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(C) Satara

(C) Jochen Voderberg

11. Dezember: Medieval Night in St. Pölten
Rhiannon, Wûtas, Satara
10. 12. 2009 - 14:30
Ivan Ertlov


Freiraum – die unkonventionelle Veranstaltungsplattform samt gleichnamiger Location hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch jenen Subkulturen ein Podium zu bieten, die ansonsten im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt St. Pölten eindeutig zu kurz kommen. Um diesem ehrenwerten Auftrag gerecht zu werden, steht nun auch erstmalig eine Nacht der mittelalterlichen Klänge auf dem Programm, für das man eine interessante Mischung verschiedener Interpreten des Genres gewinnen konnte.

Wûtas (gesprochen: Wuotas) ist ein alemannisches Wort und steht für "die wilde Jagd". So klingt es dann auch, wenn die Formation, bestehend aus Clothar, Fenk, Tonika, harald und Leanda den Instrumenten und der Kehle eine faszinierende, abwechslungsreiche Klangwelt entlocken. Die "altbekannten" Instrumente wie Sackpfeifen, Schalmeien, Drehleier werden dabei vom Cello abgerundet – was sich als ausgesprochen harmonische Zugabe entpuppt. Von folkish-verträumt bis brachial-treibend, deutsch und englisch, mal schnell und mal langsam rast die Wilde Jagd dahin und lässt für Freunde anspruchsvoller, variantenreicher Mittelaltermusik (fast) keine Wünsche offen.

Rhiannon sind ja nun wahrlich keine Unbekannten der Szene mehr. Vor allem hierzulande auch durch unermüdliche Auftritte bei Mittelaltermärkten landauf, landab bekannt, verfügen sie über ein breites Spektrum an bekannten und weniger bekannten Liedern aus mehreren Jahrhunderten und aller Herren Länder. Vom sanften Minnegesang über begleitende Tavernenmusik bis hin zu treibenden, kraftvollen Gassenhauern des Mittelalters reicht das Repertoire, das von der fünfköpfigen Spielmannstruppe mit Begeisterung nicht nur vorgetragen, sondern richtiggehend gelebt wird.

Satara sind die "Lokalmatadoren" des Abends – stammt die immerhin achtköpfige Formation doch aus dem Großraum St. Pölten, wo das ungewöhnliche Musikprojekt 2005 seinen Anfang nahm. Satara, das ist portugiesisch für "Treibholz" - und tatsächlich treibt der Stil von einer Ecke des Genres in die andere. Rockige Stücke, die durchaus Parallelen zu Schandmaul oder gar In Extremo erkennen lassen, treffen auf mehrstimmigen, choralen Gesang. Sauf & Rauflieder stehen gleichberechtigt neben musikalisch-treibend erzählten Geschichten und fast schon verspielt klingenden Ausflügen in andere musikalische Welten und Zeiten.

Daten:

Medieval Night in St. Pölten
11.12.2009
Einlass: ab 21:00
Eintirtt: 5 Euro
Adresse: Herzogenburgerstraße 18-20, 3100 St. Pölten


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