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(C) PurPur

PurPur - Gabria & Leonora
Ein betörendes Erstlingswerk
20. 7. 2010 - 17:00
Arnulf Zeilner


Puristisch – das beschreibt diese CD wohl in aller Kürze. Zwei Stimmen, eine Gitarre und sonst nichts.

Sonst nichts? Die Stimmen der Zwillinge Christine und Judith Rauscher sind gefällig und die zweistimmigen Sätze klingen nie langweilig. Natürlich leben die Stücke auch durch die Texte. Hört man diese nur nebenher, so entsteht der Eindruck romantischer Lieder, beachtet man die Inhalte genauer, so handelt es sich meist um Lieder von Tod und Verzweiflung.

Purpuristisch

Es meinte einmal jemand, in keltischen Liedern sterben häufig die handelnden Personen, in bretonischen auch deren Verwandte und alle, die sie gekannt haben. In diese Richtung könnte diese CD zu gehen, die einfach und schlicht aufgemacht ist, jedoch über 50 Minuten Spielzeit hat. Ein vierseitiges Booklet bietet zu allen 11 Titeln die nötige Hintergrundinformation. Auch hier gilt wohl der Ansatz: Puristisch!

Abgrenzung zu Live Auftritten

Das Duo bietet bei Live-Auftritten dem Publikum zwar auch Amüsantes, dies fehlt hier jedoch zur Gänze. Dafür finden sich einige deutsche Nummern bunt gemischt mit anderen aus dem Bereich Folk, die aber thematisch zueinander passen. Dabei schreiben die beiden jungen Damen die Melodien und auch einige der Texte selbst. Ansonsten bedienen sie sich beispielsweise der Texte von Sir Walter Scott, für den sie eine Vorliebe zu haben scheinen, oder von Hermann Löns, dem berühmten Heide-Dichter. Einzig bei "The Wish" von Britta van den Boom ist "nur" die zweite Stimme von PurPur.

Rezensentenempfehlung

Im Hintergrund kann diese CD immer laufen oder man spielt sie, um sich berieseln zu lassen. In beiden Fällen ist es ein schönes, sogar romantisches Erlebnis. Konzentriert man sich allerdings auf die Texte, dann wechseln die Gefühle zwischen traurig/depressiv, sehnsüchtig und "Gänsehaut-Feeling".

Für all diejenigen, die diese Art von Musik lieben: Prädikat kaufenswert!

Die Musikerinnen

Gabria und Leonora kommen aus der LARP-Szene und haben daher auch einige Stücke mit Fantasy-Hintergrund. Dies kommt beim Publikum sehr gut an und die Ereignisse scheinen sich bei dem Duo zu überschlagen. PurPur war Sieger des Bardenwettbewerbs des Conquest of Mythodea 2009. Als Gewinner des "Goldenen Zwergs Spielleute 2009" beim Festival Medieval gehören sie 2010 zu den Fixstartern bei diesem Fest. Gerade wurde Ihre zweite CD "ZwieGesang" veröffentlich und auf Radio AENA vorgestellt. Wir hoffen dies auch alsbald hier auf Huscarl tun zu dürfen. Zudem gibt es Bemühungen, PurPur 2011 nach Österreich zu holen, nämlich nach Langenzersdorf.

Inhalt
1. Blut um Blut 04:16
2. Coronach 03:33
3. Mother and Daughter 04:56
4. Wolfskind 06:17
5. Lullaby of an Infant Chief 02:43
6. Die Schlacht ist geschlagen 03:58
7. Rest 02:55
8. Verräterisches Herz 05:58
9. Mondschein 04:09
10. The Wish 06:27
11. Down in the Mine 05:20
50:32


Weiterführende Links:




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