen Tag, vom Abend vorher oder von vor zwei Wochen stammt.

René

61. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 11:01
ich glaube nciht
das des ironisch gemeint war ;)

aber wer geeicht ist .. hahaha

62. Kommentar von Robert von Aham am 04.06.2008 um 11:37
Ironisch oder nicht ...
@ Slintesgeu

Bei deinen Kommentaren bin ich mir nie sicher wie es gemeint ist. Auf alle Fälle darf auch ein geeichter Trinker nicht autofahren und ein geeichter Kämpfer (wenn er getrunken hat [auch am Vorabend]) keinesfalls an einem Kampf teilnehmen. Ich persönlich halte das für den wichtigsten Gefahrenpunkt überhaupt.

Fakt ist, dass oft die Hälfte der Kämpfer am Samstag abzuschreiben ist, wenn man realistisch ist, wenn am Freitag Abend Met, Würzwein oder Bier ausgeschenkt wurde.

by the way. In diesem Zusammenhang hilft es oft schon am Morgen die Lager anzusehen, denn viele schaffen es nicht Wiskyflaschen, Bierflaschen und Becher vor 10 Uhr von den Tischen zu räumen. ;) Leider kann man das nicht so ins Regelwerk so schreiben. "Wer um 9.00 Uhr sein Lager nicht vom Alkoholexzess der Vorabends gereinigt hat kann nicht an der Feldschlacht teilnehmen" :(

63. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 12:53
alk
ja wie oben beschrieben wenn ich kämpfe MAXIMAL 3 bier oder erhr 3-4 radler, aber der grossteil schüttet sich eben wirklich schön zu..

wenn ich mir zB die Polen udn Russen in wolin ansehe die um 6 uhr früh volltrunken schlafen gehen und um 10 sich für den ersten auftritt rüsten wird mir schlecht dabei.. um 14 uhr bei der schlacht stehen mir diese typen (im prinzip noch immer betrunken) aber auch gegenüber ;)

beio grossveranstaltungen wie wolin dürfte man meiner einschätzung nach, nach dem ersten gelage überhaupt nur ncoh 20-30% der kämpfer zulassen... ;)

was eigentlich richtig wäre wie du sagst, aber auch irgendwie dch wieder net durchführbar weil da müpsste man jeden kämpfer vor der schlacht blasen lassen und mMn müssten die dann alle maximal 0.3 promille haben, alles andere ist einfach zu viel. da dies aber net gemacht ist, muss man als nicht alkoholisierter einfach damit leben, oder net mitmachen..

komischer weise schaffens diese leute dann aber auch immer - wie ein maurer nach dem 10 bier gerade auf dem gerüst - in der shclachtreihe zu stehen und zu kämpfen...

64. Kommentar von Widerling am 04.06.2008 um 13:14
Alkohol und Drogen / Trainerausbildung
nur zur Info: Wenn die dich in Tannenberg alkoholisiert mit Waffe in der Hand am Tag der Schlacht erwischen schmeissens dich raus.

Alkoholkontrollen finde ich gut und wichtig. Nicht zu vergessen Drogenkontrollen, denn so mancher Marktteilnehmer kifft sich am Abend dermassen zu, daß es keine Spaß mehr zum Zuschauen ist. Und das ist der Reaktionsfähigkeit auch nicht förderlich.

Wenn die selbsternannten "Schwertkampfmeister" der verschiedensten Gruppen endlich mal eine vernünftige Trainerausbildung machen würden, anstatt mit dem einmal bei Amazon bestellten und nie gelesenen Thalhoffer als Rechtfertigung (meist in Verbindung mit irgendeinem dubiosen Gürtel in irgendwas ur tollem Asiatischen) selbst erfundenen Schwachsinn zu verzapfen wäre das dem (juristischen und öffentlichen)Stellenwert der historischen Kampfkünste auch sehr zuträglich.

Denn die Trainerausbildung ist zwar kein Garant dafür, aber immerhin wird da einiges zum Thema Sicherheit, Erste Hilfe, Trainigsmethodik, Risikomanagement, Verantwortung und eine kleine Einführung in die Rechtssituation des Trainers und Sportlers vermittelt. Dies wiederum führt dann (hoffentlich) zu kontrollierteren Schülern, die besser ausgebildet und zumindest aufgewärmt in einen Kampf gehen.

65. Kommentar von halibux am 04.06.2008 um 13:44
Zu meinem Verständnis
Lieber Widerling,

noch immer verfolge ich mit großem Interesse Eure fachkundige Diskussion.
Verstehe ich dich richtig, wenn du von einer Trainerausbildung sprichst, dann misst du dem Training eine sehr hohe Bedeutung zu, natürlich auch vor Feldschlachten. -> bessere Ausbildung der Trainer -> besser trainierte Kämpfer -> geringeres Gefahrenpotential --> eine klare Hervorhebung des Trainings
Ich bin ja bloß Gauklerin und kenn mich nicht aus, aber interessieren tut´s mich halt
Bux

66. Kommentar von Aibon am 04.06.2008 um 13:48
Führerschein & co
Also ich überlege gerade: Jede nur irgendwie gefährliche Tätigkeit (Autofahren, Gefahrenguttransport, Sprengmeister, Tauchen) , ja sogar beim Golf gibts die Platzreifeprüfung bevor man raus geht.
Es ist einfach wichtig, die standardisierte Regeln zu kennen und ein Minimum an Praxis zu haben.

Nur beim Schifahren, Snowboarden und Mittelalterkampf gibts das nicht - man sieht eh was dabei rauskommt (rücksichtsloses Fahren auf den Schipisten, 1000de Knochenbrüche, etc.)

So eine Freikampflizenz könnte eingeführt werden, 1 Wo Kurs - und man hats. Dabei wird einem nicht nur die Auswirkung und Gefahren dabei bewußt gemacht und die Regeln erklärt (theorie) sondern auch mal mit verschiedenen Waffen - Übungen gemacht (Standardattacke, - parade, etc.)

Also wenn ich noch kämpfen würde (habs aus Gründen der Gefährlichkeit aufgegeben), dann würde ich mich gerne so einer Prüfung/Kurs unterziehen und wäre froh wenn ich drauf vertrauen kann, dass alle anderen die gegen mich und mit mir kämpfen ebenfalls die Prüfung gemacht haben.

Stellt euch vor es gäbe keinen Führerschein und keine Verkehrsregeln - jeder fährt wie es ihm taugt, für den einen heißt Rot stehen bleiben für den anderen heißt Grün dass man den Vordermann von der Straße schubsen kann usw.

....einfach nur irre und unvorstellbar. So und nun sag ich euch, dass ich Freikampf oder sogar nur Schaukampf um nichts weniger gefährlich halte ...
dafür musst aber nichts machen und nichts können - nur eine Tunika und ein Schwert in die Hand nehmen - schon bist dabei ... einfach irre ...

67. Kommentar von Widerling am 04.06.2008 um 13:50
training
Es kann nicht sein, daß ich das tue, liebe Bux, denn Slintescu ist der einzige, der dem Training hohe Bedeutung zumißt.

:-)

Nun mal ohne Ironie:

Das Training ist das Um- und Auf jeder seriösen Sportart. Ohne gehts nicht. Und Kampfsport ist da noch ein eigenes Kapitel, vor allem wenn Waffen oder Waffenersatz gebraucht wird, ist intensives Üben und perfekte Beherrschung der Waffe extrem wichtig.

Ein gut ausgebildeter Kampfsportler hat eine wesentlich größere Chance unverletzt aus einer Kampfsituation herauszukommen als ein halbbetrunkener Hobbyist.

68. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 14:46
wenn ma schon i tüpfelreiten
und jede kleinigkeit beachten dann hätten auch andere früher schon sagen können.. ja slinti du hast recht training ist das um und auf.. aber das war gestern noch uncool :p

69. Kommentar von halibux am 04.06.2008 um 15:14
Nochmal zu meinem Verständnis
Geht´s eigentlich nur um interne Regeln oder Standards für die einzelnen Gruppen oder geht es auch (oder vor allem) um ein Papier, das dem potentiellen Veranstalter unter die Nase gehalten werden kann (oder nur ums Recht-haben) ?
Darin steht dann:
DAS sind die Voraussetzungen um das und das machen zu können bzw. verantworten zu können - wenn das und das nicht eingehalten wird, ist es kein Vertragsbruch wenn nicht gekämpft wird sondern schlicht und einfach zu gefährlich (und trotzdem zu bezahlen)
Oder andersherum: wenn ein (unwissender) Veranstalter großartige Ideen hat, dann haben alle (ALLE) Gruppen und Vereine schriftlich die Voraussetzungen für Burgerstürmungen oder ähnliches (wenn sich denn alle einigen können)
Hab´ ich mich klar ausgedrückt ? Zur Verdeutlichung:
Zur Eigenverantwortung z.B. gehört: kein Alkohol
in ein präsentables Regelwerk z.B. Sanitäter vor Ort, Beobachter, die alles im Auge behalten und bei Unfällen eingreifen
bzw. was Euch Fachkundigen einfällt
Und falls Ihr euch über meinen großartigen Kommentar wundert, in anderen Worten hat das Abundantes gleich als Erstes geschrieben, ging nur in der Zwischenzeit komplett unter
Bux

70. Kommentar von Norbert am 04.06.2008 um 15:18
@Abion
ojeojeoje...
Kurs, Abnahmeprüfung, Führerschein (A-Karte ziehen, 2.Auflage)

Wer unterrichtet denn welche Standardparade?

Und was wenn der von Widerling erwähnte Papaschlumpf Schwertmeister (nach der Erfahrung von 17.Dan Asia-do und 5 jahre Rittermetronom) sich hier als erster freiwillig meldet?

Und wenn die Homis den Liechtenauer nicht haben wollen? (Habe gehört, bei manchen Gruppen liebt man gewisse Huten -vom Tag ü.d. Kopf- nicht besonders)

Und was, wenn gestritten wird, Feldschlachterfahrung gegen Kampfkunst Reenactment gegen Bühnenfechten?

brr.. ich denke mit schaudern daran, bei einem 1wöchigen, NUR 1.500 Euro Unkostenbeitrag teuren PflichtRitterkurs von so einem oben erwähnten Schlumpf erklärt zu bekommen, dass man aus der Kendogrundstellung immer das Schwert in 90 grad gegen den Hieb hält....

Es gibt keine einheitliche Fechtweise.
Und ich glaube nicht daran, dass die Trainer vieler Gruppen von einem Tag auf den anderen freimütig zugeben werden, dass sie die letzten X Jahre auf dem Holzweg waren und sich und ihre Leut sofort umstellen.
- Noch dazu wo doch jeder für sich das Recht hat seinen individuellen Weg zu gehen und damit jeder für sich auch tatsächlich im Recht ist.

Nein nein... ein A-Schein, Kurs, Abnahmeprüfung ist eine Vergewaltigung einer lebendigen Fechtkunst und eine totalitäre Unterdrückung jedweder Individualität - damit macht man nix Gutes sondern schafft nur Ärger

- wenn wir mal D-Land als Vorbild nehmen wollen, dann schauen wir uns an, wie das mit dem A-Schein gelaufen ist..... und machen den Unfug nicht nach.

71. Kommentar von Widerling am 04.06.2008 um 15:29
im Jahre Schnee...
als ich noch Schaukampfauftritte geschoben habe war die Vereinbarung der Gegebenheiten Teil des Vertrages, den der Veranstalter unterschrieben hat.

Darin enthalten:

-Lichtverhältnisse müssen akzeptabel sein (Tageslicht)
-Boden trocken und nicht rutschig
-Absperrung zum Publikum muß vorhanden sein
-Mindestgröße des freien Platzes (weiß nicht mehr genau wie groß das damals war)
-versperrbarer Raum für Material und Wertsachen
-wenn indoor Mindesthöhe des Raumes.

-wenn mit Feuer gearbeitet wurde mußte Löschdecke, Wasserkübel und Feuerlöscher bereitstehen

wir verpflichteten uns zu:

-Pünktlichkeit
-Alkoholverbot

und das waren "nur" choreografierte Auftritte mit maximal 3 Kämpfern gleichzeitig, keine freien Schlachten.

72. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 15:36
genau
deine befürchtungen norbert wollte ich auch grad schreiben!!!!!!!!!!!!!

wer masst sich an diese kurse geben zu dürfen... alleine das würde eine million postings sehr erhitze diskussion vom zaune/zaume (??hmmmm?) reissen...

73. Kommentar von Aibon am 04.06.2008 um 15:36
A-karte
Sorry ich kenn diese A... -Karte nicht - und weiß auch nicht wer sie zieht. Meinte damit auch nicht, dass sich ein alter Hase erklären lassen muss wie er ein Schwert anzugreifen hat. Wohl aber welche Gefahren lauern, was man beachten muss, welche Sicherheitsregeln gelten usw.

Auch beim Golf versucht man dem Anfänger mal beizubringen wie er nen Schläger hält. Ein Profi braucht das nicht - Das Ergebnis zählt, dass er den Ball zielsicher schlägt. Beide, Profi und Anfänger müssen aber mal ne Platzreife machen um am Parcourt spielen zu können.

Wenn wer schon 10 Jahre kämpft kann er so ne "formelle Prüfung" sicher auch ohne Training / Kurs / sich von irgend wem was erklären lassen müssen.... machen. Wenn ich was kann, kann ichs dann mach i nur die Prüfung (und da soll es net darum gehen ob er jetzt einen bestimmten Kampfstil beherrscht, sondern wie rücksichtsvoll er in bestimmten Situationen umgeht). Für nen Anfänger ist ev. ein Kurs empfehlenwert.
Des weiteren können alle Verein sich zu "Schulungsleiter oder Prüfer" ausbilden, befähigen lassen. Wenn ihr dann Kurse abhaltet und dafür auch noch Geld bekommt, kommt es doch eh den Vereinen zugute und ihr profitiert davon.

Achjo - wie der Führerschein engeführt wurde gabs wohl auch Diskussionen, bin aber froh dass es ihn gibt bei den Leuten die heutzutage manchmal fahren will ich mir gar nicht ausdenken, was wäre wenns den nicht gäbe.

Außerdem wars ja nur ein Vorschlag ... wie so viele andere auch kamen ...

74. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 15:42
egal was da heute und die restwoche ncoh weiter geht,
weil ich seil mcih dann bald ab und fahreum 22 uhr nach Neustadt Glewe zu ner huskarl schlacht mit deutschen, Polen und russen und gebe beim eingang mal wieder auf grund unterzeichnung eines papieres meine mündigkeit ab.. hahahahahaha

viel spass noch ;)!

75. Kommentar von das Schandmaul am 04.06.2008 um 16:31
Theorie und Praxis
Erst mal gute Fahrt und viel Spaß an Slintesgeu.

Und nun zur "Prüfung": Wer soll die abnehmen? Wer bestimmt, wer diese Prüfung abnehmen kann und wer nicht? Wie sieht das mit Kosten, Bereicherung usw. aus?
Wenn ich bei der SCA z.B. in Deutschland die "Combat Authorisation Card" mache, dann darf ich damit auch in den USA, Australien, oder sonstwo damit kämpfen, aber das ist EIN Verein mit EINEM Regelwerk mit geringfügigen regionalen Eigenheiten. Und da gibt es auch Standards, was die Marschals machen dürfen: Da gibt es Marschals, die dürfen den Schiri machen und Waffen und Rüstungskontrollen. Aber nur die Authorising Marschals dürfen auch die Karten ausstellen.

Ich denke, das will keiner für die gesamte MA-Szene, wo so viele Stile, Meinungen, Vereine, Vereinslose usw. beieinander sind.

Begnügen wir uns doch mal mit einem Standardwerk als GRUNDLAGE FÜR VERANSTALTUNGEN.

Wir zerreden schon wieder alles und kommen aus dem Reglementieren nicht mehr heraus.
Und ja: Training ist das wichtigste.
Und auch eine Mindestausrüstung halte ich für zielführend, weil immer was passieren kann.
Und eigentlich sollte jeder eine Schaukampfversicherung haben. Bezahlt nicht, wenn den Beteiligten was passiert, wohl aber, wenn es Sachschäden oder Personenschäden an Dritten = nicht Beteiligten gibt (z.B. bei gebrochener Klinge). Gibt es und ist Vereinsmäßig, soviel ich weiß, auch bezahlbar.

76. Kommentar von Oli am 04.06.2008 um 16:43
nur kurz
erstens bitte keine a- oder ähnliche karte. bringts net. außer man steht auf endlosdiskussionen, wie die nun genau auszusehen hat, und wer die prüfer prüft ... no nay never.

zweitens: wir müssen das rad ja nicht neu erfinden. ich finde die condottieri mauriziani haben ein relativ gutes regelwerk erstellt (der link ist zwar oben vom flo angeführt, aber offenbar untergegangen):

http://www.bellum-viritim.at/downloads/infoblatt_schlacht_de.pdf

drittens: wenn sich testosterongefüllte harte-macker-frümis ohne rüstung klopfen wollen, dann sollen sie das tun, aber bitte ganz klar außerhalb dieses systems, als hobby, ohne zuschauer, in welchem land und mit soviel haftungsfreizeichnungen in welcher sprache auch immer sie wollen - irgendwann wird meines erachtens die natürliche selektion eh zuschlagen. und wenn nicht, umso besser - ich lasse mich auch gerne als weichei und sicherheitsfanatiker bezeichnen, das ist mir herzhaft wurscht.

77. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 16:49
auch nur kurz
@ drittens.... na wenn man ungerüstet ist ist die heftigkeit und schnelligkeit der hiebe auch der rüstung angepasst, das hat doch NULL mit maker und hart sein zu tun....

bezüglich deines regelwerkes: da fehlt ein beschreibung der waffen, also welche waffe gehört in welche kategorie, wuchtwaffe stangewaffe, gehört ne dänenaxt nun zu stangen oder wuchtwaffen??

andere punkte sind wieder besser beschrieben wie im CB.. was mir aber auffällt ist das dein regelwerk kA warum eher auf SM, HM abgesteckt ist und der CB wohl eher für FM...

den zweiten/dritten punkt bei schilde kapier ich nciht.. müssen nun schilde 10mm dick sein aber schilde aus holz nur 6 und die aus stahl nur 2.. welche dann 10?????

78. Kommentar von Widerling am 04.06.2008 um 17:12
...
die Dänenaxt zählt zu den VERBOTENEN Waffen.

Jede Waffe wird vom Veranstalter gemustert und muß eigens freigegeben werden.

Ich bin auf der Ortenburg mit einem Dreschflegel angetreten (aus Holz) und mußte bei der Musterung vorführen, daß ich diese Waffe kontrolliert einsetzen kann. Fand ich gut.

79. Kommentar von Slintesgeu am 04.06.2008 um 17:22
ein dreschflegel
ist schon das teil: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/82/Dreschflegel.jpg/800px-Dreschflegel.jpg

und das wurde erlaubt und eine däneaxt ist verboten??

sorry aber was ist das für ne logik, oder ist sie verboten weil in SM;HM nicht mehr verwendet???

80. Kommentar von otti am 04.06.2008 um 17:33
werwiewaswowarum ...
die anforderungen an sicherheitsstandards ergeben sich aus der situation, in der diese anwendung finden sollen - daher meine frage:

besteht bereits konsens darüber, was wir hier unter dem begriff feldschlacht verstehen?

möglicherweise fußen einige auffassungsunterschiede im mangel einer allgemein akzeptierten definition - je eher wir übers gleiche reden desto früher können wir am erreichen eines gemeinsamen zieles konstruktiv arbeiten ... gruß ... otti

81. Kommentar von Widerling am 04.06.2008 um 17:35
genau
ganz genau, das ist ein Dreschflegel.

Und der wurde in einer Ausnahmegenehmigung zugelassen, weil in vertretbarer Wucht gebaut und gehandhabt (der schlagende Teil war dünner und leichter)

Dänenaxt oder Mordaxt sind schwer zu klassifizieren, da sie eine Mischung aus Wucht- Stangen- und Stichwaffen sind.

Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, daß es nicht der Waffentyp ist, der wichtig ist, sondern mehrere Faktoren zusammenspielen:

-Gewicht und Ausführung
-Handhabung und Kontrollierbarkeit

daraus ergibt sich das Gefahrenpotential der Waffe, welches ausschlaggebend ist, ob sie zugelassen wird oder nicht.

82. Kommentar von Doommaker am 04.06.2008 um 18:54
<klugscheiß>
der dreschflegel ist ein werkzeug zum korn dreschen, in der schlacht heißen die kriegsflegel oder Streitflegel
(allerdings meist umgebaut mit stacheln bzw. beschlägen oder mit einer sternkugel fälschlicherweise als morgenstern benannt, welcher definitionsmäßig nach der literatur die ich kenne keine kette besitzt)
siehe hierzu die noch etwas unvollständige Seite:

http://primanocte.at/jmo/index.php?option=com_content&task=view&id=123&Itemid=50

</klugscheiß>

EDIT: Hier die Grundregeln der großen jährlichen Feldschlacht in Azincourt
http://www.azincourt-alliance.org.uk/gr/_private/saftey.htm

83. Kommentar von Florian Seidl am 04.06.2008 um 20:35
Bedarf an Regelwerk
Anlässlich der Vorfälle auf Burg Clam ist eine Regelwerksdiskussion der falsche Zugang. So ein Regelwerk mag interessant sein und diskussionswürdig- mit den Vorfällen auf Clam hat es nichts zu tun.

Clam war offenbar eine sehr schlecht inszenierte und langweilige Theateraufführung von unerfahrenen Akteuren, deren Anführer weder an dem interessiert waren, was das Publikum unterhalten könnte, noch an dem, was schlimmsten Falls an Unfällen eintreten könnte. Mit einer "Feldschlacht", die Regeln folgt, bei denen es Gewinner und Verlierer gibt, hatte das meiner Ansicht nach nichts zu tun. Also wäre jegliches Regelwerk für die Auftretenden eh sinnlos gewesen, weils eine Theaterveranstaltung war.

84. Kommentar von abundantes am 04.06.2008 um 21:29
@florian seidl
... da bin ich nicht deiner meinung:
es wurden standards, die offensichtlich allgemein als selbstverständlich betrachtet werden nicht eingehalten.
also sind sie nicht so selbstverständlich wie alle glauben.
daher gehören diese standards formuliert und auch in solchen sondersituationen durch- und eingesetzt.

85. Kommentar von Florian Seidl am 04.06.2008 um 23:05
Standard?
Der einzige Standard ist, dass bei einer Theatervorführung niemand ernsthaft verletzt wird. Romeo gewinnt gegen Mercutio das Duell nicht, weil er besser mit dem Degen ist, sondern weils der Autor so gewollt hat.

Leider glauben Protagonisten der Mittelalter-Szene, dass eine unchoreographierte, freie "Schlacht" für das Publikum interessant(er) sei. Eine naive Herangehensweise. Entweder will man ein Theaterstück aufführen, dann braucht es einen Dramaturgen und einen Regisseur und Proben; oder es handelt sich um einen offenen Wettbewerb, dann braucht es verbindliche Regeln wie zB beim Thai-Boxen. Weder das eine noch das andere war in Clam zu sehen.

Also kann auch nicht von "allgemein verbindlichen Standards" gesprochen werden, so lang der Charakter der Veranstaltung nicht jedem Beteiligten klar ist.

86. Kommentar von Norbert am 05.06.2008 um 09:50
@ Florian Seidl
Amen!

87. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 05.06.2008 um 10:08
Bogenschützen auf Freischlachten
Eine generelle Frage: Brauchen wir überhaupt Bogenschützen auf Freischlachten? Bringt das irgendjemandem etwas? Ist ja wenig lustig, nach 30 Sekunden vom Feld zu gehen, wegen eines Ferntreffers.

Bogenschützen haben meines Erachtens auch grosse Freude an Turnieren, wie beispielsweise das große Turnier in Eggenburg. Ein freundschaftlicher, sportlicher Wettkampf wo es um Können geht.

Mal eine ernstgemeinte Frage an alle Bogenschützen: Besteht jemand von euch darauf, bei Feldschlachten/Freischlachten teilzunehmen? Macht das wirklich mehr Spaß auf Menschen zu schießen, als im Getümmel mit dem Schwert zu stehen ODER einfach nur zuzusehen?

88. Kommentar von Norbert am 05.06.2008 um 11:49
Bogenschützen in Schlachten
Hallo Florian
Ja, ich möchte sie nicht missen... ich bin selbst zwar lieber Nahkämpfer, aber ohne die Gegenwart gegnerischer und eigener Schützen würde mir was fehlen...

- die Spannung
- mit einem gelungenen Schildwall prahlen können und den Dosen hinter mir Schutz geben
- der Zwang zur Aufmerksamkeit auch links und rechts des Weges
- die Aufgabe Schützen und Nahkämpfer zu koordinieren.....

ja, Grub voriges Jahr wäre ohne die Schützen nur halb so lustig gewesen-
und wenn man mal Pech hat und VOR dem Schildwall steht .... es gibt fast immer eine 2.Runde ....

89. Kommentar von otti am 05.06.2008 um 13:31
@ florian seidl
d´accord!

90. Kommentar von der_E am 05.06.2008 um 13:45
bogen und nicht bogen das ist hier die frage TEIL1
vorerst einmal ich verstehe das bogenschützen auch spielen wollen
und habe nichts gegen den sport, die personen die das ausführen oder selbiges darstellen.
ich konnte zb. die fertigkeit von arduinnas-gefaehrten schon des öfteren bewundern und habe größte achtung vor deren können

ich bin jedoch von bogenschützen am feld eher wenig begeistert
und nicht weil sie manchmal jemand treffen und man tod ist damit hab ich kein problem

meist stellen sie (sicherheitsbedingt) net wirklich eine bedrohung dar
des öfteren konnte ich sogar in dose einfach mit einem schritt zur seite pfeilen ausweichen - soviel zur spannung man wartet halt bis das vorbei ist und dann gehts endlich los

die geringe anzahl an schützen bei schlachten macht das auch fürs puplikum nicht wirklich interesant

ich wäre zb durchaus begeister wenn wir infantristen von 50 bogenschützen mit einem pfeilhagel eingedeckt werden würden - das gäbe dann ein reeles feeling und spannung
aber die paar verschossenen pfeile sind jenseits von historischer taktik und es sieht einfach nach nichts aus und hat immer einen leichten "larptouch"

bringt mich zum nächsten ebenfalls subjektive beobachtung aber mir fällt auf das bei bogenschützen die motivation sich historisch korrekt zu kleiden und auszurüsten noch geringer ist als bei anderen waffengattungen - warum auch immer
und 5 robin hoods, waldläufer oder ähnliche MA-wolpertinger in ner 100 mann spämischlacht wirken gelinde gesagt armselig und somit auch störend

JA natürlich gibt es A-Bogenschützen die mögen jetzt bitte nicht auf die barrikaden steigen sondern einfach fotos der einzelnen feldschlachten durchforsten und dann ihre kollegen ermutigen es ihnen gleich zu tun ;)

91. Kommentar von der_E am 05.06.2008 um 13:45
bogen oder nichjt bogen TEIL2
ebenfalls animiert ihre "unverwundbarkeit" (klar auch sicherheitsgründe wegen der geringen rüstung) nicht dazu loszustarten im quer übers feld nachzulaufen um den taktischen störfaktor fernwaffe kampfunfähig zu machen - ergo wieder mal warten bis er/sie fertig ist

was grub betrifft
da stehe ich gegnüber norbert genau auf der anderen seite des meinungspektrums

gerade grub habe ich da ganz anders wargenommen
ich erinnere mich an 20 gelangweilte infantristen die 10 min oder lägnger bei der brücke gewartet haben bis die 2-3 bogenschützen aus dem wald endlich mit ihrem sporadischen pfeilgespucke fertig waren damit es endlich wieder weiter geht
als diese dann die pfeile wieder einzusammeln begannen und das ganze von vorn anfing begann das murren und man entschloß sich das einsammeln zu unterbinden damit die schlacht weitergehen kann

lobend zu erwähnen wären hier jedoch die rittersporner die sich schlachtentauglich rüsteten ihre pfeile verschoßen und sich dann mit schwert in die schlacht warfen

auf der drau haben die bogenschützen irgendwann sogar freiwillg beschloßen bei der schlußrunde nicht mitzumachen "damit wir uns mal ungestört hauen können" - sagt doch auch was aus oder?

wie gesagt von einer langbogenrotte zusammengeschossen zu werden kann sicher was und da freu ich mich über jeden pavesen/schildträger vor mir und leg mich auch gern mit den anderen 2/3 in meinem block nach dem ersten beschuß tot nieder :)
aber in den aktuellen österreichischen schlachtkonstellationen empfinde ich bogenschützen eher als antiklimax

ich denke aber fast das diese thema einer eigenen diskussion bedarf

92. Kommentar von TF_Eveline am 05.06.2008 um 14:30
Pfeile
... so sahen auf der ortenburg 2005 die Pfeile und ihre "Spitzen" aus.
http://www.be-stie.info/turbaferox/ortenburg2005/images/c17.jpg
... so sahen die Pfeile auf der Drau 2008 aus:
http://turbaferox.be-stie.info/drau08/Schlachten/07/index.htm

und auch die Kämpfer an sich waren bei weitem besser geschützt.

93. Kommentar von TF_Eveline am 05.06.2008 um 14:33
Drau und bogenschützen
bei der Drau haben sich die Bogenschützen zum Schluß sogar mit ihrer Minimalausrüstungen gegenübergestellt und sich spaßhalber abgeschoßen. hätten sie sicherlich nicht gemacht, wenn auch nur der hauch einer gefahr bestanden hätte.

im übrigen finde ich bogenschützen bei einer feldschlacht zum vergessen.
da rödelst dich 30 minuten lang an und dann kommt so ein würschtl dahergeflogen, daß du mit deinem Schaller eh nicht siehst und schon ist es vorbei.

wie es ein vorredner schon meinte: wenns mal einen g'scheiten Pfeilhagel zusammenbringen würden, dann fände ich es auch ok.

94. Kommentar von Widerling am 05.06.2008 um 14:39
Bogenschützen..
Meiner Meinung nach ist es schwierig, in historischen Schlachtdarstellungen den Faktor Bogenschützen (derzeit) halbwegs vernünftig darzustellen.
Ich beziehe mich hier auf Veranstaltungen mit klarem Zeitfenster und höher bewertetem Historischem Anspruch, nicht auf Mittelaltermarkttheater/Show.

Warum?

-Die Pfeile schauen einfach Schei*e aus und fliegen auch schei*e.
-Die Zahl der Bogenschützen und deren mitgebrachten Pfeile ist oft zu gering um von Bedeutung zu sein

Somit gehe ich mit dem_E ziemlich konform, daß es eine gewisse Mindestanzahl von Bogenschützen geben sollte - Stangenwaffenblock zu Zweit geht ja schließlich auch nicht - oder die Bogenschützen weggelassen werden und sich derweil anderweitig beschäftigen ohne das Geschehen zu stören (Scheibenschießen?)

Ich bin selbst Bogenschütze und finde, diese Waffengattung ist derzeit unterrepräsentiert - mich würden mehr gut ausgerüstete Bogenschützen sehr freuen. Was man da jedoch an Gewandung und Material oft so sieht... gut daß sie oft nur zu Dritt oder Viert wo auftauchen.

wenn ich oft die Bögen der vielen Vereine die diesen Sport im mittelalterlichen Dunstkreis betreiben sehe kommt mir regelmäßig das Grausen. Das hat mit Mittelalter nix zu tun und gehört in den Fantasybereich (oder den modernen Bogensportverein). Verbrennt die Reiterbögen aus Glasfaser - halt , besser, schmelzt sie ein! Fensterbögen dito.

Komisch eigentlich, daß sich der Florian, der sich noch über jeden Plastikbecher oder jedes Heurigenbankl mokiert dahingehend noch nicht geäußert hat....oder hat er und ich habs nicht mitgekriegt?

Aber das gehört hier wirklich nicht mehr her, sorry für das OT.

95. Kommentar von Doommaker am 05.06.2008 um 15:09
@Flo M.
Bitte eigenes Thema zum Bogenschießen auf Freischlachten.
Ich hoffe es wird dadurch nicht zu Forumsmäßig.
Vllt. ist es technisch möglich die bisherigen Einträge zu dem Thema auch rüberzuschieben.

Und mein Senf als (gerüsteter) Bogenschütze auf Grub:
1) Niemand hat euch gesagt, dass ihr stehenbleiben müsst wenn wir schießen?!? SSKM.

2) Klar wärs besser wenn wir mehr Schützen hätten, aber wie sollen wir die jemals zambekommen wenn sie ohnehin nicht mittun dürfen sollen?
Schließe mich in diesem Punkt dem Norbert an.

3) @Aussage "Pfeil durch Schaller nicht gesehen und aus ists": Keks?

96. Kommentar von Master Q am 05.06.2008 um 17:44
Tests, Pfeile, Wissen
Ich habe leider erst heute davon erfahren, aber ich stehe mit meinen Bögen und einigen anderen Gefährten nehme ich an, zur Verfügung um Test durchzuführen, oder Bei der Bogen-Regeln-Frage behilflich zu sein!
Wir haben im Irenental nahe Wien einen Sicheren Bogenschießplatz zum Testen! Noch spreche ich nur für mich, aber ich wäre Ruhiger wenn ich Reenactors sehe die eine "TÜV"-Plakete tragen, sprich ein sichtbarer Beweis, daß sich dieser an das Hier (hoffentlich) zustandekommende Regelwerk hält! Ich wäre einer der Ersten die sie als Bogenschütze gerne tragen würde!

97. Kommentar von der_E am 05.06.2008 um 17:44
ad SSKM
lieber doommaker - ich halte deinen kommentar nicht für sonderlich produktiv und ich vermute es liegt deinerseits ein mißverständnis vor

wenn auf grub ein stangenblock außerhalb der reichweite von 2 bogenschützen wartet die noch 3 pfeile haben hat das einen grund
es wäre ja taktisch unklug einfach so weiter ins schußfeld zu laufen

ich überquere ja eine straße auch nicht wenn autos fahren sondern warte bis sie es nicht mehr tun.

und wie gesast gegen 3 schützen die im wald snipern kann ich mit einem stangenblock nichts ausrichten - das mag denen vileicht ein triumphales gefühl vermitteln aber ich und die anderen gerüsteten können in ermangelung von bögen armbrüsten oder büchsen nichts dagegensetzen
ergo also nur warten bis dir die ammo ausgeht

als bitte spar dir die unterstellung wir wären selbst schuld wenn wir uns nicht wie die lemminge in deine 5 pfeile stürzen

und nochmals eine missinterpretation
NIEMAND verbietet hier bogenschützen etwas
es handelt sich um eine offene diskussion wie brauchbar und darstellungsadequat BS für eine feldschlacht sind.
Es wird ja wohl auch niemand mit dem bogenschießreenactment oder dem sport nur deswegen anfangen weil er/sie in eine feldschlacht will.
und des weiteren wenn er das nicht kann umdrehen und sagen ok wenn ich das nicht darf geh ich lieber radfahren

umgekehrt wird ein schuh draus
finde 200 gute BS hoffe das sich 30% für die darstellung eines historischen bogenschützen interessieren dann hast 60 BS in schönem outfit die dann sicher auf jeder schlacht willkommen sind

ich stelle mal eine ganz andere frage in den raum
(um wieder zum thema zu kommen)
sollte man bei feldschlachten fürs publikum den sieger vieleicht vorher schon festlegen und vieleicht einige ingame-szenarien vorher festlegen ?!

ad öffentliche schlacht
vileicht war z.b. ortenburg so sicher weil die win/loose frage gar nicht gegeben war und man ohne sein ego zu strapazieren verlieren oder gewinnen konnte

bzw die drau so sicher weil nur geladene befreundete gruppen am feld waren und nach JEDEM clash eine feedbackrunde mit den hauptmännern abgehalten wurde ob in dieser runde was falsch gelaufen ist oder sich jemand daneben benommen hat.
bei so einer zusammenkunft wurde der umgang mit den stangen spontan geändert weil eine gefahrensituation an all gemeldet werden konnte und jeder sein verhalten in der nächsten runde adaptieren konnte

also choreografierte feldschlachtszenarien mit festgelegtem ausgang fürs publikum?

98. Kommentar von Master Q am 06.06.2008 um 09:07
Bogenschütze
@ Wiederling:
Ich bin Bogenschütze bei Arduinnas Gefährten, und finde dieses Thema gehört genauso hierher.
Zu Schussfenster, Glasfaserbogen: Das ist auch zwecks SICHERHEIT!
Ich schiesse auch mit Kunststoffnocken, damit mir der geteilte Pfeil nicht um die Ohren fliegt! Ein Glasfaserbogen bricht nicht so leicht, ein Schussfenster lässt mich den Pfeil besser kontrollieren! Ich habe zwar noch nicht bei einer Schlacht mitgeschossen, aber ich bin der Meinung, daß man diesen Vopar übersehen kann, überhaupt als Zuschauer der weit genug Weg sein sollte, um das nicht zu erkennen!
Wen es interresiert, Arduinnas Gefährten trainieren jeden Freitag, wir sind gerne Bereit unser Wissen, Können und Training zu teilen!

99. Kommentar von Little John am 06.06.2008 um 17:15
Bogenschützen
Um auf die Frage von Florian Machl zu antworten, ob man darauf besteht bei Feldschlachten teilzunehmen: Ich persöhnlich schieße viel lieber auf Zielscheiben und 3D-Tiere. Da brauch ich nicht so viel Angst haben, daß ich jemanden unabsichtlich ernsthaft verletzen könnte. Und für Nahkampf bin ich sowieso zu feig.
Ich glaub auch nicht, daß es sonderlich spannend ist (für Nah- und Fernkämpfer), wenn nur ein paar Schützen ihre Stöckchen in die Schlacht werfen.

100. Kommentar von Widerling am 07.06.2008 um 10:25
@ Master Q
Hier scheiden sich die Geister.

- Wennst ohne Fenster nicht so gut kontrollieren kannst, wo du hinschiesst: Üben hilft! Das ist zwar vielleicht eine bewusst provokante Formulierung, sorry, wenn Sie als persönliche Beleidigung empfunden wird, jedoch ist genaues Schiessen für geübte Schützen auch ohne Schußfenster möglich.

- Plastiknocken aus Sicherheitsgründen sehe ich ein, wenn sie nicht quietschbunt sind.

- Daß Glasfaserbögen bruchsicherer sind ist meiner Meinung nach nichts als eine Ausrede um billiges Material rechtzufertigen. Der Glasfaserbelag auf modernen Holzbögen ist praktisch unsichtbar und macht diese ebenso bruchsicher, wenn denn Glasfaser überhaupt sein muß. Ein gut gemachter Holzbogen ist ausreichend bruchsicher, vor allem wenn er die nicht gerade gewaltige Zugkraft von 35 Pfund aufweist, welche die auf Schlachtveranstaltungen durchschnittlich übliche Maximalzugkraft ist.

101. Kommentar von grillybub am 07.06.2008 um 23:44
schlachtregeln teil 1 prolog
ch habe diesen Thread seit Anfang an mitverfolgt und möchte nun wieder auf das Wesentiche zurüskkommen mit Bezug auf den 2ten Post der Schlange von Norbert:

Dies sind meiner Meinung und Vorstellung zu der "Mindestausrüstzung und den Mindestzustand von Waffen und allem anderen"

Bitte keine Aufschreie von Frümis oder Homis bezüglich darstellerische Unmöglichkeit, darüber habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, meiner Meinung nach sind die Grundrisiken die Gleichen sprich: Treffer durch Waffen

Ich halte mich mal an Norberts Nummerierung

102. Kommentar von grillybub am 07.06.2008 um 23:44
teil 2
1) WAFFEN

- Benennen der erlaubten Waffen

Waffen, die durch den Träger kontrolliert werden können, und keine Risiken bergen: Schwerter, Äxte Streitkolben, Säbel und dgl Stangenwaffen wie Speere

meiner Meinung nach nicht zulässige Waffen: Waffen von denen bauartbedingt erhötes Risiko ausgeht weil sie aus mehrern beweglichen, und daher nur sehr schwer zu kontrollierenden Segmenten bestehen:
Streiflegen, Dreschflegel, Rückschlag durch die Kette nur schwer kontrollierbar, auch Streithämmer und Hellebarden erscheinen aufgrund der Bauart wenig geeignet

bitte die Liste um eure NO GOS erweitern

- Definition Waffenaforderung

abgerundete Spitzen

Schlagkannte gängiger Schaukampfstanard 2-3 mm breite abgerudete Schneide,
Bögen: Zugkraft im Bereich von maximal 20-30 Pfund
Pfeile: meiner Ansicht nach Larpstandard mit gängigem Sicherheitsstandard was Polsterung und Kopfgröße betrifft, ich empfehle die Version die ich schon ein paar mal angesprochen habe, aufgrund der guten Zusatzboni wie Produkthaftpflicht

- Definition der Abnützung

Scharten abgerundet, entgratet und frei von scharfen Kanten
Holzschäfte frei von offensichtlichen Rissen und splitterfrei

- Einteilung des Verantwortlichen zur Kontrolle

ja das ist schwer, vieleicht sollten wir einen Standard schaffen mit dem solche Leute als qualifiziert gelten können, wie der aussehen soll bitte um rege Vorschläge

- Einteilung von mindestens einem "Unparteiischen", der die Aufsicht beim Kampf führt gegen grobe Verstöße in die Schlacht eingreift und den Waffengang bei eventuellen Unfällen und dgl durch ein allgemein gültiges Signal abbrechen kann ( Pfeife, Hornsignal oder ähnliches)

103. Kommentar von grillybub am 07.06.2008 um 23:45
teil 3
2.) SCHUTZAUSRÜSTUNG, GEFORDERT

Nahkämpfer:

- Helmpflicht

- ausreichende Torsopanzerung entweder dargestellt durch die üblichen Rüstungen oder falls jemand aufgrund seiner Darstellung ohne offensichtliche Rüstung in eine Schlacht gehen will ausreichender Schutz, Torsopanzer der auch unter der Kleidung getragen werden kann, beispielsweise Kunststoffrüstung, Schienbeinschoner Gelenksschützer, Suspensorium unter der Kleidung fällt nicht auf und ist aus der Entfernung nicht erkennbar

- Gelenksschutz

- Genitalschutz

- Halsschutz

Fernkämpfer:

die Frage ist in wie weit die Fernkämpfer an Nahkämpfen teilnehmen, aber da würde ich zum Selbstschutz auf ähnliche schutzmaßnahmen zurückgreifen

Unterstützungspersonal:

siehe Fernkämpfer, bzw falls Unterstützungspersonal nur als Ersthelfer geplant sind, eventuell auch keine Rüstung sondern etwas Pavesenartiges zum Schutz vor Geschossen

Einteilung eines Verantwortlichen, der im Vorfeld überprüft, ob der Teilnehmer entsprechend der gemeinsam erarbeiteten Standards geschützt und ausgerüstet ist

104. Kommentar von grillybub am 07.06.2008 um 23:45
teil 4
3) VERBOTENE TECHNIKEN

- verbotene Kampftechniken

Stiche jeder Art "INFIGHT" sprich stoßen oder sonstige unbewaffnete Angriffe

Dirketschuss mit Bögen Armbrüsten und anderen Schusswaffen

bitte diesen Punkt um eure Tabus erweitern

- Trefferzonen: alle erhört verlezungegefärdeten Zonen: Kopf Hals Gelenke Genitalien

Einteilung Aufsichtsorgan

siehe Waffen

4) VERANTWORTLICHKEITEN UND ABLAUFORGANISATION

übernheme ich großteils als Zitat von Norbert(wenns ihn stört bitte sagen :)

Verantwortlichkeiten und Ablauforganisation (Beispiel Scharfschießen beim Heer)
- Benennen eines Leitenden und seines Verantwortungsbereiches (Ablauf)
- Benennen eines "Sicherheitsoffiziers" (Absperrungen, Abbruch)
- Mindestanforderung an Sanitätsmaterials
- Benennen eines "Ersthelfers" (Unterstützungspersonal)

beim Unterstützungspersonal würde ich soweit gehen, einen gut ausgestatteten Verbandskasten und Pavesen bzw. ähnliche Schutzgegenstände zur Verfügung zu stellen

zum Thema mindestanforderung Sanitätsmaterial: hauptsächlich Material zur Blutstillung bestehend aus Wundauflagen Dreieckstüchern und Verbänden

105. Kommentar von grillybub am 07.06.2008 um 23:45
teil 5 epilog
und zum Schluss: BITTE keine Aufschreie bezüglich des so überstrapazierten A-Wortes, es geht mir nicht darum, jemandem seine Gewandung, seine Ausrüstung in die jeder von uns viel Zeit, Herzblut, Geld und Leidenschaft gesteckt hat zu runieren, jeder von uns hat gern seinen Auftritt in der Gewandung, aber in Feldschlachen sollte meines Erachtens die Sicherheit an oberster Stelle stehen, die meisten von uns haben Familien einen Beruf und ein Leben ausserhalb der Szene, ja auch der Arnulf auch wenn er uns ein vorbild an Konsequenz sein sollte :). Auch dem leidenschaftlichstem Frümi-Darsteller kann es kaum ein Anliegen sein, sich selbst zu verletzten, und die Schutzausrüstung die man auch sehr gut unter Tuniken, Hosen oder Halstüchern verbergen kann, und die man nur zur eigentlichen Schlacht anlegt, wird hoffentlich keinem den Spaß vermiesen, ich kämpf zumindest nicht, um Schmerzen oder im schlimmsten Fall bleibende Schäden davonzutragen. Für alle die das anders sehen, kann man ja auch einen "Harte-Sau-Paß" einführen

So das wars, ich hoffe ich trete damit keinem auf die Füße, will niemandem verärgern und auch nicht streiten, und auch nicht die "Glaubensgrundsätze" mancher Leute mit Füßen treten ;)

lg und rege Diskussion
da Grillybub, seineszeichen Sicherheitsfanatiker und der der oft genug Leute verarzten muss die glauben ihnen passiert eh nix

106. Kommentar von Doommaker am 08.06.2008 um 11:04
Kein Aufschrei sondern ein neutrales Kommentar:
Ich find LARP Bommel und Direktbeschussverbot übertrieben
entweder oder
mit Blunts machts Sinn, aber die LARP Bommel sind so lächerlich, dass die direkt aus nächster nähe mit einem schwachen Bogen ungerüstet net weh tun.

@Rüstschutz:
Frümis/Homis brauchen i.d.R. keinen Eierschutz, da die Torsorüstung meistens ohnehin bis knapp über den Knien reicht.
Gelenksschutz ist eigentlich auch erst ab ca. 14. Jh. aufgetreten, da würd ich dem ganzen eine Empfehlungsstellung zukommen lassen in den Regeln (Also für moderne Schützer unter der Rüstung)
Halsschutz verhält sich ähnlich, ist natürlich aber etwas happiger.

@Stoßen etc.:
Schwertkampf ist ein Kontaktsport. Schwertstiche sind tabu, soweit schon klar, aber ich denke es würde viel Reiz verloren gehen wenn man auf den infight verzichten müsste. (natürlich mit Maß und Ziel!)

Aber da will ich mich auch nicht groß dazu äußern weil ich habs eher mit dem Bogen als mit dem Schwert.

ansonsten sind die meisten regeln bis auf das, dass sie überprüft werden eh "no na" Dinge, die eigentlich hätten selbstverständlich sein müssen.

107. Kommentar von Hoagie am 08.06.2008 um 15:20
Pfeile
@Doommaker: zu "Ich find LARP Bommel und Direktbeschussverbot übertrieben " : was mit Blunts und Direktbeschuss passieren kann, hat man ja nun gesehen

Suspensorium und Gelenkschoner: Wenn du dir dir deinen Platz in den Darwin Awards sichern möchtest kämpfst halt ohne... Ich denke nicht das jemand nachschauen wird.... ;)

und zu den Gelenkschonern: ich glaube hier sind "moderne" Gelenksschoner gemeint, die man unter der Kleidung tragen kann, nicht um historisch korrekte....

just my 2 cents....

108. Kommentar von Doommaker am 08.06.2008 um 16:21
ähm..
ja...
@pfeile: genau das hab ich geschrieben...?
@gelenkschoner: 1) wir diskutieren ja grad drüber, DASS es eben DOCH kontrolliert wird, und 2) genau das hab ich geschrieben...? Die Spämis haben ohnehin "a" Gelenksrüstzeug.
@suspensorium: da frümi/homi "a" rüstung sowieso den bereich deckt nicht nötig.

109. Kommentar von grillybub am 09.06.2008 um 00:01
@ doommaker
im prinzip hab ich das genauso gemeint sprich: ausreichender schutz soll/muss vorhanden sein, wenn deine rüstung bis zu den knien geht musst du natürlich keinen erierbecher einsetzten genauso wenn jemand die gelenke durch a-rüstungen bzw teile geschützt hat, ich rede nicht von spämis die unter den vollen arm und beinschienen und tonnenrock noch morderne gelenksschützer und eierbecher tragen, es ist grundsätzlich eh ein entweder oder gemeint, hätt ich besser ausformulieren sollen, stimmt, aber beim hals ist es meines erachtens unumgänglich sich zu schützen,..... man kann ja eventuellen modernen schutz mit halstuch usw tarnen

klar mir larp-bommel wie du sie so liebevoll nennst könnte man direktschießen, geb ich dir im regelfall recht aber was ist mit den ausnahmen, die es nicht schaffen ausreichend sichere pfeile zu verwenden, soll auch auf larps situationen mit pfeilen die in schilden stecken gegeben haben

zum thema nahkampf, ich bin auch der meinung, dass es ein kontaktsport ist, was ich meine ist die in plattenhandschuhe gekleidete faust die in richtung meiner nase geht, tritte usw, und das maß und ziel liegt in vielen situationen doch sehr im auge des betrachters

und das vieles von dem "na no na net dinge" sind hätte ich mir auch gedacht, wie wir aber gesehen haben entspricht das nicht der realität.......

wie gesagt ich glaube wir haben angefangen zu diskutieren um einen gemeinsamen standard zu schaffen, um uns nicht vor den vernünftigen leuten, für die das alles logisch ist zu schützen, sondern um den leuten die es nicht wissen einen leitfaden und einen rahmen in dem sie agieren können zu geben, und uns vor den leuten zu "schützen" die komplett ohne logisches denken aufs schlachtfeld gehen,

es sollte eine zusammenfassung mit einfluß meiner persönlichen meinung sein

lg grilly

ps: alkohol und drogen hab ich nicht reingeschrieben sollte aber in einen leitfaden bzw ein regelwerk natürlich rein

110. Kommentar von Norbert am 09.06.2008 um 09:50
@Hoagie + @Doom
Hallo Leuts

Ich möchte nocheinmal betonen, dass es nicht die Blunts oder der Direktbeschuss waren, und auch nicht die mangelhafte Ausrüstung der "Ziele", die zu dem schweren Unfall geführt haben, sondern der unverantwortlich starke Bogen.

Und genau da muß man ansetzen: Definition der Bogenstärke, Kontrolle und Konsequenzen bei nicht genügen.... denn sonst passiert immer wieder was, trotz besserer Pfeile, ballistischem Schuss und besserer Ausrüstung.
Mit zu starkem Bogen verletzt Du Dein Gegenüber auch mit einem Larp-Bommel, trotz Schutzausrüstung....und man darf sich nicht darauf verlassen, dass der Pfeil immer genau die "Rüstung" oder den Schild trifft oder dass niemals jemand mal ausnahmsweise direkt schießt.....und dann stell Dir vor, irgendein UFO von Zuschauer rennt in den Schuss.......

Die Bogenschützen MÜSSEN sich einen geeigneten Zweitbogen zulegen, daran führt kein Weg vorbei. Es hat keinen Sinn, potentielle "Opfer" schützen zu wollen, etwa durch Schutzausrüstung, Trefferzoneneinschränkung oder Schussweise, solange noch ein potentieller "Verursacher" mit einem "Killerbogen" unterwegs ist.

111. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 09.06.2008 um 10:07
Bogenstärke
In diesem Zusammenhang war der Bogenschütze auf Mining recht interessant (an diesem Wochenende). Dort fand auch eine Art "Burgerstürmung" statt. Es war zwar nur ein Bogenschütze "tätig", dieser verschoss mit einem Bogen mit lächerlicher Zugkraft Bommelpfeile, die wohl eine Maximalreichweite von 5 m hatten. Nachteil für den Beobachter war, dass die Getroffenen nicht wirklich tot umfallen wollten, aber die ganze Veranstaltung hatte keinen "verbohrten Ehrgeiz" im Sinne von "unbedingt gewinnen müssen". Fürs Publikum hats schön gekracht und geklirrt - und das ist bei einer Publikumsveranstaltung auch gut so.

Ein echtes Linientraining oder eine ernster gemeinte Schlachtsimulation kann meines Erachtens auch rein szeneintern unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Wenn man es unbedingt präsentieren will, kann man es ja auch filmen lassen.

112. Kommentar von Doommaker am 09.06.2008 um 10:42
"killerbogen"
1) hat niemand was gegenteiliges behauptet (maximalstärke hat ja grilly auch reingeschrieben) und
2) bitte lass solche ausdrücke, man hat ja gesehen was die medien mit dem wort "killerspiel" angestellt haben...

113. Kommentar von grillybub am 09.06.2008 um 12:27
hi leutz
freut mich euch auch diese woche zu diesem thema zu lesen,

es stimmt schon das der so viel diskutierte Unfall nicht umbedingt ursächlich auf mangelnde Schutzausrüstung zurückgeführt werden muss

aber mal ganz ehrlich müssen wir mit der Diskussion zur Schutzausrüstung warten, bis das nächste mal etwas passiert, und jemand aufgrund mangelnder Schutzausrüstung mit gebrochenen Gräten und zertrümmerten Gelenken im Krankenhaus liegt?

Ich beschreib jetzt mal the worst chase: Ich (oder jeder andere von euch trifft mit einem Anfänger nennen wir ihn mal Willi (Willi ist keine reale Person, sondern einfach nur ein Platzhalter für Grilly, Maxi Peppi usw und hat keine real existierende Person zum Vorbild, sollte sich jemand angesprochen fühlen) Ich oder jeder andere von euch führt einen Schlag aus, Willi versucht ihn mit dem Schwert zu parrieren, (Willi ist blutiger Anfänger und stellt sich etwas ungeschickt an) Ich oder ihr erwischt Willi aus versehen, denn wir wollen ihm ja nichts schlechtes, genau am Ellenbogen: und dann gibt es 2 Möglichkeiten: Willi liegt mit möglicherweise mit böse zertrümmerten Ellenbogen im Gras, und du oder ich machen uns ewig Vorwürfe, die Schilderung des möglichen rechtlichen Aspekts dieses Unfalls überlasse ich Oli ODER: Willi hat unsere gemeinsam in Teamwork ausgearbeiteten Richtlinien vorher gelesen, ist an den Gelenken geschützt und der Schlag bleibt hoffentlich nur schmerzhaft und es gibt keine weiteren Konsequenzen?

JA das Beispiel ist sehr aus der Luft gegriffen, oder doch nicht?

Wenn wir uns schon um die Normen für Bögen Gedanken machen ist es denke ich kein großer Mehraufwand uns auch gleich den Rest vorzunehmen, und zum Fremd oder Selbstschutz gängige Richtlinien aufzustellen, an die wir uns dann auch halten

lg grilly

114. Kommentar von Master Q am 09.06.2008 um 12:31
Bogenschützen und Regelwerk
@Grillybub und Norbert
Ich finde diese Ansätze recht gut und finde, man sollte dieses Regelwerk, Sceneintern auch unter einem Bestimmten Namen führen und den einzelnen Vereinen oder Einzelpersonen die Möglichkeit geben sich dazu zu bekennen.
Sprich, wenn ich zu einer Schlacht komme, sehe ich anhand einer "Tüv"-Plakette, wer sich alle mit diesem Regelwerk bekennt und einhält! Oder schon auf der Webseite! So haben auch Veranstallter die Möglichkeit zu schreiben, daß nur Gruppen und Schaukämpfer Teilnehmen dürfen, Die sich an dieses Regelwerk halten!
So lernen dann auch die nicht so Sicherheitsversierten recht schnell was läuft!

Zu Bogenschützen:

Eine Maximalkraft sollte Unabdingbar sein!
Bommel oder LARP ebenfalls.
Kein Direcktschuss (vielleicht Gruppenintern nach viel Training oder so, dann aber auch so Tituliert)
Sicherheitsbereiche für Zuschauer sollten Heeresscharfschieß-Charackter haben!
Bei Vorführungen einer Schlacht unbedingte, genaue Absprache und vielleicht einem Trainingsdurchgang in "Zeitlupe"
Stoppwort-Ruf für Alle Beteiligten Vorher Eindeutig klären! (Darf und Soll jeder im Notfall Schreien dürfen)
Aber auch ohne Kampf, wie bei uns (Arduinnas Gefährten) z.B. Bei Scharfschussvorführungen, Sicherheitsbereiche, Pfeilfangnetz,und Sicherheitsvortrag für die Zuschauer!

Ich stehe Euch gerne weiterhin für Fragen, Tests oder Ähnlichem zu verfügung, und hoffe wir alle kommen baldigst auf ein richtig gutes Regelwerk an das sich dann auch alle halten können!

115. Kommentar von Norbert am 09.06.2008 um 12:35
@Grilly
hast recht...

116. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 09.06.2008 um 12:40
Absperrungen, Absperrungswachen
Ein Thema, das hier noch nicht sehr intensiv diskutiert wurde, meiner Meinung nach aber nicht nur bei Schlachten sondern auch bei Schaukämpfen wichtig ist. Am Wochenende ist mir z.B. in Mining wieder einmal extrem negativ aufgefallen, dass es gar keine Absperrung gab. Die Kämpfer waren zum Glück keine Psychos mit Ehrgeiz sondern ganz normale, angenehme Menschen - darum ist auch nichts passiert. Dennoch - ein Kind kann immer mal reinlaufen und wer ist dann schuld? Wenn es gar keine Absperrung gab? Nur die Eltern?

Vorschlag zu ABSPERRUNGEN:

Doppelte Absperrung wie in Kaprun. Dort aus Holz gesehen, aber durchaus auch mit Schnüren zu realisieren. Die innere Absperrung gilt als Kampfbereich. Dazwischen ca. ein Meter Luft, wenn räumlich möglich auch mehr. Dann eine äußere Absperrung die vom Publikum nicht zu überschreiten ist. Innerhalb der Absperrung haben sich mindestens zwei Wachen (je nach Größe) aufzuhalten, die mit großer Bestimmtheit alle Menschen (bis auf irre Fotografen(?)) aus diesem Bereich entfernen. Wachen die sich nichts zu sagen trauen, haben dort nichts zu suchen. Merke: Eltern erfüllen ihre Aufsichtspflicht auf Märkten selten bis nie. Wenn ich keine verletzten Kinder haben will, muss ich sie selbst zur Ordnung rufen. Im Zweifelsfall laut schreien: wem gehört dieses Kind? Für die Eltern ist das in der Regel dann enorm peinlich, wenn sie mit einem Fehlverhalten an die Öffentlichkeit gebracht werden - es geht aber oft nicht anders.

117. Kommentar von grillybub am 09.06.2008 um 12:46
Absperrung
100 Punkte für Flo

Absperrung hab ich vergessen ist aber sicher unvertichtbar

@ Master Q

jup ich gebe dir 100%ig recht, wir sollten EIN GEMEINSAM ausgearbeitetes Regelwerk zum Standard für die Österreichische Szene schreiben, ausarbeiten wie auch immer, das als Grundgerüst und Leitfaden für Veranstalter und vorallem uns gilt

Das schönste Ziel wäre es wenn wir wirklich zum Standard werden würden, weil es beweisen würede, dass wir gute arbeit geleistet haben,

lg grilly der wieder optimister einer guten lösung entgegen sieht

Danke für das Lob, Balsam auf meine Seele *G*

118. Kommentar von Rene am 09.06.2008 um 16:29
Kontrolle von Pfeilen bei Feldschlachten
Noch mal zu den Pfeilen und deren Kontrolle:
Ich kenne dazu die Regel, dass auf jedem Pfeil, der in einer freien Feldschlacht verwendet wird, der Name des Besitzers stehen muss. Wenn der Pfeil nicht in Ordnung war, findet man so schnell den verantwortlichen.
Außerdem kenne ich Veranstaltungen (auf denen Pompf-Pfeile verwendet werden), bei denen aus jeder Serie baugleicher Pfeile einer als Stichprobe ausgewählt und zur Kontrolle der Bauweise aufgeschnitten wird. Auf diese Weise lassen sich Baufehler sofort erkennen und die entsprechenden Pfeile aussortieren.

René

119. Kommentar von grillybub am 09.06.2008 um 19:05
die sache mit dem aufscheiden
ich sag mal so sollten sich die von mir vorgeschlagenen Pompfpfeile durchsetzten, könnte man auf das zerstören der pfeile verzichten, die haben ein Zertifikat vom Hersteller und eine Produkthaftpflichtversicherung im 7 stelligen Betrag glaub ich für Sach- und Personenschäden, was die Dinger meiner Meinung nach sehr interessant macht. Nebenbei weiß ich aus eigener erfahrung, dass die Pfeile trotz Bommels sehr gute Flugeigenschaften haben

Hier der Entwickler link

http://www.idv-engineering.de/html/larp.html

ist auch eine schöne Rubrik mit Selbstbaupfeilen, und deren Baufehler dabei ;-)

ich kenne die Pfeile von beiden Seiten, vor und hinter dem Bogen, (Bogen 28 lb "Reiterbogen" kürzeste Entfernung bei vollem Auszug ca 12 m anschließende Verletzungen : NULL einen Test mit 50 lbs oder stärker mache ich für meinen Teil nur, wenn ich hinter einer 150 jährigen Eiche stehe *G*) und die sind die ersten bei denen ich bei einem Gesichttreffer keine Panik bekommen habe. ok ja sie sind sicher alles andere als a, aber dafür bis jetzt die sicherste Alternative ausser Bogenschützen zu verbannen.

lg Grilly

120. Kommentar von Master Q am 10.06.2008 um 16:37
Aufschneiden
Pfeile zu Überprüfen ist sicher nicht schlecht, aber ich weiß nicht ob ich jedes mal einen 5 €-Pfeil zerschneiden lassen möchte!
Pfeilbeschriftung ist auch auf Turnieren pflicht, also ein guter Punkt fürs Regelwerk.

@florian
Wie wärs, einmal eine vorläufige Zusammenfasung oder Vorschlag für das Regelwerk.
Dann kann man noch immer erläutern was geändert werden sollte, oder was wie drinstehen sollte?

Im CB steht, Bögen bis 50 lbs, meinermeinung nach viel zu stark!
Unsere Tests zeigen, das 25lbs, max 30lbs die Obergrenze sein sollte.
Bei meinen 60 lbs ist es auf 15 Meter schon egal was für eine Spitze drauf ist. Der Holzschaft durchschlägt auch ohne Metallspitze die Gummibommel und danach 10mm Holz!

121. Kommentar von Thurid am 10.06.2008 um 20:58
Zusammenfassung?
Bis jetzt ist sehr viel über Bögen, Pfeile und -Schützen geschrieben worden. Leicht verständlich, nach Clam. Aber es wäre wirklich an der Zeit, eine Zusammenfassung zu machen. Und dann kann man noch im Diskurs daran rumfeilen.

Oder wir schenken uns das Ganze und nehmen den CB als Grundregelwerk, an dem man rumfeilt? Wer hier hat schon nach dem CB gekämpft oder Freikampf nach anderen Regelwerken trainiert ??

lg Thurid

PS: Bevor jemand fragt: Ich schon, auch mit Minderjährigen und auch mit Bogenschützen. Im alten CB war die Grenze 40 lbs.

122. Kommentar von Slintesgeu am 11.06.2008 um 09:53
@thurid
lass den CB weg, da reagieren Ho/Spä Mis einfach alergisch drauf, cih glaub die FrühMi scene bleibt beim CB und die anderen machen was sie wollen...

123. Kommentar von Florian Seidl am 11.06.2008 um 10:55
Allergische Reaktionen
Kann ich nur bestätigen, Sling. Ich habe schon Herzrasen, Atemnot eitrige Krätze bei dem bloßen Gedanken an den CB. Ich würde den Kreis der Allergiegefährdeten sogar ausdehen auf alle Veranstalter und Teilnehmer, denen an Sicherheit und ansatzweise realistischem Mittelalterkampfsport gelegen ist.

124. Kommentar von grillybub am 11.06.2008 um 10:59
mach ma doch einfach dort weiter mit unseren kreuzzügen?
http://www.huscarl.at/forum/viewtopic.php?f=6&t=17

lg grilly

125. Kommentar von Kurik am 11.06.2008 um 16:25
Exekution und Überprüfung der Regeln
Hallo,

Regeln und Richtlinien zu erarbeiten ist wichtig und gut.

ABER WER TRÄGT dafür Sorge das diese eingehalten werden.
Denn anscheinend sind manche Veranstalter dazu nicht in der Lage
bzw. fühlen sich auch nicht zuständig.

In jedem "Sport" gibt es einen Schiedsrichter, nur anscheinend
in Österreich gibt es keine "Offiziellen" die dann auch dafür
Sorge tragen das auch alles mit "rechten" Dingen zugeht.

Die Verletzten in diversen "Freikampf" Turnieren oder
auch den "Sogenannten Feldschlachten" spechen ja hier eine
eigene Sprache :(.

Also ich denke wir schon über Reglen diskutieren wollen sollten
wir auch über deren Überwachung und Umsetzung diskutieren.

Wobei bei Überwachung und Umsetzung meine ich so etwas wie
einen "überregionalen Schiedsrichter" der von Fall zu Fall immer
gleich entscheidet. (Im Sinne der Sicherheit, nicht der Veranstalter).

Wobei es bei Regelverstössen auch jemanden geben muss der diese
andet, bzw. bei Freikämpfen Leute rausnimmt oder dann auch dementsprechend rügt oder bestraft.

Ohne Execution oder Überprüfung hab ich bestenfalls eine Richtline
die man befolgen kann aber nicht muss, und keine Regeln.

International wird es vorgelebt mit Schiedsrichter und ähnlichen warum
gibt es das bei uns noch nicht ????

Kurik

126. Kommentar von Master Q am 12.06.2008 um 09:22
Schiedsrichter
@Kurik
Ich glaube wir wollen diese Regeln erstellen, um genau das; einen Offiziellen, zu verhindern.
Gibt es einen Offizielen, dann muß es auch Gesetze geben, an die er sich halten muss! Dann muss es einen Dachverband geben, der die Offiziellen schult, bezahlt, und kontrolliert, was heißt, wir dürfen zahlen für den Dachverband!
Ich glaube nicht das wir es so weit kommen lassen wollen, oder?
Es kann sein, daß ich da was verpennt habe, aber Ich würde nicht gegen jemanden kämpfen der sich nicht an dieses Kommende Regelwerk hält! So einfach ist das dann! Und da steht ja dann drinnen, Es muss einen Schietsrichter geben, und wer die Verantwortung übernimmt!
Oder hab ich da was Falsch verstanden?

127. Kommentar von abundantes am 12.06.2008 um 11:23
schiedsrichter
ganz einfach:
die minimalrichtlinien müssen in den verträgen stehen, mit einer wir-kämpfen-nicht-bei-nichteinhaltungsklausel
schiedsrichter (SiO, ...) werden gemeinsam vor der schlacht bestimmt (was ebenfalls in den richtlinien drinnensteht)

wichtig is dass sich alle auf 1 version einigen und die dann wirklich in die verträge reinkommt.
bzw. dass verträge wo das nicht drinnensteht halt nicht unterschrieben werden.

128. Kommentar von Master Q am 16.06.2008 um 11:41
Pferde?
...Haben wir glaub ich auch etwas vernachlässigt, wie man sieht!
Sollten glaub ich auch noch einen wichtigen Punkt darstellen!

@Florian Machl
Bei der Geschwindigkeit sich jetzt die Unfälle häufen, sollten wir uns glaub ich mit dem Regelwerk beeilen( Soll keine Hetze gegen dich sein! ).
Aber ich bin der Ansicht, jedes Fest früher ist ein Sichereres, bei dem dies Regelwerk eingehalten werden kann! Bin gern bereit weiterhin mitzuhelfen!

129. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 16.06.2008 um 11:52
Zusammenfassungsversuch im Forum
Grilly versucht gerade im Forum, die bisherigen Erkenntnisse zusammenzufassen. Eine weitere Diskussion gibts für die Absperrungsregeln - an sich sollte man meiner Meinung nach die allgemeinen Regeln von den Kampfregeln trennen.
Bitte unterstützt uns, bzw Grilly dort bei den Bemühungen um Zusammenfassung.

130. Kommentar von Roderich am 17.06.2008 um 20:11
Es wird keine seligmachende Lösung geben
Hallo Leute,
als Teilnehmer von der bayerischen Seite in Mining möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Leider habe ich gerade in Deutschland erlebt dass der Versuch eine allgemeinverbindliche Schlachtregelung aufzustellen und das über einen Schein zu Zertifiziern das meiste kaputtgemacht hat!!

Es sollte genug sein eine Empfehlung zu geben. Nach diesen Empfehlungen richten sich vernünftige Leute ganz instinktiv.
Z. B. keine Scharten in den Waffen, ausreichender Körperschutz, keine Dreschflegel, Morgensterne, Rabenschnäbel.

Wie wir vom Administrator bescheinigt bekommen haben in einem der oberen Kommentare "dass in Mining keine Psychos sondern ganz normale Menschen waren", da kann man mal sogar ohne Absperrung kämpfen.
Da sind wir gleich bei einem in meinen Augen extrem wichtigen Punkt: "Hört auf mit dem gewinnen wollen". Auf einem Markt wird Show fürs Publikum gemacht. Da ist es egal wer gewinnt. Gewonnen habe ich wenn ich gesund wieder Heimfahre!!!
Lasst die Schlacht laufen ohne Trefferpunkte und Zonen, aber mit vernünftiger Rüstung!!
Die werden schon alle müde und legen sich dann freiwillig hin, wer schon mal eine halbe Stunde ohne Pause gekämpft hat weiß wie schön Showsterben ist, weil man dann eh nicht mehr kann.

Wie oben schon erwähnt, wer würde denn schon Schiedsrichter machen?
Doch nur Leute die selber nicht kämpfen, und was Authorisiert diesen Schiedsrichter?
Ich habe Hessischen Herzberg 2004 und 2005 erlebt wie diese A-Karte, die Trefferpunkt und Zonen und die Schiedsrichterei eine Schlacht kaputtgemacht haben, denn was ist lächerlicher für die Zuschauer wenn sich ca 120 Leute gegenüberstehen und das ganze ist in 2 Min vorbei.

Zu diesem Unfall mit dem Pfeil kann ich nur sagen, ich wäre niemals reingegangen wenn jemand mit Blunts schießt.
Mögen Pompfen und Tennisbälle nicht so elegant aussehen, Aber größer wie die Augenhöhle sollen die Geschoße sein, und das sind über 50mm.
Wehret den Anfängen, Sicherheit kann man nicht standartisieren sondern muß von jedem selbst kommen.
So noch ein wichtiger Punkt "wer mitkämpft muß einer Gruppe angeschlossen sein".
Habe das auch in Herzberg erlebt wie einer wild mit zwei Schwertern rumgefuchtelt hat, dann plötzlich verschwunden war und "keiner" hat den gekannt.

Es wäre noch vieles zu Schreiben, Aber wir kämpfen mit Freunden und Partnern, und nicht mit Gegnern!!!
Deus lo volt!
Roderich

131. Kommentar von Aibon am 17.06.2008 um 22:23
Da het er recht ...
@Roderich ... gut gesprochen.

Es gibt sogar von den Profil LARPern Workshopse - wo man "schön sterben" lernen kann.
Glaubt mir - wenn du schön stirbst bist du ein größerer Held als wenn du gewinnst.
Das Publikum dankt es dir ... - du bekommst sozusagen (wie bei 7.Sea) die beste "Screentime" ...

132. Kommentar von Roderich am 19.06.2008 um 07:37
Typisch Deutsch
Gott zum Gruße,
zum Sicherheitsthema muß ich mich nochmal äußern.
Habe mit großem Interesse den Artikel und die Diskussion zu Neustadt-Glewe gelesen.
Hab das auch schon alles mitgemacht mit vorkämpfen usw. Das bringt Sicherheitstechnisch in meinen Augen nichts!!
Die Leute kämpfen gedämpft vor und gehen dann total irr in die Schlacht, "denn wir können es ja und das noch mit Bestätigung".
Diese nördlich der Mainlinie angesiedelten haben mir die Lust genommen dort zu kämpfen.
Vorkämpfen, und dann Leute ohne Helm und Rüstung in der Schlacht dulden!!
Was soll das wert sein?
Gut finde ich dass mal über Schilde geschrieben wurde, keine Scharten, keine Eisenränder, und was selbstverständlich sein sollte, nichts Spitzes vorstehend.
Ein Sicherheitsstandart fängt mit der Rüstung an!!!
Orginalzitat das ich mal von einem mit A-Schein gehört habe, "nach codex Belli kann ich ohne Helm kämpfen weil Schläge auf den Kopf sind nicht erlaubt".
Das beweist nur wenn ich ein Trefferregelwerk festlegen will das Regelwerk wieder Auslegungssache ist.
Vernunft und Respekt kann nicht bescheinigt werden.
In hoc signo vinces
Roderich

133. Kommentar von Norbert am 19.06.2008 um 11:07
Danke Roderich
Ich danke Dir. Es tut gut, mal eine konkrete Erfahrung dazu zu hören. Lernen wir daraus und machen wir es besser!

134. Kommentar von Kurik am 30.06.2008 um 11:43
Thema Schiedsrichter oder nicht
Hallo,

irgendwie verstehe ich diese Diskussion nicht ganz viele hier sagen
Regelwerk "JA" aber Anwendung und Druchsetztung "NEIN".

Wozu dann überhaupt ein Regelwerk, wenn ich mich eigenlich nur
auf das "WORT" und die "Mündigkeit" meines Gegenübers verlassen
kann.

Die Gewissheit ob er sich an das Regelwerk gehalten hat haber ich
erst in der Schlacht selber wenn man sich dann "gegenübersteht"
und mit dem Waffe aufeinander einschlägt ...... ich denke das mir alle
zustimmen wenn ich das als "VIEL" zu spät erachte.

Feldschlaten die eine "WISCHI" "WASCHI" Empfehlung vom
Veranstalter enthalten oder wo ich mich auf die "Mündigkeit" meines
gegenübers verlassen muss werde ich nicht mehr besuchen.

Denn "mündige" Menschen sind oft sehr rar geseht :( wenn
einmal der "Blutrausch" und die "Ruhmessucht" der Schlacht
einsetzt.

Oft passiert es, das man sich dann in diesen sogeanannten
Feldschlachten "barfüssigen" Kelten(Rittern) gegenübersieht oder
das einen eine Horde "T-Shirt"(T-Schrit unter dem Kettenhemd)
Ritter angreift.

Auch die Waffen werden meist nur für besseren Metallprügel
gehalten und nicht für "eventuell tötliche" Werkzeuge, sofern sie
überhaupt Schaukampftauglichkeit aufweisen.

Alles dies führt mich eigenlich zu dem Schluss das eine "übergeordnete Exekutive" notwendig ist, oder wir alle "mündiger" werden.

@Master Q
ich kann deine Argumentation das ein Regelwerk nur mit einem Dachverband exekutierbar ist nicht ganz nachvollziehen, selbst
wenn dem so ist würde ich es im Sinne der Betroffenen für gut
befinden.

Auch eine "Bezahlung" kann ich nicht nachvollziehen, auch denke

Diese Instanzen können meineserachtens "Menschen" sein die
in der Szene respektiert und geachtet werden und sich auch als
fachlich qualifiziert erwiesen haben.

Sie sind für mich keine Spasverderber sondern Regelvollstrecker
welche das Risiko für mich minimieren sollen.

Ich glaube auch das sich viele der Schlachttteilnehmer garnicht bewusst
sind welche eventuelle rechtliche Folgen eine Verletzung eines Dritten
für sie haben kann (Körperverletzungsklage, Strafrecht usw...... ).

Jeder "veranwortliche Schaukampfverein" sollte das wissen und
dieses Wissen an seine Mitglieder weitergeben.

Aber auch hier denke ich herrscht noch ein "riesiger" Nachholbedarf.

135. Kommentar von Roderich am 02.07.2008 um 18:41
wer möchte schon Schiedsrichter sein
Hallo Kurik,
hast du dir schon mal überlegt wer Schiedsrichter wäre?
Was heist hier Anerkannt? wer würde den anerkennen?
Hast du schon mal das Kasperltheater erlebt wenn ein Schiri ausgesucht wird?
Ich würde niemals Schiri machen!!

Stell dir vor du bist Schiri und einer wird durch einen Gegner verletzt, der Klagt, und du kannst dich vor einem Richter verantworten warum du den nicht Rausgenommen hast.

Würdest du Schiri machen?

Der Administrator wird mich verfluchen, aber schaut euch im Tempus vivit die Veranstaltungskritiken zu Herzberg 2004 und 2005 an.
Und wenn du das gelesen hast verstehst du was ich meine!!
Es funktioniert am besten wenn man Vereine einlädt die man kennt, die bringen wieder andere Vereine mit usw. Dann sind diese ganzen wilden Rumfuchtler und Zuschläger einigermaßen gebannt.

Denn: ein vernünftiger Verein wird solche Leute nicht bei sich dulden!

Ein Schema was gut und schlecht ist wird es nicht geben. Alle Versuche in diese Richtung sind bis jetzt gescheitert.

Deus lo volt
Roderich


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